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Au revoir Tour de France

Das bekannteste Radrennen der Welt wird dieses Jahr letztmalig durch ZDF und ARD live übertragen. Die Tour de France fiel in den letzten Jahren immer wieder vorallem durch Doping-Skandale auf, auch das soll wohl ausschlaggebend für das Einstellen der Berichterstattung sein.

Besonders ist das beide öffentlich-rechtlichen Sender freiwillig auf die Übertragung verzichten. Normalerweise findet ja immer ein regelrechter Kampf um die Übertragungsrechte sportlicher Großereignisse wie die Fussball WM oder die Olympischen Spiele statt. Die Begründung der Sender seien die nachlassenden Zuschauerzahlen.

Ganz auf die Tour de France verzichten müssen die Fans allerdings nicht. ARD und ZDF werden ab nächstem Jahr in kurzen Beiträgen vom Radrennen berichten. Die Live Übertragung wird dann auch weiterhin auf dem Sportsender Eurosport zu verfolgen sein.

 

http://www.sueddeutsche.de/medien/ardzdf-tour-de-france-vom-sattel-gestiegen-1.1054102

http://sport.t-online.de/abschieds-tour-de-france-fuer-ard-und-zdf/id_47636352/index

Nachbarschaftsstreit auf RTL

Das RTL gern und viel Reality-Shows und Doku-Soaps zeigt ist ja bereits bekannt. Man denke nur an Sendungen wie: „Raus aus den Schulden“, „Mitten im Leben“, „Verdachtsfälle“ oder ähnliches. Aber das scheint dem Privatsender immer noch nicht genug zu sein. Gestern starteten neue Folgen von „Helena Fürst – Anwältin der Armen“ und „Nachbarschaftsstreit“. Letztere Sendung begann zur Prime-Time um 20:15 Uhr und wird bereits in der dritten Staffel ausgestrahlt.

Der Zuschauer wird in 60 Minuten mit gegenseitigen Beleidigungen zweier streitender Nachbarn bombardiert. Der Rechtsanwalt Franz Obst soll zwischen den Parteien schlichten und die große Versöhnung herbeiführen. Im Vordergrund stehen jedoch weniger die Bemühungen die Nachbarn zu versöhnen, sondern viel mehr die Schimpfwörter und Streitaustragungen der Nachbarn. Von hohem Niveau kann auch mal wieder bei dieser RTL Sendung nicht die Rede sein.

Damit der Zuschauer die Beleidigungen auch ganz genau versteht hilft RTL mit Untertiteln aus. Interessant an Stelle von wilden Beschimpfungen, wären villeicht eher rechtliche Möglichkeiten, die man besitzt um sich gegen nervende Nachbarn zu wehren. Zumindest würde das den Informationsgrad der Sendung erhöhen. So bleibt es bei einer Zurschaustellung von zwei Streit-Parteien.

Die Zuschauerzahlen bestätigen den schlechten Eindruck den die erste Sendung vermittelte. 1.50 Millionen der 14 – 49 jährigenZuschauer und 14 Prozent Marktanteil sind mit Sicherheit nicht, dass was RTL sich erhofft hatte und zudem auch stark unter eigentlichem RTL Niveau. Ob diese schwache Einschaltquote dem Relegationspiel im ARD geschuldet ist, bleibt zweifelhaft. Denn auch die vorangegangene Staffel auf RTL im Sommer 2010 erzielt nur einen MArktanteil von rund 17 Prozent.

„Nachbarschaftssreit“ reiht sich ohne Zweifel in die vielen anspruchslosen RTL Sendungen ein. Bis auf sich anschreiende und beleidigende Menschen wird dem Zuschauer nicht viel geboten. Ob das für eine Steigerung der Quoten reicht ist mehr als fraglich.

http://meedia.de/fernsehen/rtls-mittwochs-trash-startet-mies/2011/05/26.html

http://www.focus.de/kultur/kino_tv/focus-fernsehclub/tv-kolumne-nachbarschaftsstreit-arschbacken-gesicht-im-dummbabbel-sender_aid_629310.html

http://www.digitalfernsehen.de/RTL-Doku-Neue-Staffel-Nachbarschaftsstreit.56453.0.html

Bin Ladens Tod zuerst bei Twitter

Eine Spezialeinheit des US-Militärs hat am Sonntag den meistgesuchten Mann der Welt getötet: Osama Bin Laden.

Der Kopf der Terrororganisation al-Qaida wurde in einem Anwesen in der pakistanischen Stadt Abbottabd aufgespürt und ermordet. Nach dem US Präsident Barack Obama die Nachricht verkündet hatte, fanden sich viele Amerikaner auf den Strassen in New York und Washington zusammen um das Ereignis zu „feiern“. Ob diese doch sehr makabere Reaktion auf den Tod des Top-Terroristen als unpassend oder als Erleichterung anzusehen ist, bleibt dem Einzelnen selbst überlassen.

Schon bevor Barack Obama vor die Presse trat, wurden auf Facbook und Twitter Gerüchte laut, dass Bin Laden bei einer geheimen Militäroperation ums Leben gekommen ist.  Ein Blogger aus Pakistan schilderte den Vorfall, ohne zu wissen das es sich um eine Aktion gegen den „Terrorchef“ handelte, auf Twitter. Sohaib Athar berichtete über Schüsse und Kampfhubschrauber über der Stadt Abbottabd. Als er realisierte worüber er schrieb, kommentierte er:

 „Uh oh, now I’m the guy who liveblogged the Osama raid without knowing it.“

Auch viele weitere Nutzer des Onlineblogs Twitter posteten im Sekundentakt neue Gerüchte. Schon bevor die Meldung offiziell war schrieb ein anderer Nutzer, dass er von einer glaubwürdigen Person über den Tod Osama bin Ladens gehört habe.

Das Internet und insbesondere Twitter, zeigten sich wieder einmal mehr als eine Art Nachrichtensendung. Bevor man die Nachricht im Fernsehen erfuhr ging sie bei Twitter schon um die halbe Welt, ähnlich wie bei den Vorfällen in Ägypten. Dieser schnelle Informationsaustausch ist in den Zeiten des Internets wohl nicht mehr verwunderlich. Doch verbirgt sich dahinter vielleicht auch eine Gefahr? Was wäre gewesen, wenn Leute um Bin Laden durch diesen Blog frühzeitig gewarnt worden wären? Lassen sich durch Twitter & Co.  ähnliche Aktionen, gewollt oder ungewollt, verhindern?

Der Stellenwert dieses Ereignisses ist in den Medien natürlich unbestritten hoch, aber inwiefern beeinflussen Blogs den Hype um solche Nachrichten, in ihrer Funktion als „Früherkennungs-System“?

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,760021,00.html

http://meedia.de/details-topstory/article/todes-schlag-gegen-osama-live-bei-twitter_100034566.html?tx_ttnews[backPid]=23&cHash=88450dae7da66ca0747fcb83d65b67d6

Mehrere Internetseiten lahmgelegt

Den US-Ermittlungsbehörden ist im Kampf gegen die Kinderpornografie im Internet ein erheblicher Fehler unterlaufen. Statt nur die anstössigen Seiten zu sperren, verweigerten sie auch die Zugänge zu tausend anderen harmlosen Websites und brachten jenen einen schlechten Ruf ein.

Geschehen ist diese Panne bereits am letzten Freitag. Die Heimatschutzbehörde wollte mehrere Websites mit Verdacht auf den Inhalt von Kinderpornografie sperren lassen, sperrte allerdings ein ganzes Adressregister, welches auch viele neutrale Seiten beherbergte. Insgesamt waren 84.000 Seiten von der Sperrung betroffen, wobei nur ein kleiner Teil unter Verdacht geraten war.

72 Stunden dauerte die Sperrung der Domain mooo.com, die wie ein Adressbuch mehrere URL´s beinhaltet. Auf allen gesperrten Seiten kam eine Warnung der Heimatschutzbehörde mit einer Erklärung zum Grund des Abschaltens und einem Aufruf gegen Kinderpornografie. So wurden auch harmlose Websites in den Verruf der Kinderpornografie gezogen und unschuldig an den Pranger gestellt. Die Betreiber der Websites konnte sich während der Sperrung nicht einmal gegen die Vorwürfe wehren.

Viele Betreiber der Internetseiten gingen auf die Barrikaden und machten ihrem Ärger gegen die Behörden Luft. Schließlich wurde die Meinungsäußerung in erheblichem Maße eingeschränkt. Das Vorgehen gegen Seiten mit kinderpornografischen Inhalt ist natürlich vollkommen richtig, jedoch sollte man davon ausgehen, dass in solchen Behörden auch Leute mit genug Ahnung sitzen und nicht mehrere tausend Websites aus dem Netz nehmen.

http://computer.t-online.de/kampf-gegen-kinderpornografie-us-heimatschutz-sperrt-versehentlich-84-000-internetseiten/id_44459604/index

Cyber-Abwehr

Spitzel und Spione gab und gibt es ja fast überall. In der DDR gab es dafür zum Beispiel die Staatssicherheit und auch heute werden Personen rund um die Uhr überwacht.

Mit dem Aufkommen des Internets hat sich die Spionage eine ganz neue Dimension gesucht. Websites werden gehackt, Kontodaten ausgespäht, ja sogar Regierungsrechner sind Ziel der „Internet-Spione“. Und gegen solche professionellen Übergriffe helfen auch die meisten Sicherheitsprogramme nicht.

Die Bundesregierung plant noch in diesem Jahr das in Kraft treten einer sogenannten „Cyber-Abwehr“. Denn zwischen Januar und September 2010 registrierte der Verfassungsschutz ca. 1600 Angriffe auf die Rechner deutscher Behörden via Internet. Die meisten stammen aus China. Im Fokus steht wohl hauptsächlich die Industriespionage.

Das Innenministerium will mit einem „Cyber-Abwehr-Zentrum“ nun die ausländischen Übergriffe auf deutsche Rechner verhindern. Diese Einrichtung soll dann unteranderem mit dem Verfassungsschutz, BND und verschiedenen Wirtschaftsbehörden eng zusammenarbeiten. Auch die USA und Großbritannien haben ihre digitale Abwehr bereits verstärkt. Selbst die NATO hat den sogenannten „Cyber-War“ auf ihre Agenda gesetzt. Es spielen jetzt neben den militärischen Bedrohungen von Land, Luft und Wasser auch die digitalen Übergriffe eine große Rolle.

Doch kann man sich überhaupt effektiv gegen Angriffe aus dem Internet schützen? Abgesehen von dieser Frage halte ich die Idee des Innenministeriums durchaus für gut. Denn Deutschland entsehen jährlich mehrere Milliarden Euro Schaden durch Industriespionage. Allerdings ist auch die Frage berechtigt in welchem Ausmaß diese Einrichtung agiert und ob auch die einzelnen Bürger durch diese Überwachung betroffen sind, zum Beispiel in sozialen Netzwerken wie Facebook.

http://www.tagesschau.de/inland/cyberattacken102.html

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EECA3550109654698A017C57DF8943393~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Das Internet ist voll!

Das Internet steht für weltweite Informationen und Kommunikation. Jeder kann nahezu wann und wo er will in die unendlichen Weiten des WWW eintauchen.

 Unendlich?  Nicht so ganz!

Jedes Gerät braucht, um an dem weltweit vernetzten Datenverkehr teilzunehmen, eine IP-Adresse. Bisher wurde das sogenannte IPv4 Internetprotokoll verwendet und das sei Anfang der 1980er Jahre. Dieses Protokoll verteilte 4,3 Milliarden Adressen an unterschiedliche Geräte. Doch mehr kann diese Version nicht leisten. Wahrscheinlich nur noch bis Juni 2011 können IPv4 Adressen verteilt werden.

Das neue System IPv6 kann ca. 340 Sextillionen IP-Adressen verteilen. Und das ist auch nötig. In Zukunft werden nicht nur PC´s, Notebooks und Handys eine IP benötigen. Auch ganz normale Haushaltsgeräte werden mit fortschreitender Entwicklung mit dem Netz verbunden sein. Wie etwa der Kühlschrank der die fehlende Butter im Internet bestellt.

Die Umstellung auf auf IPv6 ist schon in vollem Gange, jedoch müssen auch Web-Server und jegliche Netzgeräte wie Router dann mit der neuen Einstellung konform sein. Wer zum Beispiel nur einen Router besitzt der IPv4 fähig ist wird wohl nicht daran vorbeikommen sich ein neues Gerät zu kaufen.

http://computer.t-online.de/ipv6-umstellung-ip-adressen-im-internet-sind-aufgebraucht/id_44261476/index

Fernsehverbot

In Ägypten wurde jetz auch der Fernsehsender Al-Dschasira verboten. Der Sender berichtete in den letzten Tagen umfassend über die Proteste gegen die Regierung.

Jetzt entzog  sie ihm die Sendelizenz mit der Begründung, dass die Akkreditierungen der Journalisten ungültig sind . Noch heute soll das Büro des Senders in Kairo geschlossen werden. Nach dem Internetverbot ist nun also auch der erste Fernsehsender von dem Medieverbot betroffen. Die Regierung in Ägypten will somit die Organisation und Informationsbeschaffung der Demonstranten verhindern.

Das Beispiel in Ägypten zeigt wieder einmal die Macht, die Medien besitzen und die damit das Geschehen nicht nur dokumentieren, sondern durch die Ausstrahlung auch zur Beeinflussung beitragen können.

http://www.focus.de/politik/schlagzeilen/nid_63336.html

http://www.abendblatt.de/politik/article1772551/Kairo-verbietet-al-Dschasira.html

Werbung mit blauem Auge

Bernie Ecclestone ist Geschäftsführer der Formel 1 und einer der reichsten Menschen der Welt. Am 25. November wurde der 80-jährige mit seiner Freundin in London überfallen. Die Täter erbeuteten dabei Schmuck im wert von ca. 240.000 Euro und schlugen den Formel 1 Boss noch bewusstlos. Doch Ecclestone sieht die ganz Sache halb so wild. Er nutzte seine Lage und sein blaues Auge aus um daraus irgendwie Profit zu schlagen. Mit der Schweizer Uhrenfirma Hublot schloss er einen Werbevertrag ab. Hierbei sieht man Ecclestone mit seinem blauen Auge und dem Untertitel: „See what people do for a Hublot“. Ist es nicht unsensibel aus einem Verbrechen eine Werbekampagne zu machen? Es scheint als ob sowohl Ecclestone und auch Hublot solche Verbrechen einfach hinnehmen und nur nach profitablen Werbezwecken suchen. Werbeagenturen sollte eine Grenze ziehen um derartige Kampagnen zu verhindern, schließlich geht nicht jeder Mensch mit einem Überfall so leicht um wie der Formel 1 Milliardär. Das Gewissen der Verantwortlichen sollte doch eigentlich vor der Gier nach Geld stehen.

Quelle:

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/koepfe/bernie-ecclestone-ausgeraubt-sehen-sie-was-menschen-fuer-eine-hublot-tun;2709049  (09.12.2010)