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Influencer – kann man sich dagegen auch impfen?

Man findet sie heute überall – in den sozialen Medien und am meisten wahrscheinlich bei Instagram. Die Influencer.

Die meisten, die soziale Medien nutzen, werden früher oder später über den Begriff stolpern, oder zumindest über jemanden, der es zu seinem (Vollzeit)Beruf gemacht hat, Produkte zu testen und, wenn es dementsprechend bezahlt wird, auch gut darüber zu berichten und so den Verkauf des Produkts zu steigern. Für viele Unternehmen ist das Influencer-Marketing ein fester Bestandteil der Marketing Strategie geworden und nicht mehr weg zu denken. 

Der Influencer, als Mensch wie du und ich erzeugt ein Gefühl von Nähe, Vertrautheit, als würde man die Person wirklich kennen. Nicht umsonst gewähren sie ja schließlich auch tagtäglich Einblick in ihr Privatleben, lassen uns zum Beispiel teilhaben an einem neuen Rezept, das sie in der Küche ausprobieren. Hierbei wird, wie selbstverständlich der nagelneue Thermomix erwähnt, der das lästige Schnippeln übernimmt. Oder die weiblichen Instagramer nehmen uns mit und zeigen, wie man sich, vermeintlich „richtig“ schminkt und mit welchen Produkten das am besten funktioniert. 

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*werbung First swatch then watch & #FFF ? Ich liebe liebe liebe nude, orange und rot Töne für meine Lippen ? Wie ihr vielleicht schon in meiner Story mitbekommen habt, ist vor einigen Tagen ein Wahnsinns Paket von @artdeco_cosmetics bei mir eingetrudelt und ich kam aus dem Staunen garnicht mehr raus! ?? 18 neue Farben aus der Perfect Color Lipstick Collection verpackt in einer süßen Box ? Ich habe so viel geswatched, sodass sogar meine Beine für mehr Farben herhalten mussten #Eskalation ! ? Während ich mich immer noch wie ein kleines Kind freue, habe ich aber auch noch was feines für euch! ?? Artdeco verlost momentan eine Reise – inklusive 2 Nächten, 500€ Shoppingbudget & einem Styling im Artdeco Store – in meine zweite lieblings Stadt PARIS! ?Wie ihr mitmachen könnt? Swatched euren Lieblings Perfect Color Lipstick auf eurer Hand oder euren Lippen und postet ein Bild mit dem #MyColorSwatch ? Ganz viel Glück wünsche ich euch! ?? Nun geht es wie immer freitags an den #FUNFACTFRIDAY ?? Die heutige Frage lautet: WIE VIELE ANLÄUFE HABE ICH GEBRAUCHT, UM DIESES BILD HINZUBEKOMMEN? ? Kommentiert wie immer eure genaue Schätzung in die Kommentare und der Jenige der am schnellsten die richtige Antwort errät, wird morgen in meiner Story geshoutet & bekommt ganz viel Liebe auf dem eigenen Kanal! ? Viel Spaß beim raten und einen super Start ins Wochenende!!!!! ??? _______________________________________ #artdeco #artdecocosmetics #artdecobeauties #perfectlips #schminktisch #FFF #makeuplove #details #flatlaylove #autumndetails #cozy #home #interior

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Es ist ein niemals endender Kreislauf, geht vom Staubsauger, über den Wecker, die neusten Klamotten zum Nahrungsergänzungsmittel. 

Und wir glauben das natürlich alles, werden angelockt von Rabattcodes oder Gratisgeschenken bei einer Bestellung ab 50€ beispielsweise. Hat für uns also nur Vorteile oder?!

Doch wir Konsumenten sind nicht die einzigen, die davon profitieren, sowohl der Influencer, der mit Geld oder Sachleistungen für seinen Content und die Werbung bezahlt wird, als auch das auftraggebende Unternehmen kommt nicht ganz so schlecht davon. Einen Influencer als Markenbotschafter zu unterhalten ist eine kostspielige Angelegenheit, je mehr Follower und Reichweite unser Meinungsmacher hat, kann so eine Erwähnung in einem Post ganz schnell in den sechsstelligen Bereich gehen. Die Grenze zwischen ehrlichem Erfahrungsbericht und erzwungenem positiven Feedback ist nur sehr schwer zu erkennen. 

Was muss ein Influencer als Werbung kennzeichnen, wurde er bezahlt und was ist eine ehrliche Meinung zu einem getesteten Produkt, das eventuell auch selbst gekauft wurde?Eigentlich muss, laut Instagram alles als Werbung gekennzeichnet werden, da immer davon ausgegangen werden muss, dass der Influencer Werbung für das eigene Unternehmen oder Dritte macht.

Also, wer vertraut denn da eigentlich noch diesem Social Media Phänomen?
Statistiken zu folge vor allem die Menschen zwischen 20 und 29 Jahren, wobei man hier ganz klar sagen muss, dass in diesem Alter die Nutzung von Social Media pro Tag durchschnittlich unglaublich hoch ist.
Es sind so viele Eindrücke, die da täglich auf uns einprasseln und es ist dabei unser eigenes Ermessen gefragt, wem wir vertrauen und vor allem wie sich die Personen dieses Vertrauen verdient haben. Die Medienkompetenz sollte eigentlich so gefestigt sein, dass man nicht alles glaubt, was einem vor die Nase kommt.


Quellen

http://www.futurebiz.de/leitfaden-influencer-marketing/#Einleitung

https://influencermarketingacademy.de/was-bringt-die-zukunft-fuer-influencer-marketing/

https://de.statista.com/infografik/16440/vertrauen-in-influencer-nach-altersgruppen/

https://www.instagram.com/p/BoR8r8EFNAq/


Semi-Somnia – Wenn Schlaf nicht mehr ausreicht

Das Handy klingelt, zehn offene Nachrichten bei WhatsApp, die Stadt ist voll von Menschen und blinkenden Schildern, man muss noch schnell etwas erledigen, obwohl die Zeit schon viel zu knapp ist, abends noch eine neue Folge auf Netflix schauen und auf jeden Fall muss Instagram kurz vor dem Einschlafen noch einmal gecheckt werden. Jeder kennt diese Situationen, aber die wenigsten von uns wissen, wie gefährlich das alles wirklich ist und vor allem, was es mit uns macht.

Semi-Somnia – Millionen Menschen leiden an chronischer Übermüdung und Erschöpfung, ohne es bewusst wahrzunehmen. Der medizinische Begriff Semi-Somnia bezeichnet eine Art der Schlafstörung, die durch äußere Faktoren verursacht wird. Als Ursachen werden häufig der zu hohe Einfluss durch technische Geräte sowie Stress in Alltag und Beruf genannt, die dazu führen, dass das Gehirn nicht zur Ruhe kommt und permanent aktiv ist, auch wenn man vermeintlich schläft.

„Chronische Erschöpfung löst eine Kaskade gesundheitlicher Schäden aus. Bestimmte Gehirnregionen, die an der Verarbeitung von Emotionen beteiligt sind, schrumpfen; das Volumen des Gehirns nimmt ab.“

Mazda Adli, Stressforscher an der Berliner Charité

Mediziner warnen vor den lebensgefährlichen Folgen der Müdigkeits-Marker. Dazu zählt unter anderem die Ablenkung, die sich vor allem in Verbindung mit Social Media bemerkbar macht, denn so gut wie jeder checkt alle paar Minuten, ob es etwas Neues gibt – das was eigentlich gemacht werden sollte, rückt in den Hintergrund.                           

Der zweite Müdigkeits-Marker ist die Einsamkeit: Wer sich erschöpft, ausgelaugt und unausgeschlafen fühlt, hat meist wenig Lust etwas zu unternehmen. Doch was ist, wenn man aus der Spirale der Einsamkeit nicht mehr herauskommt?

„Chronische Einsamkeit bringt ein größeres Sterberisiko mit sich, als 15 Zigaretten am Tag zu rauchen.“

Manfred Spitzer, Psychiater

Unsicherheit. Wie geht es weiter? Schaffe ich das alles überhaupt? Wie soll ich das hinbekommen? Fragen, die sich vermutlich jeder von uns schon häufiger gestellt hat. Diese dauerhafte Anspannung und Unsicherheit ist Gift für unser Gehirn, die Folgen: Übermüdung und Erschöpfung.

Die letzte und vermutlich unbekanntere Gefahr ist das Gaslighting.

„Beim Gaslighting werden Lügen mit Irreführungen und Verleumdungen kombiniert. Langfristig führt diese Manipulation zu Stress und zur Erschöpfung.“

Prof. Achim Peters

Die meisten werden sich jetzt denken, dass sie davon eher weniger betroffen sind, aber stimmt das wirklich? Egal, ob im persönlichen Umfeld, in den sozialen Netzwerden oder in den Nachrichten – durch mangelnde Überprüfung von Quellen und das fehlende Hinterfragen des Informationstsunamis, der täglich auf uns einprasselt, ist jeder von uns immer mal wieder Fehlinformationen ausgesetzt.

Wie kann man dem mentalen Nebel entgehen?

Das Handy laut- und vibrationslos stellen, Unternehmungen und Kontakt zu Menschen in der realen Welt, Probleme durch eine Entscheidung lösen und Hintergründe sowie Informationen überprüfen – hält man sich an diese Dinge, die durchaus für jeden zu bewältigen sind, kann man Semi-Somnia verhindern.

Quellen:

  • http://www.weltderwunder.de/photo_stories/wie-muedigkeit-unser-ich-veraendert
  • https://www.tres-click.com/muedigkeit-aus-diesen-sieben-gruenden-bist-du-staendig-schlapp/
  • https://trialx.com/curetalk/2012/11/27/semi-somnia-the-growing-sleep-disorder-symptoms-results-and-cures/
  • https://www.msn.com/de-de/gesundheit/medizinisch/wie-müdigkeit-unser-ich-verändert/ss-AAnhNQ5
  • https://equalitynews.wordpress.com/tag/semi-somnia/
  • https://www.meine-zeitschrift.de/welt-der-wunder-11-2018.html

Das Phänomen Second Screen

Um informative Daten eines Fußballspiels abzurufen, um mit Freunden über sozialen Netzwerken Sendungen oder Schauspieler zu kommentieren, laufen Krimis oder Quiz-Shows im Fernsehen, haben Smartphone, Tablet und Notebook immer seltener Pause – der Grund: der Second Screen.

Was bedeutet eigentlich Second Screen?

Second Screen ist die parallele Nutzung vom TV-Gerät und einem anderen Endgerät, beispielsweise eines Smartphones oder Tablet. Dabei nimmt die Nutzung vom mobilen Endgerät Bezug auf den Inhalt des laufenden Fernsehprogrammes.  

Laut Ergebnissen der ARD/ZDF-Onlinestudie 2014 steigt die Nutzung des Second Screens. Mehr als jeder zweite deutsche Fernsehzuschauer ab 14 Jahren nutzte 2014 Second Screen.

Der Second Screen ist für viele Zuschauer nicht mehr wegzudenken. Das Fernsehen und die Produktion der Inhalte haben sich verändert. Viele Formate bieten nun Apps an die zum Second Screen genutzt werden können. Beispielsweise die Tatort-App, bei der jeder während Tatort läuft ein Teil des Ermittlerteams werden kann oder Informationen über die Schauspieler nachlesen kann. Ziel der App ist es, als erster den richtigen Täter zu vermuten.

Quelle: https://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/tatort-app100.html

Nun stellt sich für mich die Frage, wie sich das Phänomen Second Screen auf die Gesellschaft auswirkt. Für mich zählt Second Screen zur Erweiterung des Unterhaltungsmediums. Meiner Meinung nach wird die Unterhaltung, sowie das Programm generell im Fernsehen immer stumpfer.  Dadurch verlieren viele den Bezug zur Realität. Das Kommentieren von Schauspielern oder Darsteller auf sozialen Netzwerken während einer Show wird als selbstverständlich gesehen. Dass dadurch schnell Onlinemobbing entstehen kann, ist glaube ich nicht vielen bewusst und konstruktive Kritik entwickelt sich zu Hass-Kommentaren. Manche Kommentare die man lesen kann sollten nicht von Kindern gelesen werden. Online mobben, das sogenannte Cyber-Mobbing, ist zu einem großen Thema geworden und kann durch das Second Screen und den damit verbundenen „Getratsche“ über sozialen Netzwerken verstärkt werden.

Jedoch bin ich auch der Meinung, dass der Second Screen auch positive Auswirkungen hat. Durch die ständige Vernetzung mit Freunden pflegt man die sozialen Kontakte. Man nimmt Aktiv an Sendungen teil, was auch viel Spaß machen kann.

Quellen: http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/files/2014/0708-2014_Busemann_Tippelt.pdf
https://www.usabilityblog.de/second-screen-studie-das-fernsehen-im-wandel/

Netflix – die Resterampe der Filmstudios?

Für Hollywood ist es zu einer nicht selten genutzten Notfallstrategie geworden, ursprünglich für das Kino geplante Produktionen in letzter Sekunde an Netflix zu verkaufen. Der Grund: die Filme erscheinen den Studiobossen als nicht lukrativ oder schlichtweg nicht relevant genug für einen weltweiten Kinostart. Paramount fuhr diese Taktik mit seinem mehrfach verschobenen Science-Fiction-Film „The Cloverfield Paradox“, Warner Bros. mit „Mogli: Legende des Dschungels“ und auch zuletzt Constantin Film mit ihrer Comic-Adaption „Polar“. Alle drei Filme haben eine Gemeinsamkeit: Sie kamen nach ihrer Netflix-Veröffentlichung nur schwach an, sowohl bei Kritikern, als auch beim Publikum.

Selbst für Netflix zu schlecht!

„Holmes & Watson“ war selbst Netflix zu schlecht

Auch Sony Pictures hoffte, einen sich ankündigenden Misserfolg zu Netflix abschieben zu können: Die Komödie „Holmes & Watson“ mit Will Ferrell und John C. Reilly in den Hauptrollen. Doch Netflix lehnte ab. „Holmes & Watson“ ist bei Testvorführungen derart durchgefallen, dass selbst Netflix ihn nicht wollte.

Keine Chance im Kino? Komm zu Netflix!

Netflix „klaut“ den Kinos die Filme, um sie stattdessen direkt auf der eigenen Streamingplattform zu vermarkten, ist die Befürchtung vieler Kinobetreiber. Dabei sind es doch so oft die Filme, die im Kino nur zu den unmöglichsten Zeiten im kleinsten verfügbaren Saal laufen würden, die letztendlich bei Netflix landen. Und das hat nicht immer etwas mit der Qualität des Films zu tun.

So bemängelten nicht zuletzt Regisseure, dass in Hollywood nur noch Platz für Blockbuster-Fortsetzungen und Superhelden-Franchises ist. „Auslöschung“ galt als zu komplex für die Leinwand und sollte komplett umgeschrieben werden, bis Netflix zuschlug und sich die Veröffentlichungsrechte sicherte. Während man sich auf der einen Seite ärgern könnte, „Auslöschung“ nicht im Kino sehen zu können, muss man letztlich einfach froh sein, den Film überhaupt schauen zu können.


“My question to you is, how many theaters did you think that a Mexican film in black and white, in Spanish and Mixteco, that is a drama without stars — how big did you think it would be as a conventional theatrical release?”

https://twitter.com/Variety/status/1082124733934522368

„Roma“-Regisseur Alfonso Cuarón sieht die Streamingportale als Möglichkeit, sein Werk einem Publikum zugängig zu machen, das es sonst vermutlich ignorieren würde: Denn ein Film wie „Roma“, der ausschließlich auf Spanisch mit Untertiteln zu sehen ist, würde es schwer haben im Kino, überall. Sein Schwarz-Weiß-Drama brachte ihm zehn Oscar-Nominierungen ein. Auf Netflix haben 139 Millionen Nutzer die Möglichkeit von zu Hause sein Werk zu beurteilen.

„Roma“ brachte Netflix und Alfonso Cuarón zahlreiche Preise,
der Film ist für 10 Oscars nominiert

Quantität und Qualität. In einer idealen Welt geht beides. So nimmt Netflix nicht nur den unvermeidlichen Flop unter seine Fittiche, sondern bietet auch Filmen eine Plattform, die im Blockbuster-Tumult der Kinos untergehen würden. Was man sich letztendlich anschaut und wo man dies tut, bleibt jedem selbst überlassen.

Quellen:

http://www.spiegel.de/kultur/kino/bird-box-und-roma-auf-netflix-wann-kommt-was-in-kino-a-1244544.html

https://www.mdr.de/kultur/angriff-aufs-kino-durch-netflix-und-streaming100.html 

https://d13ezvd6yrslxm.cloudfront.net/wp/wp-content/images/homlesandwatson-reilly-ferrell-glance-700×321.jpg

https://imgix.bustle.com/uploads/image/2018/12/11/582dc7b6-15e1-4e62-a4a9-a5562a9c72fe-image.jpg?w=970&h=546&fit=crop&crop=faces&auto=format&q=70

Die gefährliche Selbstinszenierung in den sozialen Medien

Schon seit vielen Jahren wird Photoshop in der Mode- und Beautyindustrie heiß diskutiert und vor allem kritisiert. Heute ist der Traum von einer makellosen Haut oder einer dünnen Taille, durch kostenlose Apps wie Facetune oder Adobe Photoshop, nur noch wenige Klicks entfernt und für jeden zugänglich.

Welcher Social-Media-Nutzer hat sich nicht schon einmal eines Filters bedient, einen Pickel retuschiert oder seine Zähne heller geschummelt? Man müsste meinen ein kleiner Selbstbewusstseinsschub ist harmlos, aber welche Auswirkungen hat diese Inszenierung der Realität auf unsere Gesellschaft und vor allem auf Jugendliche?

Laut neuen Studienergebnissen der MaLisa Stiftung, die Ende Januar in Berlin präsentiert wurden, betrachten jugendliche Social-Media-Nutzer Influencer auf sozialen Medien als Vorbilder und ahmen deren Posen und Aussehen nach. Insbesondere Mädchen, die Influencern folgen, sollen ihre Bilder stärker bearbeiten als solche die keinen folgen.

Quelle: Maya Götz – Selbstinszenierung von Mädchen auf Instagram. München 2018

Aber was zählt als Schönheitsnorm? Wie müssen Bilder aus der Perspektive der Nutzer aussehen um als „gut genug zum Posten“ wahrgenommen zu werden?

Mit diesen Fragen befasste sich der renommierte britische Mode- und Porträtfotograf Rankin in seinem Projekt Selfie Harm. Er lichtete insgesamt 15 Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren ab. Die Teenager traten ungeschminkt und so natürlich wie möglich vor die Kamera um ein Porträt von sich schießen zu lassen. Das Bild wurde der jeweiligen Person zurückgegeben mit der Aufgabe es so zu bearbeiten, dass es auf ihren sozialen Kanälen gepostet werden könnte.


RANKIN PHOTOGRAPHY LTD

RANKIN PHOTOGRAPHY LTD

Die Mädchen sind teilweise nicht wiederzuerkennen. Nasen wurden kleiner, Lippen voller und das Makeup stärker gemacht.

Gegenüber „Business Insider“ sagte Rankin zwar, dass die Teenager eigentlich die natürlichen Bilder besser fanden, aber als es um die Nutzung sozialer Medien ging, alle trotzdem die Bearbeitungs-Apps nutzten.

„Es ist Zeit, dass wir die gefährlichen Auswirkungen, die soziale Netzwerke auf das Selbstbild von Menschen haben, anerkennen.“ – Rankin

Junge Mädchen empfinden ihr natürliches Aussehen also zunehmend als unzureichend. Wenn ihre Erscheinung nicht dem „Influencer-Standard“ entspricht wird mit genannten Apps nachgeholfen. So kommt es zu einer Verzerrung des Verständnisses von „natürlich“ und „real“. Außerdem wird durch diese Orientierung an der Norm die Selbstinszenierung immer gleichförmiger, wodurch die Vielfalt verloren geht.

Quellen:
https://www.glamour.de/beauty/wellness-gesundheit/selfie-harm-rankin
https://www.instagram.com/p/BtRMUjKF-e7/?utm_source=ig_share_sheet&igshid=5azwwyycahc6 https://malisastiftung.org/wp-content/uploads/Selbstinzenierung-in-den-neuen-Medien.pdf
https://www.thetimes.co.uk/article/4501d4f6-2718-11e9-8a1b-74db4c6005e7

Präsenzdruck in Social Media?

Wer kennt es nicht?
Jeder der auf Social Media Plattformen wie Intsagram, Facebook oder Youtube aktiv ist, steht unter Druck seine Community auf dem Laufenden zu halten. Zumindest die User die damit Geld verdienen.

Einigen ist es egal wann und wie viel sie von ihrem Leben ins Netz stellen, Anderen aber nicht. Meist hängt die Existenz ihres persönlichen Blogs davon ab, wie oft Beiträge hochgeladen werden. Es kommt auf die Follower an, ob sie dir weiterhin treu bleiben, obwohl man vielleicht eine längere Zeit nichts gepostet hat, oder ob sie die Geduld verlieren und dir entfolgen. Wenn man jedoch eine Person des öffentlichen Lebens ist, kann man sich eine Social Media Pause eigentlich nicht leisten, oder doch?

Viele Influencer sehnen sich oftmals nach einer Pause, haben dann jedoch Angst ihre Community zu vernachlässigen oder gar zu verärgern. Teilt man allerdings dann im Netz den Followern mit, dass man gerade einen Nervenzusammenbruch hat oder generell unter Druck leidet, erntet man nicht nur Aufmunterungsversuche sondern meistens Hate-Kommentare.

Wer möchte denn nach der Veröffentlichung eines solchen privaten Momentes, so viele Gemeinheiten hören bzw. lesen?

Dabei heißt es: “ Ich werde einfach Influencer, genieße mein Leben und liege auf der faulen Haut.“ Aber davon kann man nicht ausgehen. Als Influencer stehst du unter ständigem Präsenzdruck, unter ständiger Beobachtung und musst dein Leben Social Media verschreiben. Man ist selbstständig und muss sich um alles selbst kümmern. Eigentlich ist man völlig auf sich allein gestellt.

Doch will man sich diesem Druck freiwillig unterziehen und ist es nicht total egal wann und was gepostet wird? Und vor allem: Ist es nicht total unnötig sich wegen Social Media Druck machen zu lassen? Jedem sollte es selbst überlassen sein, wie oft und wie öffentlich man seine Community am eigenen Leben teilhaben lässt. Dafür sollte man keinen Hate kassieren, geschweige denn sich unter Druck setzen lassen.

https://www.youtube.com/watch?v=VPh1HJ84UFg https://www.youtube.com/watch?v=D6_uUpsEf0I

http://www.spiegel.de/spiegel/unispiegel/influencer-in-sozialen-medien-instagram-hat-ein-monster-kreiert-a-1219044.html

https://www.wuv.de/digital/influencer_ein_knochenjob 

Die negative Entwicklung des Fußballs – Fragwürdige Medien, Kommerzialisierung, Korruption und vieles mehr

Zunehmende Kommerzialisierung, falsche bzw. fragwürdige Medienberichterstattungen sowie Korruptionen verschiedener Fußballstars und –funktionäre. Der Fußball hat in den letzten Jahren eine negative Entwicklung genommen.

Es ist der 3. August 2017. Der Transfer ist perfekt. Der Brasilianer Neymar da Silva Santos Júnior wechselt für unfassbare 222 Millionen Euro vom spanischen Topklub FC Barcelona zum französischen Spitzenklub Paris Saint-Germain. Ein neuer Transferrekord. Spästestens durch diese Ablösesumme wird jedem klar – mittlerweile sind im Fußballgeschäft Unmengen an Geld im Umlauf. Und es ist kein Ende in Sicht.

Die Kommerzialisierung im Fußball hat inzwischen eine so hohe Dimension erreicht, weshalb sich nun schon die ersten Fußballfans von ihrem geliebten Sport abwenden. Es wurden bzw. werden neue Wettbewerbe eingeführt, damit noch mehr Geld fließt, sei es die Nations League oder die Europa League 2. Diese Wettbewerbe dienen nicht dazu, die sportliche Qualität zu erhöhen, sondern ausschließlich darum, finanziell von diesen Ideen zu profitieren. Desweiteren wurde die Weltmeisterschaft 2022 nach Katar vergeben, trotz erdrückender Temperaturen von 50 Grad im Sommer. Aus diesem Grund wird 2022 erstmals die WM im Winter ausgetragen. Als Fußballfan stellt man sich da die Frage: Wann nimmt dieser Wahnsinn ein Ende?

Doch die Kommerzialisierung sowie die wahnwitzigen Transfersummen sind nicht die einzigen Probleme, die sich innerhalb der letzten Jahre gebildet haben. Auch die Korruption steht maßgeblich für das Image des Fußballs der letzten Jahre. Seien es Weltklassespieler wie Lionel Messi, Cristiano Ronaldo oder Fußballfunktionäre wie z.B. Uli Hoeneß – sie alle begingen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe und bekamen eine Bewährungsstrafe. Und sie sollen Vorbilder für kleine, fußballbegeisterte Kinder sein?!

Die negative Entwicklung des Fußballs kommt durch die Medienwelt zum Vorschein. Denn die Medien sind es, die die Fußballer auf Schritt und Tritt begleiten und den Außenstehenden mit brandaktuellen Informationen versorgt. So bleibt jeder Fußballfan auf dem neuesten Stand. Doch die Medien haben im Fußballgeschäft nicht nur positive Seiten. Täglich gibt es neue Gerüchte um Spielertransfers, die jedoch meistens nicht der Wahrheit entsprichen. Das liegt daran, dass die Medien oft falsche Informationen bezüglich möglicher Ablösesummen in die Welt setzen, ohne richtig zu recherchieren. Dies veranlasste vor wenigen Monaten das Präsidium des FC Bayern München dazu, eine extra einberufene Pressekonferenz abzuhalten, bei der die Funktionäre einzelne Medien aufgrund ihrer unwahren Informationen an den Pranger stellten. Von „hämischer Berichterstattung“ und „Respektlosigkeit“ war die Rede.

Es wird immer deutlicher, dass es beim Fußball in die falsche Richtung geht. Egal ob Medien oder die Akteure des Fußballgeschäfts selber – niemand gibt in diesen Tagen ein positives Gesamtbild ab. Aufgrund der genannten negativen Aspekte im Text hätte auch ich (als Fußballfan) genügend Gründe, mich vom Fußball zu distanzieren. Doch für mich – wie auch für viele andere – hat der Sport eine wichtige Bedeutung, der nichts mit Geld oder sonstigem zu tun hat. Als Fußballfan ist der Fußball eine Art Leidenschaft, es ist ein Sport, der viele Menschen zusammen bringt und einen unglaublich hohen Spaßfaktor erzeugt. Für diese Punkte sollte der Fußball auch in der Öffentlichkeit wieder stehen. Und nicht für übertriebene Summen, Korruption oder falsche Berichterstattungen.

Quellen:

http://kleisisblog.blogspot.com/2014/09/kommerzialisierung-im-sport.html

http://www.spiegel.de/sport/fussball/fc-bayern-muenchen-pressekonferenz-geht-s-eigentlich-noch-a-1234168.html

https://www.tagesspiegel.de/sport/fuenfjahresvertrag-wechsel-zu-psg-perfekt-neymar-zahlt-die-222-millionen-euro-selbst/20146720.html

Selbstdarstellung im Netz

Ob es ein Flug in die USA, das neu eingerichtete Zimmer, eine Shopping- Tour mit der besten Freundin oder nur ein netter Abend mit Freunden ist – wer seinem Umfeld das nicht via social media Plattformen mitteilt, der hat es auch nicht erlebt.

Das Internet spielt eine immer wichtiger werdende Rolle für uns, und das nicht nur, weil wir Nachrichten lesen, Streamingdienste in Anspruch nehmen oder schauen können, was der Supermarkt um die Ecke im Angebot hat. Nein – auch die Selbstdarstellung findet ihren Platz im Netz. Und die wird durch zunehmende Digitalisierung und ihrer damit einhergehenden Interaktion und Transparenz begünstigt.

Chancen und Risiken

Plattformen wie Facebook, Instagram oder Snapchat leben zum Teil von der Selbstdarstellung ihrer Nutzer. Die Einen verdienen ihr Geld damit, die Anderen machen es aus Spaß. Aber warum eigentlich ? Wieso setzen sich Menschen tagtäglich aufs Neue in Szene, auch wenn sie wahrscheinlich über die Hälfte ihrer Follower, Facebook – und Snapchatkontakte nicht einmal persönlich kennen?

Schon im 19. Jahrhundert schrieb der englische Essayist William Hazlitt, dass die Sehnsucht der Menschen natürlich sei „das Objekt fortwährender Beobachtung zu sein, [und] überall Bilder von sich selbst zu erblicken“. Etwas extrem sieht es der US-amerikanische Psychotherapeut Alexanders Lowen. Denn diese Art von Selbstdarstellung wirkt auf ihn wie eine Form des Narzissmus.


“Wenn Reichtum einen höheren Rang einnimmt als Weisheit, wenn Bekanntheit mehr bewundert wird als Würde, wenn Erfolg wichtiger ist als Selbstachtung, überbewertet die Kultur selbst das ,Image‘, und man muss sie als narzisstisch ansehen“, schrieb der US-Psychotherapeut Alexander Lowen.


Das mag dann zwar manch Einer belächeln, aber auch das komplette Gegenteil kann der Fall sein. Einige Menschen nutzen social media Plattformen als Bewältigungsstrategien von Unsicherheiten. Gehört jemand einer Minderheit an oder findet in seinem sozialen Umfeld keinen Kontakt findet er hier Gehör.

Welcher Grund auch immer die Menschen dazu antreibt, sich selbst im Netz darzustellen, was wäre dafür geeigneter, als die für jeden zugänglichen sozialen Medien?

Quellen:

http://www.bpb.de/apuz/157546/das-web-als-spiegel-und-buehne-selbstdarstellung-im-internet?p=all
https://www.welt.de/icon/article134352155/Hawaiiiii-Das-taegliche-Grauen-der-Facebook-Postings.html
http://www.haz.de/Sonntag/Top-Thema/Instagram-und-Co-Wieso-der-Narzissmus-zur-Volkskrankheit-wird

Spiegel Affäre 2.0 – der Journalismus erneut in der Vertrauenskrise ?

Geschichten sind etwas wunderschönes. Schon als Kind sass ich aufgeregt, mit großen Augen und voller Begeisterung, mit gespitzten Ohren vor dem Erzähler und lauschte fantasievollen und ausgefallenen Geschichten. Auch noch Jahre später ergreifen uns Reportagen wie die Geschichte von Ahmed und Alina, zwei geflüchteten Kindern aus Aleppo, die sich alleine in der Türkei durchschlagen. Der Leser wird mitgerissen und emotional berührt. Schockierend, wenn es sich bei dieser Reportage um Protagonisten handelt, die es so nie gegeben hat. Dieses traurige, herzzerreißende Märchen von Ahmed und Alina ist nahezu frei erfunden und stammt von dem nun ehemaligen Spiegel Journalist Claas Relotius.

Relotius, ein mehrfach ausgezeichneter Journalist, national hochgepriesen, nahm das Storytelling für seine Reportagen zu ernst. Der 33-jährige Journalist wurde vom eigenen Haus, dem Spiegel, aufgedeckt, denn eine erfundene Geschichte hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Er soll mehrere Artikel komplett gefälscht, Protagonisten erfunden und viele weitere Unwahrheiten in seine Texte eingebaut haben, zudem besteht der Vorwurf er habe Spendengelder veruntreut. Nicht nur Artikel des Spiegel sind betroffen sondern auch für andere Printmedien hat Relotius geschrieben, wie beispielsweise ,,die Welt“.

Ein Skandal für das ohnehin schon zur Zielscheibe gewordene System Journalismus, der nicht leicht zu ignorieren ist. Seit einigen Jahren hagelt es heftige Kritik. Vorwürfe wie ,,Lügenpresse“, ,,Fake news“ und mehr sind leider zu geläufigen Begriffen geworden. Dabei hatten die aktuellsten Ergebnisse der Langzeitstudie für Medienvertrauen ein positives Bild gezeichnet, welches ein wieder wachsendes Vertrauen in den Journalismus aufzeigt.

Was treibt einen Journalisten aber nun dazu solch einen Vertrauensbruch zu begehen und die eigene Berufsethik so mit Füssen zu treten ?

,, Es ging nicht um das nächste große Ding. Es war die Angst vor dem Scheitern“. Und ,, mein Druck nicht scheitern zu dürfen, wurde immer größer, je erfolgreicher ich wurde“ – Claas Relotius

Ist dies wirklich ein Grund die Wahrheit so zu manipulieren und tausende von treuen Lesern so zu hintergehen ? Nein ist es eben nicht und aus diesem Grund geht der Spiegel in die Offensive und macht den Betrugsfall im hauptsächlich eigenen Haus zur Titelstory und schafft somit Transparenz.


Spiegel Cover zur Enthüllung

Mit der Titelstory ,, Sagen was ist“, gibt die Redaktion zahlreiche Infos um den Fall, als auch online, um die Öffentlichkeit dauerhaft über die neuesten Erkenntnisse im Fall Relotius auf dem Laufenden zu halten.

Der Schaden ist angerichtet. Viele Leser sind schockiert und verunsichert. Erneut gerät das Vertrauen in den Journalismus ins Wanken, doch die Langzeitstudie Mediennutzung und eine solche Transparenz wie der Spiegel sie nun betreibt, lassen die Hoffnung bestehen, dass Vertrauen doch noch aufrecht erhalten zu können.

Quellen:

http://www.spiegel.de/spiegel/syrien-krieg-schicksal-von-waisenkindern-aus-aleppo-reportage-a-1102372.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Der_Spiegel_-_Sagen_was_ist.jpg

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/fall-claas-relotius-spiegel-legt-betrug-im-eigenen-haus-offen-a-1244579.html

https://www.welt.de/politik/deutschland/article188031587/In-eigener-Sache-Was-Claas-Relotius-bei-WELT-schrieb-eine-Ueberpruefung.html

Black Friday – Schnäppchenjagd führt zum Tod

Kennen Sie das auch? – Es ist Black Friday und Sie werden von einer nach Schnäppchen dürstenden Menschenmenge niedergetrampelt. Nein? Damit hat wahrscheinlich auch ein 34 jähriger Wal-Mart Angestellter nicht gerechnet.

Es ist dieser besondere Tag im Jahr, auf den viele Menschen hin fiebern um die besten Deals zu ergattern – der Black Friday, welcher ursprünglich auf den New Yorker Börsencrash 1929 zurück zu führen ist.

Der Ursprung liegt somit bei den Vereinigten Staaten, jedoch hat sich der Tag durch die steigende mediale Präsenz über die Jahre immer stärker globalisiert und gewinnt nun in vielen weiteren Ländern an Bedeutung.

Die Idee dahinter ist die Kaufkraft der Wirtschaft zu stärken, mithilfe von Sonderangeboten, Rabatten und Werbegeschenken. Dank der etablierten digitalen Medien ist es nun fast unmöglich einen solch überaus wichtigen Tag zu verpassen. Klingt doch fantastisch, oder? Wenn du im Besitz eines digitalen Mediums bist, ob Smartphone, Computer oder Tablet, wirst du es kennen – Jeder Klick, ob auf der Suche nach einem Backrezept bei Google, bei dem durchchecken von Instagram Beiträgen, oder sonstigen Aktivitäten, das Internet lauert nur so mit Werbeangeboten zu allen möglichen Produkten, von Elektrogeräten über die angesagtesten Sportschuhe bis hin zu Wohnaccessoires nach dir.

Was ursprünglich nach einer win-win-situation klingt, da wir als Käufer unsere Produkte zu Schnäppchenpreisen erhalten und seitens des Werbemarktes der Absatz gefördert wird, entpuppt sich immer öfter zu einem nervenaufreibenden Ereignis, mit teils schwerwiegenden Folgen. Damit ist nicht nur die überreichliche Werbung gemeint, sondern auch der Kaufrausch der Menschen, welcher eine gewisse Brutalität auslösen kann. Einige Menschen gehen wortwörtlich über Leichen, um ihr gewünschtes Produkt zu erhalten. Immer öfter resultieren Unfälle mit Verletzungen, bis hin zu Todesfällen, Szenen, vergleichbar mit einem Schlachtfeld. So erging es wohl auch Jdimytai Damour, 34, ein Leihmitarbeiter einer Wal-Mart-Filiale, Nähe New York, der durch die Kraft der gierigen Käufer in den Tod getrampelt wurde. Als die Polizei die Filiale schließen will, drängen Käufer mit der Rechtfertigung vorbei, sie stehen ja seit Freitagmorgen in der Schlage für 20 Dollar Rabatt auf eine PS3. Klingt plausibel oder?


Foto: SEBASTIAO MOREIRA/EPA-EFE/REX

Um solchen Umständen zu umgehen hat man natürlich auch die Möglichkeit Online-Angebote bequem von zu Hause aus in Anspruch zu nehmen. Als Feature kann man sich sogar einen Preis-Alarm einstellen, der einen auf allen Wegen des sozialen Netzwerks informiert, sobald ein bestimmtes Angebot aktiv ist, damit man auch bloß kein Schnäppchen verpasst.

Das Beste darin ist, durch die zeitliche Begrenzung aller Angebote, haben wir auch keine Zeit die Gesamtheit dessen zu hinterfragen. Dabei sollten wir genau das einmal tun! Wir sollten uns fragen, ob all diese Angebote tatsächlich in dem Maß zu unserem Nutzen führen wie wir es wahrnehmen, oder wir lediglich durch mediale Formen der Inszenierung und Manipulation beeinflusst und in den Wahnsinn getrieben werden.

Quellen:

Die Zukunft von YouTube: Wird die Video-Plattform bald kostenpflichtig?

In den letzten Monaten kommen endliche Diskussionen über YouTube Premium auf. Manche sagen, dass YouTube bald alle Videos von der Plattform herunternehmen wird, die nicht von großen Unternehmen stammen und andere, dass wir bald für die Videos unserer Lieblings-YouTuber zahlen müssen. In diesem Artikel werden wir einige Hintergründe und Ideen der Änderung YouTubes näher beleuchten. 

Vorab zu sagen ist, dass YouTube mit mehr als eine Milliarde monatlichen Nutzern aus 90 Ländern eine der beliebtesten Video-Plattformen der heutigen Zeit ist. Laut der JIM-Studie von 2018 nutzt fast jeder 14-29-Jährige die Plattform. 

Doch es soll bald zu Änderungen kommen. Auslöser dafür ist der Aufruf der YouTube-Chefin Susan Woycicki, die sich folgendermaßen äußert:

“Falls Artikel 13 wie vorgeschlagen umgesetzt wird, sind hunderttausende Arbeitsplätze bedroht (…). Der Vorschlag könnte Plattformen wie YouTube dazu zwingen, nur eine kleine Anzahl von Inhalten großer Unternehmen zuzulassen. Es wäre schlichtweg zu riskant, Inhalte von kleinen Videomachern zu präsentieren.”

Grund für den ganzen Aufruhr ist also Artikel 13, der über die “Urheberrechtgesetzgebung der Europäischen Union zum umfassenden Schutz der Kreativität” spricht. 

Der Hintergrund dieser Debatte hat ihren Ursprung auch in der Idee von YouTube Premium. Schon seit längerer Zeit versucht die Plattform, alternative Geldquellen zu finden. Die erste umgesetzte Idee war “Music Key”, welches aufgrund seiner geringen Auswahl nur bedingt funktioniert hat. Bei den Nachfolgern “YouTube Red” und “YouTube Music” sollte eine Premium-Mitgliedschaft nur dazu beitragen, dass die Inhalte ohne geschaltete Werbung geguckt werden können. Problem dabei war das Benutzen von Add-Blockern. 

Ihr dritter Versuch ist nun “YouTube Premium”, welches werbefreie Videos verspricht und neue Funktionen, wie einen direkten Fan-Shop auf dem Kanal oder der “Premiere”, bietet. Darunter versteht man eine synchrone Wiedergabe für alle Zuschauer, wobei ein Chat-Fenster zur Interaktion mit ihren YouTubern in Echtzeit besteht. Voraussetzung dafür ist das Mindestalter von 18 Jahren und eine Mindestzahl von 1000 Abonnenten. 

Auch wenn es viele Diskussionen zu diesem Thema gibt, können wir noch nicht genau sagen, wie sich YouTube in den nächsten Monaten oder Jahren für uns verändern wird.

Quellen:

https://www.computerbild.de/artikel/cb-News-Internet-Abo-Fanartikel-YouTube-kostenpflichtig-21943743.html

https://www.augsburger-allgemeine.de/digital/YouTube-will-kostenpflichtige-Mitgliedschaft-einfuehren-id51437361.html

http://www.manager-magazin.de/digitales/it/warum-youtube-bald-geld-kostet-a-1027799.html

https://www.youtube.com/watch?v=RJIVzkfpvN0

Guerilla Marketing

Egal ob der letzte Datenleakskandal von Facebook, dem Shitstorm wegen Lidl-Kampagne „Loch ist Loch“ oder der heftigen Kritik an der neuen Gillette Anti-Sexismus Werbung – Marketing in unserer heutigen Zeit scheint ein stetiger Kampf der Konzerne zu sein um die meiste Aufmerksamkeit zu generieren. Die Mehrzahl der Konzerne scheut aufgrund dessen allerdings vor solch einem Skandal zurück und hält sich an die altbekannten ähnlich aufgebauten Konzepte. Doch muss Werbung heutzutage entweder total langweilig sein oder gleich den nächsten Shitstorm ins Rollen bringen?

Eine relativ neue Lösung für dieses Problem nennt sich „Guerilla Marketing“, das kostengünstig ist und gleichzeitig eine große Reichweite ermöglicht. Was also ist Guerilla Marketing genau?

Die Idee kam Mitte der 1980er Jahre Jay Conrad Levinson, der dabei auf die Guerilla-Kriegsführung zurückgreift. Hierbei soll der Gegner durch den Überraschungseffekt von ungewöhnlichen Taktiken überlistet werden. So sollen also nun potentielle Kunden von der unkonventionellen Werbung überrascht werden, die durch ihr ungewöhnliches Konzept länger im Kopf bleibt. Bei der genauen Umsetzung ist dann Kreativität gefragt.

Arten:

Ambient-Marketing kann sowohl außen, als auch innen angebracht werden, kann aber zusätzlich eine Produktinszenierung an bereits vorhandenen Gebäuden oder Objekten, wie zum Beispiel auf Bussen, Kunstwerken, Litfaßsäulen oder Zebrastreifen, aber auch als Street-Art auf den Böden sein.

Beim Ambush Marketing wird die mediale Aufmerksamkeit einer anderen Marke, eines Events oder bekannten aktuellen Themas genutzt, um einen Imagetransfer hervorzurufen. Dies geschieht jedoch meist ohne vorherige Erlaubnis und ist deswegen oft umstritten. Für Zuschauer allerdings bietet sie auf humorvolle Art eine willkommene Abwechslung.

Sensations Marketing zeichnet sich dadurch aus, dass ungewöhnlichere Mittel oder größere Inszenierungen eingesetzt werden, um einen noch spektakuläreren Effekt zu erzeugen. Dazu zählen beispielsweise überraschende Modenschauen, Pop-Up Läden oder Flashmobs.

Eine Mischform der verschiedenen Arten bildet das Virale Marketing, dass alle Guerilla-Marketing Formen beinhalten kann die im Internet verbreitet werden. Dies sorgt für eine möglichst große Reichweite und so eine hohe Aufmerksamkeit der angesprochenen Zielgruppe.

Fazit:

Guerilla Marketing punktet vor allem durch seine Vielseitigkeit der Anwendungsmöglichkeiten und kann so nicht nur für große, sondern vor allem auch für kleinere Unternehmen eine günstigere Alternative zu altbekannten Konzepten des Marketing sein. Doch auch das Publikum findet Spaß an den kreativen Konzepten des Guerilla Marketing, die eine tolle Abwechslung zur herkömmlichen Werbung sind.

Quellen:

Problem: Kennzeichnung von Werbung in Sozialen Medien

Soziale Medien wie Facebook, Twitter und Co. sind heute längst ein wichtiger Teil unseres Alltages. Der „Social-Media-Atlas 2017/2018“ davon aus, dass 90% der Internetnutzer in Deutschland auch Soziale Medien nutzen.

Auch Unternehmen haben mittlerweile die Reichweite von Sozialen Netzwerken erkannt und nutzen diese um ihre Produkte zu vermarkten. Häufig werden sogenannte Influencer mit einer gewissen Reichweite und Einfluss als Markenbotschafter eingesetzt. 

Mit dieser neuen Form des Marketings kommen jedoch neue Probleme hinzu: Vielen Influencern wird vorgeworfen Schleichwerbung zu praktizieren und Werbung nicht sachgemäß zu kennzeichnen.

Leitfaden der Landesmediaanstalten:

„Werbung muss als solche leicht erkennbar und vom übrigen Inhalt der Angebote angemessen durch optische und akustische Mittel oder räumlich abgesetzt sein (§ 58 Absatz 3 in Verbindung mit § 7 Abs. 3 Rundfunkstaatsvertrag).“

Trotz dieses Leitfadens kommt es jedoch häufig zu Unsicherheiten, was das ordentliche Kennzeichnen von Werbung betrifft. Der Verband Sozialer Wettbewerbe sorgt seit kurzer Zeit mit einer „Abmahnwelle“ für Furore, da dieser Influencer aufgrund angeblicher Verstoße gegen die Kennzeichnungspflicht von Werbung abmahnt.

Influencer werden abgemahnt, auch wenn es sich bei der angeblichen Werbung zum Beispiel um persönliche Empfehlungen oder Verlinkungen von Freunden handelt. Der Verband geht gerichtlich gegen viele Influencer vor und bisher wurde von den Landes- und Kammergerichten meist zu Gunsten des Verbandes entschieden. Dies führt bei vielen Nutzern der Plattformen für Panik und außerdem dazu dass viele jeden ihrer Posts mit „Anzeige“ oder „Werbung“ kennzeichnen. Jedoch ist auch diese Entwicklung problematisch, da auch selbstgekaufte Artikel als Werbung gekennzeichnet werden, obwohl keine Kooperation mit dem jeweiligen Unternehmen besteht. Dies führt dann zwar nicht zu einer Abmahnung, provoziert jedoch potenzielle Konflikte mit dem jeweiligen Unternehmen.

Zum Schluss lässt sich sagen, dass es wichtig ist das in der nächsten Zeit genauere Vorschriften und rechtliche Regelungen ausgearbeitet werden, um die Unsicherheit zu beenden und die richtige Kennzeichnung der Werbung zu ermöglichen.

Quellen:

https://blog.hubspot.de/marketing/social-media-in-deutschland

http://www.absatzwirtschaft.de/abmahnwellen-gegen-influencer-und-blogger-135195/

https://www.horizont.net/marketing/nachrichten/influencer-marketing-das-steckt-hinter-der-abmahnwelle-des-verbands-sozialer-wettbewerb-168472

https://digitalgefesselt.de/schleichwerbung-in-sozialen-netzwerken/user

„Bird Box“-Challenge: Ein Film wird zum Wahn im Internet

Quelle: Netflix, Film:„Bird Box“

Mit verbundenen Augen Auto fahren oder den gesamten Alltag unter diesen Umständen bewältigen und sich dabei filmen lassen – klingt verrückt? Das ist es auch! Denn es bringt nicht nur einen selbst, sondern auch viele Unbeteiligte in große Gefahr. Und trotzdem ist genau das momentan Trend und nennt sich „Bird Box“-Challenge.

Doch worum geht es hier eigentlich genau? Es handelt sich um einen Horrorthriller namens „Bird Box“, der am 21.12.2018 auf dem Streaming-Dienst Netflix erschienen ist. Inhaltlich geht es in dem Film darum, dass die Menschen vor einer übernatürlichen Macht fliehen, deren Anblick sie in den Selbstmord treibt. Um sich vor dem Suizid zu schützen, tragen die Akteure Augenbinden, mit denen sie der dunklen Macht und damit ihrem eigenen Tod zu entkommen versuchen.

Quelle: Netflix, Film:„Bird Box“

Durch diesen Film hat sich die sogenannte „Bird Box“-Challenge entwickelt. Dabei verbindet man sich die Augen, erledigt alltägliche Dinge wie Autofahren, Treppensteigen, Einkaufen, Essen.., lässt sich dabei filmen und stellt das Video mit dem passenden Hashtag #BirdBoxChallenge ins Netz. Diese banalen Aktivitäten können durch das Tragen der Augenbinde allerdings schnell zu gefährlichen und waghalsigen Handlungen werden, mit denen man sich selbst und auch unbeteiligte Menschen in Gefahr bringen kann. Beispiel dafür ist ein Autounfall im US-Staat Layton, bei dem ein 17-jähriges Mädchen „blind“ Auto gefahren, dabei auf die Gegenfahrbahn geraten und mit einem anderen Fahrzeug kollidiert ist. Schwer verletzt wurde bei dem Crash glücklicherweise niemand. Dennoch ist an diesem Ereignis zu erkennen, welche Ausmaße die Challenge mit sich bringt.

Im Internet kursieren unzählige Videos, die überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene zeigen, die sich der „Bird Box“-Challenge stellen. Dabei gilt: Je riskanter, desto besser. Netflix selbst hat sich zu dieser Angelegenheit auf Twitter geäußert und warnt vor der Challenge.

Quelle: Twitter

Auch YouTube, als eine der Veröffentlichungsplattformen dieser Videos, reagiert auf die „Bird Box“-Challenge. Die Nutzungsbedingungen wurden so abgeändert, dass keine Inhalte mehr veröffentlicht werden dürfen, die zu gefährlichen Handlungen motivieren.

Auch wenn es unfair erscheint, das Posten von bestimmten Inhalten nicht zu gestatten, weil dies Zuschauer zu bestimmten Aktionen verleiten könnte, ziehen wir doch eine Grenze bei Inhalten, die Gewalt provozieren oder zu gefährlichen oder illegalen Handlungen aufrufen, bei denen ein Risiko für Leib und Leben besteht.

https://support.google.com/youtube/answer/2801964?hl=de

Likes und Aufmerksamkeit im Internet sind hier das eindeutige Ziel. Viele Nutzer überschreiten Grenzen, nur um sich von anderen abzuheben und „Anerkennung“ zu erhalten. An dieser Stelle ist wirklich von einem „Wahn“ zu sprechen. Denn die eigene Gesundheit und das Wohl der Mitmenschen wird für Likes außer Acht gelassen.

Quellen:

  • https://noizz.de/serien/netflix-hat-gewarnt-17-jahrige-macht-bird-box-challenge-und-verletzt-sich-bei/cfzlnd7
  • https://www.bz-berlin.de/kultur/fernsehen/gefaehrlicher-trend-netflix-warnt-vor-der-bird-box-challenge
  • https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/bird-box-youtube-verbietet-gefaehrliche-clips-15993450.html
  • https://support.google.com/youtube/answer/2801964?hl=de
  • http://www.spiegel.de/netzwelt/web/bird-box-challenge-und-andere-mutproben-fuer-likes-gegen-die-wand-a-1247542.html

Wie wird es mit Netflix weitergehen?

Quelle: https://pixabay.com/de/netflix-filme-youtube-digital-3733812/

Jeder Student kennt die typische Qual der Wahl eines Samstag Abends: gehe ich heute mit Freunden etwas trinken oder bleibe ich zu Hause und widme mich den nächsten 20 Folgen meiner derzeitigen Serie auf Netflix? Oder tue ich beides und nenne es dann gekonnt „Netflix and Chill“?

Trotz stetig wachsendem Angebot und einem konstanten Zuwachs der Abonnentenzahlen gibt es noch einen weiteren drastischen Anstieg: der Schuldenberg. Das bisherige Erfolgskonzept beruht darauf, Rechte an den Produktionen der sechs großen Filmkonzerne Disney, Warner Brothers, 20th Century Fox, Sony Pictures, Paramount und Universal (sowie kleineren Konzernen) aufzukaufen und deren Filme exklusiv auf ihrer Seite anzubieten. Problematisch wird es nur dann, wenn bereits ein anderer Streaming Dienst die Rechte besitzt. Dann kann es zu Verhandlungen kommen, bei deren Ende Deals abgeschlossen werden, bei denen gut und gern mal mehrere Millionen Dollar den Besitzer wechseln.

„Die Serie Friends etwa, die von 1994 bis 2004 auf dem amerikanischen TV-Sender NBC lief, gehört zu den beliebtesten auf dem Streamingportal. Netflix hat erst kürzlich etwa 100 Millionen Dollar an Warner Media überwiesen, um die Serie auch 2019 im Portfolio halten zu können.“

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/netflix-streaming-prime-1.4293186

Durch die Entscheidung Disneys, einen eigenen Streaming-Dienst anzubieten, gehen dem Internetriesen Netflix einige beliebte Filme verloren. Dazu zählen sämtliche Inhalte von Pixar, den Walt Disney Studios und alle Marvel Produktionen. Da Disney auch seit Kurzem die Recht aller FOX Produktionen besitzt, wird demnächst auch „Titanic“ das sinkende Schiff verlassen. Zudem wird Netflix einige andere Angebote verlieren, dessen Rechte NBC Universal gehören.

Folglich bleibt Netflix langfristig nur noch eine Alternative: Eigenproduktionen müssen weiter gefördet werden. Doch genau diese Filme und Serien sind es, die den Schuldenberg weiter erhöhen. Laut Netflix CEO Reed Hastings kosteten 2016 eigene Produktionen zwischen fünf und fünfzig Millionen Dollar. (https://www.welt.de/kultur/medien/article151949498/Ich-persoenlich-bin-kein-Hardcore-Gucker.html)

Die Kosten der Netflix Originals Serie „The Get Down“ belaufen sich aber auf insgesamt 120 Millionen Dollar und die Serie „The Crown“ kostet rund 13 Millionen pro Episode. 2017 wurden rund sechs Milliarden Dollar für die Produktion von eigenen Angeboten ausgegeben. Letztes Jahr wurde der Betrag auf 10,5 Milliarden Dollar geschätzt. Die Angaben von vor drei Jahren scheint also längst überholt zu sein.

Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/771509/umfrage/geschaetztes-budget-fuer-eigenproduktionen-von-streamingportalen/

Um  anfallenden Ausgaben auch nur ansatzweise decken zu können, erhöht Netflix kurzerhand die Monatsbeiträge in den USA um ganze 18 Prozent. Das würde dann etwa 13 Dollar entsprechen. Bei diesem Preis und der Anzahl der zahlenden Nutzer würde Netflix rund 1,8 Millionen Dollar monatlich zur Verfügung haben. Für Vorhaben dieser Größe wird das bei Weitem nicht auszureichen.

Befindet sich Netflix damit endgültig in einer finanziellen Abwärtsspirale? Wird es sich gegen Disney langfristig durchsetzen können? Wir werden es wohl erst endgültig herausfinden, wenn Disney+ diesen September online geht.

Quellen:

  • https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/netflix-streaming-prime-1.4293186
  • https://www.welt.de/kultur/medien/article151949498/Ich-persoenlich-bin-kein-Hardcore-Gucker.html
  • https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/netflix-gruender-reed-hastings-im-gespraech-13584327-p3.html
  • https://meedia.de/2017/12/11/von-the-get-down-bis-stranger-things-das-sind-die-teuersten-netflix-serien-aller-zeiten/
  • https://eimia.eu/dach/statistik-milliarden-fuer-neue-filme-und-serien/
  • https://meedia.de/newsline-detail/konkurrenz-zu-netflix-nbc-universal-plant-eigenen-videostreamingdienst/
  • https://www.youtube.com/watch?v=3QTEpXdlUIU

Virtual Reality und dessen mögliche Auswirkungen auf die Gesellschaft

„Virtual Reality“ oder kurz VR klingt aus der Ansicht vieler Menschen auch heutzutage noch nach einem sehr futuristischem Konzept. Und wie möchte man es den Personen verdenken? Denn das Idealbild der virtuellen Realität mit dem 100%-igen Eintauchen in virtuelle Realitäten ist immer noch nicht in Gänze möglich.

Darstellung eines VR-Setups aus dem Film „Ready Player One“ (2018)

Jedoch sollte man nicht aus den Augen verlieren welchen Wandel und Fortschritt das Konzept VR über die Jahre hinweg gemacht hat. Vor allem zu Beginn der 90er Jahre wurde viel mit VR-Technik experimentiert und der Masse zugänglich gemacht.

Ausführung eines „Virtual Boy“ von Nintendo (1995)

Anfängliche Versuche wie der „Virtual Boy“ von Nintendo waren bei weitem nicht so ausgefeilt und populär wie heutige Äquivalente. Der Virtual Boy versuchte damals ein Gefühl von virtueller Realität zu bieten, konnte jedoch weder gute Software für das Gerät, einen erschwinglichen Preis oder ein Farbdisplay aufweisen. Es wurde ausschließlich mit roten LEDs auf schwarzem Hintergrund projiziert. Hinzu kamen zusätzliche Nachteile des Gerätes wie die fehlende Portabilität am Kopf und Kopfschmerzen bei längerem Spielen, was zum Marktflop des Gerätes führte.

Heutige VR-Brillen scheitern beim Anschließen an die Masse mittlerweile nicht mehr an den technischen Gegebenheiten, sondern an den Preisen der Geräten und der fehlenden Kaufbereitschaft von vielen potenziellen Kunden beim Betrachten dieser. Ein „Oculus Rift“ Starterset kostet auf der Händlerseite 399€. Warum dann als Interessent für eine realistische Videospielerfahrung nicht zu einer Konsole mit einem neu-erschienen Spiel greifen? VR-Brillen bleiben dadurch eher ein Luxusgut für Menschen mit besonderen Engagement in der Thematik und dem entsprechenden Geld.

Matrix – Einer der ersten Filme, der sich mit den Problematiken von virtueller Realität auseinandersetzt

Doch was könnten gesellschaftliche Auswirkungen von fortgeschrittener virtueller Realität sein? Dystopische Ansätze wie in Matrix wurden schon in verschiedensten Weisen ausgeleuchtet: Es wird eine Illusion erschaffen, in der die Entscheidungsfreiheit des Individuums äußerst fragwürdig ist. Menschen könnten sich leicht in Idealwelten verlieren und sich zeitgleich aus der „echten“ Realität ausklinken, beziehungsweise je nach Realismusgrad den Unterschied zwischen echter und virtueller Realität verlieren.

Diese Sichtweisen gehen jedoch von einer gesellschaftlich integrierten Realität aus, von der wir momentan noch weit entfernt sind. In erster Linie bleibt es abzuwarten wie rasant sich das wachsende Feld entwickeln wird und in welchen Weisen der technologische Fortschritt genutzt wird. Die dystopischen Betrachtungsweisen dienen dabei als Warnhinweis für den Verlust von Freiheit, in einer Welt, in der jetzt schon viele Freiheiten gegen das wacklige Sicherheitsversprechen von wachsender Überwachung eingetauscht wird.

Quellen:

https://virtualspeech.com/blog/history-of-vr

https://www.oculus.com/

https://cdn-static.denofgeek.com/sites/denofgeek/files/styles/main_wide/public/the-matrix-expanded-universe_0.jpg?itok=LW3Qi77B

https://de.wikipedia.org/wiki/Virtual_Boy

https://scr.wfcdn.de/15025/Nintendo-Virtual-Boy-1462881254-0-0.jpg

https://cdn1.thr.com/sites/default/files/imagecache/scale_crop_768_433/2018/03/ready_player_one_still_19.jpg

Steigende Gewalt in Deutschland? Oder: Warum der Erwerb des Waffenscheins und der Kauf von Waffen zunimmt

Kleiner Waffenschein boomt – Immer mehr Deutsche bewaffnen sich

Die Zahl der Kleinen Waffenscheine in Deutschland ist laut einem Medienbericht weiter gestiegen. Laut einer Umfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) bei den Innenministerien der 16 Bundesländer waren Ende Oktober 2018 insgesamt 599.940 Kleine Waffenscheine registriert. Das ist ein Anstieg um rund 130 Prozent seit 2014, als es demnach noch 261.332 solche Erlaubnisse gab.[…]

Stand: 07.12.2018 07:20 Uhr , Tagesschau.de (Zugriff am 08.02.2019)

Was steckt überhaupt hinter diesem kleinen Waffenschein und welche Waffen darf man dadurch besitzen oder nutzen?

Mit dem kleinen Waffenschein ist der Besitzer berechtigt, bestimmte Waffen zur Ausübung tatsächlicher Gewalt, auch außerhalb seiner Wohnung, seines umfriedeten Besitzes oder seiner Geschäftsräume, bei sich zu tragen.“ (aus: Alle-Schuetzenvereine.de, Zugriff am 08.02.2019)

https://www.tagesschau.de/inland/kleiner-waffenschein-111~magnifier_pos-0.html (Zugriff am 08.02.2019)

Mit dem kleinen Waffenschein ist das Führen von sogenannten SRS-Waffen (Schreckschusspistolen, Reizstoffwaffen und Signalwaffen) erlaubt. Voraussetzung für das Mitführen solcher Pistolen ist, dass sie gemäß § 8 Beschussgesetz mit einem Siegel bzw. einer Zulassung der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, ausgestattet sind. Beim Transportieren darf die Waffe nicht sichtbar für andere oder unmittelbar zugriffsbereit sein. Zudem muss die Munition getrennt und der Waffenschein mit sich geführt werden. Einen kleinen Waffenschein kann erwerben, wer mindestens 18 Jahre alt ist, keine Vorstrafen hat, nicht Alkohol- oder Drogenabhängig ist und die Waffen fachgerecht aufbewahrt.

Doch hat in Deutschland die Gewalt in den letzten Jahren so stark zugenommen, dass sich nun jeder mit Waffen ausrüsten muss, um überhaupt einen Fuß vor die Tür setzen zu können? Oder befriedigt es nur das Gefühl der Sicherheit?

Laut der Statistik „Anzahl der polizeilich erfassten Fälle von Gewaltkriminalität in Deutschland von 1999 bis 2017“ ist die Kriminalität von 1999 bis 2007 um 31 268 Fälle gestiegen. Dabei war 2007 das Jahr mit den meisten Gewalttaten. Nach 2007 sind die Fälle der Gewaltkriminalität immer weiter gesunken. Deutlich wird, dass ab 2017 die Anzahl der Kriminalfälle auf 188 946 gesunken ist. Es gab also gerade mal 2291 Fälle mehr als 1999. Wie man also sehen kann, hat die Gewalt und Kriminalität nicht drastisch zugenommen, sondern ist eher konstant geblieben.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/153880/umfrage/faelle-von-gewaltkriminalitaet/ (Zugriff am 08.02.201)

Wieso legen sich die Menschen dann trotzdem Waffen zu, auch wenn die Kriminalität und Gewalt in Deutschland gar nicht zugenommen hat?

Aufgrund der Medien; denn durch diese erfahren die Menschen überhaupt von Gewalt und Kriminalität in der Gesellschaft. Skandalöse Geschehnisse erregen schnell die Aufmerksamkeit der Bürger und sie werden dadurch emotional getroffen und schockiert. Da Medien deshalb oft von Gewalttaten berichten, scheint es für die Bürger so, als ob die Kriminalität zunimmt, obwohl dies nicht der Fall ist. Die Medien selektieren, auf Basis der Nachrichtenfaktoren, die Informationen die sie bekommen und entscheiden anschließend welche Informationen zur Nachricht werden und welche nicht. Da Gewalt und Kriminalität plötzlich auftreten, ein hohes Aggressionslevel und z.B. oft geografische, politische oder kulturelle Nähe besitzen, werden sie deshalb eher zu Nachrichten als andere Geschehnisse. Die Medien lassen also bei den Menschen ein Bild, eine sogenannte Medienrealität entstehen, die zeigt, dass es immer mehr Gewalt in Deutschland gibt. Das löst natürlich Angst in den Menschen aus und verursacht den Erwerb des kleinen Waffenscheins und den Kauf von Waffen. Ob das allerdings die Kriminalität und Gewalt verhindert, ist fraglich.

„Mehr private Waffen schaffen nicht mehr Sicherheit-im Gegenteil: Sie haben das Potenzial, Konflikte in Gewalt eskalieren zu lassen.“

Innenpolitische Sprecherin der Grünen, Irene Mihalic

Medienrealität vs. eigene Realität anhand eines Artikels des trierischen Volksfreunds

Wie in der Epistemologischen Auffassung der Realität beschrieben, geht man heutzutage davon aus, dass die Medien nicht nur Spiegelbild der Realität sind, sondern auch durch Selektionskriterien, wie bspw. dem Gatekeeper Ansatz und bestimmte Formen journalistischer Realitätskonstruktion (z.B. Irrtum) eine eigene Medienrealität konstruieren.
Zuletzt ist mir klar geworden, dass man sich der Konstruktion einer Medienrealität oftmals nicht im Vordergrund bewusst ist, als es bei meiner Freundin im November 2018 gebrannt hat und wir uns am nächsten Tag darüber informiert haben ob und wie die Medien darüber berichtet haben.

Bei unserer Recherche am nächsten Morgen, sind wir auf einen Artikel des trierischen Volksfreund gestoßen. In diesem wird von einem Brand in einem Mehrfamilienhaus mit ungefähr 70 gemeldeten Personen berichtet, bei dem zwei Menschen eine Rauchvergiftung erlitten haben und ins Krankenhaus gebracht werden mussten.

Aus meiner eigenen Perspektive als Anwesende kann ich jedoch sagen, dass meine Freundin und ihre Nachbarin beide keine Rauchvergiftung erlitten haben und nicht unbedingt ins Krankenhaus gebracht werden mussten, sondern eine kurze Untersuchung der Blutwerte von dem Notarzt lediglich empfohlen wurde.
Des Weiteren war es meiner Meinung nach eine eher unwichtige Information, wie viele gemeldete Personen in dem Haus wohnen, da der Brand keinen Effekt auf die anderen Mieter hatte und somit diese Information in meinen Augen einzig aus dem Grund der Emotionalisierung der Leser genannt wurde.

Ein Grund für die Unwissenheit über die Situation meiner Freundin und deren Nachbarin, könnte die Zeit der Veröffentlichung sein, da er um 2:30 Uhr öffentlich veröffentlicht wurde und wir gegen Mitternacht zur Kontrolle in das Krankenhaus sind.
Nichtsdestotrotz könnte man durch diese von den Medien gestaltete Realität, ein anderes Bild der Realität erlangen als ich es erfahren habe.
Um am nächsten an die Wirklichkeit zu kommen, müsste man sich, wie Luhmann mit dem Begriff der transzendentrale beschreibt mehrere Paralleldarstellungen anschauen.
Da, dass was in dem Artikel des Volksfreunds geschrieben wurde nicht zu hundert Prozent der Wahrheit und meiner eigenen Realität des Ereignisses, die ich als Beteiligte gemacht habe entsprach, wurde mir aufs Neue gezeigt, dass wir Berichterstattungen nicht als Wirklichkeit ansehen können, sondern uns immer bewusst machen sollten, dass die Medien eine eigene Realität konstruieren.

Quellen: https://www.volksfreund.de/blaulicht/zwei-menschen-bei-brand-in-trier-kuerenz-verletzt_aid-34712791?output=amp

Influencer – Mehr als nur Posten, Reisen, Werbesäule sein?

Das Smartphone immer dabei haben, das ein oder andere Selfie machen, jede Woche eine neue Stadt oder ein neues Land bereisen, hier und da ein wenig Werbung einblenden und leicht Geld verdienen.- doch ist es wirklich so einfach, wie es scheint ?

Eva Burkowsky ist tätig als Influencerin. Ich habe sie getroffen, um mit den Vorurteilen zum Thema Arbeiten als Influencer aufzuräumen.

Eva Burkowsky ist hauptberuflich Influencerin und dies sogar offiziell gewerblich angemeldet seit 2017. Doch was steckt eigentlich hinter dem Begriff „Influencer“ ? Sie selbst bezeichnet sich als Content-Creator, Fotografin, Model. Es ist eben nicht nur schnell mal ein Foto posten. Ihre Arbeitsfelder sind komplex und vielschichtig. Angefangen bei der Ideenentwicklung, dem Erstellen von Konzepten, den richtigen Kameraeinstellungen bis hin zum fertigen Posting können schnell mal bis zu fünf Stunden Arbeitszeit vergehen.

https://www.instagram.com/evaburkowsky/?hl=de
INSTAGRAM : evaburkowsky

Das Beantworten von Nutzer-Kommentaren oder sogenannten Direct-Messages nimmt ebenfalls bis zu drei Stunden in Anspruch. Der Ein oder Andere mag dies vielleicht nicht unbedingt Arbeit nennen, aber fest steht, ohne eine gewisse Sympathie und Nähe zu seinen „Followern“ aufzubauen, bleibt die Reichweite aus und somit auch die Chance, Teil von Kooperationen mit Unternehmen zu werden, oder im durch den Algorithmus verursachten Ozean des Instagram-Feeds unterzugehen.

Mit steigender Reichweite werden auch Unternehmen auf sie aufmerksam und es kommt zu Werbekooperationen. Auch dies ist nicht nur mit “ schnell mal Werbung machen und ein paar tolle Dinge zeigen “ erledigt. Nach Vertragsabschluss erfolgt ebenfalls die Erstellung eines Konzepts, Besprechung der Ergebnisse, der Aufbau des Settings, die Bildbearbeitung, und noch vieles mehr, wie sie mitteilte.

Nach eigener Aussage ist auch sie davon überzeugt, dass sich dieses Berufsbild bereits fest etabliert hat, da auch Unternehmen große Aspekte auf Influencer Marketing setzen.

 “Influencer marketing is one of the most popular marketing strategies for many brands and marketers. It is a successful way to reach out to and get involved with online audiences. The quality and authenticity of the content are the basis of a successful influencer marketing campaign. Influencer marketing is a very powerful marketing tool with a better return on investment (ROI)”

Shane Barker

Werbung auf Instagram ist ein großer Teil, aber auch nicht alles. Die Influencer verfolgen nicht nur das Ziel aus den Followern Konsumenten zu machen, sondern ihren Lebensstil, ihre Träume und eigenen Ziele zu verbreiten, anderen damit Mut zu machen und sie zu motivieren. Es ist aber auch klar dass nicht jeder Sympathisant dieser Perspektive ist, es lohnt sich auch ein kritischer Blick auf das Thema Influencer

Es ist also nicht nur das Werbung machen, die tollen Fotos, die wohl rückblickend nicht mehr als 1000 Worte sagen, sondern die Akteure, die dahinter stehen.

Quellen:

INSTAGRAM (2018) : Eva Burkowsky. -URL: https://www.instagram.com/evaburkowsky/?hl=de [08.02.2019]

GRIN (2018) : 20 Influencer Marketing Quotes of 2018.- URL: https://www.grin.co/blog/20-influencer-marketing-quotes-of-2018 [08-02-2019]

INFLUMA (2015) : Was ist Influencer Marketing? -URL: http://www.influma.com/blog/was-ist-influencer-marketing/ [08.02.2019]

DIE ZEIT (2018): Influencer – Die Einfluss-Reichen. URL: https://www.zeit.de/2018/13/influencer-internet-social-media-instagram-werbung/ [08.02.2018]

Von hämischen Kommentaren und eingeworfenen Fensterscheiben – der Fall Drachenlord

Seit mehreren Jahren ist Rainer W. unter dem Alias „Drachenlord“ auf YouTube aktiv. Seine Videos befassen sich mit Metal-Musik, Videospielen und Filmen – begegnet wurde ihm mit Kritik, Hohn und Vandalismus.

Das offizielle Vorstellungs-Video des Drachenlords.

Angefangen hat er mit amateurhaften Tanzvideos und obskuren Schwertkampf-Choreographien. Aufgrund der unfreiwillig-komischen Natur seiner Videos und dem fragwürdigen Lebensstil des Drachenlords entwickelte sich mit der Zeit ein Personenkult, welcher sich auf seine Kosten amüsiert. Diese dem Drachenlord gegenüber negativ eingestellte Community bezeichnet das Geschehen um den YouTuber als Drachengame. Ziel ist es, zu trollen, also durch provokante Handlungen eine (negative) Reaktion seines Gegenübers zu erzwingen – teils mit extremen Mitteln.

Dies geschieht im Netz über Kommentare, Fotomontagen oder Videos, die den Drachenlord aufs Korn nehmen. Auf der einen Seite gibt es Inhalte, die das Thema niveauvoll behandeln und somit die teils absurden Aussagen und Entscheidungen von Rainer W. aufzeigen. Auf der anderen Seite gibt es z.B. hämische YouTube-Kommentare, die dazu aufrufen, den verstorbenen Vater des Drachenlords auszugraben.

Katalysator für die Ereignisse um den Drachenlord war ein Video, welches er 2014 hochgeladen hat. Als Reaktion darauf, dass seine Schwester anonym per Anruf bedroht wurde, forderte er die Täter zur persönlichen Konfrontation heraus. Dabei nannte er in Rage seine komplette Adresse – ein folgenschwerer Fehler.

Seitdem bekommt er täglich ungefragten Besuch. Auch von der Feuerwehr. Somit wurde er 2015 das erste deutsche Opfer von Swatting – einem bösartigen Scherz der ursprünglich aus den USA stammt, bei welchem durch falsche Notrufe für Polizeizugriffe bei Live-Streamern gesorgt wird.

Noch extremer sind die Vorfälle des letzten halben Jahres. So wurden Rainer W. mehrmals Fensterscheiben eingeschmissen – teils auch zu hören in seinen eigenen Videos.

Den Höhepunkt bildet aber das Schanzenfest, eine unangemeldete Demonstration die im August 2018 stattfand. Vorallem über YouTube mobilisierte sich die Community mit der Absicht, die Drachenschanze zu stürmen und dem Drachen das Fürchten zu lehren. Drachenschanze steht hier für das Haus des Drachenlords – in Anlehnung an die Wolfsschanze.
Da das lokale Landratsamt schon im Voraus die Veranstaltungsplanung bemerkte, wurde kurzerhand ein Versammlungsverbot ausgesprochen. Dazu sicherte die Polizei den Ortseingang Altschauerberg – dennoch fanden sich mehrere hunderte Personen in der Dorfgemeinde Emskirchen ein. So kam es zu einem kleinflächigen Waldbrand, mehreren Sachbeschädigungen und ungefähr 300 ausgesprochenen Platzverweisen.

Das Video eines Schanzenfest-Teilnehmers zeigt die Ausmaße des Treffens.

Nach all diesen Ereignissen fragt man sich: Wie soll das nur weitergehen? Sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen und eventuell sogar umzuziehen sind Maßnahmen die Rainer W. in Erwägung ziehen müsste, um der Situation zu entkommen. Stattdessen zieht er durch seine unreflektierten Aktionen weiterhin Aufmerksamkeit auf sich. So eröffnete er erst im Dezember 2018 einen Account auf einer Erotik-Website und lädt dort seitdem pornografische Inhalte von sich hoch – nach den Geschehnissen der letzten Jahre bestimmt nicht die beste Idee. Und solange er seinen Hassern weiter in die Karten spielt, wird es auch weiterhin zu unangemeldeten Demonstrationen und Besuchern vor seiner Haustür kommen.