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Harry Potter – it all ends

Im Jahr 1997 erschien das erste Harry Potter Buch von Joanne K. Rowling und verzauberte nicht nur die junge Leserschaft. 2001 füllten sich die Kinosäle bei der Vorführung des Filmes „Harry Potter und der Stein der Weisen“. Weitere 6 Bücher und 7 Filme würden folgen und alle Fantasie- begeisterten aufs neue verzaubern. Nun also der achte und letzte Teil der wunderbaren Geschichte des Zauberlehrlings Harry Potter. Ich möchte hier im folgenden eigentlich nicht sentimental werden, wenn es doch passiert, hoffe ich dass man es nachvollziehen kann oder es mir verzeihen mag. Der letzte Film, das große Finale, beendet die Geschichte einer Generation.

Ich war gerade zehn Jahre alt als der erste Film in den Kinos anlief. Ich fand es immer sehr schlimm ganze zwei Jahre zu warten bis man endlich erfährt wie die Geschichte weitergeht. (Lesen war damals nicht mein Ding). Und jedes Jahr habe ich förmlich die Tage gezählt bis es endlich soweit war. Der Tag des Kinobesuches war nicht einfach nur ein Tag wo man ins Kino geht. Diese Filme machen den Kinobesuch für mich auch heute noch zu einem Ereignis. Früher ging ich mit der ganzen Familie, heute hoffe ich, dass ich in den Semesterferien früh genug nach Hause komme, bevor Freunde und Familie schon im Kino waren.

Auch dieses Jahr und vielleicht auch weil es der letzte Film sein wird, strömten wieder Massen zu der Weltpremiere in London. Diese Euphorie war zu jedem Film die gleiche und für mich absolut nachvollziehbar. Von diesen ganzen „Er liebt sie- sie liebt ihn- aber sie können nicht zusammen sein- kommen aber dann- oh wunder- doch zusammen-Filme“, mit mittelmäßigen Jokes, habe ich die Nase voll und die tue ich mir auch nicht mehr an, zumindest nicht im Kino. Man könnte sich fragen, was die Harry Potter Filme so besonders macht. Ich würde sagen, Harry Potter entführt in eine andere, magische Welt. In der das Gute siegt, Freundschaft alles überwindet und Träume auch wahr werden können. Gerade das, so denke ich, war für viele Kinder und somit auch damals für mich, der Anreiz sich in die Geschichte, in das moderne Märchen, zu verlieben und alle Jahre aufs neue mitzuerleben.

 

Der neue „Killer-Virus“

Schweinegrippe, Vogelgrippe, Noro-Virus, SARS (was war das gleich nochmal?) und natürlich BSE. Jetzt also EHEC. Wieder einmal eine Seuche die alle in Angst und Schrecken versetzt. Und dafür sorgen natürlich auch die Medien. Es vergeht keine Nachrichtensendung ohne die neuesten Meldungen über das „Killer-Virus“ (RTL).

Und langsam habe ich genug. Nachdem wir gerade wieder aufatmen konnten, weil wir die Schweinegrippe überlebt haben, ein erneuter Rückschlag, ein erneuter Grund bestimmte Lebensmittel zu meiden oder seine Hände im 5-Minuten-Takt mit einem Desinfektionstuch zu reinigen. Können wir nicht schon aus Erfahrung sagen, dass beinahe alle zwei Jahre ein neues „tödliches Killer-Virus“ auftaucht und vor allem Hysteriker und Hypochonder in Panik versetzt und dann wieder wie durch ein Wunder verschwindet? Wieso hört man nichts mehr von der Schweinegrippe, ist sie „besiegt“ oder einfach nicht mehr interessant?

Was mich nun sehr wundert: In Deutschland infizieren sich jährlich rund 1000 Menschen mit dem EHEC Erreger. Und es gab auch schon im Jahr 2009 erste Todesfälle. Aber wieso wird das EHEC – Problem erst jetzt aktuell? Tragisch finde ich auch, dass der neue „Killer-Keim“ (Bild) sogar die Thematik von Fukushima (da war doch was?) vollkommen in den Hintergrund stellt. Bundesliga vorbei, DSDS vorbei, Eurovision SC vorbei, Japan uninteressant, Bin Laden-Story schnell abgehakt, Wahlen zu langweilig usw., über irgendwas neues muss man ja berichten.
Man sollte sich auch die Frage stellen, wer von einer derartigen Panikmache profitieren könnte. Ich glaube, die Tatsache dass eine zweimalige Impfung gegen die Schweinegrippe – je nach Bundesland – zwischen 28 und 37 Euro pro Person kostete und dass der Preis für den Impfstoff bei etwa 18 Euro lag, den Restbetrag der Arzt für die Impfung bekam, kann zumindest einmal zum Nachdenken anregen. Ich bin gespannt wann man für den EHEC-Virus einen Impfstoff entwickelt. Während sogenannte „Experten“ empfehlen, ganz auf rohes Gemüse zu verzichten, erklären andere „Experten“, dass es vollkommen ausreicht das Gemüse gründlich zu reinigen. Wie soll man nun reagieren und handeln? Ich würde nur allen Hysterikern, Hypochondern und den Leuten, die sich ständig von Medien beeinflussen lassen raten, vorsichtig zu sein, aber auf nichts zu verzichten. Und vor allem der Panikwelle zu widerstehen.

Quellen: http://m.ftd.de/artikel/60056308.xml?v=2.0
Spiegel Online
Bild.de

Zensus 2011 – Die Regierung bittet zur Volkszählung

Erstmals seit 1987 werden Informationen über die Bundesbürger und deren Lebensumstände abgefragt. Anders als zuletzt 1987 soll nur jeder dritte Bundesbürger befragt werden um mögliche Konflikte zu vermeiden, denn das Konzept der umfassenden Volksbefragung, bei der der Staat alle Bürger mit allen Daten und Auskünften erfasst, wurde schon in den achtziger Jahren als „Schnüffelstaat“ kritisiert und letztlich in einer Widerstandswelle erfolgreich wieder abgeschafft. Die deutschen Statistiker entwickeln nun jedoch eine besondere Neugier, die über die EU-Vorgaben hinausgeht: Glaube und Herkunft, zum Beispiel. Ein besonderes Interesse gilt auch der Erfassung von Menschen die in Wohnheimen leben, von Studentenwohnheimen bis hin zur Gemeinschaftsunterkunft für saisonale Arbeitnehmer,sogenannten Sonderbereichen. Begründet wird der Zensus 2011 damit, dass dem Staat Daten fehlen und somit die Möglichkeit für staatliches Handeln. Allerdings werden auch kleine Sünden wie unangemeldete Pendler oder illegal beschäftigte Haushaltshilfen, ans Tageslicht kommen. Dies und die Tatsache, dass die „Volkszählung“ ein Freibrief für die Abfrage zahlreicher sensibler Daten ist, wird bestimmt weiterhin für viel Kritik sorgen und vielleicht auch wie 1987 zu großen Protesten aufrufen.

Quelle: http://www.spiegel.de/thema/zensus_2011/

Schlechte Quoten & „Wutrede“

Obwohl Lenas Entdecker Stefan Raab noch vor kurzem seine eigene Idee,Lena erneut beim Grand Prix antreten zu lassen, als eine eventuelle „scheiß Idee“ bezeichentet, versuchte er diese Idee nun der Süddeutschen Zeitung gegenüber zu verteidigen. Während dieses Interviews hielt Raab eine wahre „Wutrede“: „Ich bin von der ARD gebeten worden, Ödland aufzuarbeiten“ und weiter „Nach 2004 gab es nur die Auswahl zwischen drei Künstlern. Sie hatten also die Wahl zwischen Pest und Cholera. In dem Jahr vor Lena hatten Sie nicht mal diese Wahl. Da wurde diktatorisch bestimmt: Alex swings, Oscar sings und Dita tanzt. Da haben Sie die Pest, die Cholera und die Syphilis frei Haus bekommen“, ätzte der 44-Jährige.

Man könnte sich fragen woran es nun liegt, dass sich anscheinend niemand mehr für Stefan Raab , Lena und  ihren Auftritt beim Grand Prix interessiert. Sind die Rezipienten einfach nicht damit einverstanden, dass Lena nochmal antritt? Oder wohlmöglich ist der ganze Hype um die Show, um Lena und um ihr neues Album einfach nur zu viel des Guten. Stefan Raab sagt dazu in seinem Interview: „(…) weil alle nur danach streben, einmal Erfolg zu haben und den Erfolg zu konservieren(…)“, „Ich verstehe Leute nicht, die sagen: Man solle aufhören, wenn es am schönsten ist. Man mache sich den eigenen Ruhm kaputt. Was ist das denn für ein Schwachsinn?“

Quelle: http://unterhaltung.t-online.de/stefan-raab-interview-geraet-zur-wutrede-/id_44462732/index?news

Opossum goes to Hollywood

Bald heißt es wieder „and the Oscar goes to…“. Doch dieses mal soll ein kleines Beuteltier voraussagen, wer den Oscar verdient hat. Das schielende Opossum Heidi, derzeitiger Wohnort der Leipziger Zoo, hat es durch sein niedliches Erscheinungsbild bis nach Hollywood gebracht.

Heidi soll, ähnlich wie Krake Paul tippen, wer der Gewinner ist. Ganz Star-like muss das Opossum nicht vor Ort erscheinen, die Dreharbeiten finden direkt im Leipziger Zoo statt. Die Entscheidung dafür fällte Zoodirektor Jörg Junhold, dem vor allem das Wohl des Tieres am Herzen liegt. Die Einnahmen durch Heidis Auftritt soll, laut Angaben des Zoos, dem Artenschutz zugute kommen.

Dabei fing Heidis Geschichte doch ganz gewöhnlich an. Bei einer Reportage über den Leipziger Zoo und dessen neue Tropenhalle wuselte Heidi nur kurz durchs Bild. Die Bilder verbreiteten sich rasend schnell im Internet. Die kleine schielende Beutelratte Heidi hat nun auf ihrer eigenen Facebook-Seite weit mehr als 100.000 Fans – mehr als Bundeskanzlerin Angela Merkel.

http://www.bz-berlin.de/aktuell/welt/opossum-heidi-wird-oscar-sieger-tippen-article1115326.html

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,739442,00.html

Zu viel Lena?

Das Ergebnis des Grand Prix 2010 überraschte jeden. Seid Lenas Sieg ist der Grand Prix wieder bekannt und in aller Munde. Natürlich waren wir alle begeistert, von Lena und ihrem Sieg. Seid langem war der Auftritt Deutschlands beim Grand Prix keine totale Belage, ja, eigentlich war sich jeder sicher, dass wir mindestens in der Top 10 sein können.

Dieses Jahr tritt Lena Mayer-Landruth wieder an und verteidigt ihren Titel. Seit letztem Montag können wir „unseren Song für Deutschland“ per Telefon mitbestimmen. Während dieser Shows präsentiert Lena jeweils 6 Lieder, 3 davon kommen weiter, werden im Finale dieser Shows noch einmal gesungen und der Sieger-Song gekürt.

Nun fragt man sich, ist das alles nicht zu viel Lena? Viele Internetnutzer Sozialer-Netzwerke bemängeln die Show: Stefan Raab hätte lieber neue Talente suchen sollen, zu viel langweilige Lieder. Auffalled ist auch, dass alle Lieder die Lena uns präsentiert, auf ihrem neuen Album zu finden sind. Da ist die Frage, ob das ganze nicht eher eine große Werbe-Aktion für ihre CD sein soll, naheliegend.

Außer Frage steht, dass Lena nach ihrem Sieg eine kleine Legende ist, schade ist aber, dass man dies mit dem „Lena-Overkill“ immer mehr kaputt macht.

„Dschungelkind“ – Verfilmung eines Bestsellers

Vor ca 5 Jahren bekam ich den Roman „Dschungelkind“ geschenkt, fing an zu lesen und verschlang ihn innerhalb weniger Tage. Nun wurde die Lebensgeschichte der Autorin, Sabine Kuegler, verfilmt und wird ab dem 17ten Februar in den Kinos gezeigt.
In den 80ger Jahren verbringt Sabine Kuegler ihre Kindheit im Dschungel von Neuguinea
, zusammen mit ihren Geschwistern und ihren Eltern, welche als Missionaren und Sprachforschern den noch unbekannten Fayu-Stamm studieren wollen. In diesem Volk, wo „Liebe“ und „verzeihen“ fremde Wörter sind, wo heiraten „eine Frau stehlen“ heißt, wuchs Sabine auf und erlebte unglaubliche Abenteuer. Nach vielen Jahren kehrt sie in nach Europa zurück, besucht ein Internat in der Schweiz. Doch wirklich zu Hause fühlt sie sich dort nie, ihr Herz ist im Dschungel Neuguinea
geblieben.

Ich bin überrascht, dass dieser Roman nun verfilmt wurde. Die ersten Bilder die ich in dem Trailer sah, waren wirklich gut dargestellt und haben mich sofort an bestimmte Passagen des Buches erinnert. Dennoch bin ich skeptisch. Ich habe es oft erlebt, dass die Verfilmung eines hervorragendes Buches, welches eben nicht pures Entertainment- sondern eine wahre, dramatische und oft grausame Geschichte erzählt, eher misslingt. Wenn hier ein Massenpublikum erreicht werden soll, könnte die wahre Geschichte in den Hintergrund gedrängt werden. Für ein Familienfilm ist dieses Buch, so denke ich, nicht geeignet. Wie gesagt, der Trailer wurde gut gestaltet, die ausgewählten Szenen sind interessant. Trotzdem tendiert mein erster Eindruck eher in Richtung „Sat1-Produktion“. Dennoch werde ich mir den Film anschauen, vermutlich aber um hinterher zu sagen: „Schade, das Buch war viel besser“

„Pipi Langstrumpf“ wir 65 Jahre alt – eine Geschichte die langsam in Vergessenheit gerät?

Man glaubt es kaum, die von Astrid Lindgren erschaffene Figur „Pipi Langstrumpf“ wird sagenhafte 65 Jahre alt.
Viele Generationen sind mit ihr aufgewachsen, haben mit der frechen Schwedin mit den roten Zöpfen fantasievolle Abenteuer erlebt. Was machte dieses Mädchen so berühmt, warum hat sie Generationen begeistern können? Klar, Pipi hat alles was jedes Kind sich erträumt, ein eigenes Pferd, eine Villa Kunterbunt für sich allein, viel Geld um sich Unmengen an Süßigkeiten zu kaufen und niemand der es einem verbieten könnte. Sie ist übernatürlich stark, hat viele Freunde und bis auf die beiden Gauner, die ihr das Leben schwer machen wollen, mag sie eigentlich jeder. So erlebt sie unzählige Abenteuer die von Freundschaft und Zusammenhalt erzählen, von Freiheit und einfach- mal- Kind- sein. Der Fantasie wurde nie Grenzen gesetzt, fliegende Betten & Autos, Seeräuber und Schatzinseln.

Ja, wie man merkt, hat es auch meine Kindheit geprägt, ich war ein absoluter Astrid Lindgren Fan. Umso trauriger macht es mich, wenn ich merke, dass die Kinder von heute nicht wissen, wer Pipi Langstrumpf und Co. sind. Davon abgesehen denke ich, dass heutzutage in Familien weniger vorgelesen wird als zu meiner Zeit, es werden auch noch wirklich unsinnige Kinderserien geschaut, am besten noch mit Erlaubnis der Eltern. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, aber von asiatischen Zeichentrickfiguren die sich gegenseitig bekämpfen halte ich nicht viel. Ich denke, die guten Werte von früher gehen in den „Kindermedien“ heutzutage vollkommen verloren, es wird kein Platz mehr für eigene Fantasie gelassen.

Man sollte mal bedenken wie revolutinär es ist, im Jahre 1945 ein Buch zu veröffentlichen, in dem ein kleines Mädchen macht was sie will, keine sittlichen Werte Erwachsener übermittelt werden. Gerade zu einer zeit, in der Kinder nichts zu sagen haben.
Kritiker disqualifizierten das Werk als schlechtes Vorbild, vielfach wurde es als Angriff auf die Gesellschaft bezeichnet. Trotzdem schaffte es Pipi, eine Symbolfigur des aufgeweckten, fantasievollen Kindes zu werden. Und heute wird sie vergessen, von kämpfenden Robotern verdrängt, mitsamt der kindlichen Fantasie.