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ARD und ZDF kündigen Verträge mit Kabelbetreibern

In diesem Jahr haben ARD und ZDF 6o Millionen Euro an die Betreiber Kabel Deutschland, Unity Media und Kabel BW gezahlt.  Diese Einspeiseverträge haben die zwei öffentlich-rechtlichen Sender nun zum 31.12.2012 gekündigt. „Die Einspeisegebühr ist historisch überholt.“ , begründet ZDF-Intendant Thomas Bellut. „Es ist nicht mehr zu rechtfertigen, dass Gebühren an Unternehmen gezahlt werden, die mit der Vermarktung unserer Programme gutes Geld verdienen.“ Die Regelung stammt noch aus der Zeit, als die ehemalige Bundespost die Kabelinfrastruktur mit Unterstützung der Programmveranstalter aufgebaut haben. Ebenfalls äußert Thomas Bellut, dass er kein weiteres europäisches Land kenne in dem die Kunden sowie die Sender  für Kabelfernsehen zahlen.

In der nächsten Zeit werden Verhandlungen zwischen ARD/ ZDF und Kabel Deutschland, Unity Media und Kabel BW stattfinden.

Durch die „must-carry“-Regel des Rundfunkstaatsvertrags ist aber rechtlich festgelegt, dass die wesentlichen Angebote von ARD und ZDF über Kabel weiterhin verbreitet werden müssen. Allerdings könnte es, bei einer „Nicht-Einigung“, zu Problemen der weiteren Übertragung von ZDF neo oder ARD Infokanal kommen.

 

http://www.tagesschau.de/inland/kabelnetze100.html

http://www.morgenpost.de/politik/inland/article107265984/ARD-und-ZDF-kuendigen-Vertraege-mit-Kabelnetz-Betreibern.html

http://www.tv-kult.com/neues/3774-ard-und-zdf-kuendigen-einspeisevertrag-fuers-kabelfernsehen.html

 

Sexualität in den Medien

Ingrid Gödde, Leiterin des Trierer Frauennotrufs, thematisiert in der Öffentlichkeit das Problem der Sexualität in den Medien. „Sexualität ist in den Medien ein Dauerthema“ „Uns interessieren die Auswirkungen, die das haben kann“.

Kritisch zu diesem Thema findet zur Zeit, im Atrium der Volkshochschule, eine Ausstellung von Grafiken und Collagen statt. Das Motto lautet “ SEXXL.Nettogewicht Null“ und wurde von Schülern und Studenten der Fachhochschule gestaltet.

Ebenfalls zum Thema ist am Donnerstag den 21. Juli um 19.30 ein Vortrag von Angela Tillman, eine Kölner Medien – Professorin, geplant. Mit dem Titel:  „Was macht das Private in der politischen Öffentlichkeit?“

Dieser Vortrag könnte auch für die Medienwissenschaftler interessant sein wenn man ihn  unter verschiedenen Aspekten betrachtet. Wie zum Beispiel unter dem Punkt des Jugendschutzes in den Medien oder die Auswirkungen der häufigen Thematisierung dieses Themas.

 

Quellen: http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/trier/Heute-in-der-Trierer-Zeitung-Kritik-an-zu-viel-Sex-in-den-Medien;art754,3194097

Ebay – Abzocke soll verringert werden

Bereits seit einigen Jahren ist Ebay in vielen Köpfen der Onlineusern.

Das Unternehmen soll eine Art Flohmarkt im Internet darstellen. Doch immer häufiger hört man in den Medien Warnungen über Betrüger, die nicht die richtige, falsche, keine oder gefälschte Ware liefern.

Dieses Problem soll nun durch die neue Regelung abgeschafft werden. Ab 12. Juni diesen Jahres wird ein neues Bezahlverfahren eingeführt. Jede Zahlung erfolgt  zunächst auf ein „Treuhandkonto“ von Bbay und wird erst nach 7 Tagen nach der Versendung dem Anbieter überwiesen. Allerdings auch nur wenn keine Reklamation auf Seiten des Empfängers gemeldet wird. Für neu angemeldete Verkäufer gilt diese Regelung bereits.

Doch schon jetzt treten bei Ebay Probleme auf, denn wenn es zu Reklamationen, Fragen oder Problemen kommt ist der Ebay-Kundenservice  häufig überfordert, reagiert verzögert oder kann einfach nicht weiterhelfen.

 

Quellen:

http://www.focus.de/digital/internet/ebay/online-auktionshaus-unter-beschuss-ebay-mitglieder-laufen-sturm-gegen-kundenservice_aid_745289.html

http://www.verivox.de/nachrichten/neues-ebay-bezahlverfahren-tritt-am-12-juni-in-kraft-86695.aspx

 

Merkwürdige Logik?!

Vor kurzem war ich im Kino und während der berühmten Werbung kam bei mir Irritation auf. Es kam eine relativ lange Zigarettenwerbung. Meiner erster Gedanke: Ist Zigarettenwerbung im Fernsehen nicht Verboten? Doch ist es.

Seit 2006 darf solch eine Werbung nicht in Heften, Zeitschriften(Gedruckten Medien), im Fernsehen, Radio und im Internet gezeigt werden. Es gibt strenge Regelungen. So darf keine Werbung in der Nähe von Schulen präsentiert werden und reine Tabakhersteller oder Tabakverkäufer dürfen keine Events sponsorn.

Doch trotzdem zeigen diese Regelungen in den Medien noch deutliche Lücken auf. Vor allem werden zur Zeit große Plakate als Werbefläche von Zigaretten genutzt. Auch ist es erlaubt, trotz dem Werbeverbot im Fernsehen, Zigarettenwerbung im Kino auszustrahlen. Wo ist hier die Logik? Ist es erlaubt weil man dieser Werbung somit nicht täglich ausgesetzt ist? Gedanken wird man sich drüber gemacht haben oder?

 

http://werbe.germanblogs.de/archive/2011/04/20/zigarettenwerbung-in-deutschland-was-ist-verboten-was-erlaubt.htm

http://www.krebsgesellschaft.de/rauchen_werbung,1052.html

Wusstet ihr, dass es erste Tote wegen hoher Benzinpreise gibt??!!

„Streit mit Tankwart: 1. Toter wegen hoher Benzinpreise!“

Dieser Titel „schmückte“ am 24. Februar unsere berühmte BILD-Zeitung. Die erste Reaktion des Lesers: Schock und gleichzeitig Irritation. Wie soll es denn durch hohe Benzinpreise zum Tod kommen? Der Artikel erklärt dies, doch zuerst entstehen durch den Titel völlig falsche Interpretationsmöglichkeiten.

Der Artikel berichtet über einen Streit zwischen einem Renter und dem Tankwart. Thema ist ein technischer Fehler der Preisanzeige. Die Preisanzeige stimme nicht mit dem tatsächlichen Preis überein(zeigte weniger als der tatsächliche Preis). Dies bemerkte der Renter allerdings erst an der Kasse. Der ältere Herr (mit wohlgemerkt 73 Jahren)  habe sich daraufhin so stark über den hohen Benzinpreis geärgert und mit dem Tankwart diskutiert bis es zum Herzinfarkt kam.

An diesem Beispielt sehen wir die Interpretationsbreite der BILD-Titel, die dem Leser zur Verfügung gestellt werden. Soll man dies als positiv ansehen? Wohl eher nicht, denn solch große, hervorstechende und undeutliche Titel laden gerne mal für einen kurzen, flüchtigen Blick in Geschäften ein. Dies ist eine perfekte Voraussetzung für Missverständnisse und das Märchenerzählen im Alltag.

 

 

http://paper.meedia.de/titelgallery_drupal/?q=gallery/&g2_itemId=196173&g2_page=&thumbnail=&mediamode=

http://www.bild.de/regional/muenchen/benzinpreis/benzin-wut-hier-starb-mein-vater-an-herzinfarkt-22823416.bild.html

 

 

Parallele Modelsendungen

Seit einigen Wochen läuft nun die Sendung „Das perfekte Modell“. Eine Mischung aus „The voice of Germany“ (wegen der Gruppeneinteilung die jeweils von Profis begleitet werden) und „Germany’s Next Topmodel“. Doch das was bei „The Voice of Germany“ vermieden werden sollte ist hier Standard. Eine reine Selektion nach dem Aussehn. Doch immer wieder hört man, dass die Einschaltquoten niedriger ausfallen als erwarten. Haben die Zuschauer langsam genug von solch oberflächigen Castings in denen der Charakter an letzter Stelle steht?

Doch „Das Perfekte Model“ ist anscheinend noch nicht genug, parallel startet nun heute die Konkurrenz. Eine neue Staffel „Germany’s next Topmodel“ läuft heute Abend auf   „Pro7“ an.

Ist das nicht zu viel des Guten? Zwei Model-Sendungen auf einmal. Reine Selektion nach dem Aussehen.

Doch Heidi Klum sieht trotz sinkender Quoten 2010 und 2011 noch kein Ende, denn sie Plant schon eine neue Staffel 2013.

 

 

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,816764,00.html

http://www.quotenmeter.de/cms/?p1=n&p2=54695&p3=

Abgeordnete im sozialen Netzwerk!

Immer häufiger bekommen wir in den Medien von Lücken  der sozialen Netzwerke zu hören!

Besonders Facebook steht hier an erster Stelle.

Eine der  häufigsten Nachrichten ist der Mangel an Datenschutz, doch trotzdem steigt die Anzahl von Facebook-Usern immer weiter. Gerade bei Jugendlichen ist das soziale Netzwerk sehr beliebt.

Eltern sehen diesem Trend kritisch entgegen doch was ist nun wenn Personen mit einer Gewissen Vorbildsfunktion diesem Trend folgen anstatt die Gesellschaft davor zu warnen.

– 381 von 620 Abgeordnete haben ein Facebook-Account das sind 61 %

– 63 % aller männlichen Abgeordneten sind bei Facebook angemeldet

– 57 % aller weiblichen Abgeordneten sind bei Facebook angemeldet

– Bündnis 90/ Grüne sind am meisten in sozialen Netzwerken vertreten

– CDU/ CSU ist am wenigsten in sozialen Netzwerken vertreten

Also warum orientieren sich so viele Abgeordnete an diesem Trend?

Ist es nur aus persönlichen Gründen und teil ihres Privatlebens oder locken sie damit ihre Wählerstimmten an.

Der FDP-Politiker „Hermann Otto“ hat 5.002 Facebook-Freunde. Sind das tatsächlich nur Bekannte aus dem Privatleben?

Ebenfalls interessant ist das Angela Merkel sogar eine Fanseite auf Facebook betreibt.

Nun kann sich jeder selber die Frage beantworten, ob Abgeordnete Facebook rein aus privaten Gründen nutze.

 

Quelle: In „Das Medienmagazin journalist“, Nummer10, Oktober 2010, Seite 10