eSport – nur ein „Hobby“ oder mehr?

Wer kennt es nicht? Das typische Klischee des Gamers, welcher in gebückter Haltung vor dem flimmernden Bildschirm, ohne eine Form von sozialen Interaktionen, Stunden um Stunden verstreichen lässt. Wahrscheinlich ist die atkuelle Debatte, ob der eSport als offizielle Sportart anerkannt werden soll, für die meisten Menschen umso unverständlicher.

Sang-am World Stadium Seoul bei den League of Legends Weltmeisterschaften 2014

Seit einigen Jahren herrscht eine rege Diskussion um das Thema eSport. Mit eSport ist, laut dem 2017 gegründeten ESBD (eSport-Bund Deutschland e.V.), „der unmittelbare Wettkampf zwischen menschlichen Spieler/innen unter Nutzung von geeigneten Video- und Computerspielen an verschiedenen Geräten und auf digitalen Plattformen unter festgelegten Regeln“ gemeint. In dem im Februar 2018 veröffentliche Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD dann offenbar der Durchbruch für die eSport – Szene: Sie wollen den eSport künftig als eigene Sportart anerkennen.

„Wir erkennen die wachsende Bedeutung der E-Sport-Landschaft in Deutschland an. Da E-Sport wichtige Fähigkeiten schult, die nicht nur in der digitalen Welt von Bedeutung sind, Training und Sportstrukturen erfordert, werden  wir E-Sport künftig voll-ständig als eigene Sportart mit Vereins- und Verbandsrecht anerkennen und bei der Schaffung einer olympischen Perspektive unterstützen.“


Einige Zeit ist seitdem vergangen. In Form einer Pressemittteilung lässt der sportpolitische Sprecher der SPD, Detlev Pilger, nun verkünden, dass „eSport bis auf wenige Ausnahmen nicht den Ansprüchen einer Sportart genügt“.

„Die Frage, ob eSport als Sportart anerkannt werden sollte oder nicht, hat der Deutsche Olympische Sportbund in seiner Positionierung im vergangenen Jahr eindeutig abgelehnt. Davon ausgenommen sind Spiele, die Sportarten in einer Simulation nachstellen ohne die sportprägenden Werte von Fairplay, Toleranz und Miteinander in Spielen mit gewalttätigen Inhalten zu gefährden.“

Somit ist die Diskussion erneut entfacht. Ob und inwiefern der eSport in Zukunft in Deutschland als eigene Sportart anerkannt wird, bleibt zunächst noch unklar.

eSport weiter auf dem Vormarsch

Dass der eSport immer mehr in den Fokus gerät, ist unter anderem an den steigenden Zuschauerzahlen ablesbar. Die Zuschauer können ihre Teams nicht nur von zu Hause aus, sondern auch live vor Ort in großen Hallen anfeuern. Die Anzahl der eSports – Zuschauer wird laut Prognosen innerhalb der nächsten Jahre weiterhin steigen.

Quellen:

Bildquellen:
https://eu.lolesports.com/de/artikel/2018-esports-season-wrap-up
https://www.redbull.com/de-de/esl-one-dota2-leagueoflegends-esport-arenen-2017-12-03

Quellen:
https://www.cdu.de/system/tdf/media/dokumente/koalitionsvertrag_2018.pdf?file=1
https://www.spdfraktion.de/presse/pressemitteilungen/esport-nicht-gleich-sport
https://esportbund.de/esport/was-ist-esport/
https://www.welt.de/sport/article173327349/Groko-Papier-eSport-Gemeinde-feiert-Koalitionsvertrag.html

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