CIVIS Medienpreis 2011

Am 26.Mai während einer TV Gala im Auswärtigen Amt in Berlin sind mit CIVIS Medienpreis sieben europäische Radio- und Fernsehprogramme ausgezeichnet worden. Gesucht wurden die besten Radio, Websites und TV Programme zum Thema Integration und kulturelle Vielfalt.

An dem Wettbewerb 2011 nahmen 690 Programme aus 22 EU-Staaten und der Schweiz teil. Die 24. CIVIS Fernsehpreisverleihung moderierte Tom Buhrow, als Laudatoren nahmen zahlreiche prominente Gäste teil, unter anderen der Bundespräsident Christian Wulff und der Präsident des Europäischen Parlaments, Jerzy Buzek.
Schon seit mehr als zwanzig Jahre zeichnet der CIVIS Programmleistungen im Radio, Fernsehen und seit dem letzten Jahr auch im Internet aus. In diesem Jahr mit insgesamt 40.000 Euro (5000 Euro pro Kategorie) dotierter Preis ging an Produktionen von SRF (Schweiz), ARD, WDR, BR und Radio Essen sowie an die Hochschule Luzern Design & Kunst (HSLU). Ausgewählt wurden sie von einer internationalen Jury unabhängiger Medienexperten.

Heutzutage leben wir in einer Mediengesellschaft, das heißt der Integrationsprozess erfolgt auch durch die Medien:

„Migration, Integration und kulturelle Vielfalt prägen immer stärker unseren Alltag. Den Medien kommt dabei eine verantwortungsvolle Aufgabe zu: Sie bilden den gesellschaftlichen Wandel nicht nur ab – sie gestalten ihn auch. Medien bestimmen unser Bild von den aktuellen Entwicklungen und können einen bedeutenden Beitrag zur gesellschaftlichen Integration leisten“ – schreibt die Vorsitzende des Kuratoriums der CIVIS Medienstiftung, WDR Intendantin Monika Piel.

Genau deswegen sind solche Veranstaltungen wie CIVIS Medienpries sehr wichtig, um die Aufmerksamkeit auf die vorhandene Integrationsproblematik zu lenken, um die besser zu verstehen. Durch CIVIS, können auch jungen Journalisten, die sich mit solchen Themen beschäftigen, durch ein Förderpreis „Young CIVIS Media Prize“ unterstützt werden.

Unter anderen wurden ausgezeichnet:

Den Förderpreis European Young CIVIS Media Prize erhielten die Autoren Loretta Arnold, Fabio Friedli, Marius Portmann und Andrea Schneider für ihren animierten Kurzfilm „Heimatland“ (Hochschule Luzern Design & Kunst). Die Autoren brächten in ihrem animierten Kurzfilm ein hochaktuelles Thema „kurz und kunstvoll auf den Punkt: die anhaltende Schweizer Fremdenangst“.

Den Europäischen CIVIS -Fernsehpreis im Bereich Information erhielt die Autorin Karin Bauer für ihre Dokumentation „DOK: Der Asylchef und die Nigerianer“ (SRF). Die Jury lobte den Beitrag als „eine großartige, journalistisch und filmisch herausragende Dokumentation“. Die Auszeichnung im Bereich Unterhaltung ging an Drehbuchautor Richard Cottan für „Kommissar Wallander – Mörder ohne Gesicht“ (ARD/BBC). Cottan präsentiere „ein grandioses Spiel um Ausländerfeindlichkeit und Diskriminierung“, urteilte die Jury.

Mit dem Deutschen CIVIS -Fernsehpreis in der Sparte Information wurde Nicole Rosenbach für ihre Dokumentation „Hart und herzlich – Eine türkische Lehrerin gibt nicht auf“ (WDR) ausgezeichnet. Die Jury befand: „Der Film zeigt ein ungeschöntes Bild des schwierigen Schulalltags – unaufgeregt, glaubwürdig und ohne Schuldzuweisungen.“ Im Bereich Unterhaltung gewann der Autor Jürgen Werner für den Fernsehfilm „Zivilcourage“ (WDR), in dem er eine weitgehend tabuisierte Wirklichkeit ins Bild rücke.

Fragestellung:

Durch eine Inhaltsanalyse der Beitrage kann man untersuchen welche interkulturelle Problematik zurzeit aktuell ist und wie sie sich in Laufe der Zeit verändert hat. Zusätzlich sollte anhand einer Befragung der Rezipienten festgestellt werden, wie die behandelte Problematik wahr genommen wurde.

Quellen:

www.civismedia.eu ( 01.06.2011)

http://www.esf.de/portal/generator/15490/2011__01__14__medienpreis__civis.html ( 01.06.2011)

http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/news/154599/index.html ( 01.06.2011)

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