„Fake News“ in Bildern – Und Wie Man Dagegen Vorgehen Kann

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“Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben wissen, wissen wir durch die Massenmedien.”

Dieses Zitat von Luhmann, einem der führenden deutschen Systemtheoretiker, ist immernoch aktuell – durch das Aufkommen der “Fake News” vielleicht sogar wichtiger denn je. Falsche Nachrichten sind zwar kein neues Phänomen, aber durch Verbreitung in den Medien – in den letzten Jahren vor allem durch soziale Medien wie Facebook und Twitter – und gezielten Anschuldigungen etabliertem Journalismus gegenüber, nicht zuletzt von so einflussreichen Persönlichkeiten wie dem Präsidenten der USA, ist diese Debatte in den letzten Jahren wieder aufgeflammt. Und sie geht einher mit der Frage einer “Vertrauenskrise” in den Journalismus. Eine große Rolle spielen hier Fotos – jeder kann sie überall machen, und fast jeder hat die Möglichkeit, sie zu bearbeiten. Vor diesem Hintergrund sollten Bilder immer mit einer gesunden Portion Skepsis betrachtet werden. Sie zeigen nämlich nicht immer nur die Wahrheit.

Ein Twitteraccount, der sich dem Aufdecken von bearbeiteten und falsch zugeordneten Fotografien verschrieben hat, ist @PicPedant. Von zusammengefügten Bildern von malerischen Sonnenuntergängen über falsch zugeordnete Vulkane bis hin zum Ausgeben von digital erstellten Bildern als echte Fotografien lässt sich hier vieles finden. Buzzfeed hat 14 davon zusammengestellt. Auch der Account @HoaxEye verschreibt sich dieser Aufgabe – unter anderem zum Berichtigen von falschen historischen Fotos, wie in diesem Interview deutlich wird.

Ein beliebter Fehler sind fehlende Spiegelungen in den Wasseroberflächen.

Bei falsch zugeordneten Fotografien kann zudem ein weiteres Tool Aushilfe schaffen – TinEye ist eine Browsererweiterung, mit dem man das Internet nach Bildern durchsuchen kann – ähnlich also wie die Bildersuche von Google. Der Gedanke dahinter ist, dass so die originalen Zusammenhänge von geklauten Bildern gefunden werden können und unter anderem falsche Kontexte des Bildes aufgeklärt werden können.

Für Leute, die sich auf diesem Gebiet weiterbilden wollen und selbstständig erkennen wollen, woher ein Bild stammt, für die ist außerdem die Quizreihe auf Twitter die perfekte Gelegenheit. An jedem Werktag posten andere Journalisten Bilder, anhand dener ihre Follower den Ort, an dem sie sich befinden, erkennen müssen. So zum Beispiel Julia Bayer von der Deutschen Welle. Im #MondayQuiz stellt sie Aufgaben wie das Herausfinden des Künstlernamens eines Bildes. Onlinejournalismus hat Anfang November die verschiedenen Teilnehmer und ihre Hashtags zusammengetragen.

#MondayQuiz vom 13. November 2017

Von bearbeiteten und übereinandergefügten Fotos, falsch zugeordneten Zitaten oder schlichtweg rein digital hergestellten Bildern gibt es eine Fülle an Falschinformationen, die wissentlich und unwissentlich und in ungeahnter Schnelligkeit dank sozialer Netzwerke verbreitet werden. Um diesem Trend entgegenzuhalten und kritisch hinterfragen und prüfen zu können, dienen Tools wie TinEye oder Accounts wie HoaxEye oder von Journalisten, die mit ihren Aufklärungen und Aufgaben das Bewusstsein für „Fake News“ schärfen.

Die Macht der Öffentlich-Rechtlichen – Gefahr für die Vielfalt der Presse?

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Der Rundfunkstaatsvertrag, in dem zwischen allen 16 Bundesländern die Regeln für den Rundfunk aufgestellt und vereinheitlicht werden, ist ein Dokument, das seit Jahren regelmäßig überarbeitet wird. Genau solch eine Überarbeitung hatten die Öffentlich-Rechtlichen (also ARD, ZDF, Deutschlandradio) im Sinn, als sie am 29.09.2017 drei Berichte bei der Rundfunkkommission einreichten. In diesen Berichten sollte es um die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gehen, um Einsparungen, die Zusammenarbeit von ARD und ZDF und Programmausweitungen. Gerade diese Programmausweitungen sorgen für viel Unmut und Kritik in der Medienwelt.

 

Wünsche und Vorstellungen der Öffentlich-Rechtlichen

Es geht im Grunde um eine „crossmediale“ Aufstellung der Sender. Das bedeutet laut des Berichts der ARD, dass man die Rezipienten „frei zugänglich auf allen relevanten Wegen mit einem publizistischen Gesamtangebot“ versorgen muss. Dazu gehört auch mehr Freiheit im Internet, ein Medium, das heutzutage gerade bei den jüngeren Zielgruppen sehr viel mehr genutzt wird als zum Beispiel das Fernsehen. Das Internet ist bis jetzt durch Dinge wie die „Sieben-Tage-Regelung“ (Sendungen der Öffentlich-Rechtlichen dürfen höchstens sieben Tage im Netz verfügbar sein), das Verbot presseähnliche Inhalte zu publizieren und dessen Prüfung, durch den „Drei-Stufen-Test“ des Rundfunkrats, jedoch nicht so zugänglich für die Öffentlich-Rechtlichen. Denn: „bislang dürfen die Sender längere Texte nur online veröffentlichen, wenn diese einen direkten Bezug zu einer Sendung“ aufweisen. Gewünscht ist eine Lockerung dieser Untersagung.


„Wir stehen vor einem tiefgreifenden Umbau der ARD. Die Sender sind dabei, sich crossmedialer aufzustellen. Hörfunk, Fernsehen und Online müssen unter ein Dach.“
– Karola Wille, ARD-Vorsitzende


Kritik

Schon lange wird Kritik an der „Macht“ der öffentlich-rechtlichen Sender geübt. Vor allem die Gebührenfinanzierung steht im Fokus.
In der 41. jährlichen Ausgabe des „Spiegel“ (07.10.2017), die den Titel „Die unheimliche Macht“ trägt, findet man viel Kritik an den Öffentlich-Rechtlichen. Die schon erwähnte „Reform des Rundfunks“, die sich ARD, ZDF und Deutschlandradio durch ihre Berichte erhoffen, wird hier getadelt.

Auch Stimmen anderer privater Zeitungsverleger werden laut: ARD und ZDF sind im Internet immer präsenter. Die Befürchtung ist, dass die Öffentlich-Rechtlichen nun auch beginnen Textjournalismus zu betreiben. Da auch diese journalistischen Aktivitäten im Internet dann durch die Gebührenfinanzierung enorm gefördert werden würden, könnten sich Nachteile für die privaten Anbieter entwickeln. Laut mancher Verleger heißt es sogar, dass ARD schon seit langem, trotz des Verbotes durch Kooperationen (z.B. Rechercheverbund NRD, WDR, „Süddeutsche Zeitung) Einfluss auf den Textjournalismus hat.
Gerade zu einer Zeit, in der die Presse sich durch zurückgehende Zeitungsverkäufe in einer Krise befindet, könnte dies eine große Bedrohung darstellen.


„Die Angebote von ARD und ZDF sind ja kostenlos. Und wenn da umfangreiche Textangebote im Netz zu finden sind, dann tun wir uns eben schwer, bezahlte Angebote angemessen zu vermarkten.“
– Helmut Heinen (ehem. Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger)


Fazit

Wie sich das Internet und die Rolle der Öffentlich-Rechtlichen in Zukunft entwickeln, kann man nur mutmaßen. Wichtig für die Diversität der Medien und die generelle Freiheit der Presse ist es, weiterhin zu gewährleisten, dass die Presse nicht vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk verdrängt oder gar ersetzt wird, während dieser den Rundfunkauftrag (nach §11 des Rundfunkstaatsvertrags) ausführt. Auf dem Weg dorthin scheinen wir zu sein: die Regierungschefin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, setzte bei der Jahreskonferenz der Ministerpräsidenten der Länder mit den Worten: „Also das Verbot der Presseähnlichkeit bleibt selbst verständlich erhalten“ ein „Signal an die Verleger“.

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Fomo – die Angst etwas zu verpassen

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Facebook, Instagram und Co. sind schon längst fest in den Alltag unserer heutigen Gesellschaft integriert und eröffnen uns vorher nie dagewesene Möglichkeiten.

Dank unzähliger sozialer Netzwerke ist es uns möglich, immer und überall miteinander in Verbindung zu stehen und noch so jedes, womöglich auch uninteressante, Detail aus unserem Leben zu teilen.

Rund um die Uhr steht uns eine Flut von Informationen zu Verfügung, die es zu verarbeiten und zu ordnen gilt. Etwas zu verpassen, da es in der Masse von Bildern, Posts und Tweets unter geht, ist da nicht unwahrscheinlich, aber dennoch hoch gefürchtet.

Fomo – Die Angst, etwas zu verpassen

Jeder kennt es und jeder hasst es, das Gefühl etwas zu verpassen oder ausgeschlossen zu werden.

In einer Welt, in der uns alle Möglichkeiten offen stehen, über alles up to date und informiert zu sein, in der es nahezu keine Ausrede gibt, über etwas nicht auf dem neusten Stand zu sein, gilt  Fomo, fear of missing out, nun als die erste Social Media Krankheit.

Ein unwohles Gefühl im Bauch, vielleicht schon ein leichter Anflug von Panik, der sich breit macht, wenn man seinen Instagramfeed öffnet und scheinbar endlos durch das Vergnügen anderer scrollt. Ein Partybild hier, ein Urlaubsbild da und man selbst fragt sich, ob man nicht gerade seine Zeit vergeudet und das selbst Erlebte verliert an Bedeutung – das ist Fomo.

Das was wir tun, sei es das Zusammensein mit Freunden Zuhause, auf einer Party oder im Urlaub, scheint gar ungenießbar mit dem Wissen, dass es da Draußen vielleicht doch noch eine viel bessere Option gibt, die das gerade Erlebte womöglich in den Schatten stellt.

Was, wenn man gerade zur richtigen Zeit am falschen Ort ist und das Event, das gerade in meiner Facebook-Timeline auftaucht, viel mehr Spaß verspricht?

Somit werden wir, unfähig den Moment zu genießen und gelähmt von der Angst, die Zeit unseres Lebens zu verpassen, zu Sklaven unseres Smartphones und befinden uns in einem permanenten ,,Standby-Modus abwartender Aufgeregtheit’’, wie es Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen, beschreibt.

Betroffene: Vor allem Digital Natives

Als junger Mensch, der doch erheblich öfter und intensiver mit sozialen Netzwerken in Kontakt steht, als die ältere Generation, ist Fomo mittlerweile allgegenwärtig.

Laut einer Umfrage geben etwa 64 Prozent britischer und amerikanischer Teenager im Alter von

13 -17 Jahren an, mit diesem Phänomen vertraut zu sein.

Erschreckende Zahlen, die klar machen, wie präsent die andauernde Angst etwas zu verpassen, schon im Alltag junger Erwachsener, wirklich ist.

 

Fomo gilt somit als Ursache für die teilweise zwanghafte Nutzung sozialer Plattformen und das ständige Aktualisieren des Feeds.

Folgen dieses Phänomens sind Unsicherheit, enormer Stress und starke Zweifel an sich selbst und dem eigenen Leben.

Junge Menschen setzten sich zunehmend unter Druck, diesen ,,Idealen’’, die ihnen tagtäglich auf Instagram und Co. begegnen, zu entsprechen und vergessen dabei, im Hier und Jetzt zu leben und das, was sie haben zu schätzen.
Und auch der Druck, das eigene Leben festzuhalten und zu teilen, damit auch wirklich jeder weiss, wie viel Spaß das Konzert oder der Urlaub gemacht haben, lassen einem wenig Zeit um diese Erlebnisse dann auch wirklich selbst zu genießen.

Gerade das Aufkommen und immer populärer Werden der ,,Storys’’, die es längst nicht mehr nur bei der App ,,Snapchat’’ zu füttern gilt, gewähren kein Pardon, wenn es darum geht, sein Leben mit seinem Umfeld zu teilen, denn: Wurde es nicht gepostet, dann hatte man auch sicher keinen Spaß.

FoMo als Werbemittel

Auch die Werbebranche weiß die neue Trend-Krankheit gezielt für sich einzusetzen und nennt FoMo immer öfter als Kaufargument.

Die Angst der Verbraucher, ein einmaliges Erlebnis oder Lebensgefühl zu verpassen, wenn sie das Produkt nicht erwerben, kommt den meisten Firmen zugute.

Eine Gruppe von Jugendlichen, die die Zeit ihres Lebens haben, während sie eine alkoholfreie Biermarke konsumieren?
Die Werbung einer Fluggesellschaft vermittelt das Gefühl von Selbstfindung und Zufriedenheit?

Alles Teil einer Marketingmasche, denn auch die Wirtschaft weiß, wie sie ihre Vorteile aus ,,fear of missing out’’ ziehen kann.

Der Angst entgegensteuern

Die Angst etwas zu verpassen, ist keine Erfindung des digitalen Zeitalters, denn sie ist so alt wie der Mensch selbst.

Niemand ist gerne der Einzige, der nicht mitreden kann und sich von der Masse ausgeschlossen fühlt, damit bedarf es nicht mal sozialer Netzwerke.
Jedoch bieten genau diese, aufgrund der ständigen Präsenz und Verbindung unter- und miteinander, den perfekten Nährboden für ,,Fomo’’.

Somit ist es wichtig sich selbst klar zu machen, dass man sich nicht länger dieser Angst und der damit eingehenden Unruhe, ausgesetzt sein möchte.

Man muss lernen mit der Tatsache umzugehen, dass man nicht Teil jedes Events und jeder Veranstaltung sein muss und auch nicht kann.
Außerdem sollte man sich bewusst machen, dass soziale Medien und Postings nur bedingt Einblicke in den realen Ablauf einer Partynacht oder eines Urlaubs gewähren, da sie nur eine Momentaufnahme abbilden, die auch oftmals gekonnt in Szene gesetzt wurde.
Auch das Reduzieren von sozialen Medien im Alltag stellt letztendlich einen wichtigen Aspekt dar, denn somit bleibt Zeit sich auf das selbst Erlebte zu besinnen und dies auch schätzen zu lernen.

Und sei es auch nur ein Kaffee mit der besten Freundin, während Blogger vom anderen Ende der Welt Bilder von Cocktails am Strand posten.

 

 

Quellen:

http://www.spiegel.de/netzwelt/reeperbahnfestival/fomo-mode-erscheinung-fear-of-missing-out-a-992740.html
http://mashable.com/2013/07/09/fear-of-missing-out/#0JuRe8mBWiqE
https://de.wikipedia.org/wiki/Fomo
https://psychcentral.com/quizzes/fomo-quiz.htm

Jamaika-Sondierungsgespräche – eine Politiksimulation für Medien

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Der Traum von einer Jamaika-Koalition ist geplatzt. Mit den Worten: „Es ist besser nicht zu regieren, als falsch zu regieren.“, beendete Christian Lindner, Parteivorsitzender der FDP, die Sondierungsgespräche zwischen CDU/CSU, der FDP und den Grünen. Die Nachricht über den Abbruch der Verhandlungen verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Vorangegangen waren wochenlange Gespräche, die als Dauerthema die deutsche Medienlandschaft dominierten.

Gefühlt endlos begleiteten die Medienvertreter die Verhandlungsführer nicht nur bei ihrer Ankunft, sondern auch bei der Abfahrt vom Verhandlungsort, dem Reichstagspräsidentenpalais, und nicht zu vergessen die Stellungnahmen vor einem Wald von Mikrofonen. Der, mehr oder weniger interssierten und aufmerksamen, Öffentlichkeit werden vorallem die Bilder von „Balkonien“ im Gedächtnis bleiben.

Trotz gemeinsamen Pausen auf den Balkon, keine gemeinsame Einigung.

Den nach Neugikeiten und Ergebnissen lechzenden Medienvertretern lieferten die Verhandlungsteilnehmer in unterschiedlicher Zusammensetzung stimmungsvolle Bilder vom Balkon  des Reichstagspräsidentenpalais, gelegentlich garantiert mit royalen Winken. Auf Grund von Mangel an Ergebnissen und substanziellen Aussagen über den Stand der Gespräche, blieb den Berichterstattern nur die Interpretation von Blicken, Gesten und verschiedenen Interviews, die sich eher mit der allgemeinen Stimmung als mit wichtigen Inhalten beschäftigen. Die Sondierungsverhandlungen waren für die Medien eine große Herausforderung, galt es doch das „große Nichts“ von Tag zu Tag neu zu bewerten, „neu aufzuziehen“, zu interpretieren und vielleicht daraus doch noch konkrete Ergebnisse herauszufiltern.

Zermürbt von den wochenlangen Verhandlungen ohne Ergebnis, griffen die Journalisten dankbar jeden noch so kleinen Hinweis auf Einigung,  bei den „Knackpunkten“ wie beispielsweise Migration, Klima und Digitalisierung, auf.  So hielten sie die Spannungskurve aufrecht und erhielten mediale Aufmerksamkeit. Immer kurz vor der Einigung, gelingt jetzt der große Durchbruch? Der geübte Serienfan würde diese Methode wohl als Cliffhanger bezeichnen.

Der Verlauf der Sondierungsgespräche zeigt deutlich, dass die Medien sich bei solchen Verhandlungen in der Zwickmühle befinden, einerseits sind sie zur Informationsvermittlung gegenüber der Öffentlichkeit verpflichtet, anderseits können sie aber auch gezwungen werden durch die Informationspolitik der Parteien, jede Kleinigkeit als ein großes Ereignis darzustellen. Die Eigendarstellung in den Medien wird durch die ständige Berichterstattung wieder an den Verhandlungstisch zurückgespielt und beeinflusst so auch die Verhandlungspartner und deren Positionen. So ähneln die Gespräche eher einer politische Simulation und Inszenierung der handelnden Akteure als konstruktive Koalitionsverhandlungen.

Nun da die Jamaika-Sondierungsgespräche gescheitert sind, ergeben sich verschiedene Optionen einer zukünftige Regierung für Deutschland. Zu den Optionen wie Neuwahl oder Minderheitsregierung gesellt sich inzwischen auch eine Möglichkeit einer GroKo von CDU/CSU und SPD. Auch diese Gespräche werden wohl unter großer medialer Beobachtung stehen. In diesem Zusammenhang ergibt sich durchaus die Frage für Medienvertreter, ob sich etwas mehr mediale Zurückhaltung nicht förderlicher ist und dazu beitragen könnte, dass sich die Verhandlungsführer mehr auf die Inhalte konzentrieren, als denn auf deren Selbstinszenierung.

Auch das Fernsehmagazin ZAPP sieht die Schwierigkeit der Berichterstattung über die Sondierungsgespräche.

Quellen:

http://www.deutschlandfunk.de/sondierungsgespraeche-die-journalisten-spielen-dieses.862.de.html?dram:article_id=400834

http:// www.svz.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/die-reise-nach-jamaika-id17925866.html

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-10/sondierungsgespraeche-jamaika-koalition-themen-gegensaetze-verhandlungen-2

https://www.welt.de/politik/deutschland/article170178001/Die-Kakofonie-bei-den-Jamaika-Verhandlungen.html

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jamaika-sondierungen-fdp-brechen-eigenen-angaben-zufolge-gespraeche-ab-a-1179250.html

http://www.ardmediathek.de/tv/Morgenmagazin/Beginn-der-Sondierungsgespr%C3%A4che/Das-Erste/Video?bcastId=435054&documentId=46997964

http://www.sueddeutsche.de/politik/sondierungsgespraeche-mutlos-in-europa-1.3751825

https://www.noz.de/deutschland-welt/medien/artikel/983462/polit-prominenz-beim-noz-herbstempfang-in-berlin#gallery&64967&0&983462B

http://www.ardmediathek.de/tv/Zapp/Sondierungsgespr%C3%A4che-Mediale-Herausford/NDR-Fernsehen/Video?bcastId=3714742&documentId=47811738

Bundeswehr Exclusive – eine raffinierte PR-Strategie

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Ende des letzten Jahres startete auf YouTube die bundeswehreigene Webserie „Die Rekruten“, welche vor allem Jugendliche dazu anwerben sollte, über eine Ausbildung bei dieser nachzudenken. Dieses Jahr geht die PR in die nächste Runde: Der Kanal „Bundeswehr Exclusive“ wird in der neuen Serie „Mali“ Soldaten in Westafrika direkt am Einsatzort zeigen.

Aber wie viel Nutzen hat das Projekt für die Bundeswehr überhaupt und wie sieht es mit einem realistischen Bild der Umstände in Mali aus?

 

 

 

 

 

 

 

Insgesamt lässt sich der Arbeitgeber Bundeswehr das Ganze 6,5 Millionen Euro kosten, wie Die Zeit berichtet.
Lohnenswert scheint diese kostspielige Angelegenheit allerdings zu sein, da im Vorjahr nach dem Erfolg von „die Rekruten“ die Anzahl der Bewerbungen tatsächlich um 21 Prozent gestiegen worden seien.
Der Versuch einer zweiten Anwerbung des Nachwuchses macht also ganz offensichtlich Sinn. Daneben geht es allerdings auch um eine Aufbesserung des allgemeinen Images der Bundeswehr.

Betrachtet man allerdings die Art des Filmens, welche nicht nur im Trailer einem Actionfilm mehr als nahekommt, gerät das Konzept doch etwas ins Schwanken. Zwar sind der eigene Soundtrack und die ästhetischen Eindrücke von Afrika gut und schön, Mali besitzt mit Sprengfallen und Kriminalität aber auch andere Seiten, welche die Serie zwar zeigt, aber mit „Camping in der Wüste“ und anderen netten Abenteuern für die Soldaten darstellt.

„Wir wollen die Scheu und die Bedenken vor Auslandseinsätzen abbauen, indem wir ein realistisches Bild von ihnen zeigen, auch den banalen, langweiligen Alltag im Camp“, erklärt Dirk Feldhaus, Pressesprecher der Arbeitgebermarke der Bundeswehr, laut der Welt.
An sich keine schlechte Strategie, doch wie realistisch oder eben gestellt die Szenen tatsächlich sind, lässt sich aus Zuschauersicht nun mal nicht sagen – was ein gefährlicher Punkt in Hinblick auf die Wahrnehmung der Serie sein kann.
Situationen können so dargestellt werden, wie sie dem Rezipienten präsentiert werden sollen, ohne dass dieser die Szenen groß infrage stellen kann, da er keinen Vergleich hat.

 

 

 

 

 

 

 

Vor Anlauf der Serie fielen die Kritiken jedoch nicht nur negativ aus. Teils wurde zwar vorher Genanntes bemängelt, aber auch erwähnt, dass eine Verzerrung der Situation nicht gegeben sei, da Tode und Gefahren in der Serie ebenfalls thematisiert werden sollen. Jetzt, da alle Folgen schon ausgestrahlt wurden, würden einige ihre Kritiken wohl aber sicher noch einmal überdenken.

Hier gehen die Meinungen also stark auseinander. Fest steht jedoch, dass es der Bundeswehr seit der Aussetzung der Wehrpflicht extrem an Soldaten mangelt. Ob diese Art der PR eine geeignete Lösung für dieses Problem ist oder nicht, ist allerdings eine Frage, die so leicht nicht zu beantworten ist.

 

Quellenangabe

„Bild Dir Deinen Militärnachwuchs – Kriegswerbung von Bundeswehr und Bild-Zeitung“. RT Deutsch, https://deutsch.rt.com/gesellschaft/59249-bild-dir-deinen-militarnachwuchs-millionen-bundeswehr-werbung-statt-journalismus/. Zugegriffen 1. Dezember 2017.

Bundeswehr. http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bundeswehr-nachfrage-fuer-freiwilligen-wehrdienst-bricht-ein/20630890.html. Zugegriffen 25. November 2017.

„Bundeswehr Exclusive“. YouTube, https://www.youtube.com/channel/UCZPAni75bkLnjGO8yhuJpdw. Zugegriffen 25. November 2017.

Havermann, Benjamin. „Bundeswehr-Serien: TV-Sender für ‚Die Rekruten‘ gesucht und neue Serie ‚Mali‘ | svz.de“. svz, https://www.svz.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/tv-sender-fuer-die-rekruten-gesucht-und-neue-serie-mali-id18358246.html. Zugegriffen 25. November 2017.

Klapsa, Kaja. „Nichts für Weicheier“. DIE WELT, 20. Oktober 2017. www.welt.de, https://www.welt.de/print/welt_kompakt/webwelt/article169829808/Nichts-fuer-Weicheier.html. Zugegriffen 25. November 2017.

„Nach ‚Rekruten‘ kommt ‚Mali‘“. FAZ.NET, 14. Oktober 2017. www.faz.net, http://www.faz.net/1.5246472. Zugegriffen 25. November 2017.

Stresing, Laura, und Matthias Gebauer. „Neue Bundeswehr-Serie ‚Mali‘: Mit Gefühlsdusel auf Rekrutensuche“. Spiegel Online, 17. Oktober 2017. Spiegel Online, http://www.spiegel.de/netzwelt/web/bundeswehr-youtube-serie-mali-mit-gefuehlsdusel-auf-rekrutensuche-a-1173293.html. Zugegriffen 25. November 2017.

Wiegold, Thomas. „‚Bundeswehr Exclusive‘: Werde Soldat, yo!“ Die Zeit, 25. Oktober 2017. Die Zeit, http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-10/bundeswehr-exclusive-mali-youtube-serie-die-rekruten. Zugegriffen 25. November 2017.

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Virtual Reality

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http://cryptocurry.com/news/innovative-vision-blockchain-virtual-reality/

Etwas, das alle Menschen von Zeit zu Zeit versuchen, ist, in andere Welten einzutauchen. Ob dies nun mittels eines Buches, eines Films oder eines Computerspiels geschieht, ist optional. Eine relativ neuartige Möglichkeit dazu bietet ,,Virtual Reality“.

Mit Hilfe von Virtual Reality-Brillen (kurz: VR-Brillen) wird es ermöglicht,in computergenerierte Welten einzutauchen. Durch diese Immersion entsteht beim Benutzer ein ,,Mittendrin-Gefühl“, welches maximale Empathie verspricht und sich durch die Nähe zum Geschehen von herkömmlichen Erfahrungen von Gaming oder Film unterscheidet.

Die Entwicklungsgeschichte der ,,Virtual Reality“ begann 1965, als Morton Heilig den ersten Entwurf eines VR-Systems (,,Sensorama„) vorstellte. In den folgenden Jahrzehnten wurden neue Technologien rund um den Bereich der virtuellen Realität entwickelt. Dabei markiert das Jahr 2012 mit der Vorstellung des ersten Prototypen der VR-Brille ,,Oculus Rift“ den Beginn einer neuen Phase der ,,Virtual Reality“.

Mittlerweile gibt es neben der ,,Oculus Rift“ noch weitere VR-Brillen: Zu nennen wären unter anderem ,,HTC Vive“, ,,PlayStation VR“, ,,Samsung Gear VR“ (mobile VR-Brille; Verwendung mit Smartphone) und verschiedene Produkte von Google, beispielsweise ,,Daydream View“.

 

Anwendung findet die Technologie in vielen verschiedenen Bereichen (unter anderem):

 

Gaming

Ob in einer Unterwasserlandschaft, auf der Rennpiste oder einem Horrortrip – die Immersion lässt den Spieler unmittelbar am Geschehen teilnehmen. Neben den Erfahrungen, die der Benutzer durch die Verwendung einer VR-Brille sammeln kann, birgt diese jedoch auch Risiken. Die sogenannte VR-Krankheit (Motion Sickness) kann durch den Sinneskonflikt zwischen ruhigem Sitzen bzw. Stehen und den wahrgenommenen Bewegungen durch die Augen entstehen, was in Übelkeit resultiert. Des Weiteren gibt es noch keine Studien zur langfristigen Verwendung von VR-Brillen. Wie sich der häufige Gebrauch der speziellen Brillen auf den Benutzer auswirken kann, ob er die Augen schädigt oder abhängig macht, ist somit noch nicht geklärt. Zudem kann sich die Erfahrung einer virtuellen Realität auch negativ auf manche Benutzer auswirken, da die emotionale Distanz zum Geschehen fehlt (z.B. bei virtueller Gewalt).

 

Medizin und Therapie

Virtuelle Simulationen von Operationen werden schon heute durchgeführt. Vor allem für angehende Ärzte ist die Möglichkeit, virtuelle Operationen zu üben sehr ansprechend, um so Erfahrungen für die Praxis zu sammeln. Auch können so 3D-Modelle von Organen erstellt und Operationen demnach detailliert geplant werden. Im therapeutischen Bereich wird ,,Virtual Reality“ zur Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen und Angstzuständen genutzt. Beispielsweise kann ein Patient, der an Höhenangst leidet, die ersten Schritte zur Bewältigung der Angst virtuell durchführen – indem er sich in eine Gebirgslandschaft oder auf ein hohes Gebäude versetzen lässt – bevor er sich dann der Angst in der Realität stellt.

 

Architektur

Die von Architekten geschaffenen Räumlichkeiten, sowie deren Wirkung, können nicht nur vom Architekt selbst besser wahrgenommen werden, auch die Kunden haben ein besseres Bild von ihrem künftigen Zuhause. Auch ist es möglich, die Immobilien virtuell zu begehen und so ein optimales Gefühl für das Objekt zu gewinnen.

 

Social-VR

,,Social-VR“ bedeutet, dass man sich durch Avatare an virtuellen Orten treffen kann. Ein Beispiel dafür ist die VR-Plattform ,,Sansar„, die es ermöglicht gemeinsam mit anderen VR-Nutzern Museen, Cafés oder anderes zu besuchen. Allerdings kommt es auf solchen Plattformen auch zu Grenzüberschreitungen. Zum Beispiel kam es auf ,,AltspaceVR“ (mittlerweile eingestellt) zu sexuellen Belästigungen. Da die Bedrängnis für die Opfer nur emotional und nicht körperlich spürbar ist, ist es demnach auch schwer die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Jeder-fuenfte-Deutsche-hat-schon-eine-Virtual-Reality-Brille-benutzt.html

,,Virtual Reality“ kann und wird in den nächsten Jahren wohl noch einen größeren Aufschwung als bisher erfahren. Die Technologien werden immer besser, und somit die Möglichkeiten immer größer.

 

Quellen:

http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/virtuelle-realitaet.html

http://www.ard.de/home/ard/Virtual_Reality_und_360_Videos/3363414/index.html

https://upload-magazin.de/blog/10600-ueber-20-beispiele-fuer-das-potenzial-von-virtual-reality-jenseits-von-spielen/

https://de.wikipedia.org/wiki/Virtuelle_Realit%C3%A4t

https://en.wikipedia.org/wiki/Sensorama

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Social-VR-Plattform-Sansar-ist-in-der-Open-Beta-Phase-3788287.html

 

 

Digitalisierung als Zukunftssicherheit für Unternehmen

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Digitalisierung heißt der große Trend unserer Zeit. Doch mit dem digitalen Umbruch entstehen auch viele Unsicherheiten.

Die zunehmende Nutzung von digitalen Geräten hat kein Ende. Immer mehr Unternehmen schlagen den Weg für Werbung über das Internet ein und lassen die Anzeigen in der Zeitung links liegen. Jeder Mensch weiß, dass die Zeitung nicht mehr das ist, was sie mal war. Der größte Teil der Gesellschaft informiert sich heutzutage über das Internet. Um die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen zu sichern werden verschiedene Strategen angewendet. Doch jedes fünfte Unternehmen weiß noch immer nicht, wohin die Reise geht. Eine passende Strategie ist in weiter Ferne – geht es heutzutage überhaupt noch ohne Digitalisierung von Daten und Werbung für Unternehmen?

Warum ist Digitalisierung wichtig?

Im digitalen Zeitalter sind die Kernaussagen eines Unternehmens an spezielle Zielgruppen gebunden. Die heutige Gesellschaft ist sehr breit gefächert – alle haben andere Vorstellungen und wollen optimale Informationen geliefert bekommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte auf dem Wirtschaftstag des Wirtschaftsrates der CDU: „Es wird alles digitalisiert werden, was digitalisiert werden kann.“

Mögliche Konsequenzen der Nicht-Digitalisierung?

Deutsche Händler setzten ihr Unternehmen aufs Spiel, wenn sie sich der Digitalisierung nicht anpassen. Immer mehr Menschen lesen immer weniger Zeitung, denn was in der Zeitung steht, steht auch im Internet. Die junge Generation informiert sich größtenteils Online, die ältere Generation meistens noch über Zeitung. Jedoch werden die Menschen immer mehr dazu motiviert, digitale Geräte zu verwenden, denn ohne ist es kaum noch denkbar. So kann ein Unternehmen, welches nur in Anzeigenwerbung in einer Zeitung investiert, nicht mehr so gefragt sein, wie ein Unternehmen, welches Werbung, über beispielsweise soziale Netzwerke (Facebook, Instagram, etc.) macht.

Soziale Netzwerke als Möglichkeit der Digitalisierung von Unternehmen

Es gibt mehrere Möglichkeiten für ein Unternehmen einen Weg zur Digitalisierung einzulegen. In diesem Beitrag wird der Weg über den Bereich der sozialen Netzwerke eingelegt. Die sozialen Netzwerke explodieren zurzeit nur von Werbungen. Viele Unternehmen machen mit Bloggern auf Facebook, Instagram und CO. eine Kooperation. Die Unternehmen bieten den Bloggern kostenlose Produkte an und die Blogger sollen dafür dann kostenlose Werbung auf ihrem Account/Blog machen. Jedoch ist das nicht immer so einfach und kostenlos, denn immer mehr Blogger nehmen viel Geld dafür. Je nach Abonnentenanzahl kann der Blogger viel Geld für so eine Werbung auf dem eigenen Account nehmen. Bis zu 300.000€ lassen sich im Durchschnitt pro Beitrag auf Social Media Kanälen wie YouTube, Instagram und Facebook mit der richtigen Abonnentenanzahl verdienen.

Zudem kann man sagen, dass bei einer großen Abonnentenzahl derartige Werbungen eine sehr weite Reichweite haben, dies begünstigt wiederum eine Erreichung vieler verschiedener Zielgruppen, die dann dazu motiviert werden, sich das Unternehmen anzuschauen. Also eine gute Strategie für ein Unternehmen Online-Werbung zu machen.

Fazit

Die Digitalisierung verändert die ganze Welt und die Zeit der Bücher und Zeitungen, die man fest in der Hand hält sind vorbei. Um bei der Digitalisierung mithalten zu können, muss man neue Wege mit passenden Strategien eingehen. Die oben genannte Möglichkeit, Werbung über soziale Netzwerke zu machen ist nur eine von vielen. Hinter dieser stecken allerdings viele Rahmenbedingungen und Rechte die beachtet werden müssen. Das hält vermutlich viele Unternehmen davon ab, eine Kooperation dieser Art einzugehen. Letztendlich führt dieses Problem dann dazu, dass eine Großzahl von Unternehmen erst gar keine Strategie anwendet, da der Markt der Digitalisierungsstrategie heutzutage viel zu breit gefächert ist.

 

 

Quellen:

http://blog.hemartin.net/2015/07/awa-2015-ohne-uberraschungen-sinkende.html

https://www.haufe.de/marketing-vertrieb/crm/digitalisierung-einige-handelsunternehmen-ohne-strategie_124_431016.html

https://www.cdu.de/artikel/merkel-chancen-der-digitalisierung-nutzen

Weber, Andreas (2017): Digitalisierung – Machen! Machen! Machen!. Wie sie Ihre Wertschöpfung steigern und Ihr Unternehmen retten. Wiesbaden:Springer Verlag.

 

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#elsagate – Skandal um YouTube Kids

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Das Schlagwort #elsagate bezeichnet ein Phänomen bei welchem unangebrachte, meist pädophile Inhalte in verharmloster Form in YouTube Videos für Kinder zugänglich gemacht werden.

 

Die Internetplattform YouTube Kids ist seit neustem auch in Deutschland zugänglich, bei dieser Seite handelt es sich, wie der Name schon sagt, um eine vermeintlich kinderfreundliche Version der Streamingplattform YouTube. Sie ist mit einem speziellen Filter ausgestattet welcher dafür sorgen soll Videos mit inadäquatem Inhalt zu filtern und diese für die Kinder nicht zugänglich zu machen. Dies funktioniert jedoch nicht immer.

Die sogenannten ElsaGate Videos zeigen den Kindern vertraute Figuren aus Film, Fernsehn und Comics (Elsa aus Frozen, Spiderman, Joker, usw.), wie sie für ihren Charakter untypische Handlungen durchführen. Es gibt animierte, jedoch auch Videos mit realen „Schauspielern“.

Sie lassen sich in verschiedene Kategorien unterteilen. Um nur ein paar der prägnantesten zu nennen:
1.Alkoholismus
Die immer als Kinder dargestellten Charaktere trinken Bier welches sie vom unachtsamen Vater entwendet haben und stoßen sich danach den Kopf blutig.

2.Angst
In diesen Videos wird die Angst vor beispielsweise Insekten oder Spritzen in den Vordergrund gestellt mit welcher die Kinder dann bewusst und penetrant konfrontiert werden.
3.obszönes Verhalten
In einem der ältesten bekannten Elsagate Videos kann man sehen wie eine als Elsa (Die Eiskönigin) verkleidete Person in der Badewanne sitzt und eine als Spiderman verkleidete Person in diese Badewanne uriniert.
4.sexuelle Inhalte:
Diese Videos treten meist in animierter Form auf, hier sind beispielsweise auch wieder bei einem der bekanntesten Videos Elsa und Spiderman zu sehen, wie sie sich betrinken. Nachdem Elsa scheinbar ohnmächtig geworden ist fängt Spiderman an sie zu küssen, dies entwickelt sich dann so weit, dass am Ende des Videos Elsa 9 Monate später schwanger dargestellt wird.

Solche Videos haben alle eine subtile Informationsvermittlung welche die Kinder verstört und verängstigt. Diese Videos sollen auch die Unterlegenheit der Kinder gegenüber der erwachsenen darstellen.

Der meines Erachtens schlimmste Punkt ist jedoch der pädophile Hintergedanke bei diesen manipulativen Videos. Denn ElsaGate ist eine Verschleierungstaktik für ein Netzwerk von Pädophilen welche sich in den Kommentaren austauschen.
Erste dieser besagten Videos gibt es schon seit zwei Jahren, glücklicherweise ist YouTube darauf aufmerksam geworden und hat begonnen solche Videos und Kanäle welche diese zu verbreiten zu entfernen. Alleine in den letzten Monaten wurden rund 50 Kanäle mit solchen Inhalten gelöscht. Jedoch wird es noch dauern bis eine vollständige Ausmerzung erfolgt ist.

Quellen:
-https://www.oliverjanich.de/elsagate-unfassbar-youtube-kids-zeigt-videos-die-kinder-traumatisieren-und-paedophile-befriedigen

-https://dommecil.de/elsagate-paedophile-netzwerke-auf-youtube/

-https://www.youtube.com/watch?v=lk8efMXnB0w

-http://www.readwipedandblew.com/2017/06/06/elsagate-pedogate-many-faces-youtube/

-http://www.stuff.co.nz/technology/93311354/creepy-violent-videos-on-youtube-kids-app-concerns-auckland-mother

-http://hankookilbo.com/v/4da9d75aee4145d1825c594c689aa0db?google_editors_picks=true

Harry Potter: Wizards Unite – Das neue Pokémon Go?

geschrieben von in AllgemeinesKeine Kommentare »

Am 8. November wurde auf Pottermore.de bekannt gegeben, dass Warner Bros. Interactive Entertainment eine Handy- und Konsolenspiele Kollektion auf den Markt bringen wird. Diese soll in der Welt der Magie von Harry Potter spielen und unter dem Label Portkey Games rauskommen. Harry Potter: Wizards Unite wird eines dieser Spiele sein und wird zusammen mit Niantic Inc., einer Firma welche lebensnahe Erfahrungen für Handyspiele kreiert und Macher von Pokémon Go und Ingress sind, realisiert. So soll man mithilfe seines Smartphones in der realen Welt unter anderem magische Wesen fangen oder sich mit anderen Spielern in Zauberduellen messen können.

Bei Pokémon Go handelt es sich um ein Spiel für Smartphone und Tablet in dem die Spieler virtuelle Fantasiewesen, sogenannte Pokémon fangen, trainieren und entwickelt können. Außerdem kann man sein eigenes Pokémon gegen das Pokémon eines anderen Spielers kämpfen lassen. Es ist ein Location-based Game, nutzt also eine Spielumgebung auf dem Prinzip der erweiterten Realität.

Nach dem Release im Sommer 2016 folgte ein wahrer Hype um das Spiel. Die Nutzerzahlen lagen bei fast 30 Millionen (bezogen auf tägliche Nutzerzahlen) und geschätzt hat das Spiel zwischen $3,9 Millionen und $4,9Millionen allein am ersten Tag eingebracht. Auch der Wert von Nintendo ist in dieser Zeit um $23 Milliarden gestiegen, das sind ungefähr 120 Prozent.

Doch hatte das Spiel auch einige Gesellschaftliche Auswirkungen. Als Pokémon Go auf den Markt kam waren die Server regelmäßig überlastet und fielen aus. Auch stieg es schnell an die Spitze der Download-Charts im iTunes-Store und Android-Store und wurde am 12. Juli 2016 zum aktivsten Mobile Game in den USA erklärt. Mit 21 Millionen aktiven Nutzern brach das Spiel mit dieser Auszeichnung den Rekord.

Allerdings sind Pokémon Go auch eine Menge Unfälle zu verdanken. So sind in Kalifornien zwei Männer während des Spielens eine Klippe runtergestürzt, es kam zu Überfällen an sogenannten Pokéstops und in Chiquimula (Guatemala) wurde ein Spieler erschossen, weil er, um ein Pokémon zu fangen, auf Privatgelände eingebrochen war.

Allerdings hielt dieser außergewöhnliche Hype nicht allzu lange an. Schon im Herbst 2016 sind die Nutzerzahlen von fast 30 Millionen auf 5 Millionen gefallen und bis April 2017 sind ganze 80 Prozent der User abgesprungen. Doch trotz dieses starken Rückgangs besitzt das Spiel noch immer eine konstante Fan Base von ungefähr 5 Millionen täglichen Nutzern. Man kann also sagen, dass es sich bei Pokémon Go nicht um einen graduellen Abstieg handelt, sondern eher um einen Hype der nur wenige Monate anhielt und aus dem sich aber dann eine stabile Spielerbasis rauskristallisiert hat.

Ob man bei der Harry Potter Version einen ähnlichen Hype sehen wird ist fraglich da die Größe der Fangemeinschaft schwer einzuschätzen ist. Allerdings stehen die Chancen sehr gut, dass auch Harry Potter: Wizards Unite ein Erfolg wird. Mehr Informationen zu dem Spiel folgen aber erst 2018.

‘With this game, we are allowing the passionate, worldwide fan base to explore J.K. Rowling’s deeply powerful and imaginative universe in a new, truly immersive way,’

– David Haddad, Präsident von Warner Bros. Interactive Entertainment

 

 

Quellen:

https://www.pottermore.com/news/new-augmented-reality-mobile-game-harry-potter-wizards-unite-announced

https://www.harrypotterwizardsunite.com/

https://de.Wikipedia.org/wiki/Pok%C3%A9mon_Go

http://www.pcgameshardware.de/Pokemon-GO-Spiel-56108/News/GO-Company-User-Nutzer-1224826/

https://expandedramblings.com/index.php/pokemon-go-statistic/

https://www.redbull.com/de-de/pokemon-go-8-beeindruckende-zahlen

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Deutscher Qualitätsjournalismus in Gefahr? – Zwischen unprofessioneller Berichterstattung und Populismusvorwürfen

geschrieben von in Allgemeines, Medien und Politik, Medienkritik, Qualität1 Kommentar »

Schon lange ist es kein seltenes Phänomen mehr, dass durch selbsternannte Journalisten oder gar Laien wenig vertrauenswürdige Berichte, besonders im Zeitalter des Internets verfasst und letztlich auch veröffentlicht werden.

Jedoch macht es stutzig, dass auch die ganz Großen der Medienbranche, die man als besonders erfahren und seriös beurteilt, kritikwürdige Nachrichten und teils empörende Meinungen öffentlich kund tun. Grundsätzlich sollte bei der voran gestellten Fragestellung klar sein, welchen Stellenwert unsere Medien in unserer demokratischen Gesellschaft haben und welche Erwartung wir insbesondere an den (Qualitäts-) Journalismus stellen.

Kritik über Berichterstattung zum US-Wahlkampf 

Ein wichtiger Leitwert der Berichterstattung sollte die Sachlichkeit und Unparteilichkeit, vor allem in Konfliktfällen sein. Dieser wurde nach Hans-Hermann Tiedje (ehemaliger Chefredakteur der Bild) allerdings bei der ohnehin furiosen Berichterstattung zum Wahlkampf des US-amerikanischen Präsidenten ‚Donald Trump‘ verletzt.                                                                                                                      

Eine direkte Kritik äußerte er gegen die Berichterstattung der ARD und des ZDF. Herr Tiedje hielt die Berichterstattung  zum Thema ‚Trump‘ für zu einseitig und unprofessionell.  

„Ein guter Journalist macht sich mit keiner Sache gemein – nicht einmal mit einer guten“. […] Wo ist diese Definition von Journalismus geblieben? (Hans-Hermann Tiedje)

Zudem wollten die deutschen Medien einen möglichen Sieg Trumps nicht wahrhaben und ließen dessen durchaus realistische Chance zu gewinnen meist unter das Moderationspult fallen. 

„Es konnte nicht sein, was nicht sein durfte: Das nenne ich miserablen Journalismus“ (Tiedje)

 

                                  In 98% der Fälle berichtete der ARD negativ.

Befremdlicher ‚Sensationsjournalismus‘

Ein anderes immer öfter auftretendes Phänomen, das Reporter und Medien in Verruf bringt ist die oft überstarke mediale Präsenz an Unfallorten. Beispiel dafür, ist das für einige Personen tödlich endende Busunglück auf der A9 bei Münchberg, Anfang Juli diesen Jahres.

Die Vorgehensweise der vor allem überregionalen Presse, die sich anscheinend emotional von dem tragischen Geschehen distanzierte, kann ohne Übertreibung als pietätlos bezeichnet werden.

Reporter wurden zu ‘sensationsgierigen Gaffern’ und setzen beim Versuch der Feuerwehr, die Rettungsaktion abzuschirmen sogar Fotodrohnen ein, um das womöglich schockierendste, polarisierendste und somit vielleicht wertvollste  Bild zu bekommen. Diese neue Strategie der ‘Rezipientengewinnung’ lässt durchaus an den Qualitäten der Reporter zweifeln, die weder Opferschutz noch Anstand wahrtn. Jedoch ist es der Rezipient der leider immer öfter Interesse an solchen Darstellungsformen zeigt. Deshalb ist es fraglich, welche der beiden Parteien wie zu diesem Vorgehen beitragen.

Großer Medienauflauf am Unfallort. Foto: Alexander Wunner, News5/Fricke, dpa Bildautor: Joachim Dankbar

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unterschätzte Meinungsmache

Auch von Populismus ist in der deutschen Medienlandschaft die Rede. An dieser Stelle wird Claus Strunz, der als politischer Kommentator bei Sat.1 und Moderator der Sendung ‘Akte’ bekannt ist aktuell häufig genannt. Zunehmend wird der Vorwurf laut er sei  vielmehr Rechtspopulist als Vertreter unseres Qualitätsjournalismus. Gewisse Aussagen die er in seinen politischen Kommentaren trifft, wie z. B., dass das Problem mit Linksextremismus größer sei als das mit Rechtsextremismus, weil 

 „für weite Teile der rot-rot-grünen Elite, […] , Terror von links noch immer niedliche Folklore ist“  oder  „Populismus ist das Viagra der erschlafften Demokratie“ werfen ein gewisses Unbehagen auf.

 

Auffällig scheint die allzu häufige Kritik gegen linksorientierte Parteien und vermutlich gleichzeitig gegen die Spitze unseres Landes. 

Auch Themen wie die Flüchtlingskrise, die Vorfälle an Silvester in Köln, sowie die Krawalle in Hamburg während des G20-Gipfels sind für ihn klare Folgen des StaatsversagensMit solchen Beiträgen und diversen Auftritten, auch in Talkshows, erregt er immer wieder große Aufmerksamkeit. Kein Wunder, dass man unter solcher Art der Meinungsmache  schnell auf die Begriffe ‚Rechtspopulismus‘ und ‚Scharfmacher‘ stößt und seine mediale Vorgehensweise teilweise mit der, der AfD verglichen wird.

Fazit

Natürlich dürfen auch Journalisten wie alle anderen Staatsbürger von ihrer Meinungsfreiheit Gebrauch machen und eine Haltung vertreten. Aber dennoch müssen bestimmte Werte ihrer Berufsethik  gewahrt werden um Qualität gewährleisten zu können. Meinungen sollen ein Angebot sein, keine Vorschrift. Zudem sollten sie sich auf Argumente stützen, um einen Diskurs möglich zu machen und Transparenz zu schaffen. Themen sollten aus mehreren Perspektiven beleuchtet werden. Und letztlich ist es auch die Aufgabe der Medien zu kontrollieren, wem eine öffentliche Plattform geboten wird und wem nicht (soweit möglich). Dabei sollte letztlich, auch die Frage nach den Konsequenzen und der Wirkung der Aussage bzw. Nachricht auf den Rezipienten, eine vordergründige Rolle spielen. 

 

Quellen:

http://reporter-24.com/2017/07/medienaerger-nach-busunglueck-gaffer-drohnen-und-poebel-reporter/

http://meedia.de/2017/09/04/scharfmacher-und-rechtspopulist-warum-claus-strunz-zum-glaubwuerdigkeitsproblem-des-journalismus-beitraegt/

https://www.journalistenkolleg.de/lexikon-journalismus/qualitaetsjournalismus

http://meedia.de/2017/01/11/unertraeglich-unprofessionell-hans-hermann-tiedje-ueber-die-trump-berichterstattung-deutscher-medien/

http://meedia.de/2017/07/11/zack-zack-zack-kapuze-auf-die-fremdschaem-populismus-show-des-claus-strunz-zum-thema-g20-krawalle/

http://www.sueddeutsche.de/medien/tv-moderator-claus-strunz-der-spalter-1.3647805

 

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Medienrealität vs. Realität

geschrieben von in Allgemeines, Internet, Medien und Politik, Medienkritik1 Kommentar »

Der Mangel an objektiven medialen Informationen lässt uns die Glaubwürdigkeit der Medien anzweifeln. Fake news, mediale Manipulationen ob Fotoshop, Inszenierungen oder falsche Aussagen, sie alle prägen unser Weltbild über die Medien. Die Kredibilität heutiger Medien scheint immer mehr in Verruf zu geraten. Aus gutem Grund, würde so mancher behaupten. Die Frage die sich jedoch stellt ist, ob die Medien die Realität nach ihren Vorstellungen anpassen oder ob sie überhaupt einen objektiven Standpunkt vertreten können um uns das Wesentliche und wahrhaftige Geschehen realitätstreu mitteilen zu können.

Subjektivität der Information

Fakt ist, dass Akteure ( Journalisten, Redakteure etc. ) bevor eine Meldung publiziert wird, diese bereits sorgfältig nach ihren Kriterien aussortiert und erstellt haben. Dies bedeutet dass mediale Akteure ein Thema nach ihren Wertvorstellungen strukturieren und somit verschiedene Auffassungen und Darstellungsmöglichkeiten schaffen. Jede Nachricht beinhaltet also subjektive Aspekte, denn wie es bereits Heinz von Foerster passend formulierte :

„Objektivität ist die Illusion, dass Beobachtungen ohne einen Beobachter gemacht werden können“.

Medienrealität Beispiel Trump

Ein Beispiel für diese, durch die Medien, erschaffene Realität ist einer der wohl umstrittensten Personen im öffentlichen Bereich, US President Donald Trump. Am 6. November 2017 war Donald Trump auf Staatsbesuch in Japan. Dieser sollte mit dem japanischen Premierminister  unter anderem die preisgekrönten Koi Fische füttern. Dabei entstand ein Video welches zeigte wie Trump und Shinzo Abe das Fischfutter aus einer kleinen Box an die Fische verfütterte. Für Furore sorgte dieser Film jedoch erst als CNN bewusst die Aufnahme manipulierte, indem man um die 42. Sekunde auf Donald Trump zoomte und somit Staatsoberhaupt Shinzo Abe nicht mehr zu sehen war. Der Fokus lag auf Donald Trump der die ganze Box auf einmal ausleerte anstatt mit Sorgfalt, löffelweise, das Futter in das Wasser zu geben. Betitelt wurde dieses Video, welches mit voller Absicht der Verspottung Trumps galt, mit „Trump joined his Japanese counterpart Shinzo Abe in feeding fish, emptying the whole box of food into a koi pond“

Sofort regnete es ein Sturmhagel an Hasskommentaren gegenüber Trump. Was man jedoch nicht auf dem Video sieht, ist dass der japanische Premierminister ebenfalls den Rest seiner Box komplett über dem Teich entleerte bevor es Trump tat.

Fake-News, Mittel zum Zweck ?

Das veröffentlichte  Video von CNN, wurde in kürzester Zeit durch eine Vollaufnahme des Geschehnisses widerlegt. Jedoch haben zu diesem Zeitpunkt, namenhafte Medien ( Bsp. The Guardian, Jezebel ) diese Version aufgefasst und selbst Artikel verfasst die das Verhalten Trump als unerhört und unsittlich abstempeln, ihn verspotten und beleidigen.

Anhand dieses Beispiels erkennen wir also, dass die Medien die Realität verfälschen können um die öffentliche Meinung zu Personen, wie Trump, oder Geschehnissen zu manipulieren und zu beeinflussen. In fachlicher Sprache ist die Rede von Konstruktivismus. Medien konstruieren eine eigene Medienrealität welche nicht notwendigerweise der Realität entsprechen muss. Für Laien ist es schwierig zwischen Wahrheit und medialer Konstruktion zu unterscheiden, denn „was wir über die Gesellschaft ja über die Welt in der wir leben wissen, wissen wir durch die Massenmedien“ Luhmann Niklas. Das bestmögliche Resultat an Informationen erlangt ein Rezipient also nur wenn er verschiedene Medien und deren Artikel zu einem bestimmten Thema analysiert und sich aus der gesammelten Information seine eigene Meinung zu den Geschehnissen bildet.

Quellenangabe :

https://www.enca.com/life/in-tweets-nothing-koi-about-trumps-fish-feeding

http://www.breitbart.com/big-journalism/2017/11/06/fake-news-cnn-uses-misleading-video-fabricate-trump-koi-pond-blunder/

https://kurier.at/politik/ausland/haeme-fuer-trump-nach-karpfen-fuettern-in-japan/296.573.088

https://www.snopes.com/did-trump-impatiently-dump-fish-food-in-japanese-koi-pond/

https://twitter.com/

Sportliche Leistungen oder wirtschaftliche Erfolge? – Wie die (neuen) Medien sich auf den Fußball auswirken

geschrieben von in Allgemeines1 Kommentar »

Die Wichtigkeit der außersportlichen Erzielung wirtschaftlicher Profite im Profifußball, ist längst kein neues Phänomen. Die erstmalige Nutzung eines Trikotsponsors lässt sich bis in die 1970er zurückdatieren. Zudem werden prominente Fußballspieler schon seit vielen Jahren von namenhaften Firmen zur Produktvermarktung eingesetzt, man denke beispielsweise an die deutsche Nationalmannschaft und ihr gemeinsames Engagement mit der italienischen Firma Ferrero. Die Relevanz, die neue Medien für unser heutiges Unterhaltungskonsumverhalten haben, führt jedoch dazu,          dass  der sportliche Aspekt zunehmend vernachlässigt wird und wirtschaftliche Erfolge, seitens des Vereins und der Spieler, erheblich an Bedeutung gewinnen.

Es lohnt sich den Fokus auf die Insel zusetzen, spezifisch gesehen auf die English Premier League (EPL).

Im Februar 2015 unterzeichnete die Premier League mit den Firmen Sky und British Telecom einen dreijährigen TV-Vertrag in Höhe von 5.14 Milliarden Pfund. Auf die internationalen Verträge für die Rechte der Premier League Spiele wollen wir erst gar nicht zu sprechen kommen. Alleinstehend, spiegelt diese astronomische Summe die Transformation der Liga nämlich wahrhaftig wieder. Die Liga gilt besonders im 21. Jahrhundert als das Zuhause der fußballerischen Elite und wird bezüglich des Unterhaltungsfaktors, der Wettbewerbsfähigkeit  und der sportlichen Klasse, als unvergleichbar angesehen. Was aber bedeuten die knapp fünf Milliarden Pfund denn überhaupt für die EPL? Mehr Geld für die Vereine und Spieler. Der traditionsverherrlichende Fußballfan sieht im ökonomischen Aufschwung jedoch vor allem negative Aspekte. Dies wird bei verschiedenen Saisonzielen der Vereine deutlich. Ein Platz unter den „Top Vier“ bedeutete früher, in der Champions League mitspielen zu dürfen. Heute wird die Bedeutung unter den ersten vier Plätzen zu landen, durch höhere TV-Boni erklärt. Der Klassenerhalt galt als Privileg, ein weiteres Jahr in der höchsten Liga spielen zu dürfen, während sich heute die bangenden Geschäftsführer bei dem Gedanken, keine Verluste zumachen, eine Schweißperle von der Stirn wischen.

Diese Dissonanz suggeriert, dass der wirtschaftliche Wachstum auf englischer Vereinsebene erstrangig ist und nicht der sportliche. Doch Vereine sind im jetzigen Zeitalter nun mal wirtschaftliche Institutionen, daher sollten uns ihre Motive nicht allzu sehr überraschen. Anders sieht das bei den Spielern aus, die diesen Berufsweg doch vermutlich aus ihrer Liebe für den Sport gewählt haben. In finanzieller Hinsicht ist es ihnen nie besser ergangen, ein Aspekt der durch die Medienvielfalt, besonders der neuen Medien verstärkt wird. Die sozialen Netzwerke ermöglichen es den Fußballspielern für eigene Produkte/Dienstleistungen oder die einer Firma zu werben. Dadurch, dass die Apps wie Instagram, Facebook und Twitter, insbesondere bei Jugendlichen, einen sehr hohen Nutzungsgrad haben, erreichen die Fußballspieler die Massen und machen sich für Werbeagenturen unentbehrlich.

Der moderne Fußballspieler zeichnet sich jedoch nicht bloß durch finanzieller Vollkommenheit aus. Durch die neuen Medien, insbesondere durch die sozialen Netzwerke, verbreitet sich im Fußball eine von Individualismus geprägte Atmosphäre, welche sich in früheren Zeiten, wie es bei Mannschaftssportarten für gewöhnlich ist, durch Teamgeist auszeichnete. Fußballspieler wurden schon immer verherrlicht, das Internet hat jedoch zur Folge, dass sie omnipräsent sind und keine Privatsphäre haben. Nach Siegen, sind gemeinsame Bilder mit Teamkollegen mittlerweile an der Tagesordnung, dabei werden die anwesenden Fans vernachlässigt. Ein Beispiel dafür wäre die Meisterfeier des Chelsea FC im Mai, auf der diverse Spieler die Vorgänge Live auf ihren sozialen Netzwerkkonten übertrugen. Das Gefühl von Verblüffung ist gerechtfertigt, jedoch wäre es falsch die alleinige Schuld bei den Spielern zu suchen. Da die Fußballprofis im Zeitalter der neuen Medien, eine größere Präsenz in unserem alltäglichen Leben haben, als je zuvor, haben sie eine Reputation, die es zu pflegen gilt. Die Anhänger aus aller Welt, die nur über einen medialen Zugang verfügen, dürfen nicht isoliert werden und gegenüber den zahlenden Zuschauern benachteiligt werden. Demzufolge können die neuen Medien im Profifußball als zweischneidiges Messer angesehen werden.

 

Es ist nicht davon auszugehen, dass die Korrelation zwischen der Fußball Industrie und der neuen Medien stagnieren oder sich gar verringern wird. Wie „The Guardian“ berichtet, sollen sowohl Amazon als auch Facebook an Premier League Streaming Rechten interessiert sein. Solange wirtschaftliche Motive im Fußball schwer wiegen, ist das vermehrte Eingreifen ins Geschäft durch die Medien nicht wegzudenken.

Quellen:

http://www.dailymail.co.uk/sport/football/article-4527010/Man-Utd-v-Crystal-Palace-EPL-LIVE-SCORE.html

https://www.theguardian.com/football/2017/oct/04/facebook-premier-league-bidding-live-matches

https://www.theguardian.com/football/2015/feb/10/premier-league-tv-rights-sky-bt

Terror durch die Medien – Angemessene Berichterstattung oder doch Beihilfe zum Terror?

geschrieben von in Allgemeines1 Kommentar »

Montag, 13.11.2017 – zwei Jahre nach den Terroranschlägen in Paris 2015, gedenken die Menschen von Paris den Opfern. Diese Gedenkfeiern rufen unwillkürlich Erinnerungen an diesen Abend zurück, sowohl bei Überlebenden und Angehörigen, als auch bei allen anderen welche die Ereignisse vom 13. November 2015 online und in den Medien mit verfolgt haben.

Rückblickend erinnert sich fast jeder an das Informationschaos in der Nacht vom 13. November 2015. Überall in den sozialen Medien kursierten Beiträge zur Situation während und nach den Anschlägen. Somit auch schockierende Bilder von Verletzten, gar Toten, und Videos wie z.B. Menschen der Schießerei im „Bataclan“ versuchen zu entfliehen.

Diese schockierenden Bilder und Videos wurden von den klassischen Medien, wie den Printmedien und dem Fernsehen, übernommen oder auch selbst erstellt und somit verbreitet. Anstößiges Material wie dieses trägt natürlich zur allgemeinen Panik und Angst der Menschen bei. Die Journalisten spielen damit indirekt den Terroristen in die Hände, weil sie ihnen somit helfen die Medien und die Gedanken der Menschen möglichst lange mit ihren Schreckenstaten zu dominieren.

Hier stellt sich die Frage: Sollten Medien überhaupt noch über diese Anschläge berichten und somit die Angst und Panik der Bevölkerung schnüren?

Angenommen, professionelle Journalisten würden auf diese Frage damit antworten keine Berichterstattung mehr zu solchen Anschlägen zu veröffentlichen, dann wären die sozialen Netzwerke, wie Facebook und Twitter, immer noch mit Fotos, Videos und Beiträgen überflutet. Nur diesmal kann man sich in keiner Weise auf dessen Wahrheit verlassen. Ob nun gewollt oder nicht, kursieren hier immer viele Spekulationen und Gerüchte welche sich dann nach und nach, durch mehrfaches Teilen, als Fakten durchsetzen und festigen.

Außerdem benötigen solche Extremisten nicht unbedingt die traditionellen westlichen Medien um ihre Taten in die Öffentlichkeit zu drängen. Sie selbst sind in den sozialen Netzwerken aktiv. So werden über mehrere kleinere Propaganda-Accounts, wie z.B. bei Twitter, regelmäßig islamistische Botschaften verbreitet.

Nicht mehr über solche Ereignisse zu berichten wäre also keine Lösung. Man darf nicht die Augen vor diesen Berichterstattungen verschließen, sondern man muss angemessen über solche Themen berichten. Eine angemessene Berichterstattung sollte objektiv über die Geschehnisse informieren und weitgehend auf schockierende Bilder verzichten. Dies schließt auch das Berichten über Hintergründe einer solchen Tat und die ausreichende Aufklärung über die Motive der Attentäter ein.

Im Allgemeinen sollten Journalisten bei diesen Themen auf große Schlagzeilen verzichten und eine Sensationalisierung vermeiden. Die Medien müssen ihrer Verpflichtung nachkommen, die Menschen über solche Anschläge zu informieren, jedoch ohne die Absicht ihre Verkaufszahlen zu steigern.

 

Quellen:

http://meedia.de/2015/12/01/wenn-das-gefuehl-zur-nachricht-wird-wie-medien-auf-die-pr-maschine-der-terroristen-aufspringen/

https://orange.handelsblatt.com/artikel/28048

http://www.sueddeutsche.de/medien/terrorismus-und-journalismus-warum-medien-ueber-den-terror-berichten-1.2540931

https://www.welt.de/debatte/kolumnen/der-onliner/article132733595/Twitter-ist-fuer-den-IS-ueberlebenswichtig.html

Bildquellen: 

http://www.haz.de/Nachrichten/Medien/Uebersicht/So-berichteten-die-deutschen-Medien-ueber-die-Terroranschlaege-von-Paris

http://www.horizont.net/medien/nachrichten/ParisAttacks-Wie-sich-die-Zeitungen-mit-Frankreich-solidarisieren-137437

Jenna Abrams – Propaganda einer russischen „Trollfabrik“

geschrieben von in Allgemeines, Internet, Medienkritik1 Kommentar »

Über 70.000 Menschen folgten ihrem Account in den drei Jahren, in welchen sie aktiv auf Twitter unterwegs war.
Was ihre Follower nicht wussten – die Person Jenna Abrams existiert nicht.

 

 

 

 

 

Wer die junge Frau auf dem Foto, welches die Trolle auf den Accounts von Jenna Abrams verwendeten, wirklich ist, ist nicht bekannt.

„Trollfabriken“ beeinflussen Medien und Menschen

Die vor allem für ihre rechtspopulistischen Pro-Trump Tweets bekannte Bloggerin war das Produkt einer sogenannten „Trollfabrik“, welche Teil der russischen „Internet Research Agency“ („IRA“) in Sankt Petersburg ist. Ziel der „IRA“ ist die Beeinflussung der politischen Stimmung in westlichen Ländern durch Social Bots oder Fake Accounts auf Facebook, Twitter und Co. .
Ins Leben gerufen wurde die Person Jenna Abrams im Jahre 2014, als die ersten Tweets und Blogeinträge unter dem Namen gepostet wurden.
Bekannt wurde sie durch Kommentare zu Kim Kardashian oder Äußerungen zum Feminismus, welche ihr bereits vor dem verbreiten von Propaganda über 10.000 Follower einbrachten.
Mit dem Näherrücken der US-Wahlen im Jahre 2016 wurden ihre Posts zunehmend politisch und auch kontroverser. Aussagen wie “To those people, who hate the Confederate flag. Did you know that the flag and the war wasn’t about slavery, it was all about money,” sorgten für Diskussionen im Netz und erregten auch die Aufmerksamkeit großer US-Medien wie den New York Times, BBC oder CNN. Desweiteren bezeichneten die Trolle Hillary Clinton als eine Lügnerin und ihre Posts zeigten eindeutig, dass trotz Abstreitung Propaganda zugunsten von Trump verbreitet wurde. Aufgeflogen ist der Fake Account dank einer Untersuchung der US-Regierung, bei welcher neben etlichen Fake Accounts auch Facebook Werbung, welche Propaganda verbreitete, aufgedeckt wurde.

Enormes Budget
Einen interessanten Fund machte bereits ein Reporter der New York Times, Adrian Chen, im Jahre 2015. Er besuchte eine „Trollfabrik“ in Sankt Petersburg und fand heraus, dass deren monatliches Budget circa $400.000 umfasste und bereits 400 Personen angestellt waren. Betrachtet man die Aktivität der „Trollfabriken“ im Jahre 2016, müssen diese Zahlen im letzten Jahr noch deutlich gestiegen sein.

Fazit
Laut der Sueddeutschen handelt es sich bei dem Fall von Jenna Abrams um „ein perfektes Beispiel für professionelle Propaganda“. Und diese verlief für die „IRA“ scheinbar ganz nach Plan, denn ihr Ziel, die politische Stimmung in der USA zu beeinflussen, scheint mit Trump als Präsidenten auf ganzem Wege gelungen. Auch die britische Premierministerin Theresa May wirft den Russen vor, „westliche Gesellschaften destabilisieren zu wollen“ und fordert ein „Bollwerk gegen russische Agitationen in Europa“. All dies sind Indizien dafür, dass die russische Desinformationskampagne auf keinen Fall auf die leichte Schulter genommen werden darf und dass die Medien zukünftig mehr Vorsicht nehmen sollten, wenn über Inhalte vor allem in Sozialen Medien berichtet wird.

Binge Watching – die Schattenseiten der neuen Trend-Beschäftigung

geschrieben von in Allgemeines1 Kommentar »

Ob Game of Thrones, House of Cards oder Gossip Girl – jeder von uns hat doch bestimmte Serien, von denen er einfach nicht genug bekommen kann?

Zugegeben: Das sogenannte Binge Watching, also Folge um Folge hintereinander ansehen, ohne Pausen einzulegen, stellt manchmal die optimale Beschäftigung dar, um einen stressigen Tag ausklingen zu lassen oder um an verregneten Sonntagen einen gemütlichen Nachmittag auf der Couch zu verbringen. Streamingdienste wie Netflix, Amazon Prime und Co. sind dafür auch bestens geeignet und bieten größtenteils zu günstigen Abo-Preisen die perfekte Voraussetzung, um seine Lieblingsserien jederzeit abrufen zu können. Andererseits hat dieses neue Hobby jedoch auch seine Schattenseiten, die meistens nicht erkannt bzw. ernst genommen werden.

Welche Ausmaße die Nutzung von Streaming-Diensten bzw das Binge Watching genommen haben, zeigt eine Studie, laut der zwei Drittel der US-Bürger generell schon einmal mehrere Folgen hintereinander angesehen haben und 30% wöchentlich „binge watchen“.

Auch wenn man es sich nicht eingestehen will, viele Menschen, die sich mehrere Folgen oder sogar Staffeln hintereinander ansehen, werden dadurch in ihrem Alltag teilweise massiv beeinträchtigt. Natürlich muss man beachten, dass dies nicht grundlegend für die Allgemeinheit der Streamingdienst-Nutzer gilt, jedoch sollten dies Faktoren nicht außer Acht gelassen werden.

Die Hauptprobleme, die durch Binge Watching verursacht werden, sind psychischer Art.

Eine Studie des Journal of Clinical Sleep Medicine beispielsweise hat gezeigt, dass eine 98-prozentige Wahrscheinlichkeit besteht schlecht einzuschlafen, wenn man zuvor mehrere Folgen einer Serie geschaut hat. Hierbei ist anzumerken, dass diese Schlafprobleme auf die Anzahl an Folgen zurückzuführen ist, die man sich angesehen hat und nicht auf der Häufigkeit des Serienkonsums basiert.

Man möchte es sich vielleicht nicht eingestehen, aber auch beim Binge Watching besteht in gewisser Weise ein Suchtpotenzial. Sogenannte „Cliffhanger“, die bewusst am Ende der Serien platziert werden, sorgen dafür, dass die Storyline uns nicht mehr loslässt und man automatisch dazu verleitet wird, eine weitere Folge anzusehen. Nicht selten führt das dazu, dass das Sozialleben vernachlässigt wird und Dinge wie Hausarbeiten, Einkäufe oder einfache Treffen mit Freunden aufgeschoben werden. So kommt es schnell mal soweit, dass man ein ganzes Wochenende über nicht die Wohnung verlässt und unter Menschen kommt. Eine Studie hat sogar bewiesen, dass ein Drittel der Befragten auch im Büro oder am Arbeitsplatz nicht auf ihre Serien verzichten.

Dadurch wird dann wiederum eine andere Problematik begünstigt, denn im Extremfall kann diese soziale Abgeschiedenheit sogar zu Depressionen führen. Die Einsamkeit, die in manchen Personen entsteht, während sie  stundenlang alleine vor dem Laptop bzw. Fernseher sitzen sorgt dafür, dass  die Produktion des Proteins Myelin gehemmt wird. Dadurch werden die Nerven stark beeinträchtigt und Depressionen begünstigt. Dem ist jedoch einfach Abhilfe zu schaffen, indem man häufiger versucht, sich die Serien gemeinsam mit Freunden anzusehen und zwischendurch Pausen einzulegen, um soziale Kontakte zu pflegen und wieder unter Menschen zu kommen.

Fazit

Insgesamt überwiegen für die meisten Menschen natürlich die Vorteile von Streamingdiensten, da man nicht auf feste Termine angewiesen ist und flexibel über sein eigenes Programm bestimmen kann. Man sollte jedoch persönlich darauf achten, dass die Nutzung nicht ausartet und man sein Sozialleben nicht vernachlässigt, dann sollte es auch größtenteils nicht zu Problemen kommen.

Quellen

  • https://www.slideshare.net/DeloitteUS/media-and-mobile-trends-2015-where-and-how-are-consumers-tuning-in
  • https://www.theguardian.com/commentisfree/2016/mar/04/binge-watching-mental-health-effects-research
  • https://www.forbes.com/sites/dorothypomerantz/2013/05/29/binge-watching-is-our-future/#54221b2d15ff
  • https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/medienkonsum-binge-watching-und-depression
  • http://jcsm.aasm.org/viewabstract.aspx?pid=31062
  • https://www.welt.de/kmpkt/article167776874/Das-passiert-wenn-man-pausenlos-Serien-schaut.html
  • http://meedia.de/2017/11/15/binge-watching-im-buero-jeder-dritte-schaut-waehrend-der-arbeit-netflix-serien/

Wem die Bild zu links ist: Deutschland-Kurier und Co. Neue Nachrichtenblätter oder pure Wahlwerbung?

geschrieben von in Allgemeines1 Kommentar »

Die Bild von rechts

„Die ‚Bild von rechts‘, wie Chefredakteur David Goebbels Bendels die Zeitung bezeichnet, startet mit einer Auflage von zirka 1933-1945 Exemplaren und soll für 1000 Jahre erscheinen“, so die Satirezeitschrift Titanic am 13.07.2017. Wem also die Bild-Zeitung – welche dafür bekannt ist, über die Stränge zu schlagen – noch immer zu liberal, zu links oder zu „gutmenschlich“ ist, der hat im Deutschland-Kurier seine Alternative gefunden. Neben dem Online-Angebot, wird der D-K (hier verwendet für Deutschland-Kurier) erstmal als Gratiszeitung seit dem 12. Juli dieses Jahres in einigen deutschen Großstädten verteilt.

Das Design der Website des neuen Boulevard-Blattes ähnelt schon etwas Bild.de. Riesige Überschriften, riesige Bilder, weiße Schrift auf rotem Hintergrund. Die heutigen Topstories sind zum Beispiel: „Der ‚Feind‘ in unseren Reihen – Kriminelle Araber- und Türkenclans unterwandern unsere Polizei“. Ein anderer Beitrag beschäftigt sich mit der Bildungspolitik und welche negativen Auswirkungen muslimische Schüler augenscheinlich mit sich bringen würden, genannt „Die Zerstörung der Bildungsrepublik Deutschland!“.

Die Art wie dieses Blatt auf sehr niveaulose Weise versucht, den Themenkomplex Politik auf die Migrations-, Religions- und Flüchtlingsfrage zu reduzieren ist sicherlich sehr fragwürdig, jedoch von der Meinungsfreiheit gedeckt. Es fällt doch aber sehr deutlich auf, dass eine bestimmte Partei in der Berichterstattung des D-K immer sehr glimpflich davonkommt. So wird die AfD oftmals als Positivbeispiel dargestellt, ihre Kandidaten vorgestellt und beinahe täglich interviewt.

Politikfreundlicher Journalismus – ist das die Zukunft?

Der Herausgeber, der Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und bürgerlichen Freiheiten, ist dafür bekannt, den Wahlkampf der AfD seit 2016 unterstützt zu haben – unter anderem mit dem Vorläufermodell ‚Extrablatt‘, welches ebenfalls kostenlos verteilt wurde. Laut Lobby Control ist die weitere Finanzierung von Wahlkampfhilfe sehr intransparent, darüber hinaus ist der letztendliche Drahtzieher des Vereins nicht bekannt. Es ist auch kein Geheimnis, dass AfD-Politiker wie Maximilian Krah oder Guido Reil eigene Kolumnen in dem D-K verfassen, was erneut für die AfD-Nähe des Blattes spricht.

Das rechtspopulistische und nationalistische Monatsmagazin Compact trägt mit ihrem Chefredakteur Jürgen Elsässer ihren Teil zu jener Entwicklung bei. Neben des der AfD sehr ähnlichen Slogans „Mut zum Abo“, kritisiert das Magazin immerzu die „Mainstream-Medien“ und bezeichnet seine Arbeit als „[ehrlichen] Journalismus in Zeiten der Lüge“. Jürgen Elsässer ist in der neurechten Szene ein bekanntes Gesicht. Selbst auch schon Redner bei PEGIDA gewesen, ist er häufig mit dem neurechten Vordenker Götz Kubitschek zu sehen.

 

Fazit

Der D-K und das Compact-Magazin – obwohl beide noch relativ unbekannt – sind Beispiele für eine neue Entwicklung innerhalb des Journalismus. Eine Entwicklung, die weg von der distanzierten, unabhängigen Berichterstattung geht, hin zu einer puren Wahlwerbung für bestimmte politische Kräfte. Dies schadet nicht nur dem Ansehen des Journalismus im Allgemeinen, sondern auch der öffentlichen Meinung. Die Medienwissenschaft hat somit sicherlich ein Interesse daran, diese Entwicklung zu erforschen und zu verstehen.

Quellen

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland-Kurier
  2. http://www.titanic-magazin.de/news/bild-von-rechts-der-deutschland-kurier-ist-da-8996/
  3. http://www.deutschland-kurier.org/die-haelfte-araber-und-tuerken-frech-wie-sau/
  4. http://www.deutschland-kurier.org/wp-content/uploads/2017/11/DeKurier_KW46_v04_45.pdf
  5. https://www.rechtundfreiheit.de/
  6. https://de.wikipedia.org/wiki/Extrablatt_(politische_Flugschrift)
  7. https://lobbypedia.de/wiki/Verein_zur_Erhaltung_der_Rechtsstaatlichkeit_und_der_b%C3%BCrgerlichen_Freiheiten#cite_ref-52
  8. http://www.deutschland-kurier.org/category/kolumnen/hier-kraeht-der-krah/
  9. http://www.deutschland-kurier.org/category/kolumnen/glueck-auf-der-steiger-spricht/
  10. https://www.compact-online.de/
  11. https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Els%C3%A4sser
  12. https://abo.compact-shop.de/compact-abo-standard/
  13. https://www.youtube.com/watch?v=CHqdaaF5oSM
  14. https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tz_Kubitschek

Youtuber als neue Medienvorbilder

geschrieben von in Allgemeines, Internet, Medienkritik, Medienwandel1 Kommentar »

 

„[…] wenn du [als Youtuber] 1,3 Millionen Leute erreichst, jeden Tag, hast du eine Reichweite wie Karl Diekmann mit der Bild Zeitung, jeden Tag, und bist eine ähnlich publizistische Macht.“Jan Böhmermann

In den letzten Jahren haben deutsche Youtuber ihre Reichweite stark erhöhen können: Die bekanntesten 100 haben über eine Million, die größten 30 sogar über zwei Millionen Abonnenten. Mit dieser „publizistischen Macht“ kommt ihnen gleichzeitig eine große Verantwortung zu, denn zu ihrer Zuschauerschaft gehören auch viele Jugendliche, welche die Videoplattform zur Meinungsbildung nutzen. Neben den klassischen Medienvorbildern aus Film und Musik, gelten mittlerweile auch die Influencer für Viele als Vorbild.

Was macht sie so interessant?

Medienhelden werden normalerweise durch ihre besondere Leistung (zum Beispiel aufgrund einer guten Stimme oder besonders herausragenden Fußballkünsten) zu Vorbildern. Kinder wollen das können, was auch diese Figuren können. Natürlich kommt damit auch das Interesse an dem Privatleben der Personen auf, aber dennoch steht die Leistung im Vordergrund. Bei vielen Youtubern ist die Situation anders: Sie stechen eben nicht durch ihre Leistungen heraus – was sich allein daran erkennen lässt, wie sehr sich der Inhalt der Kanäle gleicht, sie sind sozusagen austauschbare Akteure – sondern werden als Person für ihr Handeln bewundert. „Die Botschaft ist nicht: Das musst du machen, sondern so musst du sein.“Fabian Siegismund. Es lässt sich auch schwer unterscheiden, ob der Youtuber, der zu sehen ist, eine Kunstfigur oder eben die Privatperson hinter dieser ist (lange lautete der Slogan von YouTube „Broadcast yourself“). Eine Trennung zwischen Leistung und Privatleben, wie es bei einem klassischen Medienvorbild möglich ist, kann hier in den meisten Fällen nicht erfolgen. Die Frage, die nun aufkommt, ist: Was machen diese Leute überhaupt? Wie ist ihr Verhalten? Im Folgenden werden ein paar extrem negative Beispiele angeführt.

Was machen Youtuber?

Homophobie

Homophobie ist auf einigen Kanälen ein großes Problem. Der Youtuber Mert Matan spielte seinem Vater einen „Gay Prank“, in dem er ihm gegenüber erwähnt, dass er schwul sei. Daraufhin wurde er von seinem Vater vor der Kamera geschlagen.

Ein anderer Videodarsteller äußerte vor laufender Kamera seine Schwulenfeindlichkeit: „Ich sage, ich bin gegen Schwule, akzeptiert das, das müsst ihr akzeptieren, meine Meinung müsst ihr akzeptieren, aber ich muss nicht akzeptieren, dass einer schwul ist, nein, ich bin dagegen, das ist unmenschlich sowas“Mert Eksi.

Hausfriedensbruch

Die Youtuber Leon Machère und ApoRed haben einige Videos (alle mit mehreren Millionen Aufrufen) mit dem Titel „24 Stunden in…“ hochgeladen, in denen sie sich tagsüber in ein Unternehmen schlichen und sich dort angeblich einige Stunden nach Ladenschluss aufhielten. In einem der folgenden Videos zeigten sie stolz einige Anzeigen, welche auf diese Aktionen folgten.

Fazit

Diese Vorbilder machen ihren jungen Zuschauern rechtswidriges Verhalten vor und stellen es als lustig dar. Allerdings gibt es neben den „Assi-Youtubern“ auch noch Creator, welche positiv durch ihre Inhalte auffallen. LeFloid präsentiert auf seinem Kanal die aktuellsten Nachrichten und JulienBam produziert mit seinem Team hochwertige Videos mit Unterhaltungsfaktor. Diese können positive Vorbilder für Jugendliche sein. Es bleibt zu hoffen, dass sich auch die anderen Youtuber ihrer Vorbildfunktion bewusst werden und versuchen sich dementsprechend zu verhalten.

 

Quellen:

Betz, Phillip: Maert Matan’s GAY PRANK hat FOLGEN! – WuzzUp Feedback. Online verfügbar unter: https://youtu.be/JkNaeubtn6w [aufgerufen am 18.11.2017].

Böhmermann, Jan: Unge& die YouTuber Szene: Jan Böhmermann im Interview. In: zqnce. Online verfügbar unter: https://youtu.be/fgevJ-mJZFs [aufgerufen am 18.11.2017]

Klengan: MERT – Homophobie wird Mainstream?. Online verfügbar unter: https://youtu.be/Uc-Ho4UTW7w [aufgerufen am: 18.11.2017].

Klengan: Leon Machère – 24 Stunden Hausfriedensbruch. Online verfügbar unter: https://youtu.be/3KN4Jl0HoO8 [aufgerufen am 18.11.2017].

Noack, David: Youtube 2017: Falsche Vorbilder. In: derFreitag. Online verfügbar unter: https://www.freitag.de/autoren/davidnoack/youtube-2017-falsche-vorbilder [aufgerufen am 18.11.2017].

Rathgeb, Thomas: JIM 2016. Jugend, Information, (Multi-) Media. Stuttgart: Medienpädagogischer Forschungsverband Südwest 2016. (auch Online verfügbar unter: https://www.mpfs.de/fileadmin/files/Studien/JIM/2016/JIM_Studie_2016.pdf [aufgerufen am 17.11.2017]).

SchauHin: Medienhelden. Online verfügbar unter: https://www.schau-hin.info/informieren/extrathemen/medienhelden.html [aufgerufen am 16.11.2017].

Siegismund, Fabian: Medienvorbilder: The Walking Dead #8. Online verfügbar unter: https://youtu.be/uAyKeMeRbYM [aufgerufen am 18.11.2017].

Socialblade (Statistikwebsite): Top 250 Youtubers in germany sorted by subscribers. Online verfügbar unter:  https://socialblade.com/youtube/top/country/de/mostsubscribed [aufgerufen am 17.11.2017].

 

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Netzwerkdurchsetzungsgesetz – Gefahr für die Meinungsfreiheit oder Schutz vor Hass-Kommentaren?

geschrieben von in Allgemeines2 Kommentare »

Wer kennt sie nicht, die ganzen Hass-Kommentare und die Fake-News auf sozialen Netzwerken. Und mal ehrlich, wer hat kein Mitleid mit den Opfern all jener Kommentare oder Beiträge? 

Schon lange ist es kein Geheimnis mehr, dass man andere Personen kaum leichter Mobben oder Verleumden kann und Lügen kaum einfacher verbreitet werden können als im Netz. Was ist da praktischer als die allseits geliebten sozialen Netzwerke Facebook, Twitter und YouTube zu nutzen? Offensichtlich ein sehr weit verbreitetes Problem unserer Zeit.

Bundesjustizminister Heiko Maas präsentierte dieses Jahr scheinbar die Lösung dieses Problems. Am 30. Juni 2017 verabschiedet der Bundestag das „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“. Klugerweise verstecken sie die Verabschiedung dieses Gesetzes hinter dem lang ersehnten Gesetz zur gleichgeschlechtlichen Ehe, welches an diesem Tag alles andere überschattete. Denn Kritik war und ist zu erwarten. Doch warum? Was genau bedeutet dieses zunächst nicht sehr aussagekräftige Gesetz?

Soziale Netzwerke müssen ab sofort offensichtlich rechtswidrige Inhalte“ binnen 24 Stunden nachdem sie von einem Nutzer oder einer externen Stelle gemeldet wurden löschen. Klingt in der Theorie nicht schlecht. Doch wie genau soll das umgesetzt werden?

Zunächst zum Gesetz: Wie gesagt müssen „offensichtlich rechtswidrige Inhalte“ innerhalb von 24 Stunden von Facebook, Twitter und co. gelöscht werden. Bei problematischeren Fällen gilt eine Sieben-Tages-Frist und auch diese kann bei Ausnahmen verlängert werden, wenn eine ausführliche Prüfung der Begleitumstände unausweichlich scheint. Über Löschen oder nicht Löschen entscheidet dabei ein Mitarbeiter des Unternehmens ohne jegliche juristischen Kompetenzen. Und dieser kann wiederum bei Schwierigkeiten den Fall an eine auch vom Unternehmen eingerichtete regulierte Selbstregulierungsstelle (da sich das Unternehmen zwar selbst reguliert, die Prüfstelle jedoch vom Bundesamt für Justiz überwacht wird) leiten.

Soweit scheint das Gesetz also auf alle Problemfälle eine Lösung zu bieten. Doch besagt das Gesetz auch, dass die Medienunternehmen mit einer Strafe von bis zu 50 Mio. Euro rechnen müssen, wenn sie den Auflagen des Gesetzes nicht nachkommen und mehrfach versäumen gemeldete rechtswidrige Beiträge zu löschen.

Ja genau, richtig gelesen: 50 Mio. Euro!

Da drängt sich der Verdacht des „Overblocking“ auf, also dass ein Unternehmen wie Facebook lieber zu viele Beiträge ohne zusätzliche Prüfung löscht als das Risiko einer Strafe einzugehen.

Und da entsteht auch schon die Problematik.

Nicht nur, dass irgendein Mitarbeiter die Beiträge löschen soll, es kommt auch noch die Höhe der Strafe hinzu, die wohl kaum zu unterschätzen ist. Also ein Gesetz, welches zur unkontrollierten Löschung kritischer Beiträge führen kann? Bereits Jan Böhmermann hat uns bewiesen, dass Satire und Beleidigung oft näher beieinander liegen als man denkt und solche Fälle wie auch viele weitere Fälle sollten nicht von Facebook-Mitarbeitern sondern eher von einem Richter beurteilt werden.

Ein paar Fragen bleiben wohl offen und Kritik trägt ja auch zu einer Optimierung unserer Demokratie bei. Das Gesetz ist da und man sollte das Beste daraus machen.

Denn es geht ja nicht darum, den Kampf gegen rechtswidrige Inhalte zu verhindern, sondern es soll verhindert werden, dass private Unternehmen wie Facebook und co. zu Hütern über die Meinungsfreiheit werden, ohne dass diese einer Kontrolle unterliegen.

 

Quellen:

https://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/bab/bab-4113.html

https://www.computerwoche.de/a/das-anti-hass-gesetz-im-internet,3331864

https://www.bmjv.de/SharedDocs/Gesetzgebungsverfahren/Dokumente/BGBl_NetzDG.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Aufmerksamkeit im Internet #metoo

geschrieben von in Allgemeines, Internet, Medienkritik2 Kommentare »

Aufmerksamkeit. Das ist es, wofür die sozialen Plattformen Facebook, Instagram und Twitter ausgelegt sind. Es dreht sich hierbei alles um das Sehen und Gesehen werden. Die Personen mit den meisten Likes und Followern gelten als berühmt und cool. Je mehr Aufmerksamkeit man erlangt, desto besser.

Die Plattformen beschäftigen sich hauptsächlich mit Oberflächlichkeiten, dem Aussehen und dem augenscheinlich perfektem Leben, das die Personen führen. Der wahre Charakter sowie die Ängste und Sorgen können problemlos in den Hintergrund rücken, denn warum sollte man sich von seiner nicht „perfekte“ Seite präsentieren?

Der Hashtag #metoo (ich auch), rückt alles in ein anderes Licht. Die Schauspielerin Alyssa Milano hat den Hashtag am 15. Oktober 2017 auf Twitter veröffentlicht. Nach dem Skandal über die sexuellen Missbrauchsvorwürfe gegenüber dem Filmproduzenten Harvey Weinstein, ruft sie alle Opfer sexueller Belästigung und Missbrauchs auf, sich mit dem Hashtag zu melden. Ihr Ziel: Aufmerksamkeit.

Quelle:https://twitter.com/alyssa_milano/status/919659438700670976?lang=de

Hierbei handelt es sich aber um eine andere Aufmerksamkeit, als die sonst immer erwünschte. Sie selbst möchte nicht die Aufmerksamkeit erlangen, sondern die Menschen für das Thema des sexuellen Missbrauchs sensibilisieren. Und es gelang ihr. Innerhalb der ersten Stunden wurde der Hashtag mehr als 30.000 mal geteilt. Mithilfe dieser starken Verbreitung im Internet, wünschen sich die Opfer Gehör und Mitgefühl.

Es klingt nach einer guten Idee: Mithilfe von nur zwei Wörter ist es möglich auszudrücken, was einen vielleicht schon sein ganzes Leben lang bedrückt. Hunderttausende von Tweets wurden und werden noch immer verfasst, aber sie unterscheiden sich:

Es gibt Nutzer, die nur den Hashtag setzen und keine weiteren Details zu ihren Erlebnissen veröffentlichen.

Andere wiederum wollen ihre genaue Geschichte beschreiben. Sie reichen von einem anzüglichen Blick bis hin zu jahrelanger Vergewaltigung.

Dadurch geschieht es, dass  Menschen, die sich „nur“ sexuell belästigt gefühlt haben, plötzlich als keine „richtigen“ Opfer da stehen. Ist es nur die Aufmerksamkeit, die die anderen Nutzer wollen? Worin liegt der Grund sich im Internet dermaßen zu öffnen?

Es scheint, dass der Fokus mancher nur bei der Aufmerksamkeit liegt, die sie erlangen wollen, denn sie fangen an sich zu „übertrumpfen“. Mit präzisen Details erlangt man mehr Aufmerksamkeit, als wenn man bloß den Hashtag alleine nutzt.

Dass dies nicht die Absicht aller Nutzer ist, steht außer Frage. Dennoch sollte man sich im Hinterkopf fragen, wofür das alles ist. Löst es alle Probleme, wenn sich zahlreiche Opfer melde, nur damit man sieht, wie viele es sind?

Es hat uns alle stutzig gemacht und uns zum Nachdenken angeregt, dass sich so viele Leute sexuell belästigt oder missbraucht fühlen. Eine Lösung für das eigentliche Problem ist dennoch nicht in Sicht…

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Influencer Marketing – erfolgsversprechende Strategie oder rechtliche Grauzone?

geschrieben von in Allgemeines, Internet, Medienkritik, Medienwandel1 Kommentar »

„Xenia Overdose“ hat 970.000 Follower auf Instagram, „André Hamann“ 1,1 Millionen und „Stefanie Giesinger“ sogar 2,9 Millionen Abonnenten (stand November 2017). Die drei gehören zu den erfolgreichsten Influencern Deutschlands. Doch was macht sie so besonders? Was bringt uns Abonnenten dazu ihrer Meinung zu folgen und uns nach ihr zu richten ?

Ein erfolgreicher Influencer verkörpert bestimmte Eigenschaften. Diese sind nötig, um die Posts und Produkte möglichst effektiv anzupreisen und die Follower bei Laune zu halten. Dazu zählen Sympathie, Autorität, Wertekonsistenz, Reziprozität, Knappheit, und „Social Proof“. Die Eigenschaften scheinen auf den ersten Blick trivial und selbstverständlich, jedoch sind sie gerade in der heutigen Zeit nötig, da die Plattformen Instagram und Facebook gerade zu von ‚Möchtegern-Influencern‘ überschwemmt werden.

Diese Form des Marketings ist aber keinesfalls eine neue Erfindung. Keine Frage, dass sich der Stellenwert im Zeitalter von Instagram, Twitter und Co. massiv verändert hat, aber schon in den frühen 90er Jahren kam der Konzern Coca Cola auf die Idee, sich die Bekanntheit und Beliebtheit einer öffentlichen Person zu Nutze zu machen https://www.youtube.com/watch?v=qNL6xoFwR-8 . Coca Cola nutzte den weltbekannten Basketballer Micheal Jordan dazu, ihr Produkt an den Mann zu bringen. Die Werbung wurde weltweit bekannt.

Influencer-Posts sind aus unserem Alltag kaum noch weg zu denken, doch ist den meisten die Reichweite eines einzigen Selfies gar nicht bekannt. Auch die Influencerin „DagiBee“ zählt zu den berühmtesten Persönlichkeiten Deutschlands. Sie wirbt unter anderem für das Unternehmen „Duschdas“. Für die Firma postete DagiBee ein Selfie und setzte die entsprechenden Hashtags darunter. Damit erreicht sie mit ihren Fotos 5 Millionen Instagram Follower. „Duschdas“ müsste 21.000 Euro für Werbemaßnahmen investieren, um eine ähnliche Reichweite zu erzielen.

So klingt Influencer-Marketing nach der Strategie schlecht hin, um schnell viele Menschen anzusprechen. Doch steht auch diese Strategie vor Problemen. Oft ist der werbende Charakter solcher Posts nicht offensichtlich genug gekennzeichnet. Dann fällt er unter Schleichwerbung und die ist in Deutschland laut §5 des UWG verboten. In dieser rechtlichen Grauzone fand sich der Konzern „Rossmann“ dieses Jahr  wieder.

Auch Rossmann bediente sich an einem jungen Influencer, um neue Produkte schneller vermarkten zu können. Jedoch fand der „Verbund für sozialen Wettbewerb“, dass der Hashtag #ad, nicht ausreicht, um den werbenden Charakter der Anzeige deutlich zu machen und verklagte Rossmann. Das Oberlandesgericht Celle gab dem im September diesen Jahres recht und veurteilte Rossmann bei Wiederholungstat zu 250 000 Euro Strafe. Bei diesem Urteil geht es zwar überwiegend um Schleichwerbung, jedoch gerät die junge Branche des Influencer-Marketings dadurch unter Zugzwang. Es wurden nun neue Leitregeln entworfen für die Kennzeichnung von Influencer-posts, beispielsweise müssen jetzt in der ersten Reihe Hashtags wie #werbung, #anzeige zu finden sein, damit es sich um eine offenstichtliche Kennzeichnung handelt. Die Branche warnt davor nur #sponsoredby, #poweredby o.Ä. zu schreiben, da diese leicht falsch zu verstehen sind.

Das Urteil des OLG Celle wird grundlegende Veränderungen auf Instagram und Co. verursachen; bleibt abzuwarten, ob diese nun den Grad zwischen erfolgsversprechender Marketing Strategie und rechtlicher Grauzone vergrößern.

 

 

 

Design übersetzt und angepasst von Christian Moeris, Christian Lehberger & Linda Manuel. Basierend auf dem Theme GlossyBlue von N.Design Studio.
Bild Radioskala: © Jürgen Acker / PIXELIO