Global Media Monitoring Project

Im Rahmen des ‚Global Media Monitoring Project‘ (GMMP) werden seit 1995 die Art der Präsentation und Repräsentation von Frauen und Männern bzw. bestimmter Geschlechter-Stereotypen der Nachrichteninhalte von Fernsehen, Radio und Zeitungen in über 70 Ländern weltweit untersucht.

Bisher liegen drei internationale und diverse nationale Studien vor und umfassen sowohl qualitiative, als auch quantitative Nachrichtenanalysen. Das GMMP ist ein Projekt der WACC (World Association for Christian Communication) in Zusammenarbeit mit dem International Women’s Tribune Centre und Isis International (Manila) unter dem Titel „Who makes the news?“ mit dem erklärten Anliegen faire Geschlechterdarstellung in den Medien solle ein gleichwertiges normatives Kriterium erstrebenswerter journalistischer Arbeit neben anderen wie Fairness, Aufrichtigkeit und Ausgewogenheit – eben die Bemühung um größtmögliche Objektivität – sein.

Dass hier Geschlechtergerechtigkeit und das Streben nach gleichwertiger öffentlicher Partizipation von Frauen als christliche Werte vereinnahmt werden, dürfte der einen oder dem anderen etwas bitter aufstoßen, wenn man bedenkt, dass es oftmals kirchliche Lobbygruppen sind und waren, die sich an Gender Roll-Backs versuchen oder an strikten Rollenklischees als Realitätsentwurf festhalten und es, häufig die GegnerInnen dieser Kirchen waren, die zu deren Demokratisierung den Anstoß lieferten.

Trotz der Kritik eine interessante und lesenswerte Angelegenheit.
Wer sich für das Thema interessiert, kann unter www.whomakesthenews.org mehr erfahren.

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