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Au revoir Google-Reader

Google schaltete gestern den Dienst Google-Reader ab, der bis dato nahezu ein Monopol in RSS-Readern darstellte. Doch was ist das eigentlich für ein Dienst und wieso erfordert das Wegfallen eines solchen eine mögliche Neuorientierung im Konsum von Artikeln und Inhalten im Internet?

Die Funktion des Google Reader baute auf die Möglichkeit des RSS-Feeds, der von etlichen Internetseiten wie z.B. Blogs implementiert ist. Man konnte die RSS-Feeds via. des Google Readers abonnieren, sodass neue Einträge der Seite  fein säuberlich auf der Seite von Google aufgelistet, leserlich dargestellt und synchronisiert wurden. Zudem bestand die Möglichkeit Artikel zu favorisieren falls sie besonders gelungen waren. Das Besuchen der abonnierten Seiten selbst war somit fast nichtig geworden. Falls man zu viele Blogs abonniert hat, konnte man Tags bzw. Ordner erstellen, um ein wenig Ordnung zu schaffen. Wenn man beispielsweise viele Blogs rund um Mode abonniert hat, kann man diese in den Ordner Mode verschieben. Der offizielle Webauftritt des Google Readers war aber nur eine der vielen Möglichkeiten den Reader zu nutzen. Viele Apps auf mobilen Geräten, sowie stationären Rechnern bauten ein besseres und intuitiveres Userinterface rund um diese Funktion, um noch schneller durch die Artikel zu navigieren. Erforderlich war hierzu nur die Anmeldung mit einem Google Account.

Google hat vor einigen Wochen angekündigt den Dienst zu schließen. Die Begründung bestand darin, dass der Reader nicht bedeutsam genug sei, da die Nachfrage nicht mehr stimme. Allerdings sollte man dazu sagen, dass der Reader verstärkt von Pro-Usern des Internets genutzt wurde, wie Redakteure, Medienproduzenten und Aktivisten. Die erhobenen Daten dieser Benutzer, wie Abos, die Favoriten und die Tags könnten doch sehr interessante Daten sein von Menschen, die sich i.d.R. sehr gut mit der Materie auskennen. Hier wurde das Potenzial vermutlich von Google nicht genutzt oder gesehen.

Die Ankündigung, dass Google den Dienst schließen möchte, hat bei den Betroffenen für Furore gesorgt. Schließlich ist es beispielsweise für Redakteure ein wesentlich schnelleres Arbeiten, wenn man nicht die ständig die Seiten aufrufen muss, um zu schauen, ob etwas neues gepostet wurde – ein offenes Fenster des Readers hätte gereicht. Doch diese Lücke haben in den letzten Wochen mehrere neue Anbieter gestopft. Viele Startups bieten nun ähnliche Dienste an – Feedly oder Digg sind als Beispiel zu nennen.

 

Quellen:

Heise.de (2013): Google macht den RSS Dienst Reader dicht. URL: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-macht-den-RSS-Dienst-Reader-dicht-1822669.html (01.07.13)

Netzwertig.com (2013): Die Abschaltung des Google Readers ist leichtsinnig. URL: http://netzwertig.com/2013/07/01/am-tag-x-die-abschaltung-des-google-reader-ist-leichtsinnig/ (01.07.2013)

Microsofts Blick in die Privatsphäre

Vor kurzem enthüllte Microsoft ihre Nachfolgekonsole zur Xbox 360 an. Sie soll neben der Playstation 4 von Sony und der Wii U die nächste Konsolengeneration einleiten. Vieles wurde getan, um auf den nächsten Konsolenzyklus, der in der Regel auf sechs Jahre ausgelegt ist, vorbereitet zu sein: Hardware und Leistung der Konsole wurden stark verbessert und der Controller überarbeitet. Auch Kinect, Microsofts Bewegungssteuerung-Technik, wurde erheblich optimiert.

Doch die Ankündigung der sogenannten Xbox One hat sehr polarisierende Reaktionen unter Fans und Spielern hervorgerufen. Selbst Datenschützer haben große Bedenken.

Ein Medienzentrum

Auf der „Reveal“-Veranstaltung wurde die Xbox One als Entertainment-Gerät vorgestellt. Der Schwerpunkt wurde aber, im Gegensatz zu den Erwartungen der Spieler, nicht auf neue Spiele gesetzt, sondern auf Multimedia-Anwendungen. Der Name One soll sinnbildlich für den Einsatz der neuen Konsole stehen. Ein Gerät, welches alle Dienste und Möglichkeiten des Entertainmentkonsums miteinschließt und vereint. So kann mit den HDMI Out- und In- Eingängen das TV Signal von Receivern auf die Xbox übertragen werden. Netflix und ähnliche Anbieter bieten eine riesige Auswahl an Filmen und Serien, auf die der Benutzer nach Abschluss eines Abonnements zugreifen kann. Dank des Bluray-Players können DVDs und Blurays ohne Probleme abgespielt werden, Musik, Skype, Fotos stehen ebenfalls zur Verfügung. So wird das Konsumieren von Medien weiter innoviert und das klassische Fernsehen bildet somit nur noch einen Teil der zahlreichen Möglichkeiten.

Kinect 2.0

Kinect wurde im Lebenszyklus der Vorgängerkonsole Xbox 360 eingeführt. Es ist eine Kamera, die üblicherweise direkt vor dem Fernseher angebracht wird und an der Xbox angeschlossen wird. Sie erkennt Bewegungen und Gesten der Personen, die vor dem Fernseher agieren und transferiert diese in Befehle, um etwa Menüs oder Spiele zu steuern. Zudem erkennt ein integriertes Mikrofon Sprachbefehle.

Mangelte es Kinect noch an Genauigkeit, ist dies, laut Microsoft, mit der Kinect 2.0 nicht mehr der Fall. Kinect 2.0 erkennt alles besser und zuverlässiger. So ist es nun selbst bei schlechten Lichtbedingungen möglich, Bewegungen einzelner Finger oder Mimiken von Menschen zu erfassen. Von Wischgesten, mit denen von der Couch aus das Menü der Konsole bedienbar ist, bis hin zu einfachen Sprachbefehlen, beispielsweise um das Gerät anzuschalten oder Programme und Sender zu wechseln, sind somit keine Grenzen mehr gesetzt – vorausgesetzt die Versprechen von Microsoft sind wahr.

We are watching you

Da Kinect mit der neuen Xbox zusammenverkauft wird und diese nur mit eingeschalteter Kinect-Kamera funktionieren, gibt es derzeit große Bedenken aus der Bevölkerung. Die Kamera kann theoretisch alles analysieren was vor dem Fernseher geschieht. Sie erkennt, wie viele Menschen davor sitzen. Sie erkennt, ob die Menschen lachen oder traurig sind. Sie erkennt, wann das Programm gewechselt wird. Sie könnte sogar erkennen, welche Produkte konsumiert werden. Cola, Chips oder doch Pizza? Es wären wohl mit die attraktivsten Daten, die man von seinen Konsumenten haben könnte. Deshalb gibt es derzeit nicht ohne Grund  große Bedenken zu diesem Konzept. Wie Microsoft diese Daten wirklich nutzen wird und ob sie überhaupt so verwendet werden, ist noch unklar. Was wäre allerdings, wenn die Konsole gehackt wird und Fremde Zugang erlangen könnten? Dass die Xbox mindestens einmal am Tag online sein muss und Kinect im Prinzip immer eingeschaltet ist, um auch Sprachbefehle „Xbox On“ erkennen zu können, um das Gerät einzuschalten, ist dabei kein Trost. Noch ist alles spekulativ und genaue Informationen werden vermutlich erst zur E3 (Electronic Entertainment Expo), die am kommenden Montag beginnt, geliefert, bei der die großen Publisher jährliche Konferenzen veranstalten.

Quellen
Heise.de (2013): Datenschutzbeauftragter: Xbox One ist ein Überwachungsgerät. URL: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Datenschutzbeauftragter-Xbox-One-ist-ein-Ueberwachungsgeraet-1870051.html (08.06.2013)

Spiegel Online (2013): Xbox One: Microsoft kann jetzt Ihr Sofa sehen. URL: http://www.spiegel.de/netzwelt/games/microsoft-konsole-xbox-one-kinect-kamera-schafft-datenschutz-probleme-a-900397.html (08.06.2013)

Youtube und das Fernsehen

Legale Videostreamingdienste wie Netflix, der sich in den Staaten großer Beliebtheit erfreut, oder gestartete Ableger in Deutschland wie etwa Watchever und Lovefilm, geben dem Konsumenten einen Vorgeschmack, wie das Fernsehen der Zukunft aussehen könnte. Man zahlt einen monatlichen Beitrag, dafür hat man Zugang zu etlichen Serien und Filmen, ähnlich wie es Spotify für die Musik tut. So ist es beispielsweise möglich sein eigenes TV-Programm zu erstellen. Werbung bzw. Werbeblocks würden hinfällig werden, sofern die monatlichen Abogebühren des Konsumenten den Dienst rentabel halten.

Durch die Einführungen der Youtube-App auf jeder aktuellen Konsole und vielen TV-Geräten selbst, dringt auch Youtube immer mehr in dieses Territorium vor. Das Image der Spaß- & Katzenvideos haftet zwar Youtube noch an, aber ganz zutreffend ist es heutzutage nicht mehr. Die Produktionen wurden in den letzten Jahren immer professioneller, was nicht nur mit den immer bezahlbareren und besseren Videokameras, die heutzutage alle HD-Auflösungen unterstützen, zu erklären ist, sondern auch mit dem Partnerprogramm von Youtube selbst, bei dem die Produzierenden von den Youtube-Werbeeinnahmen beteiligt werden können. Neben dem wohlmöglichen Verlangen sich im Netz kreativ auszutoben, stieg dadurch auch der Reiz etwas vom Kuchen abzubekommen. Diese Entwicklung möchte das weltweit größte Videoportal nun weiter ausbauen.

Vor kurzem startete Youtube in Amerika eine neue Funktion, die in unseren Landen derzeit noch nicht verfügbar ist. So gibt es nun bezahlbare Abonnements für bestimmte Kanäle. In der Praxis können somit bestimmte Kanäle erst dann angesehen werden, wenn man für diese den jeweiligen monatlichen Betrag zahlt. Neben dem bereits gestarteten Youtube-Angebot „Movies“, bei dem man Spielfilme in voller Länge ansehen kann, sowie offizielle Kanäle von dem Dienst selbst, versucht diese neue Funktion das „Niveau“ der Plattform weiter anzuheben. Zugleich dient es auch als neue Einnahmequelle. Ob eine weitere „Professionalisierung“ mit der Einführung von kostenpflichtigen Kanälen gelingt und ob die Konsumenten bereit sind für bestimmte Kanäle Geld zu zahlen, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen.

Quellen:

Handelsblatt (2013):  Youtube will Bezahlkanäle starten. URL: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/internetfernsehen-youtube-will-bezahlkanaele-starten/8186370.html (12.05.13)

 
heise online (2013): Netflix mit starken Zuwachs dank „House of Cards“. URL: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Netflix-mit-starkem-Zuwachs-dank-House-of-Cards-1848186.html (12.05.13)

Mister „Lens Flare“ wagt sich an Star Wars VII

Ach, wie schön es war als ich als Kind zum ersten, zweiten, dritten oder zum vierten Mal Star Wars Episode IV-VI sah. Dann wurde angekündigt, dass die Episoden I bis III erscheinen sollen und ich wurde ganz hibbelig. Doch was bekam man serviert?
Eine Trilogie mit vielen Konferenzsälen, politische Debatten, Jar Jar Binks, einer peinlich erzählten Liebesgeschichte, viel zu viel Pathos und noch vielen andere Dingen, die man sich hätte sparen können.
Nach all den Jahren und nach all den zusätzlichen Schandtaten, die dem Franchise noch angetan wurden, kann ich nun endlich sagen: „Star Wars“ ist nicht mehr meins.
Die ersten drei Episoden waren mies und wenn man mal ganz ehrlich ist, ist nur Episode 5 überdurchschnittlich gut. Auch als die Nachricht durch das Internet wanderte, dass Disney sich Lucasfilm samt „Star Wars“-Lizenz geschnappt hat, war ich nur latent begeistert.

Nun wurde jedoch bekanntgegeben, dass J.J. Abrams die Regie in der kommenden Episode VII übernehmen wird. Jener Mann, der unter anderem die Regie für „Lost“ übernommen hatte, die Serie, die mehr Fragen aufgeworfen hat, als sie beantworten konnte. Damals habe ich sie geliebt, auch wenn man zum Ende hin gemerkt, hat, dass die Autoren auch keine Idee mehr hatten, das irgendwie schlüssig zum Ende zu führen.
Außerdem saß er beispielsweise in dem Regiestuhl von „Super 8“ – ein Film, der sich angefühlt hat wie „E.T.“ und wie eine Liebesbotschaft an die Kunstform Film per se. Mit dem Reboot von Star Trek hat Abrams zudem deutlich gemacht, dass er auch eingestaubten Marken einen neuen Wind geben kann und im Science-Fiction Genre nicht unerfahren ist.

Mit der zusätzlichen Meldung, dass Michael Arndt, der Drehbuchautor von „Toy Story 3“, für die Handlung von Episode VII verantwortlich sein soll, sollte eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Immerhin wurde dieser schon für einen Oscar nominiert und der Abschluss der „Lebendigen Spielzeug“-Trilogie war einfach ein schöner Moment der Filmgeschichte.

Mit den beiden im Schlepptau, bin ich mir sicher, dass etwas Gutes dabei herumkommen kann.
Ich erwarte kein Meisterwerk, aber doch zumindest einen Film, bei dem man sich nicht nach dem Kinobesuch ärgert, Geld dafür hinausgeschmissen zu haben.

2015 soll es soweit sein, denn dann wird nicht nur die „Merchandise-Kuh“ namens Star Wars gemolken bis der Arzt kommt, sondern auch die neue Episode ins Kino kommen.

 

Quellen:

Filmstarts (2012): „Toy Story 3“-Verfasser Michael Arndt nun als Drehbuchautor für „Star Wars 7“ bestätigt. URL: http://www.filmstarts.de/nachrichten/18475881.html (abgerufen: 28.01.2013)

 

taz.de (2013): „J.J. Abrams übernimmt „Star Wars 7“. URL: http://www.taz.de/!109830/ (abgerufen: 28.01.2013)

Unterschichtenfernsehen: Wieso schauen wir es?

Alle Jahre wieder schafft es RTL mit dem Dschungelcamp etliche Millionen Deutsche vor den Fernseher zu versammeln. Sie ergötzen sich an den Spannungen in der Gruppe, die Gespräche über Gott und die Welt und natürlich über die Prüfungen, die ohne Ekel in der Regel nicht auskommen können.

Im Prinzip handelt sich bei „Ich bin ein Star holt mich hier raus!“ nur um ein weiteres Format der umgangsprachlich genannten Kategorie „Unterschichtenfernsehen“, nur aufwendiger, professioneller, größer und mit mehr oder weniger bekannterer Besetzung und reiht sich perfekt in das restliche Programm von RTL ein, das diese Art der Unterhaltung schon fast inflationär ausstrahlt. So sollte man zumindest denken, aber in der Realität sieht es ganz anders aus. Deutschland liebt seine Promis im Dschungel. RTL lacht sich ins Fäustchen, denn satte 4,32 Mio. der 14- 19-Jährigen schauten sich die Show am 15.1.2013 an, was einen Marktanteil von 46,7 % entspricht.

Aber was ist es, was die Deutschen an Shows wie besonders „IBES“ so toll finden? Wieso erstreckt sich dieser Virus des „Unterschichtenfernsehen“ durch fast die vollständige Deutsche Fernsehlandschaft und nimmt dabei den Platz für eventuell interessantere Formate weg? Und wann werden wir davon endlich überdrüssig?

Ab und zu denke ich mir, was ein Tourist, der in Deutschland Urlaub macht, wohl über uns denkt, wenn er ein wenig Fernsehen schaut. Das bereitet mir fast ein wenig Sorge.

Gerne würde ich wieder einen vernünftigen Grund haben, um auf meiner Fernbedienung die Tasten für die privaten Sender zu drücken, um dort „gute“ & selbstproduzierte Serien zu sehen, aber davon sind wir gerade weit entfernt. Stattdessen gibt es etliche schnell und günstig produzierte Formate. Schade.

 

Quellen:

Meedia.de (2013): „Ich bin ein Star“ ist auf Rekordkurs URL: http://meedia.de/fernsehen/ich-bin-ein-star-auf-rekordkurs/2013/01/16.html (abgerufen: 20.01.2013)

Und jährlich grüßt das Weihnachtslied

Es ist ein schöner Wintermorgen. Du fährst mit deinem Auto durch die weiße Landschaft Deutschlands auf dem Weg zur Arbeit. Du fühlst sich pudelwohl, doch dann trifft dich nichtsahnend der „Last Christmas“-Weihnachtshammer. Der Running-Gag der weihnachtlichen Hörfunkwelt zerstört den wohltuenden Morgen: „Last Christmas I gave you my heart…“

Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact AG wollen 28 % der Befragten Autofahrer diesen Song nicht mehr hören.

Dieses Lied verdeutlicht die Einfallslosigkeit der deutschen Radiolandschaft. Es spielt einfach keine Rolle welchen Sender man einschaltet, ob ich nun Radio Hamburg höre, Antenne Bayern, RPR 1 oder Radio Berlin: das Programm ist fast immer identisch und redundant. Zur Weihnachtszeit wird das ganz besonders deutlich durch eben diesen Klassiker von Wham.

Wie kann es sein, dass ich innerhalb einer Stunde gefühlte zehn mal ein Lied von Rihanna, One Republic oder sonstigen Göttern des Mainstreamhimmels höre?

Wieso ist dieses Musikprogramm so unfassbar klein, wenn doch die Musikwelt eine so gigantische Auswahl bereithält? Mir ist klar, dass das Programm durch Marktforschungen erstellt bzw. angepasst wird, um somit ein möglichst breites Publikum glücklich zu machen und die für die Werbekunden relevante Zielgruppe zu treffen. Aber wird ein Radiosender dadurch nicht unfassbar belanglos? Wird er nicht einer von vielen?

Laut einer aktuellen Langzeitstudie der Universität Leipzig „Klangraum Internet“ nutzen nur noch 18 % der Jugendlichen in Deutschland das klassische Radiogerät regelmäßig und setzen fast ausschließlich auf die Angebote im Netz. 93 % derjenigen, die Youtube aufrufen, nutzen diese Plattform um Musik zu hören. 36 % der Musikhörenden im Netz surfen bestimmte Webradios an.

Aus meiner Sicht völlig verständlich, denn das Internet bietet verschiedene Möglichkeiten Musik zu genießen. Es ist dynamisch, steuerbar und bietet im Gegensatz zum Radio auch unbekannten Bands eine erhöhte Chance gehört zu werden.

Das klassische Radio wäre für mich eigentlich schon erledigt, hätte ich nicht Ego.fm, mit einem für mich interessanten Konzept, entdeckt. Die Redaktion hört auf die Wünsche der Hörer und ist selbst daran interessiert Musik zu senden, die gut und noch nicht durchgehört ist. Fritz Radio beispielsweise in Berlin/Brandenburg bietet ebenfalls eine interessante Musikauswahl. Ich hoffe, dass sich noch mehr Sender wie diese etablieren können: für mehr Vielfalt, für bessere Musik, für bessere Chancen unabhängige Musiker zu entdecken & für eine bessere deutsche Radiolandschaft.

 

Quellen:

Musikmarkt (2012): Studie: Klassisches Radio ist out, Youtube in, URL: http://www.musikmarkt.de/Aktuell/News/Studie-Klassisches-Radio-ist-out-YouTube-in (abgerufen: 23.12.2012)

Focus Online (2012): Bloß nicht Wham und keine roten Nasen, URL: http://www.focus.de/auto/news/weihnachtslieder-im-auto-bloss-nicht-wham-und-keine-roten-nasen_aid_876394.html (abgerufen am: 23.12.2012)

egoFM (2012), URL: http://www.egofm.de/ (abgerufen am: 23.12.2012)