Unabhängiger von Werbung

Kindersendungen dürfen, so der Gesetzgeber, nicht durch Werbung unterbrochen werden. Das macht Sendern wie SuperRTL, die sich auf solche Programme spezialisiert haben, zu schaffen, da sie sehr viel weniger von Werbeeinnahmen profitieren als andere Privatsender.

Bereits heute machen Einnahmen aus Nicht-Werbung bereits 25% des Gesamtumsatzes des Senders aus. Diese Zusatzerlöse außerhalb der Werbung sollen sogar auf 50% angehoben werden, so die Pläne der Verantwortlichen.

Doch was genau versteht man unter Nicht-Werbung in diesem Fall?

Um ein paar Beispiele zu geben: SuperRTL hat an den CD-Verkäufen der von ihnen gecasteten Band Banaroo kräftig mitverdient. Weiter Einnahmequellen sind Zeitschriften der hauseigenen Marke „Toggo“ oder Getränke für Kinder, die unter diesem Logo verkauft werden.

Bleibt abzuwarten, was sich der Sender alles einfallen lässt, um die 50%-Marke zu knacken.

Quelle: http://www.satundkabel.de/modules.php?op=modload&name=News&file=article&sid=18322

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2 Gedanken zu „Unabhängiger von Werbung

  1. Ein Grundsatz zum Schutz von Minderjährigen bei Werbung war bislang die Unterscheidbarkeit, die Erkennbarkeit von Werbung. Ich sehe die Gefahr in der Liberalisierung der Werbung, welche mit der neuen Richtlinie für audiovisuelle Mediendienste einhergehen wird.

  2. Ich frage mich wirklich, wie diese 50% Hürde, ohne Webung, geschafft werden soll. Denn die Frage ist wirklich, was ist Werbung? Zählen dazu nicht eigentlich auch die Produnkte, die irdendwie (hier z.B. mit SuperRTL) damit zusammenhängen? Denn für diese muss ja auch „geworben“ werden.
    Ich denke, dieses Werbeverbot während den Kindersendungen, wird nur ganz geschickt umgangen, weil es immer nur eine Frage der Definition ist.

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