Virtual Reality und dessen mögliche Auswirkungen auf die Gesellschaft

„Virtual Reality“ oder kurz VR klingt aus der Ansicht vieler Menschen auch heutzutage noch nach einem sehr futuristischem Konzept. Und wie möchte man es den Personen verdenken? Denn das Idealbild der virtuellen Realität mit dem 100%-igen Eintauchen in virtuelle Realitäten ist immer noch nicht in Gänze möglich.

Darstellung eines VR-Setups aus dem Film „Ready Player One“ (2018)

Jedoch sollte man nicht aus den Augen verlieren welchen Wandel und Fortschritt das Konzept VR über die Jahre hinweg gemacht hat. Vor allem zu Beginn der 90er Jahre wurde viel mit VR-Technik experimentiert und der Masse zugänglich gemacht.

Ausführung eines „Virtual Boy“ von Nintendo (1995)

Anfängliche Versuche wie der „Virtual Boy“ von Nintendo waren bei weitem nicht so ausgefeilt und populär wie heutige Äquivalente. Der Virtual Boy versuchte damals ein Gefühl von virtueller Realität zu bieten, konnte jedoch weder gute Software für das Gerät, einen erschwinglichen Preis oder ein Farbdisplay aufweisen. Es wurde ausschließlich mit roten LEDs auf schwarzem Hintergrund projiziert. Hinzu kamen zusätzliche Nachteile des Gerätes wie die fehlende Portabilität am Kopf und Kopfschmerzen bei längerem Spielen, was zum Marktflop des Gerätes führte.

Heutige VR-Brillen scheitern beim Anschließen an die Masse mittlerweile nicht mehr an den technischen Gegebenheiten, sondern an den Preisen der Geräten und der fehlenden Kaufbereitschaft von vielen potenziellen Kunden beim Betrachten dieser. Ein „Oculus Rift“ Starterset kostet auf der Händlerseite 399€. Warum dann als Interessent für eine realistische Videospielerfahrung nicht zu einer Konsole mit einem neu-erschienen Spiel greifen? VR-Brillen bleiben dadurch eher ein Luxusgut für Menschen mit besonderen Engagement in der Thematik und dem entsprechenden Geld.

Matrix – Einer der ersten Filme, der sich mit den Problematiken von virtueller Realität auseinandersetzt

Doch was könnten gesellschaftliche Auswirkungen von fortgeschrittener virtueller Realität sein? Dystopische Ansätze wie in Matrix wurden schon in verschiedensten Weisen ausgeleuchtet: Es wird eine Illusion erschaffen, in der die Entscheidungsfreiheit des Individuums äußerst fragwürdig ist. Menschen könnten sich leicht in Idealwelten verlieren und sich zeitgleich aus der „echten“ Realität ausklinken, beziehungsweise je nach Realismusgrad den Unterschied zwischen echter und virtueller Realität verlieren.

Diese Sichtweisen gehen jedoch von einer gesellschaftlich integrierten Realität aus, von der wir momentan noch weit entfernt sind. In erster Linie bleibt es abzuwarten wie rasant sich das wachsende Feld entwickeln wird und in welchen Weisen der technologische Fortschritt genutzt wird. Die dystopischen Betrachtungsweisen dienen dabei als Warnhinweis für den Verlust von Freiheit, in einer Welt, in der jetzt schon viele Freiheiten gegen das wacklige Sicherheitsversprechen von wachsender Überwachung eingetauscht wird.

Quellen:

https://virtualspeech.com/blog/history-of-vr

https://www.oculus.com/

https://cdn-static.denofgeek.com/sites/denofgeek/files/styles/main_wide/public/the-matrix-expanded-universe_0.jpg?itok=LW3Qi77B

https://de.wikipedia.org/wiki/Virtual_Boy

https://scr.wfcdn.de/15025/Nintendo-Virtual-Boy-1462881254-0-0.jpg

https://cdn1.thr.com/sites/default/files/imagecache/scale_crop_768_433/2018/03/ready_player_one_still_19.jpg

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