Typosquatting? – Nie gehört…

Der in den USA geprägte Begriff Typosquatting hört sich im ersten Moment zugegebenermaßen sehr befremdlich an. Allerdings kann man davon ausgehen, dass so gut wie jeder Internetbenutzer schon einmal ungewollt mit diesem Phänomen zu tun hatte:

Beim Typosquatting handelt es sich um das bewusste „Besetzen falsch getippter prominenter Internetadressen“. Privatleute oder Firmen sichern sich Domains, deren Adresse meist nur minimal von einer bekannten Präsenz abweicht, beispielsweise www.googkle.com . Man kann sagen, dass solche Seiten nur durch Tippfehler leben. In den meisten Fällen finden sich Anzeigen oder andere Formen von Werbung auf den versehentlich besuchten Seiten, die – falls angeklickt – dem Betreiber kleinere Beträge im Cent-Bereich einbringen. Neben dieser eher „harmlosen“ Methode der Seitenbetreiber kommt es aber auch vor, dass sich beim Besuch unerwünschte Software installiert, falls der Computer nicht ausreichend geschützt ist. Im schlimmsten Falle können durch solche Programme empfindliche Daten, wie beispielsweise Konto- oder Kreditkarteninformationen, gestohlen werden.

Auch wenn es in den meisten Ländern bereits rechtliche Grundlagen zur Bekämpfung des Typosquattings gibt, sind die Verfahren oft sehr langwierig. Im deutschsprachigen Raum gibt es übrigens rund um die Social-Networking Seite www.studivz.de die meisten Tippfehler-Adressen.

Mehr zum Thema inklusive einer Rangliste der am stärksten betroffenen Webseiten findet ihr unter:

http://www.sueddeutsche.de/,ra12m1/computer/artikel/202/144872/

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