Vierte Gewalt in Gefahr?

Der Hamburger Kommunikationswissenschaftler Siegfried Weischenberg fordert, dass die Medien ihrem Aufklärungsanspruch wieder verstärkt gerecht werden müssen. Er meint, dass die Medien sich durch die wachsende Kommerzialisierung selbst in Gefahr brächten.

Desweiteren stellt er fest, dass es immer weniger Mut zu kritischer Berichterstattung gibt, und dass die nach dem jüngsten Arbeitsplatzabbau noch verbliebenen Akteure vollkommen überbelastet seien.

Bringt sich die vierte Gewalt in diesem Land selbst in Gefahr?

Quelle: SZ

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Ein Gedanke zu „Vierte Gewalt in Gefahr?

  1. Ich persönlich glaube nicht, dass es schon so schlimm um die deutschen Medien steht. Aber man muss natürlich aufpassen, dass die Situation nicht ganz so schlimm wird. Obwohl ich nicht denke, dass es jemals dazu kommen wird – irgendwann wird die Bevölkerung sich wehren. Mit vorwiegend auf hohe Verkaufszahlen oder Einschaltquoten ausgerichteten Medienberichten kann man sich doch auf Dauer nicht abspeisen lassen!
    Dass es kaum kritische Berichterstattung gibt, ist traurig. In einem Land, in dem Pressefreiheit herrscht, ist das, glaube ich, aber normal. Solange man nicht über alles, was man will, berichten darf, versucht man es natürlich trotzdem und kämpft dafür. Darf man es dann plötzlich, so nimmt die Kritik langsam aber sicher ab.
    Vielleicht liegt die geringe Kritikerrate aber auch wirklich an der totalen Überlastung der wenigen verbliebenen Journalisten. In dem Zusammenhang ist, denke ich, auch die zunehmende Übernahme von PR-Mitteilungen zu sehen. Wenn man an einem Arbeitstag einmal schlecht in der Zeit liegt und dringend noch einen Bericht über irgendein Unternehmen verfassen muss, dessen PR-Abteilung „freundlicherweise“ schon einen kompletten Text vorbeigeschickt hat, ist man natürlich in der Versuchung, einfach diesen zu übernehmen.

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