Online versus Print

Die wöchentliche Printausgabe von DER SPIEGEL wurde im dritten Quartel 2011 ganze 971.524 mal verkauft. Diese Zahl spricht für sich selbst und auch ich finde, dass dieses Magazin sehr interessante und gutgeschriebene Artikel beinhaltet.

Natürlich hat DER SPIEGEL, wie die meisten Wochenmagazine, auch eine Onlineausgabe. Diese ist so aufgebaut, dass es eine so genannte Hauptnachricht gibt, die ganz oben auf der Startseite mit Foto abgebildet ist. Weiter unten findet man dann weitere Artikel, die sich meist auf aktuelle Themen beziehen und auch jeweils mit Foto. Ebenfalls dort finden kann man Videos und Reisetipps, sowie einen Überblick über die Börsenkurse und vieles weitere. Die Navigation durch die Webseite stellt sich auch als sehr leicht zu handhaben heraus. Man kann oben in der Navigationsleiste zwischen den verschiedenen Themen und Angeboten der Webseite wählen, so dass man sich sehr gut zurecht finden kann.

Was ich sehr an der Printausgabe von DER SPIEGEL schätze ist die gute Qualität des journalistischen Textens; die meisten Artikel sind wirklich sehr gut geschrieben und geben einem ein gutes Lesegefühl. Genau dies fehlt mir in der Onlineausgabe. Die meisten Artikel sind nicht schlecht, aber auch nicht mit den Artikeln der wöchentlichen Ausgabe des Magazins zu vergleichen. Natürlich steht die Onlineausgabe mehr unter Druck Aktualität liefern zu müssen und die Redakteure können sich nicht so viel Zeit lassen die Artikel zu verfassen. Die Journalisten der Printausgabe hingegen können sich voll und ganz in ein Thema vertiefen und ihr ganzes Können in punkto Texten unter Beweis stellen. Daher fehlt auch die Tiefe der Artikel in der Onlineausgabe, die sonst in der Printausgabe vorhanden ist.

Es zeigt sich also ganz klar, dass die Website www.spiegel.de eher einen Überblick über verschiedene Themen geben soll und es scheint so, als ob sie die Aufgabe habe, die Printausgabe schmackhaft machen zu sollen.

Wenn ich DER SPIEGEL lese, will ich mich voll und ganz in die Themen vertiefen können und durch die gute Qualität der Artikel und die zahlreichen Hintergrundinformationen die jeder von ihnen zu den jeweiligen Themen beinhaltet fühle ich mich gut informiert. Genau dies kann ich nicht in der Onlineausgabe finden. Diese scheint mir eher nützlich, falls man ein paar Informationen von aktuellen Themen auf die Schnelle finden will. Doch sich in die Onlineartikel zu vertiefen fällt mir schwer, auch weil mir die Gemütlichkeit fehlt, die mir Printausgaben mit dem Umblättern von Seiten und dem nicht andauernden Ausgesetztsein von Werbung geben.

Als Fazit kann ich sagen, dass die Onlineausgabe kleine gutgeschriebene Beiträge enthällt, die qualitativ jedoch nicht an die Artikel in der Printausgabe heranreichen.

 

Quelle:
Michael Schallmeyer (2011): Quartalsauflagen- Spiegel.Der, In:
Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.,
Berlin. http://daten.ivw.eu/index.php?
menuid=1&u=&p=&20113=ON&20112=ON&detail=true&titelnrliste=122;&alle=[Det
ails] (Stand vom 28.05.2011).
SPIEGEL ONLINE GmbH (2011): DER SPIEGEL 2011,URL:
http://www.spiegel.de (Stand vom 28.05.2011).

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