Der E-Buch Boom in Japan

Das Handy…unendliche Weiten…

Was kann man nicht alles damit machen…das könnte ein 10-jähriger weit besser erklären als ich: nicht einfach mehr nur telefoniern, sondern auch Musik hören, spielen, online gehen…wisst ihr wirklich alle was euer Telefon kann?

Aus Japan kommt derzeit ein neuer Trend: der Ich-lad-mir-mal-ein-Buch-aufs-Handy. Bücher sind schwer in der Tasche, man kann sie vor dem Schlafen nicht im Dunkeln lesen…also läd man es sich nun auf sein Telefon. Alleine bei der „magischen Bücherei“ Maho no Shotenkan sind 700 000 Titel abrufbar. Auch die weiter ausreifende Mobilfunktechnologie fördert diese Entwicklung: Die Displays werden größer und schärfer, es passen immer mehr Zeichen auf das Display. Mittlerweile gibt es sogar Mobilfunkromanciers, die sich in der Produktion ihrer Literatur nur auf dieses Marktsegment konzentrieren. Den Anfang machte der Schriftsteller Yoshi, der vor sechs Jahren seinen Roman als Blog veröffentlichte. Es gibt nun auch schon einen Preis für den besten Mobilfunkroman.

Ist das nun das Ende der Buchkultur oder einfach nur eine Neugeburt, da so neue Leserkreise erschlossen werden können? Wird das Buch, wie die Zeitung, ein Wegwerfprodukt, da sie am nächsten Tag schon veraltet ist?

Wer den kompletten Artikel zu diesem Thema lesen will kann dies in der SZ vom 17. April tun.

Wer sich den virtuellen Buchladen anschauen möchte kann dies unter http://4646.maho.jp

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5 Gedanken zu „Der E-Buch Boom in Japan

  1. Wo bleibt denn der ganze Charme und die Atmosphäre, die das Bücherlesen so besonders macht, wenn man nicht mehr ein gedrucktes Werk vor sich hat, sondern das Ganze nur noch auf einem Mini-Display liest? Selbst wenn diese jetzt größer werden, ist das doch kein Ersatz für ein richtiges Buch. Kann man mit einem Telefon in der Hand auch gemütliche Lese- Abende zu Hause verbringen? Ich kann diesen ganzen Trend nicht nachvollziehen. Sicherlich ist Technik und Multimedia im Alltagsleben heute sehr hilfreich, in einigen Bereichen sicherlich sogar unentbehrlich, aber muss denn wirklich jeder einzelne Bereich des Lebens auch in digitaler Variante existieren? Bücher auf dem Handy? Halte ich einfach nur für langweilig!

  2. Solange es kein wirklich gutes E-Paper gibt (sehr geringer Stromverbrauch, einfache Bedienung, kontrastreiches Display, robust etc.) werde ich auch weiterhin Bücher auf gedrucktem Papier bevorzugen.
    Denn auch mir sind Handydisplays viel zu klein und unpraktisch um wirklich mit Büchern konkurrieren zu können.

  3. Das Ende der Buchkultur ist dieser Trend meiner Meinung nach nicht. Auf einem kleinen Display einen ganzen Roman lesen zu müssen ist doch ziemlich anstrengend. Da bevorzuge ich lieber ein echtes Buch, auch wenn es schwerer in der Tasche ist. Und so schwer sind Taschenbücher nun auch wieder nicht.

  4. Eine ganz interessante Neuigkeit. Kein Wunder, dass sie aus Japan kommt.Immerhin entstehen die neuesten und verrücktesten technischen Trends in dem „Land der aufgehenden Sonne“. Eigentlich finde ich das praktisch, weil man nicht mehr die schweren Bücher mitschleppen muss. Aber andererseits denke ich das Lesen von Büchern auf Papier brigt mit sich eine ganz andere Erfahrung, ein Abenteuer, das das E-Paper nicht ersetzen kann. Außerdem ist der Spaßfaktor bei dem alten Medium viel höher. Schließlich werden Bücher geschrieben und herrgestellt um gelsen zu werden, dewegen bin ja auch der Meinung, dass das breite Publikum das Buch auf Papier bevorzugen wird und das E-Paper nur als Ergänzung neben dem alten Medium und als Angebot für Heranwachsende existieren wird.

  5. Ich bin der Meinung, dass die ursprüngliche Buchform auch weiterhin , wie immer, publiziert und verkauft wird. Zwar war dies bei Erscheinungen des Hörbuchs in Frage gestellt worden, aber auch während dieser Zeit war die ursprüngliche Buchform ununterbrochen präsent.
    Das Hörbuch ist attraktiver als das E-Book: Beim Hören eines Hörbuchs braucht man kein Licht und sogar beim Autofahren kann man das Hörbuch nutzen. Außerdem enthalten heutige Handies MP3-Player. Einige Jungen werden wohl letzteres bevorzugen, aber das E-Book wird wahrscheinlich eine kuriose Variante bleiben.

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