Die Entwicklung des Schönheitsideals der Frau in den Medien

Entspricht die Entwicklung des Schönheitsideals der Frau in den Medien überhaupt dem menschlichen Ideal?

Schönheit ist eine vom Geschmack des jeweiligen Zeitabschnitts abhängige und sich auf die Variabilität der Schönheitsideale bezogene veränderbare Größe, von der eine gewisse Faszination ausgeht, und ist vor allem im Bereich der Medien maßgeblich.

Seit Beginn der Menschheit wandelt sich das Schönheitsideal der Frau durch die verschiedenen Zeitepochen, wobei die mediale Achtung des Ideals aufgrund der gedruckten Presse erst im 17. Jahrhundert erfolgte und später durch digitalen Medien gestärkt wurde.

Seither wurden die Kurven einer Frau mittels enge Korsetts kaschiert. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Trend zwischenzeitlich durch bequemere Kleidung ersetzt. Doch mit der Rückkehr des Korsetts galt die sogenannte Wespentaille und Kurven als Schönheitsideal der Frau.

Zum Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte ein starker Umschwung, da zu dieser Zeit nicht mehr üppige, welche zuvor als wohlhabend angesehen wurden, sondern schlanke Körper eher dem (neuen) perfekten Frauenbild entsprachen. Infolgedessen wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine schlanke Figur mit großer Oberweite zum Ideal.

Das Medium Fernsehen fand ab dem Jahr 1935 langsam eine gesellschaftliche Relevanz. Zudem wurde unter dem Hilter-Regime auch eine möglichst athletische Figur als neues Schönheitsideal deklariert.

In der Nachkriegszeit hingegen waren wohlgenährte Frauenfiguren ansehnlich, da diese in Zeiten der Hungersnot gewissen Reichtum durch ihre fülligen Körper symbolisierten.

In den 50er und 60er Jahren waren es „züchtig bekleidete Damen“, welche dem Schönheitsideal entsprachen, wobei Marilyn Monroe als Repräsentantin der optimalen Schönheit der Frau angesehen wurde.

Den Beginn der Model-Ära leiteten jedoch eher schlanke, knochige Frauen ein. Das Model „Twiggy“ verkörperte dieses Schönheitsbild und fand auch ihren weltberühmten Künstlernamen unter anderem in einem Artikel der Stuttgarter Zeitung wieder. Das abgemagerte Frauenbild ist bis dato in den Medien und insbesondere in der Modelbranche sehr stark vertreten.

Dementsprechend fühlen sich die meisten Frauen nur durch solch einen mageren Körper attraktiv. Folglich häufen sich die Fälle von Magersucht und Essstörungen. Das Unternehmen Dove erkannte diesen gefährlichen Trend und startete zahlreiche Werbekampagnen, wie „Keine Models, aber straffe Kurven“. Diese kritisieren einerseits die bisherige Darstellung der attraktiven Frau in den Medien und sollen andererseits nunmehr das „Schönheitsideal“ in ein menschliches Ideal lenken.

Quellen

Abbildungen

print

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.