„Ihh Rainer – dein Trailer lügt“

„Das hätte der deutsche Film des Jahres werden können, wenn er nicht so grandios misslungen wäre.“ Die Kritik des Spiegels zur deutschen Leinwandhoffnung „Free Rainer – dein Fernseher lügt“ ist im wahrsten Sinne des Zeitschriftennamens auch ein Spiegel der Rezensionenlandschaft zu besagtem Film.
Den Kritikpunkten, welche sich im Kern in allen filmkritischen Schriften ähneln, muss ich mich als Kinozuschauer an dieser Stelle leider anschließen. Meine Ungelduld war bis zur Premierenvorstellung im Frankfurter Filmmuseum noch euphorischer Natur, schwenkte im Laufe des Streifens aber in eine Ungeduld um, die ich bis dato nur aus Statistikvorlesungen und dem neuen Bully Herbig-Film kannte. Irgendwann kam dann der ersehnte Abspann. Auch das anschließende Interview mit dem eingeflogenen Regisseur Weingartner konnte einen Teil der Leute (ich inklusive) nicht zum gespannten Sitzenbleiben halten.
Kurz und nüchtern: der Film hat partiell gute Szenen, die so gut wie alle im kostenlosen Trailer zu sehen sind. Viel Mehrwert bringt das Eintrittsgeld nicht, da die Story oft wegen überflüssiger Szenen lahmt. Bleibtreu spielt nur mittelmäßig und Elsa Sophie Gambard (Kompanin) sollte ihren Beruf überdenken. Die Nebendarsteller können mehrheitlich überzeugen, Gregor Bloéb, der den Programmdirektor spielt, brilliert einzigartig.
Der Film manövriert sich auf tragische Weise selbst durch seine eigentlich drängende Thematik (Trash-TV) und das attraktive Genre (Mediensatire) von Anfang an auf das äußerst dünne Eis der Umsetzung, welches der schweren Erwartungshaltung leider nicht standhält.

Quelle: http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,517409,00.html

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