Die Initiative Nachrichtenaufklärung (INA)

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Nachrichten und Meldungen, denen im vergangenen Jahr  zu wenig öffentliche Aufmerksamkeit zuteil wurde,  werden im Laufe des Jahres recherchiert, bearbeitet und  am Ende selbigen Jahres von der Initiative Nachrichtenaufklärung gesammelt auf deren Website veröffentlicht.
Die INA handelt ganz nach dem Konzept der amerikanischen Website „Project Censored“, die wohl Pate stand für die Entwicklung der Seite in Deutschland.
Die Initiative Nachrichtenaufklärung wurde im Mai 1997 von Professor Peter Ludes in Siegen gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Themenspektrum der Tagespresse etwas universaler zu gestalten, beziehungsweise aufzuwerten.
Project Censored  wird laut der Website hauptsächlich von Professoren und Studenten betrieben, was bei der INA nicht zwingend der Fall ist. Alle Interessierten können hier selbst Themen einreichen, wobei die Kriterien der späteren Auswahl an wichtigen und relevanten Nachrichten auf der Website zu finden sind.
Die Idee der medialen Aufklärung und der Bereicherung der Presse um vernachlässigte Themenbereiche ist an sich keine schlechte, jedoch gibt es auch Punkte, an denen Kritik ansetzen kann.
Beispielsweise ist die Auswahl der Nachrichten unklar.  Zwar werden die Beiträge laut den beiden Websites Sowohl bei „Project Censored“ als auch auf der Seite der INA von einer qualifizierten Jury bestehend aus Wissenschaftlern und Journalisten ausgewählt, es bleibt jedoch zu bemerken, dass auch diese hochqualifizierte Jury am Ende eine Auswahl treffen muss und Themen eliminiert.
Die Auswahl der „Top Themenliste“ erfolgt nur einmal pro Jahr, was zwangsläufig dazu führt, dass zwischen dem Veröffentlichungsdatum der Artikel bei INA und dem eigentlichen, tatsächlichen Datum des Geschehens ein großer zeitlicher Abstand besteht.
Die Frage der Veröffentlichung stellt sich mir auch. Denn die Ergebnisse werden bisher (zumindest bei INA) nur auf der Website veröffentlicht. Diese ist den wenigsten Bewohnern der Bundesrepublik Deutschland jedoch ein Begriff, woraus resultiert, dass die „veröffentlichten“ Nachrichten weiterhin ein Dasein in relativer Unbekanntheit fristen werden. Es sollte Werbung geschaltet oder allgemein um öffentliche Aufmerksamkeit geworben werden.
Schade ist auch, dass sich auf der Website der INA seit 2009 nichts mehr getan zu haben scheint.
Zu guter Letzt stelle ich nun eine kleine Behauptung auf.
Es gibt einen guten Grund, warum nicht alles in der Tagespresse erscheint.
Muss denn wirklich alles in die Presse? Der Grund warum irgendwann Redakteure ihre Arbeit in Nachrichtenredaktionen aufnahmen ist doch der, dass es schon immer ein Überangebot an Meldungen gab. Die Selektion und Bewertung wichtiger Tagesmeldungen war und ist nun einmal ein wichtiger Bestandteil der heutigen Berichterstattung.

 

http://www.nachrichtenaufklaerung.de/

http://www.projectcensored.org/

FIFA Women’s World Cup Germany 2011

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Warum ist die Berichterstattung bei der Frauenfußball WM 2011 nicht so umfangreich wie sie es bei den Herren 2006 war?
Sie sind mit Leidenschaft bei der Sache. Auf der Website der FIFA sprechen Abbildungen und Zitate der Fußballnationalmannschaft die eindeutige Sprache von Ehrgeiz und Drang nach der sportlichen Herausforderung. Man hofft auf ein Sommermärchen wie schon 2006.
Es werden Spieler für den Kader ausgewählt, aufgebrachte Fans schreiben Leserbriefe.
Ich spreche über die Vorbereitungen zur Fußball WM der Frauen 2011 in Deutschland.
Nach Angaben der Nationaltrainerin Silvia Neid genoss Frauenfußball nie einen solchen Bekanntheitsgrad wie heute. [1]Sie träumt von einem  Sommermärchen wie schon 2006 bei den Herren.
Doch es stellt sich die Frage ob Deutschland bereit ist für weibliche Fußballhelden.
Denn „König Fußball“ ist in den Köpfen vieler noch immer untrennbar mit männlichen Spielern verbunden. Wie also gehen die Medien mit diesem Ereignis um?
Es gäbe genügend Gründe, die weibliche Nationalelf mit Medienpräsenz zu ehren.
Die Frauen holten bereits zweimal den  WM Titel. Die Nationalspielerinnen sind keine überbezahlten Sportler, sie spielen aus Freude am Sport und mussten im Laufe der Geschichte mehrmals hart für ihr Recht, spielen zu dürfen, kämpfen.
Doch bisher ist die Berichterstattung über die Kickerinnen leider eher dürftig.
Es ist wohl anzumerken, dass Frauenfußball immer populärer wird. Auch sind die weiblichen Nationalspielerinnen  momentan viel präsenter in den Medien als sie es noch vor einem Jahr waren. Jedoch bleibt der immerwärende Vergleich mit den männlichen Kollegen. Und bei einem solchen schneiden die Mädels in Sachen Medienpräsenz leider um einigen schlechter ab.
Ich persönlich zweifele an einem „Sommermärchen“. Denn auch wenn die Fußball WM der Frauen 2011 in Deutschland stattfinden wird und obwohl dieses Großevent inzwischen  nicht mehr weit in der Zukunft liegt, wird vergleichsweise selten darüber berichtet.
Richten sich in diesem Fall die Journalisten nach fetsgefaharenen Vorstellungen und Gewohnheiten der Leser und Zuschauer? Und wenn es  so sein sollte, wäre es dann nicht möglich, dass Leser oder Zuschauer schlichtweg aufgrund von Uninformiertheit Desinteresse zeigen?
Stehen die Medien nicht also in einer gewissen Verantwortung, der Bevölkerung zumindest die Chance zu geben, durch objektive Berichterstattung ein gemeinsames Wissen sicher zu stellen, welches die Grundlage für  eine eigenständige Meinungsbildung ist?
Um der zu Anfangs gestellten Frage auf den Grund gehen zu können, wäre eine Befragung von Journalisten mithilfe eines qualitativen Interviews sicherlich hilfreich. Ebenso könnte eine
Inhalts-/oder Diskursanalyse Aufschluss über  Informationsanteile bereits bestehender Berichte durchgeführt werden.

 

Onlinequellen,  Stand 03.06.2011:

http://de.fifa.com/womensworldcup/index.html (die offizielle Webseite der FIFA )

http://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fball-Weltmeisterschaft_der_Frauen_2011 (Wikipedia Artikel zum Thema Frauenfußball )

http://www.zeit.de/sport/2011-03/frauen-fussball-wm2011-kader (Artikel der ZEIT zur Auswahl des Kaders)

http://www.welt.de/sport/fussball/frauen-wm-2011/ (WELT ONLINE, bietet eine eigene Newssite der Frauenfußball WM 2011.)

http://www.zeit.de/sport/2011-05/frauenfussball-silvia-neid (Interview  mit Silvia Neid: Interview der „Zeit“: Anke Myrrhe (26.5.2011) „Frauenfußball ist die Sportart Nummer eins“.   )


[1] Aus dem Interview der „Zeit“: Anke Myrrhe (26.5.2011) „Frauenfußball ist die Sportart Nummer eins“.  http://www.zeit.de/sport/2011-05/frauenfussball-silvia-neid (Stand: 03.06.2011)

 

Madeleine McCann – noch immer vermisst, das Medieninteresse ist ungebrochen

geschrieben von in AllgemeinesKommentare deaktiviert für Madeleine McCann – noch immer vermisst, das Medieninteresse ist ungebrochen

Wir alle werden uns wohl noch an die kleine Maddy McCann erinnern, die bereits seit dem 3. Mai 2007  vermisst wird.
Vor 8 Tagen jährte sich ihr Verschwinden nun zum vierten mal. Noch immer geben die Eltern die Hoffnung nicht auf.

Der Fall dieses kleinen Mädchens hat für weltweites Mitgefühl und Entrüstung aber auch für so manche Diskussion gesorgt. Durch die gut geplante PR der Eltern ist die tragische Geschichte der kleinen Madeleine inzwischen fast jedem ein Begriff.
Als Maddy im Jahr 2007 aus ihrem Bettchen in dem Urlaubsort Praia da Luz, in Portugal verschwand, war umgehend mit der Suche begonnen worden. Bereits am Tag nach der Entführung traten die Eltern mit einem TV Apell an die Öffentlichkeit.
Es gibt inzwischen eine Internetseite, die von der Familie unterhalten wird und über aktuellste Neuerungen in der Berichterstattung und bei den Ermittlungen berichtet.
In einem Online-Shop werden Armbänder und T-shirts mit dem Konetrfei der verschwundenen Maddy vertrieben (um die Suche nach dem Kind weiterhin finanzieren zu können).
Im Jahr 2007 hatte das Ehepaar Mc Cann eine Audienz beim Papst im Zuge derer ein Foto der kleinen Madeleine gesegnet wurde.
Doch nun, zum 4. Jahrestag der ergebnislosen Suche nach Madeleine fangen so manche Berichterstatter an zu fragen, wann es denn genug sei.  Die verzweifelte Suche der Eltern, vor allem der Mutter Kate McCann, hat sich für Teile der Öffentlichkeit zu einer Odyssee gewandelt.
Natürlich sollte man sich als Kritiker auch die Frage stellen, ob man denn überhaupt den Schmerz der Familie nachvollziehen könnte. Denn, wer nicht etwas vergleichbares erlebt hat, wird die Zielstrebigkeit und den fast schon an Wahn grenzenden Ehrgeiz der Familie schwer verstehen können.
Nichts desto trotz wird der Familie vorgeworfen, sich zu sehr auf die Medienwirksamkeit der Spendenkampagnen und öffentlichen Apelle zu konzentrieren.
Goncalo Amaral, der ehemalige Chefermittler, stellte sogar die Behauptung auf, die Eltern hätten das Kind selbst ermordet und mit dem Medienrummel versucht, alles zu vertuschen. 2009 veröffentlichte er ein Buch mit dem Titel „Die Wahrheit der Lüge“.

Der medial sehr wirksame Auftritt von Maddys Eltern und das Durchhaltevermögen mit welchem sie nach ihrer Tochter suchen hat einerseits vielen Menschen imponiert, andererseits auch so manchen Beobachter verstört.
Eines bleibt fest zu halten: Die Medienkampagne, die sich im laufe der Zeit  entwickelt hatte, wird wohl weiter ihres Gleichen suchen und im besten Fall kann sie wirklich beim Auffinden der kleinen Maddy helfen.

Online Quellen:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,759388,00.html (Artikel: „das unvergessene Kind“, Stand: 11.05.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Vermisstenfall_Madeleine_McCann (Artikel: „Vermisstenfall Madeleine McCann“, Stand: 11.05.2011 )

http://www.findmadeleine.com/updates/index.html (Der Blog der Eltern, Stand: 11.05.2011)

http://www.n24.de/news/newsitem_6865039.html

http://www.netzeitung.de/vermischtes/640110.html (Artikel, wenige  Tage nach dem Verschwinden, 06.05.2007: „Britisches Kind aus Hotel in Portugal entführt“, Stand: 11.05.2011)

„…Vom Abakus zum Smartphone“ [1]

geschrieben von in AllgemeinesKommentare deaktiviert für „…Vom Abakus zum Smartphone“ [1]

Unvorstellbar!
– Ein Student ohne Pc, Laptop oder zumindest Internetzugang an der örtlichen Uni.
Unmöglich!
– Das medienwirksame Klischeebild des Buisness-High-Society-Managers, ohne ein schickes hochglanz-Mobilteil zum hektischen Vor- und Ausführen im besseren Viertel der Stadt.
Unglaublich!
– Die Idee, nicht mit größter Leichtigkeit immer und überall Internetzugang und somit die aktuellsten Informationen zu bekommen, sich nicht alle halbe Stunde auf der Internetplattform Facebook oder im Mailfach davon überzeugen zu können, dass man genug virtuelle Freunde besitzt um den Mangel eben solcher im „Real live“ aufwerten zu können!

Kurzum, Was wäre unsere Welt heute ohne Computer?… Etwa undigitalisiert?

Zum Glück lassen sich darüber nur Spekulationen anstellen.
Das „Computer History Museum“ , welches in Mountain View in Kalifornien zu finden ist, zeigt nun eine bemerkenswerte Ausstellung zum Thema “Revolution: The First 2000 Years of Computing“.
Ein wunderbarer Anlass, wie ich finde, um sich die überaus interessante Entwicklung des Computers oder eben der „Rechner“ im Verlauf der Zeit genauer  anzusehen.
Leider liegt Kalifornien nicht um die Ecke, aber auch in nicht ganz so weit entfernten Museen beispielsweise hier in Deutschland lässt sich die tollkühne Entwicklung der Technik durchhaus anschaulich verfolgen
(das „ Technikmuseum“ in Berlin, oder auch das „Heinz-Nixdorf-MuseumsForum“  in Paderborn …u.s.w.) .
Es ist natürlich klar, dass unsere Welt wie sie heute ist maßgeblich von den technischen Errungenschaften getragen wird, die in vergangenen Jahrzehnten immer wieder für erleichterte Handhabungen, für Komfort, nicht zuletzt für die schnellere Kommunikation der Menschen untereinander gesorgt haben.
Hierzu ein wie ich finde sehr passendes Zitat von SPIEGEL ONLINE Redakteur Frank Palaton:

„Sie sitzen genau in diesem Augenblick vor einer Maschine, deren Existenz und Funktionieren auf den Erkenntnissen und Entwicklungen zehntausender Menschen über tausende von Jahren beruht.“ [2]

Ohne digitalisierte Technik  wäre unser größtes Speichermedium heute wohl immernoch die Innenwand einer Höhle oder Steintaflen. Fortschritt ist gut, nur so kam der Mensch so weit wie er heute ist!
Trotzdem drängt sich mir eine gewisse Unsicherheit auf bei dem Gedanken an die sehr rasante Entwicklung von Computern in eben diesen letzten Jahrzehnten und auch an die immer ausgefeilteren Datenspeicherungsmethoden, um nur einige Beispiele zu nennen.
Ist die zunehmende Digitalisierung in unserem Leben eher Fluch oder Segen?
– Unvorhersehbar?    😉


Zitat:
[1]
Copyright © 2011 Computer History Museum
„Revolution: The First 2000 Years of Computing is a rich, multimedia exhibition that traces the history of modern computing, everything from the abacus to the smart phone.“
Die Besucherseite des Computer History Museums in Kalifornien:
http://www.computerhistory.org/visit/

[2]
Der Artikel in SPIEGEL ONLINE)
Patalon, Frank (23.01.2011), Kaliforniens History Museum. Der Tempel der Computer-Kultur , S.1. In:©SPIEGEL ONLINE 2011
URL: http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,741029,00.html

Quellen:

1.       Besucherseite des „Heinz-Nixdorf-MuseumsForum (HNF)“
http://www.hnf.de/

2.       Passender Artikel von „Gamespot.de“ – Vorstellung der neuen Ausstellung:
“Revolution: The First 2000 Years of Computing“
URL: http://www.gamespot.com/special_feature/computer-history-museum/image-feature/index.html

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Facebook geht voraussichtlich 2012 an die Börse

geschrieben von in InternetKommentare deaktiviert für Facebook geht voraussichtlich 2012 an die Börse

Ein Schritt, der schon seit langem zur Diskussion stand und nun höchst warscheinlich wird!
Facebook-Chef Mark Zuckerberg könnte dabei sein, mit dem Online-Netzwerk „Facebook“ nächstes Jahr im April an die Börse zu gehen.
Warum?
Der unglaubliche Bekanntheitsgrad der Internet-Plattform lockt natürlich Investoren, die Werbung auf den freien Flächen schalten und somit eine große Anzahl Menschen erreichen können.
Der Börsengang wird nun immer warscheinlicher, da die vielen Investoren
(nach Informationen der Tagesschau wird dem Unternehmen für dieses Jahr eine Zahl von 500 Investoren vorausgesagt) Herrn Zuckerberg enorm unter Druck setzen.
Bei einer bestimmten Anzahl von Geldgebern wird die Börsenaufsicht SEC aktiv, die dann eine Börsennotiz und somit die Offenlegung der Finanzen verlangt.
Anfang dieser Woche war nun die große amerikanische Investment-bank Goldman Sachs mit 450 Millionen Dollar bei Facebook eingestiegen.
Noch bis vor kurzem rankten sich nichts weiter als Gerüchte um die finanziellen Hintergründe von Facebook. Goldman Sachs schätz den eigentlichen Wert des online-Netzwerkes auf 50 Milliarden Dollar, was wohl die unglaubliche Höhe der Fonds erklärt!
Aber: Wie kann Facebook seine Einnahmen erzielen? Nur durch Werbung?
Ein Tagesschausprecher gab dazu in der Sendung vom Nachtmagazin des 08.01.2011 die Vermutung ab, dass Facebook durch den Verkauf von Nutzerdaten an Werbefirmen erhebliche Steigerungen der Einnahmen erreichen könnte. Persönlich auf Verbraucher zugeschnittene Werbung ist ein guter Anreiz für Unternehmen, sich bei Facebook zu beteiligen…
Was sagt man dazu? Vertraulichkeit war und ist eine der bekannten Schwachstellen des Online-Netzwerkes…
Herr Zuckerberg soll sich lange davor gesträubt haben, mit seinem Unternehmen an die Börse zu gehen, die Argumente hierfür sind vielfältig: Das Unternehmen ist ein recht junges (Gründung 2004) und  der Gründer und Firmenchef M. Zuckerberg noch recht unerfahren.
Interessant finde ich den Aspekt, dass Konkurrenzunternehmen wie beispielsweise die Online-Karriereplattform  „LinkedIn“ sich nun ebenfalls zu einem schnellen Börsengang gedrängt fühlen, um noch interessant für Geldgeber zu bleiben.
Ist Facebook wirklich ein so lukratives und erfolgversprechendes Geschäftsmodell und ist es die riesen-Investitionen überhaupt wert?
Hierzu bleibt wohl nur zu sagen, dass die 550 Millionen weltweiten und regelmäßigen Nutzer der Internet-Plattform (Tendenz steigend! ) die Frage hinreichend beantworten.

http://www.taz.de/1/netz/netzoekonomie/artikel/1/facebook-hat-die-boerse-im-visier/ (Stand: 08.01.2011)

http://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article12041302/Boersengang-fuer-2012-wird-wahrscheinlicher.html (Stand:08.01.2011)

http://www.faz.net/-01mrkv (Stand: 08.01.2011)

Video zum Thema:

http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video838752.html (Stand: 08.01.2011)

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Hbb TV – oder die Fusion von Internet und TV

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Mist- schon wieder den Anfang der Serie verpasst!  Naja, mal schaun, was im Fernsehn gerade noch so anläuft. …
So oder ähnlich gehts doch vielen von uns. Eine Sendung oder ein interessanter Beitrag ist bereits vorüber oder man schaltet mittendrin dazu und ist reagiert entnervt,  weil einem der Anfang fehlt. So ist das mit dem linearen Medium TV oder „Fernsehn“.
Die individuellen möglichke3iten der Zuschauer hielten sich bisher in überschaubaren Grenzen.

Knut Hickethier beschrieb in seinem Text „Einführung in die Medienwissenschaft“ (2003) dazu folgendes :

„Die Fernbdienung hat den Zuschauer in einer neuen, nicht wieder rückholbaren Weise freigesetzt, ihn zu einem selbstbestimmteren Umgang mit dem Medium befähigt. Deshalb ist er jedoch noch nicht zu seinem eigenen „Programmdirektor“ geworden wie kommerzielle Anbieter behaupten, denn er ist immernoch auf die vorgegebenen Angebote angewiesen. Das Fernsehen verstärkt mit dieser Entwicklung gesellschaftliche Trends zur Individualisierung der Menschen.“

Mit dem Fernsehgerät selbst hatte man  im Normalfall also keine Möglichkeit,  einen verpassten Beitrag nachzuholen. Bisher! Denn nun steht dem eigentlich linearen Medium Fernsehen eine kleine Revolution befor:
HbbTV .
Das ist nicht etwa eine etwas umständliche Bezeichnung für einen neuen Sender, HbbTV soll künftig den altbekannten Videotext ablösen.
Mit HbbTV kann der Zuschauer  selbst aktiv werden. In einer  Sendung vorgestellte Produkte könnten direkt per Knopfdruck abgerufen werden Produktinformationen, alternative Videos zum Thema, Links zu verwandten Themen … alles  vom Sender bereitgestellt und per Fernbedienung leicht erreichbar. Zusätzlich kann das aktuelle TV Programm nebenher weiter verfolgt werden.
Schon seit längerem sind solche interaktiven Schaltflächen zwischen Internet und Rundfunk bekannt: Google TV, Yahoo,Youview und  Apple TV sind nur einige der Optionen, die die mediale, verschaltete, digitale Welt ihren Nutzern offeriert.
Eine Studie von „Mücke, Sturm & Company“ (MS&C) vom 22.11.2010 bestätigte jedoch die durchaus positiven Eigenschaften gerade von HbbTV. Patrik Sturm, Geschäftsführer der MS&C meint sogar :

„Sollte sich HbbTV durchsetzen, wird die Fernsehlandschaft umstrukturiert und TV-Sender könnten
die Hoheit über den Bildschirm verlieren“
(Pressemitteilung 22.11.2010)

Die Fernsehsender selbt könnten bestimmen, welche Online-Dienste sie auf ihren HbbTV Plattformen anbieten.
Somit könnten auch Online-Telefongespräche, oder ein „Online-Viedeothekenbesuch“ über den Bildschirm des Fernsehers erledigt werden.
Wie kommt man als Nutzer an diese Technologie?
Aktuell über einen spezialisierten Receiver oder über einige (bisher wenige) Angebote von HbbTV-spezifizierten Geräten.  Neuere TV Geräte könnten das begehrte HbbTV bereits per einfachem Benutzen eines roten Knöpfchens auf der Fernbedienung erreichbar machen. ARD und ZDF  hatten Mitte 2010 bereits als erste Sender  HbbTV ins Repertoire ihrer Angebote aufgenommen. Weitere werden folgen.
Wie weit wird diese Entwicklung gehen?
Eine interessante Frage. Wenn man bedenkt, wie schnell neue Entwicklungen den Markt überschwemmen.  Die bis vor kurzem noch mehr oder minder klar von einander getrennten Medientypen Rundfunk, Internet, Printmedien wachsen augenscheinlich immer weiter zusammen.
Könnte es in naher Zukunft etwa nur noch ein Empfängergerät für alle Medientypen geben? Alle ursprünglich getrennten Medientypen in einem vereint?

Quellen  (Stand 02.01.2011) :

http://www.news.de/technik/855068524/hbbtv-verschmilzt-internet-und-fernsehen/1/

http://www.hbbtv-infos.de

Hickethier, Knut (2003) “ Einführung in die Medienwissenschaft“, Metzler

http://www.muecke-sturm.de/static/content/File/PM%20HbbTV.pdf

http://www.irt.de/de/themengebiete/digitales-fernsehen/hybride-tv-empfaenger.html

Video ZDF :

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1130508/Mit+dem+Fernseher+ins+Internet#/beitrag/video/1130508/Mit-dem-Fernseher-ins-Internet

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Die Heile Welt des KIKA

geschrieben von in FernsehenKommentare deaktiviert für Die Heile Welt des KIKA

Der Kinderkanal ist ein Gemeinschaftsprogramm der ARD und ZDF und wird unter der Führung des mdr verwaltet.

Ein Mitarbeiter des Kinderkanals wird nun verdächtigt mehr als 4 Millionen Euro in einem Zeitraum von 5 Jahren durch erfundene Rechnungen am Sender vorbei und auf die eigenen Konten geschafft zu haben.
Der Verdächtige wurde festgenommen und sitzt nun in Untersuchungshaft.
Es ist interessant, wie einfach es zu sein scheint, einen solchen millionenschweren Betrug über die Bühne zu bringen.
Schon einmal war bei ARD unz ZDF die Rede von Betrug und Korruption gewesen. Herr Wilfried Mohren hatte 2005 mit dem Verkauf von Sendezeiten für Aufregung und Entrüstung gesorgt.
Natürlich, der Kinderkanal ist ein Sender wie jeder andere auch und somit genauso gut oder schlecht vor Korruption in den eigenen Kreisen geschützt wie andere Sender.
Nichts desto trotz hätte man einen solchen Skandal wohl am Wenigsten vom KI.KA erwartet.
Ein solcher Betrugsfall zeigt wohl wieder einmal, dass es die „heile Welt“ wie sie uns beim Gedanken an den KIKA oder auch andere öffentlich-rechtliche Sender vorschwebt wohl nirgends mehr wirklich gibt. Und das, obwohl der mdr bereits nach dem ersten bekannt gewordenen Betrugsfall schärfere Kontrollen angekündigt hatte. Ein vier-Augen-Prinzip sollte eingerichtet werden, bei dem immer mindestens zwei mdr-Mitarbeiter vorliegende Rechnungen begutachten sollten.
Nun kündigte der mdr erneut an, besser zu kontrollieren.
Hoffen wir, dass es diesmal kein leeres Geschwätz sein wird denn ein Betrugsfall wie der hier dargestellte kann auch leicht zu einem Vertrauensbruch so mancher Zuschauer der öffentlich-rechtlichen Sender führen.

http://nachrichten.lvz-online.de/nachrichten/mitteldeutschland/mdr-schaerfere-kontrollen-nach-kika-betrug/r-mitteldeutschland-a-65480.html

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/film_fernsehen_radio/kika113_page-2.html

http://www.tlz.de/startseite/detail/-/specific/Kika-Betrugsfall-schadet-dem-ganzen-Gebuehrenrundfunk-1077878865

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Heimat ist was man vermisst?

geschrieben von in Fernsehen, Online-Magazine4 Kommentare »

Was ist eigentlich zu Hause? Und was hat Heimat mit unserer Identität zu tun, damit, wer wir sind?
Das ZDF Mittagsmagazin hatte zu diesem Thema Sebastian Schnoy zu Besuch.
Der Schriftsteller, Journalist und  Historiker der als Kabarettist tätig ist,  stellte den ZDF Zuschauern sein neuestes Werk vor.
„Heimat ist, was man vermisst“ mit diesem schmissigen Reim reisst Herr Schnoy ein Thema an, das vielschichtiger kaum sein könnte.
Der Untertitel des Buches: „Eine vergnügliche Suche nach dem deutschen Zuhause“ zeigt, dass sich Herr Schnoy speziell mit der Heimat und somit unweigerlich auch mit der Identität der Deutschen auseinander gesetzt hat. Das Buch soll, wie der Untertitel sagt „vergnüglich“ sein und mit Humor auf die kleinen Eigentheiten der Deutschen aufmerksam machen.
Ein weiterer Analyeversuch also des pessimistischen Völkchens der dauerjammernden Deutschen?
Im Interview mit dem Moderator Norbert Lehmann meint der Buchautor, dass für ihn Heimat dort sei (…) wo er sich auskenne, wo seine Familie sei (…). Auch, dass er erst durchs viele Reisen gemerkt habe, dass für ihn Deutschland seine wirkliche Heimat sei.
Heimat und Identität. Vielgesagte Begriffe und schon oft für Medienwirksame Werbespots oder interessante Forschungsansätze genutzt.
Was die Frage zur Identität angeht, zu dem, was die „Deutschen“ ausmacht und was die Ansichten anderer Nationen über uns, die in Deutschland lebenden sind, passte ein  Artikel, gefunden bei Focus online, beispielsweise gut zum Thema. „Typisch deutsch“ oder auch Stereotype behandelt der dort gefundene Text.
In dem Artickel geht es hauptsächlich um die Frage wie uns denn die Nachbarländer sehen oder charakterisieren.  In dem Focus Artikel wurde deutlich, dass nach Ansicht der Verfasser, wir Deutschen uns selbst als sehr negativ beschreiben, was wir eventuell gar nicht sind.

Alles in allem lässt sich wohl feststellen, dass sich nicht viele Nationen so eingehend und vor allem selbstkritisch mit der Frage nach der eigenen Identität auseinander setzen wie die Deutschen.

Heimat und die Identität der dort Lebenden ist und bleibt wohl ein spannendes Thema und das Buch von Herrn Schnoy wird mit großer Warscheinlichekeit nicht das letzte seiner Art sein.

http://www.focus.de/wissen/bildung/deutsch/stereotype_aid_21930.html

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/interaktiv/957238/Die-Gaeste-im-mittagsmagazin—2010#/beitrag/video/1223298/%22mittagsmagazin%22-vom-27-Dezember-2010

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