Beauty is Photoshop?

geschrieben von in Internet, Medienkritik, ZeitschriftenKommentar schreiben

Wer kennt es nicht-man läuft an einem Zeitungsstand vorbei und denkt sich: WOW, würde ich doch nur auch so aussehen. Natürlich ist es kein Geheimnis, dass Bilder am Computer digital nachgebessert werden, doch was ist davon überhaupt noch echt?

Im Jahre 2010, dem 10 jährigen Jubiläum Photoshops, hatte die Software bereits 10 Millionen Nutzer weltweit. Der Konsum nimmt seit dem nur zu. Das Problematische hierbei ist jedoch, dass man das Bearbeitete kaum noch von der Realität unterscheiden kann. Unrealistische Schönheitsideale werden so in unsere Gesellschaft eingebunden.

 

Spiderman Homecoming Star Zendaya Coleman setzt sich dafür ein, dass ihre Bilder nicht mehr manipuliert werden. Wie Zendaya in ihrem Instagram Post richtigstellt, wurde das Bild auf der linken Seite extrem überarbeitet. Leider stehen nur sehr wenige Stars und Sternchen zu solch Mogelei

 

Doch wozu das Ganze?

Klar, möchte man sich auf Plattformen, auf denen tausende Menschen einen sehen können, von seiner besten Seite zeigen. Aber reicht die natürliche Schönheit denn nicht aus?

In der Werbung wird Photoshop häufig genutzt, um ein Produkt ansprechender wirken zu lassen. Ist es dabei jedoch, nötig die Haare einer Frau voluminöser aussehen zu lassen, wenn es doch eigentlich um die Uhr geht, die sie trägt?

 

Welchen Einfluss hat dies für Jugendliche?

Sowohl Kinder, als auch Teenager lassen sich sehr einfach von den Medien
beeinflussen. Wenn sie in einem Magazin ein Bild von Kim Kardashian sehen, ohne zu wissen, dass mehrere Dutzend Teammitglieder an dem Endresultat gearbeitet haben, denken sie, es sei normal so auszusehen. Dadurch fühlen sie sich oftmals unwohl in ihrer eigenen Haut, da kein Mensch so perfekt aussieht, wie es auf den Bildern angepriesen wird.

Diese falschen Body Images, die von der Gesellschaft akzeptiert werden, sind der Grund, warum viele junge Leute Probleme mit ihrem Selbstvertrauen haben.
Besonders weibliche Konsumentinnen gehören zur Zielgruppe des Photoshoppings. Interessant ist nämlich, dass fast nur feminine Models, oder Stars in Zeitschriften nachträglich ‚verbessert‘ werden.

Eine Studie des British Journal of Psychiatry beweist, dass 36% der rund 3000 14-jährigen befragten Mädchen regelmäßig auf Diät sind. Dies deutet darauf hin, dass sie unglücklich mit ihrem Aussehen sind.

 

 

Diese Calvin Klein Kampagne mit Justin Bieber ist eines der wenigen Beispiele für Photoshop an Männern.
Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass sowohl Mädchen, als auch Jungs mit Body Images zu kämpfen haben.
Allein in der USA leiden circa 10 Millionen Männer an einer Essstörung.

Photoshop in den Medien sorgt also ganz klar dafür, dass beeinflussbare Benutzer sich dazu genötigt fühlen, ihren Körper zu verändern, um in der heutigen Gesellschaft dazu zu gehören.

 

 

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Ein Kommentar zu “Beauty is Photoshop?”

  1. [Trierer Medienblog] Beauty is Photoshop? sagt:

    […] https://weblog.medienwissenschaft.de/archives/21042 […]

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