Geistiges Eigentum soll Chefsache werden

Anfang April ging das Gesetz zur besseren zivilrechtlichen Durchsetzung geistiger Eigentumsrechte durch den Bundestag. Einfache oder erstmalige Verstöße werden nun mit 100 Euro geahndet. Doch es ist vor allem die Regelung, dass Richter über den Auskunftsanspruch z.B. gegenüber Internet-Providern entscheiden, nicht mehr die Staatsanwälte.

Die Musikindustrie läuft gegen diese Regelung Sturm. Der Bundesverband Musikindustrie, der circa 90 % des deutschen Marktes vertritt, hat nun in der tageszeitung, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Süddeutschen Zeitung einen offenen Brief veröffentlicht. Zahlreiche Künstler haben ihn unterschrieben und an Angela Merkel appelliert, geistiges Eigentum zur Chefsache zu machen. Der Schuldige an der Misere sei natürlich das Internet und die Möglichkeiten, die es zum illegalen Beschaffen von Musik, Filmen oder Hörbüchern bietet.

Ob man wirklich gut bedient ist, wenn man sich mit einem solchen Gesuch an Frau Merkel wendet?

Quelle:

sueddeutsche.de

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Ein Gedanke zu „Geistiges Eigentum soll Chefsache werden

  1. Und schon wieder ist ein Thema groß auf der Agenda, die Presse berichtet munter mit, Künstler geben offen ihrn Senf dazu. Als wäre es ein neues Thema, Filesharing existiert in der Weise und auch in diesem Ausmaß seit mehreren Jahreen…naja, und drei Wochen später interessiert’s keine Sau mehr, weeil im nächsten Zoo der nächste Eisbärsäugling seine ersten Schritte macht…

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