PornoPotenz

In einer britischen Serie wurde einmal die These aufgestellt , dass jede Erfindung des Mannes in erster Linie zur
Betrachtung des weiblichen Körpers gemacht wurde, zumindest aber immer dafür genutzt wurde.
Das Feuer zu Betrachtung weiblicher Rundungen auch bei Nacht.  Malerei, Fotografie , Film dienten zur Konservierung und Abrufbarkeit von Körpern und was man in Zweisamkeit oder in der Gruppe damit anstellen kann.
Das Internet als konvergentes Medium fasst all diese Formen der Darstellung zusammen und die Pornoindustre ist schon von Anfang ganz vorne mit dabei. Immense Serverkapazitäten werden aufgebracht, um ein Angebot millionenfacher Videos, Clips und Bilder bieten zu können.Dabei hat die Pornoindustrie eine große Macht entwickelt, die sich sowohl wirtschaftlich als auch bestimmend ausdrückt.  Dies wird zum Beispiel daran klar, dass Flash als Videostream Code im Internet einpacken kann, wenn sich die Pornoindustrie abwendet, da doch gefälligst auch mobil Pornos abrufbar sein sollten.

Was passiert mit unserer Gesellschaft durch diese ständige Abrufbarkeit Millionen von Videos, die in vielen Seiten aggriegiert und spartenweise aufbereitet sind. Diese Frage stell ich mir oft. Was macht es mit den kommenden Generationen, die vielleicht von älteren Freunden oder Geschwistern über die Pornoplattformen aufgeklärt werden und jederzeit auf jeglichen Fetisch zurückgreifen können. Kann es sein, dass ein Ekel entsteht vor der Sexualdarstellung wie sie in Pornos geschieht oder sich ein zunehmender Exhibitionismus dieses doch sehr intimen Bereiches durch die Verzerrung der Sexualität in Amateur Videos kultiviert?
Aber auch ältere Generationen. Was stellt diese riesige Archiv bestehend aus jeglichem Fetisch mit Leuten an, die sexuell unausgeglichen sind? Zur Mittagspause sind die Server überlastet. Von Kinderpronografie ganz zu schweigen.

Meiner Meinung muss hier was passieren wie zum Beispiel eine gesetztlich geregelte Webidentität für Kinder, die von ihren Eltern aufgesetzt und bestätigt werden sollte und bei Eintritt in eine Pornoplattform „vorgezeigt“ werden muss.
Letztendlich ist dazu die Mitarbeit der Eltern vonnöten, was über  alle anderen Medienkanäle der Bevölkerung aufklärerisch zwingend nahe gelegt werden sollte. Ansonsten könnte unsere Gesellschaft im Querschnitt immer mehr abstumpfen, was nur Leid hervorbringt.

print

4 Gedanken zu „PornoPotenz

  1. Die technische Umsetzung könnte sich schwierig gestalten. Es ist wohl kaum möglich die Anbieter im Internet zur Kennzeichnung ihrer Seiten als FSK18 zu verpflichten, da ja bekanntlich deutsches Recht nur auf deutschen Servern gilt. Demgegenüber stehen Projekte auf der Anwenderseite, z.B. Bilderkennungssoftware die bei zu viel nackter Haut die Seiten sperrt. Funktioniert wohl auch schon ganz gut, letztendlich denke ich aber, dass es keine sichere Möglichkeit gibt um Kinder gegen den Pornokonsum zu schützen. Die Analyse der gesellschaftlichen Folgen wäre durchaus ein interessantes Forschungsgebiet, aber ob das für die Reputation förderlich ist? Wer weiß.

  2. was ist das denn für ein quatsch mit der reputation!
    das würde doch nur von besonderer Sichtweise und Kritikfähigkeit seitens der Gesellschaft zeugen!
    und wäre dazu noch nicht mal irgendwo standard!

    Also von dem Standpunkt aus, steht einer umfassenden ‚Pornountersuchung‘ nix im wege, meiner meinung nach, jedoch könnte ich es mir doch schwieriger vorstellen ‚geeignete‘ und freiwillige Probanten zu finden… vielleicht würden die Leute noch davor zurückschrecken, nicht nur im Freundeskreis darüber zu reden, sondern mit einem Wissenschaftler.

    Ich denke was des Autoren Problem mit der Internetpornografie ist, ist, dass hier ein absolut reales Phänomen vorliegt, über das bisher sehr sehr wenig bekannt ist, es bisher wenig Forschungsarbeiten zu Wirkungen von frei und jederzeit zugänglichen Pornografie aller Arten und Genres auf den Menschen allgemein gibt.

    Ich finde die Prognose oder Vermutung, dass dies zu eklatanten Störungen jeglicher Art – sei es persönlich-psychischer oder rein-sexualtriebsamer Natur – führen kann, durchaus berechtigt.

    Eine Art Regulierung wäre bestimmt nicht schlecht, doch so wie beschrieben ists auch nicht richtig…
    Es fehlt einfach irgendwo der gesellschaftliche Diskurs über dieses Thema. Das merkt man an allen Ecken und Enden.

  3. Schwierige Sache. Die Idee mit der Webidentität für Kinder gefällt mir aber recht gut. Das Internet ist ja noch „jung“, da finde ich die Einführung von sowas gar nicht mal abwegig. Vielleicht in ein paar Jahren… Ewig können wir bei diesen Problemen jedenfalls nicht wegschauen.

Kommentare sind geschlossen.