Sturmtief ?Daisy? sorgt für hohe Einschaltquoten bei TV-Nachrichten

Die Berichterstattung über das Sturmtief ?Daisy? und seine Auswirkungen sorgte am Wochenende für hohe Einschaltquoten bei einigen bekannten Fernsehnachrichtensendungen. Besonders die Tagesschau und RTL Aktuell profitierten vom Schneechaos, das vor allem im Nordosten des Landes zu spüren war. RTL erreichte mit seiner Nachrichtensendung am vergangenen Sonntag mit 6,14 Mio. Zuschauern sogar das Sender-Tageshoch. Das erhöhte Informationsbedürnfnis der Bundesbürger spiegelte sich auch in einer starken Tagesschau wider: Mit 8,67 Zuschauern (Marktanteil rund 24 Prozent) war das Flagschiff der ARD die meistgesehene Nachrichtensendung am Sonntag. Auch der Nachrichtensender n-tv verzeichnete Rekordquoten im noch jungen Jahr. Zwischen 1 und 1,5 Prozent Marktanteil bescherte ?Daisy? durchschnittlich von Freitag bis Sonntag ? für den Nachrichtensender das beste Ergebnis seit langem.

Quellen:

http://www.medienhandbuch.de/news/sturmtief-daisy-sorgt-bei-n-tv-fuer-rekordzahlen-33232.html

http://www.quotenmeter.de/cms/?p1=n&p2=39509&p3=

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3 Gedanken zu „Sturmtief ?Daisy? sorgt für hohe Einschaltquoten bei TV-Nachrichten

  1. Auf das Wochenende des `Schneechaos`folgte eine Diskussion im Radio (BigFM), ob die Schneestürme realistisch angekündigt wurden oder nicht.
    Es ist in der Tat schwierig abzuwägen, ob hier wieder nur den Einschaltquoten hinterhergejagt wurde oder die Warnungen angebracht waren. Die Bewohner Norddeutschalnds würden sicher zu letzterem tendieren, doch meiner Meinung nach ist es Anfang Januar nicht überzubewerten, wenn es endlich mal richtig schneit. Vorletztes Jahr konnte man auf dem Weihnachtsmarkt noch Eis essen, dann ist richtiger Winter zur Abwechslung mal nicht schlecht.

  2. Ich fand die Berichterstattung zum bevorstehenden Schneetreiben schon sehr suspekt.
    Da war die Rede von Hamsterkäufen, die man tätigen sollte (Konservendosen, Kerzen und sogar einen Gaskocher).
    Mir kam es schon fast so vor, als würden die Medien einen „Day after tomorrow“ heraufbeschwören (der ja „passenderweise“ am Sonntag auf RTL ausgestrahlt wurde).
    Sicher, die Leute in Norddeutschland sind nicht zu beneiden (und denen möchte ich auch nicht zu Nahe treten), aber ich frag mich wieso ein Wintereinbruch, den es vor Jahren als das Klima noch richtig funktionierte alljährlich gab, so überbewertet wurde?
    Problematisch daran ist, dass die Medien mit derart übertriebener Berichterstattung, wie sie auch beim Thema Schweinegrippe vorherrschte, ihre Glaubwürdigkeit auf Dauer gefährden. Schon jetzt scheint fraglich, ob sich die Menschen im tatsächlichen Ernstfall von den Medien zu notwendigen Schritten überzeugen lassen.

  3. Die Berichterstattung, vor allem auch in den Nachrichtensendungen der verschiedenen Sender, hatte meiner Meinung nach ziemlich wenig mit objektiver (Wetter-) Berichterstattung zu tun. Derartige Heraufbeschwörungen von Katastrophen häufen sich in letzter Zeit und sind vor allem darauf ausgelegt, die Menschen an die Fernsehbildschirme zu binden, die dem Ganzen Glauben schenken und sich bestens über das da Kommende informieren wollen. Betrachtet man den Hype während der Schweinegrippewelle, hätte man meinen können, die Menschheit stehe kurz vor ihrem Ende. Gerade aus diesem Fall hätte man lernen können, dass die Nachrichtenberichterstattung zu gewissen Themen deutlich durch dritte beeinflusst wird. Hatte die Pharmaindustrie sicherlich ihren Anteil an der Berichterstattung zur Schweinegrippe, so ist im Fall von ‚Daisy‘ wohl zu vermuten, dass die Wetterlage zu einem ‚Chaos‘ aufgemacht wurde um eine gewisse Zuschauerquote erreichen zu können.

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