Vom Suchen und Finden der Talentchen

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Die Castingwelle ebbt einfach nicht ab: Nun startet auch der Sender VOX eine eigene Castingshow. „X-Faktor“ heisst die neue Suchen-und-möglichst emotional-Finden-Sendung, die auch den Gesangs Talenten eine Plattform geben, die zu alt für Popstarts, zu weich für Dieter Bohlen sind, oder die bei all den anderen Castingshows kläglich scheiterten (Stempel: mangelnde Massenvermarktungstauglichkeit).

Ganz innovativ sucht man bei X-Faktor nun nicht nur einen total-einzigartigen-Superstar oder eine Stylo-Teene-Band, sondern direkt in drei Kategorien: Solosänger/-innen von 16 bis 24 Jahren, Solosänger/-innen ab 25 Jahren und Duette bzw. Gesangsgruppen ab 16 Jahren. Dies diene der Chancengleichheit. Und die Juroren sind keine fiesen Brandmarker, sondern dienen als Mentoren, die die Kandidaten auf ihrem möglichst steinigen Weg nach ganz oben auf den Popolymp begleiten. Dies dient dann wohl der Gefühlsduselei. Alles ganz innovativ und doch der gleiche Einheitsbrei wie alle anderen „Ich bring dich groß raus“-Shows

Da das Format „X-Faktor“ sich bereits Top-Quoten in Amerika und dem Vereinigten Königreich lieferte, hofft der Sender an die Erfolge anschließen zu können. Wie ein Pressesprecher mitteilte, werde man die Sendung allerdings so platzieren, dass diese sich nicht mit dem Kassenschlager „DSDS“ parallelisiere. Nur traut man in den Chefreihen der RTL Group seinem Zögling VOX diese Aufmerksamkeit wohl nicht ganz zu, denn die Auftaktsendung und das hoffentlich quotenträchtige Finale steht auf dem Programmplan des Mentors RTL. Unter Kollegen greift man sich schließlich unter die Arme…oder klaut sich manchmal eben auch die Butter vom Brot.

Quellen:

http://www.pooltrax.com/news/2010/03/x-factor-die-castings-beginnen-310310.html

http://www.dwdl.de/story/23773/x_factor_vox_versucht_sich_an_musikcastingshow/

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Ein Kommentar zu “Vom Suchen und Finden der Talentchen”

  1. Tristan Tarpani sagt:

    Ich war leicht überrascht, als ich eine vollflächige Anzeige zu der Sendung auf der Rückseite des intro-Magazins gesehen habe. Immerhin würde ich nicht unbedingt behaupten, dass die Intro-Leser zu denjenigen gehören, die sich bei Casting-Shows bewerben (Stichwort: Qualität und so).

    Ich frage mich, wie die Show wohl laufen wird, wenn die typischen Fertigmach-Szenen ausbleiben… das Publikum will doch unterhalten werden.

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