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Rettet „Onleihe“ unsere Bibliotheken?

Nur noch vier Prozent aller Jugendlichen besuchen eine Bibliothek. Zum Vergleich: 92 Prozent aller deutschen Haushalte besitzen einen Internetanschluss.

Dieser Tatsache haben bis jetzt auch schon 19 Bibliotheken in Deutschland gestellt. Ein Beispiel nahmen sie sich die Public Library in Brooklyn, New York. Sie stellte 2005 als erste E-Books, MP3-Dateien und Videos zum Download bereit.

Das Unternehmen, das das elektronische Leihsystem erstellt hat, kommt aus Wiesbaden und nennt sich Divibib.

Anders als bei sonstigen Downloads, gilt bei der „Onleihe“ das alte Bibliotheksprinzip: Ist ein Buch, eine Zeitschrift oder ein Video ausgeliehen, dann ist es in dieser Zeit für andere Nutzer nicht verfügbar. Dahinter steckt, dass die Verlage den Bibliotheken Nutzungslizenzen verkaufen. Außerdem sind die Dateien mit einem Kopierschutz versehen und nach Ablauf der Ausleihfrist nicht mehr abrufbar.

Für die Bibliothek kommt die „Onleihe“ finanziell also aufs Gleiche raus. Auf lange Zeit gesehen wird sich diese Weitsicht aber sicherlich bezahlt machen.

 

Quelle: www.zeit.de
URL: http://www.zeit.de/online/2008/27/online-bibliotheken

Spanischer Frauenverband stellt sich gegen Prostitution via Kontaktanzeige

Der spanische Frauenverband FMP kämpft für die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Heute hat er die Spanischen Zeitungen dazu aufgefordert Kontaktanzeigen von Bordellen und Massagesalons nicht mehr zu drucken, da in diesesn Etablissements allzu oft Frauen arbeiten, die illegal ins Land geschleust worden und schließlich mit Erpressung und Nötigung zu ihrer ,Arbeit‘ gezwungen werden.

Führende Zeitungen wie „El Pais“ oder „El Mundo“ und sogar das katholisch-monarchische Blatt „ABC“ werben hierfür täglich mit zwei bis drei Seiten dafür. Die einzige Zeitung, die diese Anzeigen nicht druckt, ist die erst letztes Jahr gegründete „Publico“, die übrigens auch als einzige nicht für Stierkämpfe wirbt.

Quelle: FAZ Nr. 128, S. 36

Endlich online: Die ARD-Mediathek

Eigentlich sollte es schon im Herbst geschehen. Eigentlich sollte die ARD-Mediathek bereits im Herbst 2007 freigeschaltet werden. Doch da kam der Streit um den 12. Rundfunkstaatsvertrag in die Quere. Dieser Streit ist zwar noch nicht gelöst, die Mediathek seit Pfingsten jedoch online ? offiziell als ?Testversion?.

Letztendlich ist sie jedoch eher enttäuschend, da es nichts wirklich Neues zu finden gibt. Es war bereits alles im Netz, nun hat man es eben alles gesammelt auf einer Seite.

Im Großen und Ganzen erweist sich das Projekt ,Online-Fernsehen und ?Radio? als vielseitig, bei gezieltem Suchen (etwa nach ARD-Produktionen oder Politmagazinen) aber leider auch als lückenhaft.

Es wird sich zeigen, ob sich ARD und ZDF als „Inseln der Qualität“, wie Kurt Beck den öffentlich-rechtlichen Internetauftritt am 1. April 2008 bezeichnete, bewähren.

Quellen:
FAZ Nr. 111, Seite 38

SZ online, URL: http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/894/174373/ Endlich online: Die ARD-Mediathek weiterlesen

Was nicht passt wird passend gemacht

Seit Februar 2007 gibt es auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt die ?Vanity Fair?, ein Magazin, das zwei scheinbar unvereinbare Sparten kombiniert: Regenbogenpresse meets Wissenschaft.

Kann das funktionieren? Barbie mit Daniel Düsentrieb?

In Amerika tut es das jedenfalls bereits seit 1914. Das sind sage und schreibe vierundneunzig Jahre. Zu spät, selbst für Valentino-Barbies, um von einer Modeentscheidung zu treffen.

Allerdings musste sich auch der deutsche Markt erst einmal damit anfreunden. Ich war eigentlich auch immer ziemlich irritiert. Es hat mich immer wieder aufs neue gewundert wie fundiert und sachlich über wirklich interessante Themen à la Spiegel berichtet wurde, während ich qualitativ hochwertiges Hochglanzpapier spürte und erstklassige Modefotografie bestaunte.

Überzeugt hat mich schließlich ein sehr sehr lesenswertes Interview, das Michel Friedmann mit dem NPD-Vorsitzenden Horst Mahler führte.

Daneben ein Foto der Birkin Bag.

Radiojournalismus studieren? Ein brandneuer Masterstudiengang stellt sich vor.

Die Universität Leipzig bietet seit dem vergangenen Wintersemester den Master of Arts-Studiengang „Hörfunk“ an – und ist damit in ganz Europa die erste und bislang auch einzige Hochschule, die Radiojournalisten ausbildet.

Auf den ersten Blick gleichen die Ausbildungsinhalte einem klassischen Volontariat der öffentlich-rechtlichen Hörfunkanstalten, jedoch ohne diesem in Aktualität und Praxisbezug nachzustehen.

Natürlich bildet der traditionelle Hörfunk noch einen Schwerpunkt des Studiums.
Rüdiger Steinmetz, Professor für Medienwissenschaft und Medienkultur an der Universität Leipzig und Leiter des Studiengangs, verweist in einem Interview mit dem Deutschlandfunk darüber hinaus besonders auf die „Weiterentwicklung des Hörfunks […] also die digitale Ausweitung bis hin zu online oder gemischte[n] Formen zwischen Hörfunk und Fernsehen“.
Der Praxisbezug wird durch den Uni-Sender Mephisto 97,6 hergestellt, der bereits seit 13 Jahren ein Lokalprogramm für Leipzig und Umgebung produziert.

Ein Mehrwert im Vergleich zum Volontariat offenbart bei genauerem Hinsehen vor allem dadurch erreicht, dass über die Redaktionsarbeit hinaus Kompetenzen zur Organisation und Leitung redaktioneller Abläufe vermittelt werden. Zudem sieht der Studienaufbau innerhalb seiner vier Semester ausdrücklich eine Spezialisierung auf einzelne Ressorts vor. Und wem das an Qualifikation noch nicht genügt: die medienwissenschaftlichen und journalistischen Inhalte schmücken sich allesamt mit einer europäischen Ausrichtung.

Sollte sich dieser Master of Arts durchsetzen, fände ich es sehr spannend zu sehen, ob und in welchem Maße er seine Absolventen fürs Berufsleben qualifiziert.
Kann er tatsächlich mit einem Volontariat konkurrieren?
Wird er gar von Anfang an als höherwertig angesehen?
Ist er das ‚one way-Ticket‘ zum Kulturradio oder bildet er flächendeckend aus?

Abschließend noch ein Hinweis an alle, die jetzt schon Feuer und Flamme sind: Bewerbungsfrist für’s Sommersemester 2008 ist der 16. Mai

Adobe stellt vereinfachte Photoshop-Version gratis online

Wer Bilder professionell bearbeiten möchte ist in Zukunft weder gezwungen das richtige Programm ,irgendwoher‘ zu bekommen, noch werden die Finanzen auch nur angefasst.

Denn erstmals kann man es online nun kostenlos erwerben. Diese Internetversion nennt sich Photoshop Express, hat vereinfachte Funktionen und ist somit auch einfacher zu handhaben.

Und genau damit möchte Adobe nun auch junge Kunden an Land holen. Bisher beschränkte sich die Photoshopnutzung weitestgehend auf Insider und Profis.

Quelle: http://www.ftd.de/technik/it_telekommunikation/:Photoshop%20Netz/335848.html

Self Assessments

„Self Assessments“ bieten jedem Interessierten die Möglichkeit online und – im Gegensatz zu Online-Assessments – auch völlig anonym zu testen, ob das jeweilige Unternehmen überhaupt geeignet ist. Und obwohl keine Verbindlichkeit besteht, ist dieser virtuelle Probelauf ein Gewinn für beide Seiten: Ein ungeigneter Bewerber erspart sich peinliche Vorstellungsgespräche oder auch enttäuschte Erwartungen; das Unternehmen spart Zeit und Geld, da die gröbste Spreu erst gar nicht antritt.

 Momentan werden „Self Assessments“ von der Hansestadt Hamburg (www.cyou-startlearning.hamburg.de), einigen Universitäten, z.B. der Uni Bochum (www.borakel.de) und auch von einigen Unternehmen wie Tchibo (www.tchibo.com) oder Gruner + Jahr (www.guj.de) angeboten.
Einfach mal machen. Es gibt schließlich nichts zu verlieren.

 Quelle: FAZ

Erfinder aus München knackt Audio-DNA

Was bei Photoshop die Pixel sind, das nennt sich bei gängigen Tonverarbeitungsprogrammen wie Adobe Audition oder Cool Edit – ?

Noch hat ,es‘ gar keinen Namen. Bis vor einer Woche bestand aber auch nicht die geringste Notwendigkeit einer Taufe. Denn: War eine Audiodatei einmal abgemischt, war es im Grunde unmöglich einzelne – nun, nennen wir sie mal ,Klangteilchen‘ herauszufiltern um eine Melodie sauber zu bearbeiten.

Peter Neubäcker macht Toningenieuren und Produzenten das Leben nun noch einmal unendlich leichter.
Bereits 2001 kam die erste Version seines Programms „Melodyne“ auf den Markt. Damit konnte man erstmals einzelne Tonfolgen separat bearbeiten. Allerdings beschränkte sich das auf einstimmige Tonspuren.

 Jetzt präsentierte er auf der Frankfurter Musikmesse mit „Melodyne Direct Note Access“ eine absolut neuartige Technologie, die es ermöglicht es, selbst aus Akkorden noch die einzelnen Grundtöne zu ermitteln. Dann kann man sie in gewohnter Weise verändern: lauter oder leiser, von Dur nach Moll, eine Terz höher oder tiefer etc.

 Neubäcker hat damit ein neues Zeitalter der Musikverarbeitung eingeleitet. Das birgt unglaubliche Möglichkeiten –
technisch gesehen sind sie nun unbegrenzt,
musikalisch betrachtet grenzt es an Provokation.

Quellen:

http://www.celemony.com/cms/index.php?id=dna&L=1 

http://wissen.spiegel.de/wissen/resultset.html;iso?suchbegriff=neub%E4cker&site=SPIEGEL