kino.to ist tot

Aus der Traum vom kostenlosen Serien, Filmen, Dokus und aktuellen Kinofilmen schauen. Für viele Nutzer der Internetseite bricht eine Welt zusammen. Am gestrigen Tag wurden die Betreiber des Internetportals wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung zur gewerbsmäßigen Begehung von Urheberrechtzverletsungen angeklagt. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen 21 Personen, von denen 12 bereits sich in Untersuchungshaft befinden.
Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) sind froh über die Abschaltung von kino.to. und sehen es als Erfolg gegen das illegale Verbrechen.
Die Beschuldigten müssen laut der Dresdner Generalstaatsanwaltschaft mit monatelangen Ermittlungen rechen. Auf Dauer kann der Konflikt jedoch nicht gelöst werden, da laut GVU schon mit den Nachfolgern von Seiten die kostenlose Filme anbieten zu rechen sind.
Daher wünschen Kritiker eine klare Gesetzgebung um die Nutzung dieser Angebote zu bestimmen. Schon über Jahre wird darum gestritten ob es illegal ist, sich die Videos per Stream im Internet anzuschauen. leider gibt es dazu keine klare Regelung.
Für die täglich 4 Millionen Nutzer löst die Nachricht pures Entsetzen aus. Einige riefen zu Demonstrationen über Facebook aus. Jedoch laut einigen Juristen müssen sich die Nutzer keinen Sorgen um eventuelle Strafverfolgungen machen.

Ein Interview, was die Nutzer der Seite zu erwarten haben:
http://www.derwesten.de/nachrichten/Was-Kino-to-Nutzer-jetzt-zu-erwarten-haben-id4747761.html

Quellen:

http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1165369
http://www.zeit.de/digital/internet/2011-06/kino-stream-ermittlung

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5 Gedanken zu „kino.to ist tot

  1. Ich finds gut. Ein Gefahrenfaktor weniger für das Überleben von Kinos. Wenn irgendwann alles nur noch übers Internet laufen würde, wäre das ein sehr großer Verlust. Filme sind (zumindest einige^^) (Kunst-)Werke, die es wert sind, zahlendes Publikum zu bekommen.

  2. Es werden ja nicht nur aktuelle Kinofilme auf Seiten wie kino.to angeboten, sondern auch längst nicht mehr im Kino laufende Filme und Serien. Die Sperrung solcher Seiten sollte meiner Meinung nach nicht komplett erfolgen sondern eingegrenzt werden, so, dass nur bestimmte Angebote verboten werden. Aber wieso nicht auf das Internet zurückgreifen, wenn im Fernsehen nichts läuft? Fernzusehen ist gewissermaßen auch kostenlos. Solange es keine klaren Gesetze und Grenzen gibt finde ich die Schließung der so beliebten Seiten für nicht gerechtfertigt.

  3. @s2keknop zahlt man nicht fürs fernsehn GEZ gebühren und kaufen die Pirvatsender filme nicht von den Rechteinhabern und finanzieren das durch werbung?
    Und selbst wenn im Fernsehn nichts läuft und man keine physischen Medien a la DVD mag, bieten Online Videotheken, ja eine Alterantive.
    Wenn die Rechteinhaber ihr Recht durchsetzen, ist das das normalste auf der Welt und steht in keinerlei Korrelation mit der „Beliebtheit“, solcher mindestens 3/4 Illegalen (darüber ob ein stream jetzt illegal ist, gibt es ja geteilte Meinungen) Inhalte zu tun.

  4. Ich stimme s2keknop da schon zu. Klar sollten aktuelle Filme nicht im Internet zu finden sein die dann der Filmindustrie und vorallem dem Kono schaden. Aber ältere Serien oder Filme können dem Kino ja nur schwerlich schaden, da sie da ja nicht mehr laufen.Daher würde ich auch eine teilweise Sperrung befürworten. Alle anderen illegalen Machenschaften die mit kino.to zusammenhängen bzw. zusammenhängen sollen möchte ich natürlich nicht für gut heißen.

  5. Mich wundert es nicht, dass nun gegen kino.to vorgegangen wurde, da die illegalen Machenschaften schon lange Zeit allgemein bekannt waren. Allerdings frage ich mich, warum nicht schon eher gegen diese Urheberrechtsverletzungen vorgegangen wurde.

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