Promi-Magazin auf Ki.Ka

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Die Kreise des Entertainments im Fernsehen weiten sich immer weiter aus. Selbst der Kindersender Ki.Ka scheut sich nicht, der Gier nach Boulevard zu frönen und unsere Kleinsten mit dem dumpfen Glanz der Stars und Sternchen zu blenden. Ab 15. Mai, dann immer samstags um 20.00 Uhr, startet der Privatsender ein Promi-Magazin, welches von einer französischen Bulldogge (??) moderiert wird.

Die Sendung bedient neben den neusten Klatschgeschichten von Lady Gaga und Miley Cyrus auch Themen wie Sport, Film und Lifestyle. Der Sender hat in meinen Augen eine Bildungsfunktion, die er u.a. missachtet, indem er den Kleinen suggeriert, besonders eindrucksvoll am Strand aussehen zu müssen und und so der Saat der Oberflächlichkeiten eine zusätzliche Grundlage zum gedeihen bietet.

Das 10minütige Magazin „Mr. Big und die Stars“ soll „bildstark und unterhaltsam die wichtigsten Ereignisse der Woche zusammenfassen“, so das offizielle Statement des Senders zu der Programmerweiterung. Da frage ich mich nun, wie Wichtigkeit bei dem Sender gemessen wird und ob es wirklich nötig ist, jede Nische für den Kommerz zu nutzen. Wo sind die Grenzen?

Quellen:

http://www.medienhandbuch.de/news/kika-bringt-neues-starmagazin-37637.html

5 Kommentare zu “Promi-Magazin auf Ki.Ka”

  1. Annika sagt:

    Anmerkung: Ki.Ka gehört zu ARD/ZDF und ist ein öffentlich-rechtlicher Sender.
    Ich nehme mal an, Ki.Ka will damit auch noch für die älteren Kinder attraktiv bleiben, mit Bildungsfunktion hat das für mich aber auch wenig zu tun.

  2. Annika sagt:

    (aha, man kann seine Kommentare nicht im Nachhinein bearbeiten)
    Noch was: diese neue Sendung folgt keinem so neuen Konzept. Ki.Ka hatte vor kurzem schon die Sendung „Beste Stimme 2010“ ausgestrahlt, was etwa einer Mischung aus Popstars und Germany’s Next Topmodel für 11-13Jährige entsprach.
    Mir ist bewusst, dass diese Zielgruppe nicht mehr auf Sendungen wie ‚Löwenzahn‘ steht und auch, dass die Jugendlichen immer frühreifer werden. Trotzdem finde ich sollte ein Format gefunden werden, dass sich nicht so sehr an privat-kommerziellen Klatschsendungen orientiert.

  3. s2thhenn sagt:

    Da handelt es sich meiner Meinung nach um einen weiteren verzweifelten Schachzug im Kampf um die Vorherrschaft der Kindersender. Da befindet sich nämlich der Ki.Ka nämlich ganz weit vor Super RTL und Nick. Anscheinend ist dies nur möglich, indem das Programm immer mehr die Gestalt eines Vollprogrammsenders annimmt. Ich finde es eigentlich schade, aber anscheinend fährt die Jugend von heute auf diese Formate ab und gibt sich nicht mit David der Kabauter oder Power Rangers zufrieden…

  4. s2mopert sagt:

    Ich glaube nicht, dass die Sendung so viel Erfolg haben wird. Ich glaube schon, dass 11-13 Jährige solche Boulevardsendungen schon z.B auf RTL sich angucken.

  5. s2kagrue sagt:

    11-13jährige vielleicht. Das Problem ist ja, dass es sich bei der angestrebten Zielgruppe um weitaus jüngere ZuschauerInnen handelt. Wenn sich Kinder im Alter von 7 Jahren Gedanken um ihr Outfit machen sollen, finde ich das durchaus fragwürdig.

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