„OK glass, take a picture“

Beim Essen. Beim Fernsehen. In der Uni. Auf dem Klo. Beinahe jeder von uns hat mittlerweile den nervösen Tick, den Google-Mitbegründer Sergey Brin in diesem Video für TED beschreibt. Wir alle kleben an unseren Smartphones und starren auf das Display, egal ob es etwas zu sehen gibt oder nicht. Mit seinem Handy-Betriebssystem Android hat Google einiges zu dieser Angewohnheit beigetragen, von der es uns jetzt wieder werbewirksam und mit möglichst großen Gewinnen wieder befreien möchte.

Das Smartphone soll vom kleinen Kästchen in der Hand jetzt zur Brille werden, die das, was wir jetzt auf dem Display sehen, direkt vor unserer Nase anzeigt. Ausgereift ist das sogenannte „Google Glass“ noch nicht, es kann noch nicht alles, was ein Smartphone kann und wäre wohl ästhetisch noch verbesserungswürdig, aber so stellt sich Google die Zukunft vor. Man soll die Hände frei haben und das kleine „Pop-up“ im Sichtfeld soll dezent sein und die Sicht nicht behindern. All das klingt genauso futuristisch wie interessant und scheint im Promo-Video auch tadellos selbst beim Extremsport zu funktionieren. Sein Ziel sei es, die Suchanfragen, Googles zentrales Element, überflüssig zu machen und den Menschen automatisch die Informationen zur Verfügung zu stellen, die sie brauchen. Ob man das auch möchte oder ob es sich anhört wie leicht zu manipulierender Science Fiction-Horror, muss sich noch zeigen.

 

Brin, Sergey (2013): „Google Glass – wozu?“ TED Conferences LLC. New York. <http://www.ted.com/talks/sergey_brin_why_google_glass.html>

 

Kremp, Matthias (2013): „Angefasst: Was kann die Google Brille?“ SpiegelONLINE. Hamburg.

<http://www.spiegel.de/video/google-glass-angefasst-testet-die-datenbrille-von-google-video-1276572.html>

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2 Gedanken zu „„OK glass, take a picture“

  1. Ich bin echt gespannt wie diese Brille verwirklicht wird, denn mir kommen da viele Fragen auf. Z.B. ob man damit fahren darf und wie es erreicht wird, dass es nicht aussieht, als ob man mit sich selber spricht. Das Werbevideo sieht auf jeden Fall interessant aus!

  2. Ich stimme euch da auf jeden Fall zu, dass das Video bzw. die Innovation „Google Glass“ interessant ist, aber doch meiner Meinung nach auch noch extrem futuristisch. In dem Beitrag wird ja bereits erwähnt, dass es eigentlich schade ist, dass viele immer nur auf ihre Smartphones schauen und dabei die „face-to-face“- Kommunikation teilweise vernachlässigen. Ob jedoch das „Google Glass“ die richtige Lösung für diesen Tatbestand sein kann, ist fraglich, denn ich denke nicht, dass man sich mehr beachtet fühlt, wenn der Kommunikationspartner statt einem Smartphone in der Hand ein „Google Glass“ trägt, v.a. weil es momentan noch so aussieht, als käme es aus einem Science Fiction Film 😀 Aber wer weiß, vielleicht laufen wir in ein paar Jahren alle mit so einer Brille rum…

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