Das „Raab Imperium“

Stefan Raab ist heutzutage einer der erfolgreichsten Entertainer und Produzenten der deutschen Fernsehlandschaft. Als seine Karriere 1993 bei dem Musiksender VIVA begann, konnte sich noch niemand ausmalen, wie sehr er später einmal für Unterhaltung sorgen würde.
Der Erfolg seiner Sendung „TV Total“ verschaffte ihm die Möglichkeit sich intensiver in die Programmgestaltung des Privatsenders Pro7 einzubringen. Zu Beginn oranisierte er Events im Rahmen seiner Show, wie beispielsweise den Boxkampf gegen die Box-Weltmeisterin Regina Halmich oder die 1.Staffel der Musik Casting-Show „Stefan sucht den super Grand Prix Star“ (SSDSGPS), woraufhin der Gewinner Max Mutzke den 8. Platz beim Grand Prix belegte und durch Stefan Raab zu nationalem Ansehen gelangte.

Als Raab 2003 als Wettpate bei „Wetten dass…?“ auftrat, verprach er mit einem Wok die Rodelbahn von Winterberg herunterzufahren, falls er die Wette verlieren sollte. Heute wissen wir, auch ohne die Sendung damals gesehen zu haben, dass er die Wette verloren haben muss. Denn aus seinem Wetteinsatz entstand die „Wok-Weltmeisterschaft“, die erste große, von Raab organisierte Event-/Sportveranstaltung, welche nur den Anfang für weitere Shows markiert.
Ein Jahr später lud Raab die Prominenz zu einem neuen Wettbewerb ein. Diesmal ging es darum, wer sich am elegantesten beim „TV Total Turmspringen“ päsentierte. 2005 folgte die „Stock Car Crash Challenge“, in der sich die prominenten Gäste beim StockCar Rennen behaupten müssen, sowie der erste „Bundesvision Song Contest“, bei dem, in Anlehnung an den Eurovision Song Contest, Sänger aus den 16 deutschen Bundesstaaten gegeneinander antreten. Bei allen Wettbewerben (die Musikalischen ausgenommen) nimmt Stefan Raab auch selbst teil und erreicht oftmals einen der vorderen Plätze.
Mit dem Format „Schlag den Raab“, das 2006 zum ersten mal ausgestrahlt wurde, ermöglicht Stefan Raab nun medienunerfahrenen Kandidaten, gegen ihn in mehreren Spielen anzutreten und Geld zu gewinnen. Davor war es für unbekannte Interessenten nur möglich mit dem Gewinn der verlosten Wild Card an der „Wok-WM“ teilzunehmen.
Im selben Jahr veranstaltete er zum ersten mal die „Pokerstars.de Nacht“, in der drei Prominente, Elton, Stefan selbst, sowie ein Wild Card Gewinner die Chance haben, beim Pokerspiel Geld zu gewinnen.
In der Zeit von 2008 bis 2010 kreierte er unter anderem Formate wie „Autoball EM“ und „Autoball WM“, „Deutscher Eisfußball-Pokal“ , und „Schlag den Star“.
In dem Casting zu „Unser Star für Oslo“ entdeckte er Lena Meyer-Landrut, die für Deutschland beim Eurovision Song Contest startete und zum ersten Mal seit 1982 den Sieg holte. Seither sorgt Raab wieder für besonderes Aufsehen, da er dieses Jahr den Titel mit Lena verteidigen möchte und derzeit mit der Show „Unser Song für Deutschland“ ein passendes Lied für den Eurovision Song Contest 2011 sucht.

Unterdessen hat Stefan Raab schon das nächste TV-Konzept entwickelt und sucht nebenher nach „TV total’s next schöne Frau, die was auf dem Kasten hat und wenn’s geht noch etwas mehr kann, als Kleider von A nach B über den Laufsteg zu tragen“ (Abkürzung: TVTNSFDWADKHUWGNEMKAKVANBÜDLZT).
Inwiefern die derzeitigen Ideen zu weiterem Erfolg des Stefan Raab beitragen, werden wir auf alle Fälle öffentlich verfolgen können. Doch auch wenn er 2011 einige Niederlagen einzubüßen hat, ist doch gewiss, dass Raab nicht so schnell von der Bildfläche verschwinden wird. Durch seine Ideen ist er der Erfolgsgarant bei Pro7. Und man kann davon ausgehen, dass sich sein geschaffenes Imperium im TV in den nächsten Jahren noch vergrößern wird.

Quellen:

http://tvtotal.prosieben.de/tvtotal/specials/

http://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Raab

http://de.wikipedia.org/wiki/TV_total

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3 Gedanken zu „Das „Raab Imperium“

  1. raab ist einfach genial, da kann man sagen was man will. nicht jedes format ist ein megahit keines ein flop. und auch wenn ich mit dieser meinung vielleicht eher alleine stehe: raab schafft es immer seine zahlreichen ideen sympathisch zu verkaufen. er ist authentisch, nimmt in den meisten fällen selbst teil und sorgt so für frischen wind in der doch eher faden deutschen tv-show landschaft. nur den erneuten antritt von lena beim eurovision song-contest halte ich für keine gute idee…

  2. Ich kann da leider nicht ganz zustimmen. Ich sage: Stefan Raab war genial. Er hat in den letzten zehn Jahren viel für die deutsche Unterhaltungs-Fernsehlandschaft getan und neue, teilweise sehr innovative Wege beschritten.
    Inzwischen halte ich Raab für überholt und werfe ihm vor, dass er sich ausruht. Natürlich stimmen die Einschaltquoten, weil die treuen Raab-Fans weiter einschalten. Erst hinterher im Gespräch über die Sendung sagt (so meine Erfahrung) jeder, dass es doch unnötig ist, dass seine Sendungen immer an die 6. Stunden dauern (also die sogenannten „Events“) und im Endeffekt immer dasselbe passiert.
    Dazu kommt diese Recycle-Idee mit Lena, die meine These, dass Raab die guten Ideen ausgehen, nur zu bestätigen scheint.

  3. Raab ist wahrscheinlich einer der besten und erfolgreichsten Kreativen in der deutschen Fernsehlandschaft, dennoch erweckt es den Eindruck, dass sein Erfolg, besonders im Jahr 2010 ihm langsam zu Kopf steigt.
    Erst die wenig erfolgversprechende Idee mit Lena den Grand Pprix verteidigen zu können und jetzt auch noch der Plan, dem ZDF Elton als „Wetten Das…?“ Moderator unterzujubeln.
    Natürlich ist der Plan erstmal mit einem Augenzwinkern zu verstehen, aber wer Raab in den letzten 15 Jahren beobachtet hat, der weiß, dass er wirklich glaubt diesen Plan auch umsetzen zu können.
    Man darf gespannt sein…

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