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WG: Pro Sieben Sat.1

Der Fernsehekonzern ProSiebenSat1MedienAG hat nun beschlossen in Unterföhring bei München in eine Art Wohngemeinschaft zu ziehen. So wird die jetztige Sat.1 Sendezentrale nach Unterföhring verlegt, wo bereits Pro Sieben ansässig ist. Dabei reagiert die Konzernleitung auf die angeschlagene Lage des Konzerns und versucht durch den Standort, dass Unternehmen neu zu ordenen und in eine bessere Lage im Wettbewerb zu bringen. Vorbild ist dabei auch RTL der seinen Sendesitz in Köln hat mit seinen dazu gehörigen Tochtersendern.

Durch diesen Umzug nach München sind nicht nur Arbeitsplätze in Berlin gefährdet auch der Medienstandort Berlin hat damit ein Nachsehen gegen München. Auch zu Hinterfragen ist wie es um die Zukunft des Privatenfernsehens steht? Nicht nur das die Sendeinhalte immer mehr verflachen, was aber wieder ein gesondertes Thema ist, geht es anscheinend auch finanziel mit ihnen bergab?

Quelle: Süddeutsche Zeitung 14.11.2008 S:19

Vom Blog ins Fernsehen

ZDF übernimmt in einer freundlichen Übernahme den preisgekrönten Weblog „Elektrischer Reporter“.

Hiermit erhofft sich das ZDF einen Zuwachs von jungen Zuschauern sowie Informationen über die Annahme von Medienportalen im Internet unter ihnen. Doch nicht nur dem ZDF soll diese Fusion zu gute kommen, sondern auch dem Blog soll dadurch eine größere Plattform gegeben werden. Darüber hinaus soll  der Weblog zu einem „online-getriebenen Fernsehformat“ weiterentwickelt werden.

Die Entwicklungen die sich durch diese Übernahme für andere Blogs ergeben werden wir sehen. Ob sich dadurch die Blogosphäre weiterverbreitet und eine höhere Beachtung finden wird.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/computer/810/449539/text/

Bibliothek im Netz

Google hat sich in Amerika mir der Verlagsgruppe Random House über eine Veröffentlichung der in diesem Verlag erscheinenden Bücher geeinigt. So sollen zukünftig die erscheinenden Bücher über Google teilweise lesbar sein. So sollen die Werke nach Stichworten durchsucht werden können und die umliegenden Seiten werden dem Nutzer angezeigt. Des Weiteren werden ältere Bücher, welche nicht mehr dem Urheberrecht unterliegen den Nutzern komplett zur Verfügung gestellt. Durch diese Vereinigung soll der Buchmarkt neu belebt werden und neue Anreize zum Erwerb geschaffen werden.

Durch diesen Durchbruch in den USA ist nun interessant zu Beobachten, ob dieses Konzept auch in Deutschland Einzug erhält und wie sich die Deutschen Verlage verhalten werden. Denn zu der Verlagsgruppe Random House zählen auch die Verlage Goldmann, Heyne und Knaus.

Ich finde diese Möglichkeit der digitalen Ansicht von Büchern eine spannende Sache, da man sich nun vom PC aus eine erste Übersicht über ein Werk verschaffen kann. Abzuwarten ist ob sich dieses Model auch hier zu Lande durchsetzen wird und ob es von den Nutzern auch angenommen wird.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/computer/910/315798/text/

Generation Google

Eine Studie der Sheffield Universität beschäftigte sich mit dem Nutzungsverhalten vom Internet von Jugendlichen, die im Jahr 1993 oder später geboren wurden. Nach dieser Studie zufolge, beschäftigten sich 20% der Jugendlichen kaum mit dem Computer und weitere 57% benutzen das Internet eher desinterssiert. Die einzigen Seiten die Jugendliche häufig benutzen sind Soziale Netzwerke, dort können sie mit ihrer Identität experementieren. Doch die Hoffnungen , die an das Internet geknüpft wurden, als Wissensspeicher und Bildungsort sind bis jetzt noch nicht bei der Jugend angekommen.

Ist dies aber verwunderlich? Oder hat man früher nicht auch lieber mit den Freunden gespielt, anstatt sich in  eine Bibliothek zu setzten und zu lesen?

Quelle: Süddeutsche Zeitung 24.04.08  Die digitale Eisdiele

Privatsphäre

Seit dem 11.September 2001 hat wurden die staatliche Überwachungsmassnahmen rasant ausgebaut, unter anderem auch die geheime Durchsuchung von Privatcomputer oder die langfristige Speicherung aller elektrischen Spuren des Telekommunikationsverkehres. Wärend der Datenschutzbeauftragte Peter Schaar „das Ende der Privatsphäre“ konstatiert, zeigen sich Politiker wenig Einsichtig und verweisen auf den Exhibitionismus der Handy- und Internetgesellschaft, die ihrer Ansicht nach gar nicht mehr unbeobachtet sein will. Kay Nehm Generalbundesanwalt sagte dazu, “ eine Gesellschaft, die ihre Intimitäten öffentlich in die Handys posaune , habe das Fernmeldegeheimnis aufgegeben“.

                               R.I.P Privatsphäre

Doch darf sich der Staat darauf berufen, dass einige ihre Privatsphäre aufgeben und auf dieser Grundlage Gesetze für die gesamte Gesellschaft schaffen? Oder muss er vielmehr erst recht die Privatsphäre derjeniger achten, denen es unangenehm ist in der Öffentlichkeit zu telefonieren oder ihre persönlichsten Daten in Sozialen Netzwerken preiszugeben?

Quelle: Süddeutsche Zeitung 24.04.08 Orwell und Orwellness

Zocken macht Dumm!

Nichts neues hat allerdings eine neue Studie ergeben mit dem Titel „Die Pisa-Verlierer – Opfer ihres Medienkonsums?, diese untersuchte den Zusammenhang zwischen dem Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen und ihren Zensuren.

Diese hat zum Ergebnis geführt, dass Kinder die einen Fernseher oder Computer in ihrem Zimmer haben meist schlechtere Noten haben, als Kinder die eben keine dieser Geräte haben. Betroffen sind ausserdem meist Jungen, Kinder aus sozial schwachen sowie Migrantenfamilien und Norddeutsche eher als Süddeutsche. So wirklich überraschen kann mich diese Studie nun nicht, wer von uns hätte etwas anderes erwartet?Interessant fände ich mal eine Studie die den alternativen wie Enzensberger sie in seinem Text „Das Nullmedium oder Warum alle Klagen über das Fernsehen gegenstandslos sind“ auf wirft, die da seiner Meinung nach wären:“ Wer das Fernsehen abschaffen möchte, sollte sich die Alternativen ins Auge fassen, die zur Verfügung stehen. Hier ist in erster Linie an den Drogenkonsum zu denken…“ Also eine Studie über Drogenkonsum und ihre Auswirkungen auf die Schulnoten fände ich auch mal interesannt!

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/712/158288/

           Enzensberger, Hans Magnus (1997). Das Nullmedium oder Warum alle Klagen über das Fernsehen gegenstandslos sind.

Bruce Allmächtig

Nachdem die ARD mit ihrer neuen Vorabend-Show „Bruce“ den Privatsendern um 19:00 Uhr Konkurenz machen wollten, und sie damit vorallem ein junges Publikum dem ARD zuführen wollte. Erweisst sich die Sendung bereits nach der zweiten Folge als regelrechter Quotenflop, doch anders als die Privatsender, die in der letzten Zeit Ihre schlecht anlaufenden Sendungen sofort aus dem Programm nahmen, will die ARD die Sendung erstmal beibehalten, dazu sagte ein Sprecher: „Über eine vorzeitige Beendigung der Reihe wird derzeit nicht nachgedacht.“ Man müsse diesem Format eine Chance geben. Erst nach der Ausstrahlung der ersten Staffel mit 20 Folgen werde entschieden, ob die Show fortgesetzt werde.“ So manche Kritiker werden sich bestimmt über die schlechten Quoten freuen, denn die Sendung „Bruce“ war schon vor ihrem Start ein Dorn im Auge so mancher, die der ARD vorwarfen, mit einer solchen Sendung auf die Ebene der Privatsender abzurutschen. Wobei man sich darüber streiten kann ob und in wie weit das Programm der öffentlich-rechtlichen Besser oder anders ausgedrückt kulturell ansprechender und hochwertiger ist als das der Privatsender!

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,535234,00.html

legales Filesharing

Die Grünen-Fraktion im EU-Parlament haben sich zu dem Thema filsharen geäußert und zwar meinte sie dazu, dass die Bürger ein Recht hätten im Internet Filme herunterzuladen. Mit einer Kamapgne unter dem Titel „share. it`s fair“ wollen sie gegen die Kriminalisierung der Tauschbörsen und deren Nutzer werben. Diese Kampagne soll auch auf den kulturellen Wert des Filsharings aufmerksm machen, aber ohne die Vergütung der Künstler ausser acht zu lassen. So müsste laut der Grünen ein neues Entgeldsystem geschaffen werden, durch welches die Künstler dann entlohnt werden.

Zu diesem Thema sagt auch der berühmte Buchautor Paulo Coelho, dass die kostenlose Kultur im Netz und kommerzieller Erfolg auch Hand in Hand gehen können. Als Beispiel nennt er seine Erfolge in Russland, wo ihm seine kostenlosen Buchdownloads auch weiteren Erfolg einbrachten.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,530156,00.html