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FSK erhöht Altersbeschränkung beim Film „Romeos“

In dem Film „Romeos“ geht es um einen Jungen (Lukas), der in die Großstadt zieht und dort seine Liebe zu Flavio entdeckt.

Die Freiwillige Selbstkontrolle hat diesen Film nun als „ab 16 Jahren freigegeben“ eingestuft. Beantragt war eigentlich das Alter 12. Als Begründung wird genannt, dass die Jugendlichen sich noch in einem zarten Alter befinden, mitten in der „sexuellen Orientierungsphase“. Gerade so, als könne dieser Film zu einer Desorientierung führen.

Totaler Unsinn, würde ich behaupten.
Da bekommt man regelrecht das Gefühl, dass die Themen, mit denen man sich auseinandersetzen kann, vorgegeben werden. Zwar steht der Film auf keinem Index und man wird ihn sich ansehen können – aber gerade diese Themen sind für Jugendliche doch wichtig. Es ist eine andere Möglichkeit, etwas über Sexualität zu lernen und es gibt eben mehrere Versionen von ihr.

Wie sinnvoll sind diese Beschränkungen durch die FSK?
Harry Potter, zum Beispiel, wurde als harmloses Kinderbuch verkauft. Die ersten Filme waren dementsprechend spannend zurecht gemacht, aber noch nicht düster. Die letzten Teile wurden immer gruseliger, grauer, gewalttätiger – auch wenn „nur“ gezaubert wird.

Freigegeben ab Zwölf.
Mit welcher Begründung denn bitte? Dass die Kinder wissen, es handelt sich um Fantasie? In meinen Augen ist selbst diese Beschränkung der FSK ein wenig unbedacht. Zumal man das Thema auch zuspitzen könnte – die rassistischen Gedanken und Einstellungen rund um die Gruppe Voldemorts lässt sich eindeutig mit der NS-Zeit vergleichen. Das dürfen Kinder dann ab 12 sehen? Obwohl sie vermutlich Vieles nicht verstehen?!

Es ist schon gut, dass es die FSK gibt und sie wird wohl auch meist mit ihren Beschränkungen im Recht sein – hier zeigt sich jedoch, dass nicht immer alles Hand und Fuß hat.

 

Quelle:
http://zapp.blog.ndr.de/2011/12/06/sexuelle-desorientierung/