Alle Beiträge von Luisa

Wie social networks die Welt retten

Facebook, StudiVZ oder kaioo kennt inzwischen jeder. „Social Networks“ haben sich in das Alltagsleben von Millionen von Menschen integriert. Doch wie bitte schön sollen sie die Welt retten können?

reset.to, weltretter.org, netzwirken.net, betterplace.org und viele weitere social networks der neuen Art haben sich genau das zum Ziel gesteckt. Wie bei herkömmlichen Communities auch können sich Nutzer ein Profil anlegen. Doch das Ziel ist nicht einfach nur networking oder socializing zum Selbstzweck zu betreiben, sondern Gleichgesinnte zu finden, um soziale Projekte auf der ganzen Welt zu unterstützen. Dank moderner Kommunikations- und Übertragungstechnologien kann man sozusagen live dabei sein und kontrollieren wie vor Ort die geleistete Spende eingesetzt wird.

Ein Trend, der Schule machen könnte!

Quelle: SPON

Flagschiffe in Finanznot

Dass die Finanzkrise nicht nur die Banken betrifft, ist schon vor einiger Zeit erkannt worden. Längst hat die Realwirtschaft nachgezogen, die Rezession ist im vollen Gange. Nun melden mit der WAZ-Gruppe, Gruner + Jahr und die Süddeutsche Zeitung drei Flagschiffe des deutschen Pressemarktes Konsequenzen an. Einsparungen in Millionenhöhe und personelle Umstrukturierungen sollen die Einbußen im Anzeigenmarkt ausbügeln. Was das heißt ist klar: Einsparung von Arbeitskräften und eine Mehrbelastung der verbleibenden Journalisten.

DIe Frage ist nur, wie sich die ohnehin durch die Online-Konkurrenz gebeutelten Printmedien weiterhin halten wollen, wenn nicht durch einen Vorsprung an Qualität. Dass diese sich durch die Personalkürzungen nicht verbessern wird, sollte jedem klar sein.

Gatekeeper oder Zensor?

Eine zentrale Aufgabe der Medien – sei es in Presse, Hörfunk, Fernsehen oder Internet – ist das Filtern der Nachrichtenflut, die sich tagein tagaus aus den Nachrichtenagenturen ergießt. Filtern, so dass bei den Lesern, Hörern, Zuschauern und Surfern die relevantesten, interessantesten, wichtigsten Nachrichten in verständlicher Weise ankommen. Dass dies nicht immer in optimaler Weise gelingt, steht außer Frage, denn was relevant und interessant ist, empfindet nicht jeder gleich. Die Vielfalt der Medienlandschaft beweist dies.

Doch wo hört diese Gatekeeper-Funktion auf und fängt Zensur an? In unserer westlichen Gesellschaft bilden wir uns nur zu gerne etwas auf unsere Presse- und Meinungsfreiheit ein. Zustände wie in China oder Russland? – Undenkbar! Auch wenn die meisten Menschen, die solche Äußerungen von sich geben wahrscheinlich nur eine vage Vorstellung von der tatsächlichen Lage in diesen Ländern haben. Dass es auch bei uns nicht immer rosig aussieht beweisen die zahlreichen Watchblogs, die es sich zur Aufgabe gemacht haben unseriöse oder gar falsche Berichterstattung aufzudecken.

Als eines von zahlreichen Beispielen sei hier der Spiegelfechter genannt. Der Betreiber dieses privaten Blogs macht auf das kuriose Kürzen eines Interviews mit Wladimir Putin seitens ARD-Journalist Thomas Roth aufmerksam. Das einstündige Interview, bei dem es keine Themenbeschränkung gab, wurde auf zehn Minuten Sendezeit gekürzt. Das vollständige Interview wurde auch nicht im Internet zur Verfügung gestellt. Nach vielfacher Kritik von Zuschauern im Tagesschau-Blog wurde das vollständige Interview nun gestern Morgen um 6.20 Uhr (!!!) im WDR ausgestrahlt. Wenn man sich das Interview nun durchliest – die weggekürzten Passagen sind farbig markiert – fragt man sich doch, nach welchen Maßstäben hier gekürzt wurde. Um das Verständnis zu erhöhen? Um das Wesentlichste zu berichten? Um das sorgsam aufgebaute Feindbild nicht zu zerstören?  Eines ist jedenfalls klar:  Mit neutraler Berichterstattung hat das nichts zu tun. Leider ist es nur ein Beispiel für die tendenziöse Berichterstattung über den Kaukasus-Konflikt seitens westlicher Medien.

Gatekeeper oder Zensor? Das ist wohl eine Frage der Perspektive.

Geistiges Eigentum soll Chefsache werden

Anfang April ging das Gesetz zur besseren zivilrechtlichen Durchsetzung geistiger Eigentumsrechte durch den Bundestag. Einfache oder erstmalige Verstöße werden nun mit 100 Euro geahndet. Doch es ist vor allem die Regelung, dass Richter über den Auskunftsanspruch z.B. gegenüber Internet-Providern entscheiden, nicht mehr die Staatsanwälte.

Die Musikindustrie läuft gegen diese Regelung Sturm. Der Bundesverband Musikindustrie, der circa 90 % des deutschen Marktes vertritt, hat nun in der tageszeitung, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Süddeutschen Zeitung einen offenen Brief veröffentlicht. Zahlreiche Künstler haben ihn unterschrieben und an Angela Merkel appelliert, geistiges Eigentum zur Chefsache zu machen. Der Schuldige an der Misere sei natürlich das Internet und die Möglichkeiten, die es zum illegalen Beschaffen von Musik, Filmen oder Hörbüchern bietet.

Ob man wirklich gut bedient ist, wenn man sich mit einem solchen Gesuch an Frau Merkel wendet?

Quelle:

sueddeutsche.de

Hacker oder „Online-Demonstranten“?

Die Website CNN.com des amerikanischen Nachrichtensenders war vergangene Woche das Angriffsziel chinesischer Hacker. Mit einer „Distributed Denial of Service“-Attacke („DDoS“) versuchten sie die Seite lahm zu legen. Dabei wird ganz einfach die Seite mit fehlerhaften Anfragen überflutet, so dass auch valide Anfragen nicht mehr bearbeitet werden können. CNN war allerdings vorgewarnt und konnte wirksam Gegenmaßnahmen ergreifen. Anderen Hackern gelang es eine Art Web-Graffiti auf der CNN-Schwester-Seite „Sports Illustrated“ zu hinterlassen.

Grund für die Angriffe war die angeblich einseitige Berichterstattung über Tibet. Tage vorher kursierte ein öffentlicher Aufruf dazu auf chinesischen Seiten, sogar die entsprechende Software konnte man problemlos herunterladen. Die Hacker sehen sich nicht als solche, sondern als „Online-Demonstranten“. Dies ist indess kein chinesisches Phänomen. Ihrem Selbstverständnis nach sind die sogenannten „Hacktivisten“ „people that use modern technology against those that exploit and oppress the people“.

Wie effektiv diese Art des Protestes ist, ist fraglich. Inhaltlich hat man sicher nichts gewonnen, wenn man eine unliebsame Website ein paar Stunden lahm legt. Aber wenn sich diese Bewegung etabliert und professionalisiert, könnten solche Aktionen zu größerer Aufmerksamkeit gelangen.

Quellen:

taz.de

Wer mehr über Hacktivismus erfahren möchte, sollte sich diese Seite hier ansehn:
thehacktivist.com

iSmoke

Für alle, die das iPhone, den Hype darum und das leidige Hin und Her um Verträge nicht mehr hören können: Tom Dickinson, Gründer der Firma „Blendtec“ häckselt es in seinem Mixer zu schwarzem Staub: iSmoke.  Das ganze ist dann als lustiges Video auf der Firmenhomepage zu sehen und erfreut sich enormer Beliebtheit.  Herr Dickinson zerhäckselt nicht nur iPhones, sondern auch iPods oder Maskottchen der US-Parteien.

Ich frage mich für wen das mehr Werbung bedeutet – Blendtech oder Apple? (Nicht, dass letztere das nötig hätten…)

Quelle: taz

Communities im Internet – Was sie wollen, was sie sollen

Die „social networks“ beschäftigen uns wirklich, wenn man sich mal die Zahl der Blogeinträge hier ansieht. Nur noch getoppt von Dschungelcamp und DSDS…

Dabei werden sie vielfach überschätzt. Entgegen der gängigen Annahmen, dass die (jugendlichen) User vor allem coole neue Features und Spielereien wollen, sind sie wohl doch konservativer. Das hat zumindest eine Studie der FH Bonn-Rhein-Sieg und der Freundlichen Netzwerke GmbH herausgefunden. Demnach legen Nutzer Wert auf einen kostenlosen Zugang (Oh Wunder..), übersichtliche Suchfunktion und aktuelle Nachrichten auf der Startseite. „Gruscheln“ ist out.  Auch die Kontaktaufnahme via Internet wird gemeinhin überschätzt. 70 % der Nutzer haben nur Freunde aus ihrem Umfeld. Die Communities werden genutzt um sich über deren Leben auf dem Laufenden zu halten.

Soweit zu den Nutzern. Die Betreiber wollen natürlich vor allem eines. Viele Nutzer, damit sie viele Werbeeinnahmen erhalten. Die Studie hat jedoch herausgefunden, dass Werbung über diesen Weg eher ineffektiv ist.

Fazit: StudiVZ, Facebook und Co. werden uns wohl noch eine Weile beschäftigen, bis wir wirklich wissen, was die Nutzer wollen, Werbung effektiver wird, Datensicherheit geklärt ist usw. usf.

Nachzulesen bei Spiegel Online

Surfen für die geistige Leistungsfähigkeit

Endlich mal eine erfreuliche Studie zur Nutzung von Medien! Mind Lab International hat in einer Studie herausgefunden, dass Frauen, die ihre Arbeitszeit für 10 Minuten unterbrechen, um privat im Netz zu surfen, danach leistungsfähiger sind. Die Studie, die von HP beauftragt wurde, untersuchte dabei 20 Frauen im Alter von 18 bis 59 Jahren. Zehn Frauen durfte besagte Pause einlegen, zehn mussten durcharbeiten. Bilder auszutauschen, „social-networking“ oder Videos anschauen sorge zum einen für Erholung, löse Verspannungen zum anderen steigere es die intellektuelle Leistungsfähigkeit.

Na dann.

Quelle: heise.de

Noch mehr Konvergenz

Das das Internet das Konvergenz-Medium Nummer 1 ist, ist uns wohl allen klar. Musik, Videos, von Zeitungen ganz zu schweigen – das ist längst ein selbstverständlicher Teil der Online-Welt.

Ähnlich wie die Musik- und Filmindustrie versucht sich jetzt mit Harper Collins ein Verlag mit einem neuen Konzept im Netz neue Käufer zu acquirieren. Leseproben, die nach ein paar Seiten zu Ende sind, waren gestern. Harper Collins stellt komplette Publikationen – vom Roman bis zum Kochbuch – online. Kostenlos, aber kopiergeschützt.

Auch in Deutschland gibt es ein ähnliches Angebot. „Libreka“ befindet sich allerdings noch im Aufbau und hat bisher nur ein begrenztes Angebot.

Es wird interessant sein zu sehen, ob sich das Internet ähnlich wie bei Musik und Film dazu eignet neue Käuferschichten zu erschließen. Da lässt sich bestimmt noch einiges entwickeln…

Quelle: SPON 

Das Original kommt

StudiVZ bekommt Konkurrenz. Das amerikanische Original Facebook wird international und will spätestens Ende März seine deutsche Version <<facebook.de>> an den Start bringen.

Vizepräsident Matt Cohler sieht auf dem deutschen Markt enorme Wachstumschancen was Werbeeinnahmen angeht. Auch eine Übernahme von der der Holtzbrinck-Verlagsgruppe angehörenden „Studentenplattform“ schließt er nicht aus.

Es wird interessant zu sehen sein, ob Facebook die potentiellen Werbeeinnahmen, die sie sich erhoffen, einstreichen kann. Angesichts der Proteste, die StudiVZ wegen der Änderung der AGB hinnehmen musste, werden die Nutzer dem sicher mit Misstrauen gegenüberstehen.

Quelle: sueddeutsche.de

Rechtsextremer Prof?

Michael Vogt, Honorarprofessor an der Uni Leipzig, Medienwissenschaftler, sieht sich mit Rechtsextremismus-Vorwürfen konfrontiert.

Die Vorwürfe speisen sich aus zwei Vorkommnissen. Zum einen soll Vogt Kontakt zu rechtsextremen Politikern der NPD haben. Angeblich war er am 26. September 2007 auf einer Veranstaltung der rechtsextremen Fraktion „Identität, Tradition, Souveränität“ des Europäischen Parlamentes. Zumindest erscheint sein Name unter den Teilnehmern auf der Homepage der NPD und weitere Teilnehmer, darunter Politiker der NPD, der Republikaner und der DVU, bestätigen seine Anwesenheit. Vogt selbst streitet ab bei jener Veranstaltung zugegen gewesen zu sein.

Zum Anderen werden seine Vorträge und Filme zur Nazi-Zeit und dem Zweiten Weltkrieg mit rechtsextremen Ansichten in Verbindung gebracht. So war zum Beispiel sein Film „Die Geheimakte Heß“ über Hitlers Stellvertreter unter Mitwirkung dubioser Wissenschaftler entstanden. Der Historiker und Ko-Autor Vogts, Olaf Rose, arbeitet mittlerweile für die NPD-Landtagsfraktion in Sachsen, nachdem er zuvor von der Stadt Herne fristlos entlassen worden war, weil er für eine Chronik die Anzahl der Herner Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg drastisch heruntergerechnet hatte.

Vogt sagte ob der Vorwürfe sämtliche seiner Seminarveranstaltungen ab. Er weist sowohl die aktuellen Anschuldigungen wie jegliches  „rassistisches, antisemitisches oder nazistisches Gedankengut prinzipiell“  von sich.

 

Quelle: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,516859,00.html