Klinsmann verliert gegen taz

Nach der Entlassung beim FC Bayern München gegen Ende der vergangenen Saison muss der sonst so erfolgsverwöhnte Jürgen Klinsmann eine weitere Niederlage einstecken.
Er hatte gegen das Titelbild der Osterausgabe der taz geklagt, auf der er in einer Fotomontage als gekreuzigter Jesus Christus gezeigt wurde (Bildquelle: zeit.de).
Das Oberlandesgericht München wies nun diese Klage zurück. Die Darstellung Klinsmanns am Kreuz sei vom Grundrecht der Meinungsfreiheit gedeckt und daher rechtlich nicht zu beanstanden, so das OLG München in zweiter Instanz. Somit wurde Klinsmanns Antrag auf einstweilige Verfügung gegen die taz zurückgewiesen.

Das ausführliche Urteil ist u.a. bei der Rechtsanwaltskanzlei Eisenberg, König & Schork nachzulesen.

Eine Stellungnahme Klinsmanns liegt bislang noch nicht vor.

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4 Gedanken zu „Klinsmann verliert gegen taz

  1. Ich finde es ohnehin schwach von Klinsmann, gegen so etwas zu protestieren!
    Er steht nunmal in der Öffentlichkeit und muss mit solchen Darstellungen rechnen. Er hätte sicherlich auch nichts dagegen gehabt, als Messias mit Heiligenschein dargestellt zu werden, hätte er z.B. mit Deutschland den WM-Titel geholt…

  2. ja das sehe ich ähnlich. zwar war das titelbild wirklich grenzwertig, doch wenn sie gefeiert werden hört man auch kein jaulen darüber, dass man von der titelseite grüßt

  3. Möglicherweise klingt es unqualifiziert, ungerecht oder einfach nur nach blankem Neid, aber nichtsdestotrotz: Meines Erachtens müssen Klinsmann und Co. derartige Ereignisse über sich ergehen lassen. Das ist eben der Preis für ein Leben in der Öffentlichkeit, für das im Normalfall kein schlechtes Schmerzensgeld gezahlt wird. Zudem finde ich die Gestaltung der taz-Titelseiten immer mal wieder erfrischend anders und erfreulich respektlos – Kritik muss eben auch mal grenzwertig und Humor bitter sein dürfen…

  4. Einmal publiziert bleibt es doch sowieso irgendwie immer für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Allein durch die Hetzjagd gegen die taz, ausgehend von Klinsmann selbst, hat er der ganzen Aktion noch viel mehr Wichtigkeit beigemessen. Wenn man einfach mal davon ausgeht, dass Klinsmann über der Sache gestanden und nicht gegen den taz-Titel vorgegangen wäre: Wer würde heute noch darüber sprechen?

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