Online den Lebensmitteleinkauf erledigen – von Online-Supermärkten und ihren Chancen und Risiken

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Wer kennt es nicht, der lästige Wocheneinkauf steht noch aus doch man hat eigentlich so gar keine Lust auf überfüllte Supermärkte und lange Schlangen an den Kassen. Da sich der Kühlschrank aber leider nicht von alleine auffüllt müssen wir uns nun trotzdem noch auf den Weg machen, egal wie anstrengend und lange der Arbeitstag war. Hier kommen nun die Online-Supermärkte ins Spiel. Heutzutage können wir im Internet nun nicht mehr nur Kleidung oder Technik in unseren Warenkorb per Mausklick befördern sondern eben auch Lebensmittel. Anbieter gibt es mittlerweile viele, angefangen von dem Supermarkt Rewe bis hin zu eigentlich branchenfremden Konzernen wie Amazon (AmazonFresh). Schauen wir uns jedoch nun einmal an, wie das Ganze funktioniert. Sparen wir wirklich Zeit und muss ein so alltäglicher Vorgang wirklich online abgehandelt werden?

AmazonFresh wirbt mit dem Slogan: „Ihr kompletter Einkauf geliefert nach Wunsch“. Nachdem man eine Mitgliedschaft abgeschlossen hat kann es sofort los gehen. Zuerst wählt man den individuell gewünschten Lieferzeitraum aus um nur die dafür verfügbaren Produkte angezeigt zu bekommen. Und schon kann es los gehen: Einfach durch scrollen und aus einem riesigen Sortiment den Wocheneinkauf zusammen stellen. Egal ob gemütlich von der Couch aus oder auf dem Heimweg mit der Bahn, dank dem mobilen Internet können wir von überall aus einkaufen. Für viele bedeutet dies nicht nur Zeit sparen sondern auch moderner Fortschritt. Selbst an einem Sonntag kann so der Einkauf erledigt werden und man bekommt alles zum gewünschten Zeitpunkt direkt vor die Haustür geliefert. Man erspart sich überfüllte Supermärkte und genervte Kassierer wenn man mal wieder das Kleingeld zusammen kratzt, bezahlt wird schließlich per Paypal oder mit anderen bargeldlosen Bezahlmöglichkeiten. So übertragen wir selbst etwas so alltägliches wie den Lebensmitteleinkauf in das Internet. Doch leider birgt über den Bildschirm einkaufen auch einige Nachteile. Wie groß sind die Produkte tatsächlich? Und wie sieht es mit der Qualität aus? Wer sich gerne im Supermarkt das Gemüse genauer betrachtet um eben nicht zu der Paprika mit der unschönen Stelle zu greifen muss nun anderen die Auswahl der Produkte überlassen. Auch ob Produkte wie Joghurt oder Obst und Gemüse die Lieferung unbeschadet überstehen ist nicht garantiert. Hinzu kommt noch der Aufwand der Verpackungen wenn zum Beispiel Produkte bestellt werden die gekühlt werden müssen. Dies führt oft zu sehr viel Verpackungsmüll.

Abschließend muss aber jeder noch selbst entscheiden, ob er lieber persönlich seinen Einkauf erledigt oder sich die Produkte online aussucht und liefern lässt. Was ist einem wichtiger, die Zeit einsparen und die Möglichkeit nutzen von überall aus einzukaufen oder doch lieber traditionell selbst den Supermarkt vor Ort zu besuchen und den Wocheneinkauf vielleicht auch zu genießen, die frischen Waren zur Inspiration für das nächste Rezept auf sich wirken zu lassen. Im Laufe der Zeit wird sich wohl noch zeigen, ob sich Online-Supermärkte etablieren und eine Masse an Konsumenten an sich binden.

 

 

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Online-Supermarkt

https://www.amazon.de/b?node=6723195031&tag=googhydr08-21&hvadid=208052195943&hvpos=1t1&hvnetw=g&hvrand=15093990083140174362&hvpone=&hvptwo=&hvqmt=e&hvdev=c&hvdvcmdl=&hvlocint=&hvlocphy=9041763&hvtargid=kwd-361607079597&ref=pd_sl_1bm9c3o8ej_e

http://www.gratisnum.com/blog/lebensmittel-online-bestellen-nur-ein-trend-oder-doch-die-zukunft/

http://blog.simplora.de/category/online-supermarkt-vergleich/

http://www.chip.de/artikel/Online-Supermaerkte-im-Test-Die-besten-Lieferservices-fuer-Ihre-Lebensmittel_107446512.html

https://www.idealo.de/magazin/2016/01/21/lebensmittel-online-bestellen-anbieter-im-vergleich/

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Supermarkt vs. Konsument – Wie wir gezielt zum Kauf verleitet werden, ohne es zu merken

geschrieben von in AllgemeinesKommentare deaktiviert für Supermarkt vs. Konsument – Wie wir gezielt zum Kauf verleitet werden, ohne es zu merken

Mama, ich will noch ‘nen Schokoriegel!

Nein mein Kind, wir müssen jetzt bezahlen.

Dann hört man meistens Geschrei und sieht eine Mutter, die genervt den Schokoriegel auf das Kassenband legt. So oder so ähnlich hat das bestimmt jeder von uns schon mitbekommen.

Dass sich diese Szene jedoch gerade an der Kasse abspielt ist kein Zufall.

Das ist nur einer der zahlreichen Tricks von Supermärkten, mit welchen sie ihre Kunden zum Kauf verleiten.

 

Frische zahlt sich aus – im wahrsten Sinne des Wortes

Die Verlockung beginnt schon am Eingang – durch Frischwaren wie Obst oder Gemüse bekommen wir Appetit, wir verbringen viel Zeit im schönen Paradies der Frischevielfalt. Impulsive Entscheidungen sind vorprogrammiert, denn bis zu 80% unserer Kaufentscheidungen sind unbewusst – zum finanziellen Vorteil der Supermärkte.

Wir alle wollen ein wenig Luxus

Man nennt es den Shop im Shop: Abteilungen für Kosmetik oder Wein, die wie eigene Welten wirken. Tolles Licht, edle Regale und viel Platz – da nimmt man doch den höheren Kaufpreis gerne in Kauf. Gleich nebenan kann man sein Gewissen wieder beruhigen, denn nebst luxuriöser Eigenwelt befindet sich meist ein Bereich mit Sonderangeboten. Gott sei Dank, da war der Luxuskauf doch in Ordnung, wenn man nun wieder sparen kann!

Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt!

Gleiche Menge, gleicher Preis würde man meinen. Aber diese Annahme ist falsch, denn Hersteller wissen genau, wie sie bestmöglich profitieren. Reduzierte Menge und altbekannter Preis ist doch die Idee. So eine kleine Änderung fällt doch niemandem auf – und dadurch sind unbemerkte Preiserhöhungen möglich.

Der Mensch ist ein faules Tier – Das weiß auch der Supermarkt

Markenprodukte in Sichthöhe sind hier der Schlüssel zum Profit. Frei nach dem Motto: „Er kam, er sah, er kaufte“ greifen wir (meistens) zum erst besten Produkt, das wir sehen. Für die günstigeren Produkte müsste man sich ja bewegen, ob nach oben oder nach unten ist egal – es fällt schwer und wer möchte es schon schwer?

„Pile it high, sell it low“

Das wussten schon die Unternehmer des Supermarktes „King Kullen“. Wenn die Ware hochgestapelt ist, muss sie ja günstig sein! Nein, eigentlich nicht, denn der Schein kann trügen. Toilettenpapier beispielsweise wird somit als scheinbar günstig dargestellt, was bedeutet, dass man als Verbraucher zuschlagen kann und sogar muss. Der Preis muss dabei jedoch nicht sonderlich niedrig sein.

Rot = günstig?

Das Spiel mit den Farben ist doch das Schönste aller Spiele. Preissenkungen werden oft mit einem roten Schild gekennzeichnet – ob das aber auch wirklich stimmt, ist nicht gesagt. Wie vorher schon erwähnt: der Schein kann trügen, aber da wir emotionale Käufer sind, ist das egal. Wir setzen rot mit günstig in Verbindung, das war schon immer so und das wird dann wahrscheinlich auch immer so sein.

Quengelei an der Kasse

Das Anfangsbeispiel hat diesen Sachverhalt schon bestens beschrieben. Supermärkte platzieren Süßigkeiten in Kindeshöhe an der Kasse. Wenn Mama oder Papa, genervt vom Einkauf, nur noch nach Hause wollen, dann kommen die Süßigkeiten ins Spiel, die die Kinder doch sooooo gerne haben wollen. Um einer Diskussion aus dem Weg zu gehen, kaufen die meisten Eltern einfach den Schokoriegel, die Gummibärchen, die Kaugummipackung, oder alles auf einmal – hauptsache man kommt nach Hause. Die Transformation von kleinen, süßen Kindern in gierige Monster machen sich die Supermärkte zu Nutze – zum Leidwesen der Eltern.

 

Was bedeutet das jetzt für jeden Einzelnen?

Vielleicht nichts. Vielleicht hat es aber auch Einige dazu angeregt, den nächsten Einkauf aufmerksamer zu tätigen und mit offenen Augen durch den Supermarkt zu laufen. Egal was es für euch bedeutet – nun wisst ihr Bescheid, und das ist doch schon einmal mehr als nichts.

Leider konnten in diesem Artikel nur einige Tricks Ansprache finden. Wer mehr lesen möchte und dem Supermarkt den Kampf ansagen will, findet in den Quellen weiterführende Informationen. Wer keine Lust hat weiterzulesen, aber trotzdem ein wenig mehr wissen will, kann hier klicken.

Viel Spaß beim nächsten Einkauf!

 

Quellen:

http://www.sueddeutsche.de/geld/verkaufspsychologie-im-supermarkt-links-herum-kaufts-sich-leichter-1.1716665

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-05/einkaufen-supermarkt-psychologische-tricks-konsum

http://www.huffingtonpost.de/2014/11/04/19-psychotricks-werbung_n_6098666.html

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