die Boulevardpresse und die Privatsphäre – ein Abhörskandal in England

Am 07.12.2011 berichtete das NDR-Fernsehen auf seiner Internetseite über einen Abhörskandal in England. (1)

Demnach haben Reporter des Boulevardmagazins „News of the World“ jahrelang die Telefone von Prominenten abgehört und diese zusätzlich überwacht.

Den Aussagen der Opfer zufolge (u.a. Sienna Miller, J.K. Rolling) sind die Reporter sehr extrem vorgegangen, wenn es darum ging, Informationen zu bekommen. Die Reporter scheinen vor nichts mehr zurück zu schrecken, denn die Prominenten wurden nicht einfach nur fotografiert und überall belagert, sondern jetzt wurden sogar ihre Telefonate mit anderen abgehört. Dieser Vorfall wirft natürlich viele Fragen auf die zu einer großen Diskussion in England geführt haben und  die sich auch das NDR-Fernsehen in ihrem Beitrag auf ihrer Internetseite stellt: „Was darf der Boulevard? Welcher Methoden darf er sich bedienen? Wie weit darf Recherche gehen?“(Vgl. Quelle).

Die Verantwortlichen des Boulevardmagazins stehen nun vor Gericht. Es wird nun viel diskutiert was die Presse darf und was nicht, u.a. geht es darum, ob es in England die Einführung einer Presseaufsicht geben soll oder nicht.

Meiner Meinung nach muss der Presse auf jeden Fall ein Riegel vorgeschoben werden. Natürlich wollen wir alle weiterhin Boulevardnachrichten lesen und ich bin auch nicht dafür, diese abzuschaffen. Allerdings denke ich, dass es bei der Beschaffung der Informationen Grenzen gibt, die die Reporter in diesem Fall eindeutig überschritten haben. Es ist die eine Sache, Prominte auf der Straße hinterher zu laufen und zu fotografieren, dass ist noch akzeptabel, zumal die Prominten wissen, dass sie im Rampenlicht stehen und ein öffentliches Interesse an Ihnen besteht. Aber soweit zu gehen und die Telefone der Menschen abzuhörehn dringt meiner Meinung nach zu sehr ein in die Privatsphäre. Denn auch Prominte sind einfach nur Menschen und auch diesen Menschen steht das Recht zu, nicht jedes Details ihres Lebens an die Öffentlichkeit preiszugeben.

 

Quelle:

(1) NDR-Fernsehen. NDR.de: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/medien_politik_wirtschaft/abhoerskandal101.html. (11.12.2011).

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