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L’état c’est moi

Seit längerem schon sind Nicholas Sarkozys Umfragewerte im Keller. Mit seiner neuen Aktion, einer Medienreform treibt er wieder viele Leute auf die Barikaden:
Ab Januar kommenden Jahres sollen die öffentlich-rechtlichen Anstalten in Frankreich nach 20 Uhr keine Werbung mehr senden (kommt uns das bekannt vor?). Ab Dezember 2011 sollen diese ganz auf Werbespots verzichten. So soll der „seichten Unterhaltung“ entgegen gewirkt werden. Finanziert wird das ganze natürlich nicht über eine Gebührenerhöhung, sondern durch eine Verlagerung der Kosten auf eine neue Umsatzsteuer für Handynetzbetreiber und Internetanbieter (die die Kosten natürlich nicht an ihre Kunden weitergeben…).

Weiterhin sieht die Medienreform vor, dass der Chef des öffentlich-rechtlichen Fernsehens vom Präsidenten selbst bestellt wird. „Mit seinem eisernen Griff auf das Fernsehen hat Nicolas Sarkozy 35 Jahre über den Haufen geworfen, während der man versuchte, zwischen Macht und Fernsehen mehr Distanz zu schaffen“, folgert das Blatt „L?Alsace“ (Spiegel online).

Erinnert ein bisschen an Berlusconi, findet ihr nicht?

ZDF-Nachrichten bei „Die Zeit“ online

Nach der WAZ-Gruppe (Kooperation mit dem WDR) sendet nun auch „Die Zeit“ Nachrichten des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Eingebaut in das Web-Angebot der „Zeit“ sind Im Moment die ZDF-100sec-Nachrichten zwischen Werbebannern zu sehen. Geplant ist die ZDF-Präsenz nach und nach weiter auszubauen und noch eine Reihe anderer Sendungen online auszustrahlen.

Für das ZDF sehe ich bisher nur Vorteile. Immerhin produziert sie diese Nachrichten sowieso um sie auf der eigenen Homepage zugänglich zu machen- warum also nicht noch Geld damit verdienen? Was meint ihr?

In diesem Zusammenhang ist wohl auch eine Diskussion rund um die Werbefreiheit von öffentlich-rechtlichen Sendern los gebrochen. Auf der einen Seite wird darauf verwiesen, dass Qualitätsnachrichten nur noch Beiwerk zwischen Werbebannern sind und dies dem Prinzip der Werbefreiheit widersprechen würde… Am besten macht ihr euch selbst ein Bild.

gelesen bei: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,561433,00.html

„Paparazzi-Trash“ vs. Kunst

Wer von uns ist es nicht leid schlechte Fotos in Zeitungen und Zeitschriften zu sehen?

Seit langem ist der Trend zu immer mehr Amateurfotografien in den Medien zu verfolgen.

In Hannover eröffnet heute die LUMIX, die sich genau dem entgegenstellen will.

Junge Fotojournalisten aus verschiedenen Ländern stellen hier ihre Fotografien aus, mit dem Ziel den Menschen eine fast verschwundene Kunst wieder vor Augen zu führen.

Gründer Rolf Nobel will in seiner Ausstellung alle Facetten des Lebens betrachtet sehen. Düstere Ereignisse sollen ebenso gezeigt werden, wie erfreuliche Momente des Lebens.

Am Ende der Veranstaltungen (zur Ausstellung kommen noch Vorträge und Diskussionsrunden, die sogar teilweise online übertragen werden!!) steht die Kür eines der Fotografen im Vordergrund.

Wer sich von euch für Fotografie interessiert, oder einfach rund um das Thema etwas neues erfahren will kann sich unter der Seite des Festivals (http://www.fotofestival-hannover.de/index.php?id=71) näher informieren.

Gelesen bei: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,557494,00.html