Streit beim Spiegel

Gerade erst hat der Spiegel nach monatelanger Suche und heiß diskutierten Kandidaten wie zum Beispiel Herrn Kleber vom ZDF eine Doppelspitze als zukünftige Chefredakteure, nämlich Mathias Müller von Blumencron, noch Chef von Spiegel Online, und Georg Mascolo, Leiter des Hauptstadt- Studios des Spiegels, gefunden (gestern in der Tagesschau bei der ARD ganz offiziell bestätigt), da gehen die Streitigkeiten mit dem „alten“ im November überraschend entlassenen Chefredakteur  Stefan Aust weiter. Aust will nämlich seine Kündigung so nicht akzeptieren und zieht deshalb mit einer Kündigungsschutzklage vor Gericht. Er hält es für nicht kompatibel mit dem Kündigungsschutzgesetz, dass sein Vertrag von heute auf morgen aufgelöst wird. Seiner Meinung nach ist dieser bis zum Jahr 2010 datiert. Jedoch hat er dabei wohl nicht berücksichtigt, dass er als leitender Angestellter sofort kündbar ist gegen die Zahlung einer Abfindung. Am Montag fand nun die erste Anhörung statt, der Aust selbst aber fernblieb. Die nächste ist nun Anfang Mai und es bleibt abzuwarten, ob es bis dahin eine außergerichtliche Einigung und Vereinbarung gibt. Allerdings gibt es viel zu regeln:fraglich ist nämlich,ob es Aust tatsächlich darum geht bis 2010 beim Spiegel als Chefredakteur zu arbeiten (obwohl dies seit gestern sehr unrealistisch ist, da er von nun an beurlaubt ist und seine Nachfolger jetzt schon seinen Posten übernehmen) oder einzig und allein darum noch höhere Abfindungen kassieren zu können. Ein weiteres Konfliktfeld ist wohl auch, ob Aust bis 2013 Herausgeber des „Spiegel TV“ bleiben darf, eine Position, die er schon seit 1988 inne hat. Wenn es bis zum Mai zu keiner Einigung kommt, wird dies wohl das Gericht entscheiden müssen…

Quellen:

www.suedeutsche.de

www.zeit.de

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