Kaioo….was?!

Jeder kennt Studivz, Myspace, Facebook und wie sie sonst noch alle heißen. Die Social Networks werden bei jungen Leuten immer mehr Teil ihres Lebens und machmal fragt man sich, ob es überhaupt noch ohne sie geht. Sie alle haben eines gemeinsam: sie kosten nichts und finanzieren sich ausschließlich durch Werbung. Dies ist ein wichtiger Grund für den Erfolg. So weit, so gut.

Jeder kennt also Studivz, aber wer kennt schon „Kaioo“? Kaioo ist auch ein Social Network wie seine berühmten Kollegen. Ebenfalls kostenlos. Ebenfalls ausschließlich finanziert durch Werbung. Also alles wie gehabt? Nicht ganz. Kaioo hat sich zum Ziel gesetzt, die erste „Real Social Community“ zu werden. Das heißt im Klartext: Alle Gewinne, die Kaioo durch Werbung und Spenden einnimmt, sollen wohltätigen Zwecken zu Gute kommen. Das Besondere daran ist, dass die Community-Mitglieder mitentscheiden können, in welche gemeinnützige Organisation das Geld fließen soll.

Um das Projekt zum laufen zu bringen, investiert der Vorstandschef von SonyBMG , Rolf Schmidt-Holtz, persönlich über eine halbe Millionen Euro. Damit soll die Finazierung zumindest für ein Jahr gesichert werden. „Im Idealfall schaffen wir eine Maschine, die jedes Jahr zig Millionen an Spenden garantiert.“, sagt  Wirtschaftswissenschaftler Thomas Kreye, von dem die Idee stammt .Sollte sich die Community auf über 200.000 erweitern, würde die Plattform für Sony durch Werbung sogar profitabel werden.

Doch wie will man sich gegen die bereits etablierten Social Networks durchsetzen? „Wir werden sicherlich 30 Prozent mehr Funktionalitäten als etwa StudiVZ bieten“, betont Kreye im Gespräch mit Spiegel-Online.

Hört sich alles fast zu schön an, um wahr zu sein. Sollte es funktionieren, wäre Kaioo für mich ein Kandidat für den Titel „Sinnvollste Investition des Jahres“.  Es liegt vor allem an uns jungen Leuten, diese Plattform zu nutzen, damit sich das ganze am Ende vielleicht wirklich in ein „echtes soziales Netzwerk“ verwandelt.

Quellen:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/99152

http://www.kaioo.com/#mainPage

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,517871,00.html

print

6 Gedanken zu „Kaioo….was?!

  1. Mal ehrlich, es ist auch nicht wirklich schwer 30% mehr Funktionalitäten als StudiVZ zu bieten. Das tun die meisten Seiten dieser Art heute schon.
    Die Frage ist doch, ob man wirlich noch mehr Portale dieser Art braucht – oder wirklich auf allen angemeldet sein will. Zugegebenermaßen ist die Idee hinter Kaioo nicht schlecht. Aber ich habe meine Zweifel, dass sie funktionieren wird.
    Für mich persönlich besteht derzeit kein Bedarf nach einem weiteren, pflegebedürftigen Internetprofil – guter Zweck hin oder her. Derzeit bräuchte mein „Real Life“ viel mehr Aufmerksamkeit/ Pflege.

  2. Die Idee finde ich super. Wenn das so funktioniert, wie Thomas Kreye sich das vorstellt ist das eine ausgesprochen sinnvolle social networking Plattform. Und falls das Konzept doch nicht ganz aufgeht, können sie ja wenigstens die Userdaten für viel Geld an Marketing-Unternehmen verticken. Bei StudiVZ funktioniert das ja auch
    (das soll jetzt keine Kritik an dieser wirklich guten Idee mit wohltätigem Hintergrund sein).

  3. Ich habe mich da mal angemeldet, damit ich als Wohltäter ruhig schlafen kann. Leider ist sehr viel von StudiVZ kopiert, und das große Plus von Funktionalität hat mich auch nicht direkt angesprungen.

  4. Die Idee ist gut. Es wird versucht eine Nische zu besetzen. Wenn sie das mit dem Angebot auch noch schaffen, hätten sie ne echte Chance sich dauerhaft zu positionieren.

Kommentare sind geschlossen.