Indymedia – Luxemburgs neue Onlinezeitung

Indymedia (IMC, Independent Media Center) ist ein internationales Kollektiv unabhängiger Medienorganisationen, das eine frei zugängliche Nachrichtenabdeckung anbietet, und sich dabei an die von Chris Burnett 1999 ausgearbeitete Charta hält. Ziel ist die demokratische Produktion von wahrheitsgetreuen Berichten über das Alltagsgeschehen. Indymedia stellt eine Alternative zu den privatisierten und kommerziellen Medien dar, ohne sich dabei politischen, wirtschaftlichen oder ideologischen Vorgaben zu unterwerfen.

Nun hat dieses Kollektiv Zuwachs bekommen: „indymedia-letzebuerg.net“ ist ein ebenfalls unabhängiges Pressemedium, das auf den oben genannten Grundsätzen basiert, und seinen Sitz in Luxemburg hat. Im Gegensatz zu den Kollektiven des Netzwerks „IMC“ setzt sich jedoch das luxemburgische Kollektiv hauptsächlich aus Journalisten mit Berufserfahrung sowie aus ausgewählten Korrespondenten zusammen. Alle Kommentare, Berichte und Kritiken unterstehen der Eigenverantwortung des jeweiligen Redakteurs. Alle Beiträge sind der Deontologie verpflichtet und unterliegen den Richtlinien des nationalen Mediengesetzes.

Im Gegensatz zu den existenten Pressemedien Luxemburgs kann sich Indymedia-Letzebuerg als unabhängiges Presseorgan eine objektive, neutrale Berichterstattung über Innen- und Gemeindepolitik, Wirtschaft, Sozialwesen, sowie Kultur leisten. Neben den Landesthemen werden aber auch wichtige Ereignisse der Großregion sowie internationale Themen (Schwerpunkte: Mittlerer und Naher Osten) angeboten, die dem Kollektiv von eigenen Korrespondenten geliefert werden. Das Kollektiv prüft auch hier den Wahrheitsgehalt vor der Veröffentlichung und der bearbeitende Redakteur übernimmt die Verantwortung.

Zurzeit wird das luxemburgische Indymedia-Projekt von einer Arbeitsgruppe Studierender der Universität Wien analysiert, und zwar bis Ende 2008. Es soll festgestellt werden, wer die Besucher sind, wie lang die durchschnittliche Besucherzeit ist, welche Artikel gelesen und wie die Zukunftsperspektiven der Internet-Zeitung sich gestalten werden, bzw; wie es um die Überlebensfähigkeit eines solchen Mediums bestellt ist. Die aktuelle Analyse weiß zu berichten, dass die durchschnittliche Besucherzeit bei circa 9-10 Minuten liegt, die Leserzahl bei über 50.000 pro Monat liegt und dass einige Artikel von mehr als 40.000 Lesern angeklickt respektiv ausgedruckt wurden. Das luxemburgische Indymedia-Projekt läuft seit Beginn des Jahres.

Quellen:

Interview mit Patrick Kleeblatt und Norry Goedert, Administratoren und Journalisten des Kollektivs

www.indymedia-letzebuerg.net

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Ein Gedanke zu „Indymedia – Luxemburgs neue Onlinezeitung

  1. Wie ich gelesen habe, ist Indymedia keine so junge- neue Zeitung als ich dachte … (Redaktionelle Ausrichtung wurden schon 2004 geschrieben)
    Auf der anderen Seite, über die Website, finde ich sie sehr interessant, weil man sich über die Neuheiten und die Aktuelle Berichte aus Luxemburg sowie die Internationale informieren kann.
    Luxemburg ist für mich ein Land, das viele Kulturen erfüllt und ich finde schade, daß die Leute in den angrenzenden Ländern fast keine kennen.

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