Persönlichkeit kommt vor fachlicher Qualifikation

 

Der Boom der Medienbranche hat in den letzten Jahren auch große Auswirkungen auf das Lehrangebot deutscher Universitäten genommen. An mehr als 107 Universitäten, Fachhochschulen, Unternehmen und Institutionen, kann ein medienbezogener Beruf erlernt oder studiert werden.

Als bedeutender Wirtschaftsfaktor, ist der Mediensektor zu einem komplexen und internationalen Markt geworden, der hohe Ansprüche an den Nachwuchs stellt.

 

Die ? media net employability Studie? des Media Net Brandenburg verdeutlicht, welche Anforderungen Medienunternehmen an Hochschulabsolventen erheben.

Das Ergebnis ist eindeutig: Personalentscheider legen mehr Wert auf persönliche Fähigkeiten wie Durchsetzungsvermögen, Selbstständigkeit, Motivation, Neugier, Kreativität und natürlich praktische Erfahrungen, in Kombination mit fachlichen Fähigkeiten. Somit wird auch bemängelt, dass neben dem Studium nicht mehr Zeit für Praktika eingeräumt wird und die Hochschulausbildung alleine, den Anforderungen der Medienunternehmen nicht ausreicht. Die Abschlussnote des Studiums, steht also gegenüber der Praxisorientierung im Hintergrund und es kommt mehr auf den Bewerber und seine Einstellung zu diesem Berufsfeld an.

Immer wieder auch hervorgehoben wird die Wichtigkeit von Auslandsaufenthalten, da diese große Auswirkungen auf die Weiterentwicklung und Offenheit eines jungen Menschen haben und diese Erfahrungen sich positiv auf  die Team- und Kommunikationsfähigkeiten auswirken.

Eine auch sehr interessante Aussage machte vor kurzem der kaufmännische Geschäftsführer von RMS Radio Marketing Service, GmbH& Co. KG. Er sagt, dass der Bachelor und der Master dem Diplom gleichgestellt sind bei den Auswahlkriterien eines Bewerbers. (Für alle die, die immer noch an dem Modell Bachelor/ Master und ihrer Akzeptanz der Berufswelt zweifeln.)

 

Zusammengefasst lässt sich aus dieser Studie also sagen, dass Hochschulabsolventen gesucht werden, die sich durch Eigeninitiative, Interesse und Motivation an diesem Beruf, eigene und individuelle Fähigkeiten aneignen, sei es durch Praktika, Auslandsaufenthalte oder andere kreative praktische Übungen, die bei Weitem wichtiger für die verschiedenen Berufsfelder der Medienbranche sind, als der theoretische Universitätsunterricht je vermitteln könnte!!!

 

http://www.berufsstart.stepstone.de/content/de/de/b2c_Medienbranche.cfm

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Ein Gedanke zu „Persönlichkeit kommt vor fachlicher Qualifikation

  1. Ich bin der Meinung, dass Persönlichkeit bzw. „soft skills“ immer wichtiger nicht nur für die Medienbranche, sondern ganz generell im Arbeitsleben an Bedeutung gewinnen. Es spielt hierbei wirklich keine Rolle wie man abschließt. Exzellente Noten allein machen noch keine AUssage über soziale Kompetenzen.

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