Zeitschriften in der Wirtschaftskrise

Die Wirtschaftskrise erreicht spätestens jetzt auch den Zeitschriftenmarkt: Viele Titel müssen große Defizite im Anzeigengeschäft hinnehmen. Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) teilte am Mittwoch in Berlin aktuelle Zahlen mit. Aus diesen geht hervor, dass besonders die drei großen Nachrichtenmagazine Verluste zu verzeichnen haben: „Der Spiegel“ verliert gegenüber dem Vorjahr 10,1, der „Stern“ 12 und „Focus“ sogar 19,5 Prozent der Anzeigenseiten.

Der Grund für den Rückgang der Anzeigen ist laut VDZ ein gekürztes Marketingbudget vieler Unternehmen, vor allem durch die anhaltene Rezession der Wirtschaft. Allerdings sind nicht alle Zeitschriften betroffen. Als Beispiel sind die wöchentlichen oder monatlichen Frauenzeitschriften zu nennen, deren Anzeigenvolumen weitesgehend stabil blieb. Steigerungsraten im zweistelligen Prozentbereich gab es im letzten Jahr bei den Titeln „Bild der Frau“ oder „Essen & Trinken“.

Für das laufende Jahr geht der VDZ von einer düsteren Prognose aus: Die Investitionen im Bereich der Werbung sollen demnach weiter fallen.

 

Quelle: http://www.netzeitung.de/medien/1246738.html

print

4 Gedanken zu „Zeitschriften in der Wirtschaftskrise

  1. Es wurde auch schon verkündet, dass die Frauenzeitschrift „Glamour“ anstelle von alle zwei Wochen zukünftig nur noch monatlich erscheinen soll. Bei solchen Neuigkeiten über immer schlimmer werdende Krisen in vielen Medienbereichen freut man sich doch schon auf den schrumpfenden Arbeitsmarkt dort draußen!

  2. Vor allem sind die fast 20% beim Focus ziemlich hart. Ich meine, die Gewinnspanne kann nicht so hoch sein, dass der Focus das verkraften könnte. Das muss irgendwo herkommen, sonst können sie die Zeitschrift im Grunde abschreiben, da sind Kündigungen quasi vorprogrammiert.

  3. Dass die Wirtschaftskrise auch für den Medienmarkt nicht ohne Folgen bleiben würde, war ja zu erwarten. Ich hätte aber nicht gedacht, dass es die großen deutschen Nachrichtenmagazine so starkt treffen würde. Das ist ja schon ein bisschen erschreckend. Ich hoffe, die drei Zeitschriften können es trotzdem irgendwie verkraften und weiterbestehen. Die Frage ist nur, wie …

  4. Interessant hierbei zu sehen ist meiner Meinung nach einmal wieder, wie stark die Zeitschriften von ihren Anzeigenkunden abhängig sind.

Kommentare sind geschlossen.