Neue Daten zur Internetnutzung 2010

Quelle: www.initiatived21.de

Das das Internet die Gesellschaft verändert steht wohl außer Frage. Sogar die Bundesregierung hat mittlerweile den bemerkenswerten Einfluss von Facebook, E-Commerce und Youtube festgestellt und eine eigene Enquete-Kommission gegründet, die erforschen soll, was das Internet mit den Menschen macht.

Andere haben die Brisanz dieser Frage jedoch schon im letzten Jahrtausend erkannt. 1999 gründete der damalige CEO von IBM Deutschland, Erwin Staudt, mit Unterstützung des Bundeskanzlers Gerhard Schröder die Initiative D21. Heute gehören dem eingetragenen Verein mehr als 200 Firmen aus allen Bereichen rund ums Internet an, von Computerherstellern bis zu Webdesignern. Sie alle sind interessiert an der Frage, ob wir mittlerweile in der digitalen Gesellschaft angekommen sind.

Dazu wurde in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal der (N)ONLINER-Atlas veröffentlicht – die „Topographie des digitalen Grabens durch Deutschland“. 30.705 Haushalte wurden bezüglich ihres Internetverhaltens befragt – damit stellt der (N)ONLINER-Atlas eine der wichtigsten gesamtgesellschaftlich repräsentativen Publikationen zur Internetnutzung in Deutschland dar.

Betrachtet man die Ergebnisse, kann man nicht unbedingt sagen, dass wir bereits in der digitalen Gesellschaft leben. Allerdings sind wir auf dem Besten Weg dorthin. Zur Zeit sind 72% der deutschen Online – drei Prozent mehr als im letzten Jahr, und bemerkenswerte 35% mehr als 2001, im ersten Jahr der Studie.

Immer mehr Menschen nutzen das Internet, auch die Senioren sind dabei das Medium für sich zu entdecken. Dieses Jahr verzeichnet vor allem die Gruppe der über 50jährigen die größten Zuwächse. Dennoch existieren nach wie vor große Unterschiede in den Altersgruppen: Während im Bereich 14-19 quasi jeder online ist (97%) sind es bei den 60-69jährigen nur jeder Zweite.

Wer sich für das Thema interessiert kann sich den 72-Seitigen Forschungsbericht hier kostenlos herunterladen. Alternativ dazu kann man sich natürlich auch auf die zentralen Ergebnisse beschränken.

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2 Gedanken zu „Neue Daten zur Internetnutzung 2010

  1. Es wird nicht mehr lang dauern bis wir hier eine Vollabdeckung erreichen. Die ältesten Generationen sterben aus, alle kommenden werden durch die Vorteile der Entgrenzung eingenommen. So kenne ich den Fall einer Großmutter, die am Leben ihrer Enkelkinder über ein Familien-Flickr- Konto teil hat. Intuitive Steurungen und einfache Interfaces nehmen nach einmaligem Erklären die erste Unsicherheit vor der Geräte-Mensch Schnittstelle und machen die wichtigsten Funktionen für viele ältere Menschen händelbar.

  2. Die Ergebnisse der Studie überraschen nicht. Und wie verschmidtzt schon sagt, es ist absehbar, dass die Vollabdeckung schon bald erreicht wird. Ich denke, dass 2025 über 95 % der Deutschen Online sind.

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