Pharma-Verband wirft ZDF heute journal diffamierende Berichterstattung vor

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In einer gestern veröffentlichen Pressemitteilung erhebt der Bundesverband der Pharamazeutischen Industrie (BPI) schwere Vorwürfe gegen das ZDF heute-journal. Im Rahmen der aktuellen Diskussion um die Kosten von Arnzeimitteln warf der Verband dem öffentlich-rechtlichen Sender eine „undifferenzierte“ und „diffamierende“ Berichterstattung vor. Der Vorsitzende des BPI, Henning Fahrenkamp, kritisiert außerdem die „journalistisch absolut unsaubere“ und“schäbige“ Vorgehensweise des ZDF.

Obwohl sich in der Pressemitteilung nicht konkret dazu geäußert wird, dürfte sich die Kritik wahrscheinlich auf den Beitrag „Ein Pharmarefernt packt aus“ beziehen, der im heute-journal vom 10. März zu sehen war. Dort berichtete ein anonymer Informant über korrupte Preistreibungs- und Bestechungspraktiken, die in der Branche an der Tagesordnung seien.

Bei Sichtung des Beitrages fällt  sicher auf, dass keine Gegenstimmen aus der Pharmaindustrie zu hören sind, die den Aussagen des Pharmareferenten widersprechen. Allerdings hebt sich der Beitrag meines Erachtens nicht sonderlich von Beiträgen ab, die man auch sonst des öfteren im heute journal verfolgen kann. Hier schließt sich die Frage an, wie kritisch und ausgewogen ein öffentlich-rechtlicher Sender berichten soll/darf, und wo eventuell Grenzen überschritten werden.

Quellen:

http://www.bpi.de/popup/popup.aspx?p=1&tp_id=392&name=pm&control=popup

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/nachrichten/#/beitrag/video/993350/ZDF-heute-journal-vom-10-M%C3%A4rz-2010

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,682693,00.html

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Fernsehnachrichten im Januar: Erdbeben in Haiti wichtiger als hiesiges Winterchaos

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Das Institut für empirische Medienforschung (IFEM) in Köln hat die deutschen Fernsehnachrichten im Januar einer Inhaltsanalyse unterzogen. Bei der Analyse konnte gezeigt werden, dass das Erdbeben in Haiti das Topthema in nahezu allen Sendungen darstellte. Die Hauptnachrichtensendungen von ARD, ZDF, RTL und SAT.1 verwendten demnach insgesamt 281 Minuten auf die Katastrophe in der Karibik. Auf Rang 2 der Topthemen rangierte das Winterwetter und die chaotischen Verkehrsverhältnisse in Deutschland mit 189 Minuten.

Weitere wichtige Themen im Januar waren der Afghanistan-Konflikt (89 Minuten), sowie der Streit über die Steuerpolitik (44 Minuten). Die Gewichtung der Themen verlief bei den öffentlich-rechtlichen und den privaten Sendern zum großen Teil sehr ähnlich. Lediglich bei den Sat.1 Nachrichten war nicht Haiti, sondern das Winterwetter das Hauptthema im Monatsverlauf.

Quelle: http://politik-digital.de/infomonitor-januar-2010-erdbeben-in-haiti-war-topthema-der-fernsehnachrichten-im-januar

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Streit um Onlineauftritt der Tagesschau ebbt vorerst nicht ab

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Der Hamburger Verlag Gruner+Jahr steht kurz vor einer Klage gegen den Norddeutschen Rundfunk (NDR). Dies berichtet das Branchenmagazin „Werben & Verkaufen“. Grund für die Klage: Der NDR-Rundfunkrat möchte der Web-Präsenz tagesschau.de größere Möglichkeiten zur Erweiterung geben, das Portal soll kontinuierlich weiter ausgebaut werden. Den deutschen Verlagshäusern missfällt dieser Beschluss. Sie werfen dem NDR vor, sich nicht an den neuen Rundfunkstaatenvertrag zu halten. Tagesschau.de setze sich über bestehende Richtlinien für öffentlich-rechtliche Angebote im Internet hinweg. Derzeit prüft der Verlag die rechtlichen Schritte. Ob es zu schließlich zu einer Klage bei den Verwaltungsgerichten kommen wird, ist bislang noch offen.

Quellen:

http://www.wuv.de/

http://www.medienhandbuch.de/news/gruner-jahr-erwaegt-angeblich-klage-gegen-den-ndr-34659.html

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Wechselt N24 bald den Besitzer?

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Laut Angaben von medienhandbuch.de steht der Nachrichtensender N24 kurz vor einem Verkauf. Interessenten für einen Kauf des Senders, der sich zurzeit noch im Besitz der ProSiebenSat.1-Gruppe befindet, sind auch bereits genannt worden: Der jetzige Vorsitzende der N24 GmbH, Torsten Rossmann, plane eine gemeinsame Beteiligungsgesellschaft mit verschiedenen Privatpersonen. Genannt sei hier der ehemalige „Spiegel“-Chefredakteur Stefan Aust. Der Kaufpreis für den Sender, der als Nachrichtezulieferer für ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins dient, steht noch nicht fest. Von Seiten der Sendergruppe wurde allerdings betont, dass eine Voraussetzung für den Verkauf die weitere Bereitstellung von Nachrichten durch N24 sei. Rossmann erwähnte, dass ein Verkauf mit einer Umstrukturierung des Sender verbunden sein müsse. Wieviele der 240 Arbeitsplätze in Berlin dabei betroffen sein werden, bleibt unklar.

Quelle:

http://www.medienhandbuch.de/news/stefan-aust-will-n-24-kaufen-33304.html

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Sturmtief ?Daisy? sorgt für hohe Einschaltquoten bei TV-Nachrichten

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Die Berichterstattung über das Sturmtief ?Daisy? und seine Auswirkungen sorgte am Wochenende für hohe Einschaltquoten bei einigen bekannten Fernsehnachrichtensendungen. Besonders die Tagesschau und RTL Aktuell profitierten vom Schneechaos, das vor allem im Nordosten des Landes zu spüren war. RTL erreichte mit seiner Nachrichtensendung am vergangenen Sonntag mit 6,14 Mio. Zuschauern sogar das Sender-Tageshoch. Das erhöhte Informationsbedürnfnis der Bundesbürger spiegelte sich auch in einer starken Tagesschau wider: Mit 8,67 Zuschauern (Marktanteil rund 24 Prozent) war das Flagschiff der ARD die meistgesehene Nachrichtensendung am Sonntag. Auch der Nachrichtensender n-tv verzeichnete Rekordquoten im noch jungen Jahr. Zwischen 1 und 1,5 Prozent Marktanteil bescherte ?Daisy? durchschnittlich von Freitag bis Sonntag ? für den Nachrichtensender das beste Ergebnis seit langem.

Quellen:

http://www.medienhandbuch.de/news/sturmtief-daisy-sorgt-bei-n-tv-fuer-rekordzahlen-33232.html

http://www.quotenmeter.de/cms/?p1=n&p2=39509&p3=

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Zeitschriften in der Wirtschaftskrise

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Die Wirtschaftskrise erreicht spätestens jetzt auch den Zeitschriftenmarkt: Viele Titel müssen große Defizite im Anzeigengeschäft hinnehmen. Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) teilte am Mittwoch in Berlin aktuelle Zahlen mit. Aus diesen geht hervor, dass besonders die drei großen Nachrichtenmagazine Verluste zu verzeichnen haben: „Der Spiegel“ verliert gegenüber dem Vorjahr 10,1, der „Stern“ 12 und „Focus“ sogar 19,5 Prozent der Anzeigenseiten.

Der Grund für den Rückgang der Anzeigen ist laut VDZ ein gekürztes Marketingbudget vieler Unternehmen, vor allem durch die anhaltene Rezession der Wirtschaft. Allerdings sind nicht alle Zeitschriften betroffen. Als Beispiel sind die wöchentlichen oder monatlichen Frauenzeitschriften zu nennen, deren Anzeigenvolumen weitesgehend stabil blieb. Steigerungsraten im zweistelligen Prozentbereich gab es im letzten Jahr bei den Titeln „Bild der Frau“ oder „Essen & Trinken“.

Für das laufende Jahr geht der VDZ von einer düsteren Prognose aus: Die Investitionen im Bereich der Werbung sollen demnach weiter fallen.

 

Quelle: http://www.netzeitung.de/medien/1246738.html

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Google erweitert Büchersuche um US-Zeitschriftentitel

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Der Google-Konzern erweitert seine Büchersuche, in der zur Zeit schon rund 7 Mio. (Stand Oktober 2008) Bücher eingescannt wurden, um ein weiteres Feature. Nach Verhandlungen mit einigen Zeitschriftenverlagen in den USA wird es in Zukunft auch möglich sein, alte Zeitschriften digital abzurufen. Interessant dabei ist, dass die gescannten Magazine auch hierzulande zugänglich sein werden. Bisher waren viele Buchinhalte nur amerikanischen Surfern vorbehalten. 

Wie der Software-Engineer Dave Foulser im Google-Unternehmens-Blog berichtet, werden die Zeitschriftenartikel als komplette und farbige Scans eingestellt. Die Suche nach Artikeln in den Magazinen wird über die Büchersuche möglich sein. Bei Aufruf einer Zeitschrift wird dem Nutzer zuerst ein Inhaltsverzeichnis der Ausgabe präsentiert, in der er dann blättern kann. Außerdem findet er eine Liste aller Orte, die in der Zeitschrift erwähnt werden. 

Titel aus verschiedenen Sparten werden angeboten, so beispielsweise der Wissenschaftstitel Popular Science, das Männermagazin Men’s Health oder die Sportzeitschrift Baseball Digest. Fraglich ist für mich allerdings, wie aktuell die eingescannten Zeitschriften sein werden. Ich kann mir nicht vorstellen kann, dass es den Verlagen Recht ist, ihr Printerzeugnis kurz nach Veröffentlichung in der kostenfreien Google Bildersuche wiederzufinden. Foulser machte hierzu keine Angabe.

Quellen:

http://googleblog.blogspot.com/2008/12/search-and-find-magazines-on-google.html

http://www.golem.de/0812/64046.html

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Typosquatting? – Nie gehört…

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Der in den USA geprägte Begriff Typosquatting hört sich im ersten Moment zugegebenermaßen sehr befremdlich an. Allerdings kann man davon ausgehen, dass so gut wie jeder Internetbenutzer schon einmal ungewollt mit diesem Phänomen zu tun hatte:

Beim Typosquatting handelt es sich um das bewusste „Besetzen falsch getippter prominenter Internetadressen“. Privatleute oder Firmen sichern sich Domains, deren Adresse meist nur minimal von einer bekannten Präsenz abweicht, beispielsweise www.googkle.com . Man kann sagen, dass solche Seiten nur durch Tippfehler leben. In den meisten Fällen finden sich Anzeigen oder andere Formen von Werbung auf den versehentlich besuchten Seiten, die – falls angeklickt – dem Betreiber kleinere Beträge im Cent-Bereich einbringen. Neben dieser eher „harmlosen“ Methode der Seitenbetreiber kommt es aber auch vor, dass sich beim Besuch unerwünschte Software installiert, falls der Computer nicht ausreichend geschützt ist. Im schlimmsten Falle können durch solche Programme empfindliche Daten, wie beispielsweise Konto- oder Kreditkarteninformationen, gestohlen werden.

Auch wenn es in den meisten Ländern bereits rechtliche Grundlagen zur Bekämpfung des Typosquattings gibt, sind die Verfahren oft sehr langwierig. Im deutschsprachigen Raum gibt es übrigens rund um die Social-Networking Seite www.studivz.de die meisten Tippfehler-Adressen.

Mehr zum Thema inklusive einer Rangliste der am stärksten betroffenen Webseiten findet ihr unter:

http://www.sueddeutsche.de/,ra12m1/computer/artikel/202/144872/

Online-Nachrichten gewinnen an Beliebtheit

geschrieben von in Allgemeines, Internetstatistik, Medienwandel2 Kommentare »

Im letzten Jahr lasen 19 Prozent der Deutschen regelmäßig Nachrichten im Internet. Zu diesem Ergebnis kam der Branchenverband Bitkom. Die Zahl der Online-Nachrichten-Leser hat sich damit seit 2002 nahezu verdoppelt.

Internetauftritte von Magazinen (z.B. Spiegel) und Tageszeitungen (z.B. Süddeutsche Zeitung) werden dabei generell am häufigsten aufgerufen. Viele Leser von Zeitungen informieren sich neben der Lektüre der Printausgabe auch online, um stets auf dem neuesten Stand zu sein.

Im Vergleich mit Europa liegt Deutschland ein Prozent über dem Durchschnitt von 18 Prozent. Spitzenreiter sind die Finnen – von Ihnen informieren sich regelmäßig 46% im Netz.

Quellen : http://www.netzeitung.de/internet/694612.html

http://www.bitkom.org/

Medienrecht: Unerlaubte Blog-Namen

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Blogs, deren URL einen Markennamen enthält, könnten künftig juristische Probleme bekommen. Das Oberlandesgericht in Hamburg urteilte, dass Blogs Namensrechte verletzen, wenn ihr Titel fremde Firmennamen beinhalten. So könnte auch der bekannte BILDblog von Stefan Niggemeier bald zu einem Namenswechsel gezwungen werden.

Zuvor verklagte offentsichtlich das Unternehmen MLP Private Finance den Betreiber der Website www.MLP-blog.de, der unter dieser Adresse eine Art Watchblog einrichtete, um kritisch über die Aktivitäten des Finanzkonzerns zu berichten. Das OLG in Hamburg begründete das Urteil damit, dass der Blog-Betreiber keinerlei Namensrechte von MLP besitze und zudem keinerlei „schützenswerte Belange“ für die Verwenung des Namens anführen könne. Unter „schützenswerte Belange“ würde beispielsweise die künstlerische Freiheit fallen, doch diese ist nur gegeben, wenn es sich um eine ausschließlich satirische Seite handelte.

Es bleibt abzuwarten, ob nun eine Welle an weiteren Klagen folgen wird, oder ob die betroffenen Blogs ihre Benennung beibehalten können.

Quelle: http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,494609,00.html

Die Deutschen sind zufrieden mit der Auswahl an TV-Sendern

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Eine Emnid-Umfrage vom Juni 2006 ergab, dass sich 90% aller Deutschen über 14 Jahren keine weiteren Fernsehsender wünschen und mit der derzeit angebotenen Auswahl zufrieden sind. 25% der 1004 Befragten gaben sogar an, dass Ihnen das TV-Angebot zu unübersichtlich sei.

Die deutschlandweite Umstellung auf Digitalfernsehen, die bis 2010 abgeschlossen werden sein soll und den Bürgern viele neue Sender bescheren wird, wird demnach von der Mehrheit der Befragten als nicht zwingend notwendig angesehen.

Ist es unter diesen Umständen überhaupt sinnvoll, die Palette der Sender (auch mit teils skurrilen Angeboten wie beispielsweise in diesem Blog-Eintrag dargestellt) zu erweitern? Kann man nicht davon ausgehen, dass vor allem die ältere Generation der Zuschauer ihren gewohnten Sendern treu bleiben werden? Wir werden sehen…

Quellen:

http://www.netzeitung.de/medien/692482.html

http://www.tns-emnid.com/

Deutsche Studie: Time-Warner erfolgreichster Medienkonzern

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Das Berliner Institut für Medien- und Kommunikationspolitik veröffentlichte bereits am Mittwoch eine Studie über die größten Medienkonzerne der Welt. Die Top 50 der „Medienriesen“ wird demnach vom US-Konzern Time Warner angeführt. Im letzten Geschäftsjahr 2006 betrug sein Umsatz stolze 35,2 Milliarden Euro.

Dicht dahinter folgen die Unternehmen Walt Disney (27,3 Milliarden Euro) und Viacom/CBS (20,7 Milliarden Euro), die ebenfalls in den Vereinigten Staaten ansässig sind. Der Bertelsmann-Konzern ist mit 19,2 Milliarden Euro Umsatz auf Platz 6 der Rangliste anzutreffen.

Im Jahr 1995 sah die Reihenfolge noch ein wenig anders aus: Damals stand zwar auch schon Time-Warner auf Rang 1, doch die deutsche Konkurrenz von Bertelsmann befand sich direkt dahinter und bildete somit den zweitgrößten Medienkonzern der Welt (gemessen am Umsatz).

Unter den ersten 50 Unternehmen sind ansonsten nur noch zwei aus Deutschland vertreten: Der Senderverbund ARD (Platz 18) und der Axel-Springer Verlag (48). Alle aufgelisteten deutschen Konzerne verloren im Vergleich zu der Studie vor 12 Jahren deutlich an Boden und fielen im internationalen Vergleich zurück.

Quellen:
http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,491247,00.html


http://medienpolitik.eu/cms/index.php?idcat=41

Bürgerrechtler: Schlechter Datenschutz bei Google

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Neulich stellte die amerikanische Bürgerrechtsorganisation Privacy International (PI) eine Studie über den Datenschutz bei größeren Onlinediensten auf. In der Rangliste, die 23 Organisationen enthält, bildet Google das Schlußlicht und erhielt als einziges Unternehmen die Bewertung „Hostile to Privacy“ – also datenschutzfeindlich. Andere Internetdienstleister wie eBay, Amazon, Myspace, Microsoft oder AOL erhielten zwar bessere Noten, einen unbedenklichen Datenschutz konnte jedoch keinem Unternehmen zugeschrieben werden.

Google kritisierte die Bewertung PI’s mit der Begründung, das 70köpfige Team, das für die Bewertungen verantwortlich ist, beinhalte einen ehemaligen Microsoft-Mitarbeiter, sodass die Rangliste an Glaubwürdigkeit verlöre.

PI wies die Vorwürfe prompt zurück – der Mitarbeiter sei schon seit mehreren Jahren bei PI angestellt und seine Zeit beim Google-Konkurrenten Microsoft läge schon sechs Jahre zurück.

Ich persönlich finde, dass das Ergebnis dieser Studie Anlass zur Diskussion gibt, da vor allem Google ein Dienst ist, den viele von uns täglich nutzen. Auch die Beurteilungen der anderen Anbieter sind nicht makellos und die Frage, wie mit persönlichen Nutzerdaten umgegangen wird, betrifft alle.

Quellen:

http://www.privacyinternational.org/

http://www.heise.de/newsticker/meldung/90901/from/atom10

Socialnetworking-Seite Facebook: Über Nacht zum „Massenmedium“ ?

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Facebook ist eine US-amerikanische Networkingseite, die Anfang 2004 mit dem erklärten Ziel, Studenten eine Kommunikationsplattform zu bieten, online ging. Die Zahl der Nutzer liegt heute schon bei mehr als 19 Mio, auch Angestellte aus allen Branchen haben mittlerweile Zugang. Vor einem Jahr erhielt der Gründer, der heute 22-Jährige Mark Zuckerberg, ein Kaufangebot von Yahoo über knapp 1 Milliarde US-Dollar. Zuckerberg lehnte ab.

Nach den schrecklichen Ereignissen des Amoklaufes in Blacksburg avancierte Facebook zum Forum für Überlebende, Angehörige, Trauernde. Mehr noch als in den gängigen Medien beherrschte das Thema des Amoklaufs die Diskussionen der letzten Tage auf dem Internetportal. Es wurden zahlreiche Videos und Handyfotos von Nutzern online gestellt, Viele gedachten der Opfer und trauerten. Fernsehsender, wie beispielsweise NBC erstellten selbst Nutzerprofile, um an den Diskussionen teilhaben zu können und Kontakt zu direkt Betroffenen herzustellen. Bei den Sendern herrschte die Angst, wichtige Informationen für die Berichterstattung nicht berücksichtigen zu können. Nachdem sich einige Nutzer über dieses Vorgehen der Sender beschwerten, wurden die betreffenden Profile gelöscht.

Nun werden Gerüchte laut, dass neue, wesentlich höhere Kaufangebote für die Internetplattform vorlägen. Die Tragödie in Blocksburg sorgte anscheinend dafür, dass neue Interessenten das riesige Potential der Seite, die bislang monatlich 30 Mio Zugriffe verzeichnete, erkannten. Können Ereignisse wie das Massaker in Blocksburg als „Katalysator“ für den Erfolg eines Mediums wie Facebook sorgen? Scheinbar schon…

Quellen:
http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,479009,00.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Facebook

http://www.facebook.com

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