Podcasts bei Spotify, Deezer & Co.

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Immer mehr Menschen nutzen das Internet, um sich zu informieren und vor allem zur Unterhaltung, dazu gehören auch Musik-Streamingdienste wie Spotfiy und Deezer. Beide Anbieter sind bekannt für ihre große Online-Musikauswahl, wobei sich die angebotenen Songs und die Charts kaum voneinander unterscheiden, deshalb bieten die Konkurrenten immer mehr Abwechslung in Form von Podcasts an, durch sie können sie sich thematisch unterscheiden und sogar einzigartige Inhalte anbieten.
Podcasts sind Audiobeiträge, welche im Internet veröffentlicht werden. Das Wort Podcast setzt sich aus zwei Teilen zusammen, das Wortteil „Pod“ steht für „play on demand“ und „-cast“ ist eine Abkürzung von Boardcast (Rundfunk).
Podcasts sind in den USA schon längst erfolgreich, als Beispiel ist die auch bei Spotify und Deezer zu findende Audio-Show „WTF“ von Marc Maron zu nennen, bei ihm schütten die Stars ihr Herz aus, sogar Barack Obama war schon in Marons Garage, wo die Podcasts aufgenommen werden, zu Gast. Jetzt sind Podcasts auch in Deutschland im Kommen, die Zahl der Hörer wächst.

https://sendegate.de/uploads/default/original/2X/f/fb250c671d6bc79756b122fe5cfdd256ead86652.pdf
SPOT ON PODCAST   HÖRER &
NUTZUNG IN DEUTSCHLAND 2017/18
*Weiß: Wissen Sie was ein Podcast ist?
Ja/Nein Häufigkeiten in Prozent
**Blau: Haben Sie in den letzten 12 M.
Podcasts gehört, egal in welcher Form?
Ja / Nein | Häufigkeiten in Prozent
***Gelb: Wie häufig hören Sie Podcast?

 

Vor allem jüngere Menschen hören Podcasts, Spotify nutzt das und wirbt mit Starbesetzung. Das zahlt sich aus, der 2016 eingekaufte Podcast „Fest & Flauschig“ mit Jan Böhmermann und Olli Schulz ist der erfolgreichste deutschsprachige Podcast, mit geschätzten 100.000 Zuhörern und nur bei Spotify hörbar. Böhmermann und Schulz sprechen über alltägliche Situationen und Erlebnisse, machen sich lustig über Stars und sprechen über politische Themen, immer mit einer Mischung aus Ernsthaftigkeit und Sarkasmus.
Diese Mischung macht nicht nur „Fest & Flauschig“ so erfolgreich, sondern macht Podcasts allgemein so attraktiv.
Man selbst kann entscheiden zu welchem Thema man sich einen Podcast aussucht, ob man etwas zur Unterhaltung oder zur Weiterbildung hören möchte. Die Bandbreite reicht von fachspezifischen Themen, über Lifestyle, bis hin zu Politik und aktuellen Nachrichten.
Auch die zeitliche Ungebundenheit ist ein Vorteil, man kann die Folgen hören wann man möchte und vor allem so oft man möchte. Die Musik-Streaming Anbieter stellen die Podcasts natürlich auch in ihren Apps zur Verfügung, dadurch ist auch eine mobile Nutzung möglich. Die Streamingdienste arbeiten mit Freemium Angebote, dadurch kann theoretisch jeder auf die Podcasts zugreifen. Durch den Erwerb der Premium Accounts, kann man sich die Folgen dann auch downloaden und offline hören.
Menschen die Podcasts nutzen, wollen nicht nur Fakten aufgezählt bekommen, sondern auch die Meinung und die Sicht von anderen Menschen hören, oder sogar Diskussionen zwischen verschiedenen Meinungen. Deshalb kann jeder seine Podcasts an Streaming Anbieter wie Spotify oder Deezer schicken, und nach einer Prüfung durch die Unternehmen kann der eigene Podcast auf den Webseiten online gehen. Podcasts die nicht selbst von den Unternehmen angeworben worden sind, finanzieren sich durch Werbung oder Crowdfunding, die Betreiber können so fast uneingeschränkt über die Themen sprechen, die sie interessieren.

 

Amerika macht es vor und Deutschland zieht nach. Auch wenn hier bisher verhältnismäßig wenig Menschen Podcasts hören, 2014 haben erst 7% immerhin von Podcasts gehört, doch die Zahl steigt schnell, 2017 hören bereits 15% Podcasts regelmäßig und das vor allem durch die Präsenz in den Musik-Streaming Anbieter und deren Angeboten wie „Fest & Flauschig“. Weitere solcher Eigenproduktionen sind sowohl bei Spotify, als auch bei Deezer geplant.

 

Quellen:

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„Fake News“ in Bildern – Und Wie Man Dagegen Vorgehen Kann

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“Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben wissen, wissen wir durch die Massenmedien.”

Dieses Zitat von Luhmann, einem der führenden deutschen Systemtheoretiker, ist immernoch aktuell – durch das Aufkommen der “Fake News” vielleicht sogar wichtiger denn je. Falsche Nachrichten sind zwar kein neues Phänomen, aber durch Verbreitung in den Medien – in den letzten Jahren vor allem durch soziale Medien wie Facebook und Twitter – und gezielten Anschuldigungen etabliertem Journalismus gegenüber, nicht zuletzt von so einflussreichen Persönlichkeiten wie dem Präsidenten der USA, ist diese Debatte in den letzten Jahren wieder aufgeflammt. Und sie geht einher mit der Frage einer “Vertrauenskrise” in den Journalismus. Eine große Rolle spielen hier Fotos – jeder kann sie überall machen, und fast jeder hat die Möglichkeit, sie zu bearbeiten. Vor diesem Hintergrund sollten Bilder immer mit einer gesunden Portion Skepsis betrachtet werden. Sie zeigen nämlich nicht immer nur die Wahrheit.

Ein Twitteraccount, der sich dem Aufdecken von bearbeiteten und falsch zugeordneten Fotografien verschrieben hat, ist @PicPedant. Von zusammengefügten Bildern von malerischen Sonnenuntergängen über falsch zugeordnete Vulkane bis hin zum Ausgeben von digital erstellten Bildern als echte Fotografien lässt sich hier vieles finden. Buzzfeed hat 14 davon zusammengestellt. Auch der Account @HoaxEye verschreibt sich dieser Aufgabe – unter anderem zum Berichtigen von falschen historischen Fotos, wie in diesem Interview deutlich wird.

Ein beliebter Fehler sind fehlende Spiegelungen in den Wasseroberflächen.

Bei falsch zugeordneten Fotografien kann zudem ein weiteres Tool Aushilfe schaffen – TinEye ist eine Browsererweiterung, mit dem man das Internet nach Bildern durchsuchen kann – ähnlich also wie die Bildersuche von Google. Der Gedanke dahinter ist, dass so die originalen Zusammenhänge von geklauten Bildern gefunden werden können und unter anderem falsche Kontexte des Bildes aufgeklärt werden können.

Für Leute, die sich auf diesem Gebiet weiterbilden wollen und selbstständig erkennen wollen, woher ein Bild stammt, für die ist außerdem die Quizreihe auf Twitter die perfekte Gelegenheit. An jedem Werktag posten andere Journalisten Bilder, anhand dener ihre Follower den Ort, an dem sie sich befinden, erkennen müssen. So zum Beispiel Julia Bayer von der Deutschen Welle. Im #MondayQuiz stellt sie Aufgaben wie das Herausfinden des Künstlernamens eines Bildes. Onlinejournalismus hat Anfang November die verschiedenen Teilnehmer und ihre Hashtags zusammengetragen.

#MondayQuiz vom 13. November 2017

Von bearbeiteten und übereinandergefügten Fotos, falsch zugeordneten Zitaten oder schlichtweg rein digital hergestellten Bildern gibt es eine Fülle an Falschinformationen, die wissentlich und unwissentlich und in ungeahnter Schnelligkeit dank sozialer Netzwerke verbreitet werden. Um diesem Trend entgegenzuhalten und kritisch hinterfragen und prüfen zu können, dienen Tools wie TinEye oder Accounts wie HoaxEye oder von Journalisten, die mit ihren Aufklärungen und Aufgaben das Bewusstsein für „Fake News“ schärfen.

Digitale Medien im Unterricht – Hoffnung und Misstrauen

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Der Einzug der Digitalen Medien in unseren Alltag liegt jetzt schon eine Weile zurück, für die neue Generation gehört das Internet, wie der Fernseher, von Beginn an zum Leben dazu. Nicht verwunderlich ist es also, dass auch die Einbindung der Digitalen Medien im Schulalltag gefordert wird.

Das Internet bietet nicht nur eine Menge an Möglichkeiten, sondern birgt auch Gefahren. Der sichere Umgang, differenzieren und selektieren von relevanten Inhalten im Netz erfordere auch bei Digital Natives Grundwissen, dass zunächst erlernt werden müsse (Vgl. Middeldorf 2017). Unterrichtsmaterialien, wie Lernspiele, E-Books, Tablets und Ähnlichem, ermöglichen kreatives und mobiles Lernen, doch trotz zahlreicher Fürsprecher und dem großen Angebot an Möglichkeiten gäbe es viele Pädagogen und Kritiker, die den Lernerfolg bezweifeln (Vgl. HCC-Magazin 2017).

Befürworter erhoffen sich zum Einen ein höheres Interesse bei den Schülerinnen und Schülern, zum Anderen würden durch die alternative Darbietung von Informationen viele Sinne angesprochen, die das Speichern von Informationen in unterschiedlichen Gedächtnissystemen möglich mache (Vgl. HCC-Magazin 2017). Somit werden die verschiedenen Vorlieben und Interessen der Schülerinnen und Schüler durch die unterschiedlichen Zugänge und Methoden angesprochen. Dies hat zur Folge, dass die Schülerinnen und Schüler individuell gefördert und gefordert werden können. Durch diesen persönlichen und individuellen Zugang zu den verschiedenen Themen und Medien können auch Lernunterschiede innerhalb der Klasse in Ansätzen ausgeglichen werden.

Auch in der projektorientierten Arbeit oder in Gruppen- und Partneraufgaben ermöglichen Kommunikationstools ein vernetztes Arbeiten (Vgl. HCC-Magazin 2017). Damit ist es möglich verschiedene Aufgaben spannender und interaktiver für die Schülerinnen und Schüler zu gestalten. Beispielsweise schlägt der Teilrahmenplan Deutsch des Landes Rheinland-Pfalz für die Grundschule bereits den Umgang mit Medien vor. Die Einbindung von verschiedenen Medien könne dafür als Methode oder Ergänzung eingesetzt werden, dementsprechend können verschiedene Medien zur Präsentation von Texten oder auch zur Texterstellung genutzt werden (Vgl. Teilrahmenplan Deutsch Rheinland-Pfalz). Exemplarisch hierzu können (Gruppen-)Ergebnisse die auf Postern oder Plakaten festgehalten und präsentiert werden, durch eine Präsentation dieser, mit Hilfe von verschiedene Textverarbeitungsprogrammen oder Präsentationssoftware ersetzt werden.

Trotz der vielen Vorteile werden laut einer Untersuchung von Bitkom, digitale Medien nur hin und wieder und nicht täglich in die Unterrichtsstruktur eingebunden (Vgl. Bitkom Research 2015). Aus dieser Statistik geht hervor, dass die Fotokopie mit Abstand das am häufigsten genutzte Medium sei (Vgl. Bitkom Research 2015).

Ich vermute, dies auch aus meiner persönlichen Erfahrung, dass viele Schulen nicht mit den aktuellen elektronischen Medien ausgestattet sind. Auch weitere Untersuchungen der Bertelsmann-Stiftung zur digitalen Bildung stützen diese, denn viele Lehrerinnen und Lehrer bemängelten in der Studie die unzuverlässige Medientechnik und die unzureichenden technischen Rahmenbedingungen (Vgl. ZEIT online 2017). Darüberhinaus vertrauen nur 23% der Lehrerinnen und Lehrer in den Lernerfolg durch den Einbezug von Medien (Vgl. ZEIT online 2017). Die Ablenkungsgefahr durch das vielfältige Angebot im Netz führe zum Konzentrationsmangel und lenke vom eigentlichen Unterrichtsthema ab, statt beim Verständnis zu helfen (Vgl. HCC-Magazin 2017).

 

1 | Einsatz von Medien im Unterricht (Bitkom Research 2015).

 

2| Gründe für den Verzicht von Medien im Schulalltag (Bitkom Research 2015).

 

Der Hochschulprofessor und Buchautor Gerald Lembke sei digitalen Angeboten nicht pauschal abgeneigt, betone aber auch, dass beispielsweise die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) 2015 sogar ausdrücklich darauf hingewiesen habe, dass der Einsatz von digitalen Hilfsmitteln kritisch zu sehen sei (Vgl. ZEIT online 2017). Je jünger die Schüler seien, umso mehr sei davon abzuraten, wenn es um den Lernerfolg gehe (Vgl. ZEIT online 2017).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Einsatz der Digitalen Medien im Unterricht von Seiten des Landes Rheinland-Pfalz, beispielsweise, gefordert und vorausgesetzt wird. Allerdings sind für diesen Einsatz die Schulen nicht ausreichend ausgestattet, des Weiteren sind die meisten Lehrerinnen und Lehrer den digitalen Medien abgeneigt. Viele Pädagogen sehen außerdem noch nicht die vielen positiven Aspekte, die der Einsatz der neuen Medien mit sich bringen könnte.

 

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Vormarsch der Satire

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Die heute-show räumt ab – mit 19,4 % der Zuschauer liegt die Satire-Sendung an erster Stelle der Zuschauerquoten am 1. Dezember 2017 und das zum widerholten Mal.
Ein ähnliches Bild zeigt sich auch im Netz: Auf Facebook hat Der Postillon, mit knapp 2,7 Millionen Abonnenten, eine breite Fangemeinde aufgebaut, die sich über ironische Beiträge jeglicher Art amüsieren. Dabei gilt zu meist – je bissiger, desto besser. Doch was macht das Appeal der satirischen „Nachrichten“ aus?

Satire im Netz – Der Postillon

In Aufmachung und Form erinnert Der Postillon stark an herkömmliche Online-Präsenzen von Zeitungen wie Spiegel-Online oder Die Zeit Online. Der Leser kann zwischen verschiedenen Kategorien, unter anderem Politik, Sport oder Wirtschaft, wählen und diese gezielt lesen. Egal, ob fußballerische Pleite des BVBs, Glyphosat oder die Sondierungsgespräche im Bundestag – aktuelle Fragen überwiegen in der Themenauswahl der humoristischen Zeitschrift. Auch der Aufbau der Artikel ähnelt anderen Zeitschriften, wodurch es in der Vergangenheit bereits zu einigen Verwirrungen kam. So übernahm der Mitteldeutsche Rundfunk 2016 eine Scherzmeldung über eine angebliche Rechtschreibreform, bezüglich einer Zusammenführung der Worte „seid“ und „seit“ zu „seidt“, ohne dieses vorher zu überprüfen. Dies geschah vermutlich, da die Website des Postillons zunächst durchaus seriös wirkt, und erst bei genauerer Betrachtung der Inhalte deren eigentlichen Charakter offenbart wird.

Das Appeal der heute-Show

Angelehnt an die Formate heute und heute-journal, bietet die heute-show vornehmlich ein an Politiksatire orientiertes Programm. Die satirische Comedy-Sendung, bietet einen wöchentlichen Rückblick auf aktuelle Ereignisse. Groko, GRÜNE und FDP, Glyphosat, aber auch die geplante Bürgerversicherung der SPD werden aufgegriffen und satirisch und komödiantisch untermalt. Dabei wird nicht an gephotoshoppten Bildern, teilweise peinlich überspitzen Videosequenzen, ironischen Interviews und Mitschnitten von Parteitagen gespart. Ausschnitte aus Interviews werden so zugeschnitten, dass ein besonders peinliches Bild auf die jeweils bedachten Politiker gerichtet wird.
Das es so zu verfälschten Darstellungen kommt, dient nur der Unterhaltung des Publikums. Je stärker Politiker oder umstrittene Entscheidungen karikiert werden, desto besser. Wenn dann noch ein paar Fakten hinzugefügt werden, ist der Mix perfekt.

Was darf Satire? – Alles!?

Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, daher bleibt es jedem selbst überlassen, ob er Satire als richtig empfindet oder nicht. Fakt ist, die Beliebtheit satirischer Beiträge steigt. Um diese zu verstehen und nicht in Gefahr einer Fehlinterpretation zu laufen, müssen sich Rezipienten ausreichend über gesellschaftliche Ereignisse informieren. Doch auch seitens der Satireformate liegt eine gewisse Verantwortung, nämlich die Nachrichten nicht bis ins Unkenntliche zu verfälschen oder Personen zu schädigen. Auch wenn Satire gerade von Bissigkeit und schwarzem Humor lebt, sollte sie dennoch nicht ohne Reflexion möglicher Konsequenzen handeln.

 

https://www.zdf.de/comedy/heute-show/heute-show-vom-1-dezember-2017-100.html

„heute-show“ siegt bei Jung und Alt, Sat.1 versagt mit „Superpets“, RTL II punktet mit „Olympus Has fallen“

http://https://www.zdf.de/nachrichten/heute-sendungen

www.quotenmeter.de/n/97422/die-heute-show-wird-immer-noch-erfolgreicher

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/mdr-faellt-auf-postillon-rein-aus-seid-und-seit-wird-seidt-a-1105926.html

https://www.zdf.de/comedy/heute-show

http://www.der-postillon.com/

http://www.deutschlandfunk.de/skandal-um-heute-show-satire-als-chance-fuer-politik.862.de.html?dram:article_id=301198

Was darf Satire?

http://www.zeit.de/index

http://www.spiegel.de/

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Die Macht der Öffentlich-Rechtlichen – Gefahr für die Vielfalt der Presse?

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Der Rundfunkstaatsvertrag, in dem zwischen allen 16 Bundesländern die Regeln für den Rundfunk aufgestellt und vereinheitlicht werden, ist ein Dokument, das seit Jahren regelmäßig überarbeitet wird. Genau solch eine Überarbeitung hatten die Öffentlich-Rechtlichen (also ARD, ZDF, Deutschlandradio) im Sinn, als sie am 29.09.2017 drei Berichte bei der Rundfunkkommission einreichten. In diesen Berichten sollte es um die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gehen, um Einsparungen, die Zusammenarbeit von ARD und ZDF und Programmausweitungen. Gerade diese Programmausweitungen sorgen für viel Unmut und Kritik in der Medienwelt.

 

Wünsche und Vorstellungen der Öffentlich-Rechtlichen

Es geht im Grunde um eine „crossmediale“ Aufstellung der Sender. Das bedeutet laut des Berichts der ARD, dass man die Rezipienten „frei zugänglich auf allen relevanten Wegen mit einem publizistischen Gesamtangebot“ versorgen muss. Dazu gehört auch mehr Freiheit im Internet, ein Medium, das heutzutage gerade bei den jüngeren Zielgruppen sehr viel mehr genutzt wird als zum Beispiel das Fernsehen. Das Internet ist bis jetzt durch Dinge wie die „Sieben-Tage-Regelung“ (Sendungen der Öffentlich-Rechtlichen dürfen höchstens sieben Tage im Netz verfügbar sein), das Verbot presseähnliche Inhalte zu publizieren und dessen Prüfung, durch den „Drei-Stufen-Test“ des Rundfunkrats, jedoch nicht so zugänglich für die Öffentlich-Rechtlichen. Denn: „bislang dürfen die Sender längere Texte nur online veröffentlichen, wenn diese einen direkten Bezug zu einer Sendung“ aufweisen. Gewünscht ist eine Lockerung dieser Untersagung.


„Wir stehen vor einem tiefgreifenden Umbau der ARD. Die Sender sind dabei, sich crossmedialer aufzustellen. Hörfunk, Fernsehen und Online müssen unter ein Dach.“
– Karola Wille, ARD-Vorsitzende


Kritik

Schon lange wird Kritik an der „Macht“ der öffentlich-rechtlichen Sender geübt. Vor allem die Gebührenfinanzierung steht im Fokus.
In der 41. jährlichen Ausgabe des „Spiegel“ (07.10.2017), die den Titel „Die unheimliche Macht“ trägt, findet man viel Kritik an den Öffentlich-Rechtlichen. Die schon erwähnte „Reform des Rundfunks“, die sich ARD, ZDF und Deutschlandradio durch ihre Berichte erhoffen, wird hier getadelt.

Auch Stimmen anderer privater Zeitungsverleger werden laut: ARD und ZDF sind im Internet immer präsenter. Die Befürchtung ist, dass die Öffentlich-Rechtlichen nun auch beginnen Textjournalismus zu betreiben. Da auch diese journalistischen Aktivitäten im Internet dann durch die Gebührenfinanzierung enorm gefördert werden würden, könnten sich Nachteile für die privaten Anbieter entwickeln. Laut mancher Verleger heißt es sogar, dass ARD schon seit langem, trotz des Verbotes durch Kooperationen (z.B. Rechercheverbund NRD, WDR, „Süddeutsche Zeitung) Einfluss auf den Textjournalismus hat.
Gerade zu einer Zeit, in der die Presse sich durch zurückgehende Zeitungsverkäufe in einer Krise befindet, könnte dies eine große Bedrohung darstellen.


„Die Angebote von ARD und ZDF sind ja kostenlos. Und wenn da umfangreiche Textangebote im Netz zu finden sind, dann tun wir uns eben schwer, bezahlte Angebote angemessen zu vermarkten.“
– Helmut Heinen (ehem. Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger)


Fazit

Wie sich das Internet und die Rolle der Öffentlich-Rechtlichen in Zukunft entwickeln, kann man nur mutmaßen. Wichtig für die Diversität der Medien und die generelle Freiheit der Presse ist es, weiterhin zu gewährleisten, dass die Presse nicht vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk verdrängt oder gar ersetzt wird, während dieser den Rundfunkauftrag (nach §11 des Rundfunkstaatsvertrags) ausführt. Auf dem Weg dorthin scheinen wir zu sein: die Regierungschefin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, setzte bei der Jahreskonferenz der Ministerpräsidenten der Länder mit den Worten: „Also das Verbot der Presseähnlichkeit bleibt selbst verständlich erhalten“ ein „Signal an die Verleger“.

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Fomo – die Angst etwas zu verpassen

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Facebook, Instagram und Co. sind schon längst fest in den Alltag unserer heutigen Gesellschaft integriert und eröffnen uns vorher nie dagewesene Möglichkeiten.

Dank unzähliger sozialer Netzwerke ist es uns möglich, immer und überall miteinander in Verbindung zu stehen und noch so jedes, womöglich auch uninteressante, Detail aus unserem Leben zu teilen.

Rund um die Uhr steht uns eine Flut von Informationen zu Verfügung, die es zu verarbeiten und zu ordnen gilt. Etwas zu verpassen, da es in der Masse von Bildern, Posts und Tweets unter geht, ist da nicht unwahrscheinlich, aber dennoch hoch gefürchtet.

Fomo – Die Angst, etwas zu verpassen

Jeder kennt es und jeder hasst es, das Gefühl etwas zu verpassen oder ausgeschlossen zu werden.

In einer Welt, in der uns alle Möglichkeiten offen stehen, über alles up to date und informiert zu sein, in der es nahezu keine Ausrede gibt, über etwas nicht auf dem neusten Stand zu sein, gilt  Fomo, fear of missing out, nun als die erste Social Media Krankheit.

Ein unwohles Gefühl im Bauch, vielleicht schon ein leichter Anflug von Panik, der sich breit macht, wenn man seinen Instagramfeed öffnet und scheinbar endlos durch das Vergnügen anderer scrollt. Ein Partybild hier, ein Urlaubsbild da und man selbst fragt sich, ob man nicht gerade seine Zeit vergeudet und das selbst Erlebte verliert an Bedeutung – das ist Fomo.

Das was wir tun, sei es das Zusammensein mit Freunden Zuhause, auf einer Party oder im Urlaub, scheint gar ungenießbar mit dem Wissen, dass es da Draußen vielleicht doch noch eine viel bessere Option gibt, die das gerade Erlebte womöglich in den Schatten stellt.

Was, wenn man gerade zur richtigen Zeit am falschen Ort ist und das Event, das gerade in meiner Facebook-Timeline auftaucht, viel mehr Spaß verspricht?

Somit werden wir, unfähig den Moment zu genießen und gelähmt von der Angst, die Zeit unseres Lebens zu verpassen, zu Sklaven unseres Smartphones und befinden uns in einem permanenten ,,Standby-Modus abwartender Aufgeregtheit’’, wie es Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen, beschreibt.

Betroffene: Vor allem Digital Natives

Als junger Mensch, der doch erheblich öfter und intensiver mit sozialen Netzwerken in Kontakt steht, als die ältere Generation, ist Fomo mittlerweile allgegenwärtig.

Laut einer Umfrage geben etwa 64 Prozent britischer und amerikanischer Teenager im Alter von

13 -17 Jahren an, mit diesem Phänomen vertraut zu sein.

Erschreckende Zahlen, die klar machen, wie präsent die andauernde Angst etwas zu verpassen, schon im Alltag junger Erwachsener, wirklich ist.

 

Fomo gilt somit als Ursache für die teilweise zwanghafte Nutzung sozialer Plattformen und das ständige Aktualisieren des Feeds.

Folgen dieses Phänomens sind Unsicherheit, enormer Stress und starke Zweifel an sich selbst und dem eigenen Leben.

Junge Menschen setzten sich zunehmend unter Druck, diesen ,,Idealen’’, die ihnen tagtäglich auf Instagram und Co. begegnen, zu entsprechen und vergessen dabei, im Hier und Jetzt zu leben und das, was sie haben zu schätzen.
Und auch der Druck, das eigene Leben festzuhalten und zu teilen, damit auch wirklich jeder weiss, wie viel Spaß das Konzert oder der Urlaub gemacht haben, lassen einem wenig Zeit um diese Erlebnisse dann auch wirklich selbst zu genießen.

Gerade das Aufkommen und immer populärer Werden der ,,Storys’’, die es längst nicht mehr nur bei der App ,,Snapchat’’ zu füttern gilt, gewähren kein Pardon, wenn es darum geht, sein Leben mit seinem Umfeld zu teilen, denn: Wurde es nicht gepostet, dann hatte man auch sicher keinen Spaß.

FoMo als Werbemittel

Auch die Werbebranche weiß die neue Trend-Krankheit gezielt für sich einzusetzen und nennt FoMo immer öfter als Kaufargument.

Die Angst der Verbraucher, ein einmaliges Erlebnis oder Lebensgefühl zu verpassen, wenn sie das Produkt nicht erwerben, kommt den meisten Firmen zugute.

Eine Gruppe von Jugendlichen, die die Zeit ihres Lebens haben, während sie eine alkoholfreie Biermarke konsumieren?
Die Werbung einer Fluggesellschaft vermittelt das Gefühl von Selbstfindung und Zufriedenheit?

Alles Teil einer Marketingmasche, denn auch die Wirtschaft weiß, wie sie ihre Vorteile aus ,,fear of missing out’’ ziehen kann.

Der Angst entgegensteuern

Die Angst etwas zu verpassen, ist keine Erfindung des digitalen Zeitalters, denn sie ist so alt wie der Mensch selbst.

Niemand ist gerne der Einzige, der nicht mitreden kann und sich von der Masse ausgeschlossen fühlt, damit bedarf es nicht mal sozialer Netzwerke.
Jedoch bieten genau diese, aufgrund der ständigen Präsenz und Verbindung unter- und miteinander, den perfekten Nährboden für ,,Fomo’’.

Somit ist es wichtig sich selbst klar zu machen, dass man sich nicht länger dieser Angst und der damit eingehenden Unruhe, ausgesetzt sein möchte.

Man muss lernen mit der Tatsache umzugehen, dass man nicht Teil jedes Events und jeder Veranstaltung sein muss und auch nicht kann.
Außerdem sollte man sich bewusst machen, dass soziale Medien und Postings nur bedingt Einblicke in den realen Ablauf einer Partynacht oder eines Urlaubs gewähren, da sie nur eine Momentaufnahme abbilden, die auch oftmals gekonnt in Szene gesetzt wurde.
Auch das Reduzieren von sozialen Medien im Alltag stellt letztendlich einen wichtigen Aspekt dar, denn somit bleibt Zeit sich auf das selbst Erlebte zu besinnen und dies auch schätzen zu lernen.

Und sei es auch nur ein Kaffee mit der besten Freundin, während Blogger vom anderen Ende der Welt Bilder von Cocktails am Strand posten.

 

 

Quellen:

http://www.spiegel.de/netzwelt/reeperbahnfestival/fomo-mode-erscheinung-fear-of-missing-out-a-992740.html
http://mashable.com/2013/07/09/fear-of-missing-out/#0JuRe8mBWiqE
https://de.wikipedia.org/wiki/Fomo
https://psychcentral.com/quizzes/fomo-quiz.htm

Wie tief stecken wir in den Filterblasen?

geschrieben von in Internet und Politik, Medien und Politik, Medienkritik1 Kommentar »

Die meisten von uns haben es schon erlebt: Wir schauen auf einer Internetsuchmaschine nach einem neuem Drucker, und eine Stunde später wird man von Produktvorschlägen überwältigt, die man gar nicht haben wollte. Targeted Marketing nennt sich dies. Die Werbung, die wir sehen, basiert auf unseren Suchanfragen.

Dies geschieht über sogenannte Cookies. Diese speichern die Informationen und geben sie an Werbeagenturen weiter, welche wiederrum die Werbeanzeigen für die Websitebetreiber stellen.

In einer besonderen Form des Targeted Marketing, dem Microtargeting, werden die Nutzer in immer kleinere Gruppen eingeteilt, um ihnen exakt die Werbung zu zeigen, die zu ihnen passt.

Auch hat jeder von den Filterblasen gehört; Jeder Nutzer begibt sich durch die bewusste und unbewusste Auswahl von Freunden, Nachrichtenportalen oder Interessenseiten in den sozialen Medien in eine Filterblase. Zudem wird dies teilweise durch bestimmte Algorithmen verstärkt.

So kann es passieren, dass Nutzer nur noch Nachrichten sehen, welche ihrer persönlichen Meinung entsprechen. Hinzu kommt das Microtargeting, welches die Filterblase noch verstärken kann.Das kann problematisch werden, sobald es um politische Themen geht.

Zur Anschaulichkeit möchte ich eine kurzes Fallbeispiel aufstellen:

Der Nutzer in meinem Beispiel möchte, dass weniger Flüchtlinge ins Land kommen und mehr abgeschoben wird. Er ist auch für eine „Mietbremse“ und eine sogenannte „Reichensteuer“. Seine Interessen sind also sowohl im politisch rechtem, als auch dem politisch linkem Lager angesiedelt. Im Internet beschäftigt unser Protagonist sich vorallem mit der Abschiebung von Flüchtlingen, er liked also vornehmlich Seiten, welche sich mit dem Thema auseinandersetzen. Der Algorithmus verstärkt dies, indem er ihm weitere Seiten vorschlägt. Die Werbung, die dieser Nutzer erhält wird sich auch darum drehen, es kann sich also beispielsweise um Wahlwerbung von der AfD handeln, vorallem die Wahlwerbung der AfD, die sich mit Flüchtlingen auseinandersetzt. Dadurch kann der Nutzer verführt werden, sich nicht kritisch mit der Partei auseinanderzusetzen, denn nach dem was er mitbekommt, stehen sie erstmal für alles was er will.

Das Problem, dass ich mit meinem Beispiel darstellen möchte ist nicht, dass unser erfundene Protagonist die AfD wählt, sondern dass er eine Wahlentscheidung ohne kritischer Auseinandersetzung des Themas trifft. Zudem wurde er in eine politisch extremere Richtung gelenkt, als er ursprünglich war.

Natürlich kann dies genauso in die andere Richtung gehen. Das soll heißen, hätte unser Protagonist sich mit dem Thema Reichensteuer auseinandergesetzt, wäre er wahrscheinlich in linksextremeren Gefilden gelandet. Filterblasen und Micromarketing können also für politisch unüberlegte und extremere Entscheidungen sorgen.

Die eigentliche Frage ist: Stimmt das überhaupt?

Wie groß der Einfluss von Targeted Marketing und anderen Algorithmen auf unser Onlineverhalten ist, darüber streiten Medienwissenschaftler noch. So ist es durchaus möglich, dass die Filterblasen gar nicht so hermetisch verriegelt sind, wie es oft dargestellt wird. Gute Beispiele dafür nennt Tin Fischer in seinem Artikel für die Zeit: In den Kommentarspalten von linksliberalen Zeitungen wie der taz seien durchaus politisch rechts Gesinnte zu finden. Auch verlinken Gruppen wie die AfD öfters zu Beiträgen der taz, die Leuten werden also aus ihrer Filterblase aktiv herausgeleitet.

Am Ende lässt sich also feststellen, dass wir vielleicht nicht so gefangen sind wie wir gerne annehmen. Jeder von uns kann aktiv gegen seine persönliche Filterblase arbeiten. Wenn ein Freund auf Facebook mal wieder etwas postet, dass ihnen nicht passt: Löschen sie ihn nicht direkt aus ihrer Liste, sondern versuchen sie es nachzuvollziehen oder wenigstens zu akzeptieren. Lesen sie auch mal eine Zeitung, die sie sonst nie anfassen würden und sprechen sie mit Menschen, mit denen sie nie sprechen würden.

Und wenn sie sich für einen Drucker entschieden haben, löschen sie die Cookies ihres Browsers, und dieser wird niemals wissen, dass sie einen Drucker kaufen wollten. (Das klappt leider nicht mit accountverknüpften Daten)

 

Quellen

https://www.boell.de/de/2017/02/08/filter-bubble-echokammer-fake-news

https://www.boell.de/de/2017/02/09/microtargeting-digitales-marketing?dimension1=ds_digitaler_wahlkampf

https://www.washingtonpost.com/apps/g/page/business/how-targeted-advertising-works/412/

http://www.zeit.de/2017/34/algorithmen-filterblase-meinungen-selbstbetrug

Jamaika-Sondierungsgespräche – eine Politiksimulation für Medien

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Der Traum von einer Jamaika-Koalition ist geplatzt. Mit den Worten: „Es ist besser nicht zu regieren, als falsch zu regieren.“, beendete Christian Lindner, Parteivorsitzender der FDP, die Sondierungsgespräche zwischen CDU/CSU, der FDP und den Grünen. Die Nachricht über den Abbruch der Verhandlungen verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Vorangegangen waren wochenlange Gespräche, die als Dauerthema die deutsche Medienlandschaft dominierten.

Gefühlt endlos begleiteten die Medienvertreter die Verhandlungsführer nicht nur bei ihrer Ankunft, sondern auch bei der Abfahrt vom Verhandlungsort, dem Reichstagspräsidentenpalais, und nicht zu vergessen die Stellungnahmen vor einem Wald von Mikrofonen. Der, mehr oder weniger interssierten und aufmerksamen, Öffentlichkeit werden vorallem die Bilder von „Balkonien“ im Gedächtnis bleiben.

Trotz gemeinsamen Pausen auf den Balkon, keine gemeinsame Einigung.

Den nach Neugikeiten und Ergebnissen lechzenden Medienvertretern lieferten die Verhandlungsteilnehmer in unterschiedlicher Zusammensetzung stimmungsvolle Bilder vom Balkon  des Reichstagspräsidentenpalais, gelegentlich garantiert mit royalen Winken. Auf Grund von Mangel an Ergebnissen und substanziellen Aussagen über den Stand der Gespräche, blieb den Berichterstattern nur die Interpretation von Blicken, Gesten und verschiedenen Interviews, die sich eher mit der allgemeinen Stimmung als mit wichtigen Inhalten beschäftigen. Die Sondierungsverhandlungen waren für die Medien eine große Herausforderung, galt es doch das „große Nichts“ von Tag zu Tag neu zu bewerten, „neu aufzuziehen“, zu interpretieren und vielleicht daraus doch noch konkrete Ergebnisse herauszufiltern.

Zermürbt von den wochenlangen Verhandlungen ohne Ergebnis, griffen die Journalisten dankbar jeden noch so kleinen Hinweis auf Einigung,  bei den „Knackpunkten“ wie beispielsweise Migration, Klima und Digitalisierung, auf.  So hielten sie die Spannungskurve aufrecht und erhielten mediale Aufmerksamkeit. Immer kurz vor der Einigung, gelingt jetzt der große Durchbruch? Der geübte Serienfan würde diese Methode wohl als Cliffhanger bezeichnen.

Der Verlauf der Sondierungsgespräche zeigt deutlich, dass die Medien sich bei solchen Verhandlungen in der Zwickmühle befinden, einerseits sind sie zur Informationsvermittlung gegenüber der Öffentlichkeit verpflichtet, anderseits können sie aber auch gezwungen werden durch die Informationspolitik der Parteien, jede Kleinigkeit als ein großes Ereignis darzustellen. Die Eigendarstellung in den Medien wird durch die ständige Berichterstattung wieder an den Verhandlungstisch zurückgespielt und beeinflusst so auch die Verhandlungspartner und deren Positionen. So ähneln die Gespräche eher einer politische Simulation und Inszenierung der handelnden Akteure als konstruktive Koalitionsverhandlungen.

Nun da die Jamaika-Sondierungsgespräche gescheitert sind, ergeben sich verschiedene Optionen einer zukünftige Regierung für Deutschland. Zu den Optionen wie Neuwahl oder Minderheitsregierung gesellt sich inzwischen auch eine Möglichkeit einer GroKo von CDU/CSU und SPD. Auch diese Gespräche werden wohl unter großer medialer Beobachtung stehen. In diesem Zusammenhang ergibt sich durchaus die Frage für Medienvertreter, ob sich etwas mehr mediale Zurückhaltung nicht förderlicher ist und dazu beitragen könnte, dass sich die Verhandlungsführer mehr auf die Inhalte konzentrieren, als denn auf deren Selbstinszenierung.

Auch das Fernsehmagazin ZAPP sieht die Schwierigkeit der Berichterstattung über die Sondierungsgespräche.

Quellen:

http://www.deutschlandfunk.de/sondierungsgespraeche-die-journalisten-spielen-dieses.862.de.html?dram:article_id=400834

http:// www.svz.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/die-reise-nach-jamaika-id17925866.html

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-10/sondierungsgespraeche-jamaika-koalition-themen-gegensaetze-verhandlungen-2

https://www.welt.de/politik/deutschland/article170178001/Die-Kakofonie-bei-den-Jamaika-Verhandlungen.html

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jamaika-sondierungen-fdp-brechen-eigenen-angaben-zufolge-gespraeche-ab-a-1179250.html

http://www.ardmediathek.de/tv/Morgenmagazin/Beginn-der-Sondierungsgespr%C3%A4che/Das-Erste/Video?bcastId=435054&documentId=46997964

http://www.sueddeutsche.de/politik/sondierungsgespraeche-mutlos-in-europa-1.3751825

https://www.noz.de/deutschland-welt/medien/artikel/983462/polit-prominenz-beim-noz-herbstempfang-in-berlin#gallery&64967&0&983462B

http://www.ardmediathek.de/tv/Zapp/Sondierungsgespr%C3%A4che-Mediale-Herausford/NDR-Fernsehen/Video?bcastId=3714742&documentId=47811738

Bundeswehr Exclusive – eine raffinierte PR-Strategie

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Ende des letzten Jahres startete auf YouTube die bundeswehreigene Webserie „Die Rekruten“, welche vor allem Jugendliche dazu anwerben sollte, über eine Ausbildung bei dieser nachzudenken. Dieses Jahr geht die PR in die nächste Runde: Der Kanal „Bundeswehr Exclusive“ wird in der neuen Serie „Mali“ Soldaten in Westafrika direkt am Einsatzort zeigen.

Aber wie viel Nutzen hat das Projekt für die Bundeswehr überhaupt und wie sieht es mit einem realistischen Bild der Umstände in Mali aus?

 

 

 

 

 

 

 

Insgesamt lässt sich der Arbeitgeber Bundeswehr das Ganze 6,5 Millionen Euro kosten, wie Die Zeit berichtet.
Lohnenswert scheint diese kostspielige Angelegenheit allerdings zu sein, da im Vorjahr nach dem Erfolg von „die Rekruten“ die Anzahl der Bewerbungen tatsächlich um 21 Prozent gestiegen worden seien.
Der Versuch einer zweiten Anwerbung des Nachwuchses macht also ganz offensichtlich Sinn. Daneben geht es allerdings auch um eine Aufbesserung des allgemeinen Images der Bundeswehr.

Betrachtet man allerdings die Art des Filmens, welche nicht nur im Trailer einem Actionfilm mehr als nahekommt, gerät das Konzept doch etwas ins Schwanken. Zwar sind der eigene Soundtrack und die ästhetischen Eindrücke von Afrika gut und schön, Mali besitzt mit Sprengfallen und Kriminalität aber auch andere Seiten, welche die Serie zwar zeigt, aber mit „Camping in der Wüste“ und anderen netten Abenteuern für die Soldaten darstellt.

„Wir wollen die Scheu und die Bedenken vor Auslandseinsätzen abbauen, indem wir ein realistisches Bild von ihnen zeigen, auch den banalen, langweiligen Alltag im Camp“, erklärt Dirk Feldhaus, Pressesprecher der Arbeitgebermarke der Bundeswehr, laut der Welt.
An sich keine schlechte Strategie, doch wie realistisch oder eben gestellt die Szenen tatsächlich sind, lässt sich aus Zuschauersicht nun mal nicht sagen – was ein gefährlicher Punkt in Hinblick auf die Wahrnehmung der Serie sein kann.
Situationen können so dargestellt werden, wie sie dem Rezipienten präsentiert werden sollen, ohne dass dieser die Szenen groß infrage stellen kann, da er keinen Vergleich hat.

 

 

 

 

 

 

 

Vor Anlauf der Serie fielen die Kritiken jedoch nicht nur negativ aus. Teils wurde zwar vorher Genanntes bemängelt, aber auch erwähnt, dass eine Verzerrung der Situation nicht gegeben sei, da Tode und Gefahren in der Serie ebenfalls thematisiert werden sollen. Jetzt, da alle Folgen schon ausgestrahlt wurden, würden einige ihre Kritiken wohl aber sicher noch einmal überdenken.

Hier gehen die Meinungen also stark auseinander. Fest steht jedoch, dass es der Bundeswehr seit der Aussetzung der Wehrpflicht extrem an Soldaten mangelt. Ob diese Art der PR eine geeignete Lösung für dieses Problem ist oder nicht, ist allerdings eine Frage, die so leicht nicht zu beantworten ist.

 

Quellenangabe

„Bild Dir Deinen Militärnachwuchs – Kriegswerbung von Bundeswehr und Bild-Zeitung“. RT Deutsch, https://deutsch.rt.com/gesellschaft/59249-bild-dir-deinen-militarnachwuchs-millionen-bundeswehr-werbung-statt-journalismus/. Zugegriffen 1. Dezember 2017.

Bundeswehr. http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bundeswehr-nachfrage-fuer-freiwilligen-wehrdienst-bricht-ein/20630890.html. Zugegriffen 25. November 2017.

„Bundeswehr Exclusive“. YouTube, https://www.youtube.com/channel/UCZPAni75bkLnjGO8yhuJpdw. Zugegriffen 25. November 2017.

Havermann, Benjamin. „Bundeswehr-Serien: TV-Sender für ‚Die Rekruten‘ gesucht und neue Serie ‚Mali‘ | svz.de“. svz, https://www.svz.de/regionales/mecklenburg-vorpommern/tv-sender-fuer-die-rekruten-gesucht-und-neue-serie-mali-id18358246.html. Zugegriffen 25. November 2017.

Klapsa, Kaja. „Nichts für Weicheier“. DIE WELT, 20. Oktober 2017. www.welt.de, https://www.welt.de/print/welt_kompakt/webwelt/article169829808/Nichts-fuer-Weicheier.html. Zugegriffen 25. November 2017.

„Nach ‚Rekruten‘ kommt ‚Mali‘“. FAZ.NET, 14. Oktober 2017. www.faz.net, http://www.faz.net/1.5246472. Zugegriffen 25. November 2017.

Stresing, Laura, und Matthias Gebauer. „Neue Bundeswehr-Serie ‚Mali‘: Mit Gefühlsdusel auf Rekrutensuche“. Spiegel Online, 17. Oktober 2017. Spiegel Online, http://www.spiegel.de/netzwelt/web/bundeswehr-youtube-serie-mali-mit-gefuehlsdusel-auf-rekrutensuche-a-1173293.html. Zugegriffen 25. November 2017.

Wiegold, Thomas. „‚Bundeswehr Exclusive‘: Werde Soldat, yo!“ Die Zeit, 25. Oktober 2017. Die Zeit, http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-10/bundeswehr-exclusive-mali-youtube-serie-die-rekruten. Zugegriffen 25. November 2017.

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Black Friday – Wer profitiert wirklich?

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Wohl kaum jemand ist in den vergangenen Wochen an den riesigen Plakatwänden oder unzähligen Bannern im Internet an dem Begriff Black Friday vorbei gekommen. Doch was ist der Black Friday und woher kommt er?

Black Friday Sale

(https://www.bakertillyhb.ie/black-friday-cyber-monday/)

Wie sollte es anders sein, der Black Friday ist natürlich aus Amerika zu uns Deutschen herübergeschwappt. Er findet traditionell am Freitag nach dem amerikanischen Erntedankfest statt, den viele Amerikaner als Brückentag und somit zum Weihnachtseinkauf nutzen. Das Weihnachtsgeschäft wird dadurch eingeläutet. Er ist einer der umsatzstärksten Tage des Jahres, da viele Händler hohe Rabatte oder andere Angebote anbieten. Konzentriert wird sich hierbei vor allem auf Fashion und Elektronik. Wir Deutschen haben dieses Phänomen seit 2006 übernommen und können uns somit auch alle Jahre wieder über unzählige Angebote freuen.

Was bedeutet dieses Massenaufgebot an Schnäppchen für den Online-Markt?

Online-Händler bemühen sich von der Konkurrenz abzuheben. Der Online-Riese Amazon beispielsweise bot sagenhafte Rabatte über eine ganze Woche an, dabei konzentriert er sich final auf den Cyber Monday, dieser ist traditionell der Montag nach dem Black Friday. Beim Fashion Händler Zalando gab es eine ganze Woche über bis hin zum Black Friday verschiedene Rabattaktionen und das mit Erfolg! Rund eine Millionen Bestellungen wurden verzeichnet, dabei lag der Rekord bei 2.000 pro Minute. Als Erflog sind zusätzlich 100.000 Neukunden registriert worden. Diese Zahlen verdeutlichen weshalb es für längere Zeiträume bei vielen Händlern wie z.B Zalando, Notebooksbilliger, H&M oder auch Mediamarkt zum Absturz von Webseiten kam.

Black Friday 2016 – The Online Spectacle Gripping the Nation

(https://yayvo.com/blog/black-friday-online-spectacle-gripping-the-nation/)

Somit hat der Black Friday sich hinsichtlich des Marketings und des Umsatzes für die Online Händler gelohnt. Aber was ist mit dem Einzelhandel?

Interessant ist, dass dieses Jahr am Balck Friday 40% mehr Einkäufe über mobile Endgeräte abgeschlossen worden sind als im Vorjahr. Dies erklärt vielleicht warum in den USA 1,7% weniger Menschen in lokalen Geschäften die Angebote nutzten. Laut den Prognosen die es für dieses Jahr gab sollte diese Zahl sogar noch weitaus höher sein. Viele Einzelhändler können sich im Vergleich zu den Konzernriesen auch keine großen Rabattaktionen leisten. Vielleicht liegt es aber auch an der Bequemlichkeit der menschlichen Natur, so ganz nebenbei ein paar Klicks zu tätigen und sich die besten Angebote nach Hause liefern zu lassen oder auch an der riesen Auswahl in den Webshops, dass sich der Einzelhandel in den kommenden Jahren wahrscheinlich immer weiter auf leicht sinkende Zahlen am Black Friday einstellen muss.

 

Quellen:

http://www.rp-online.de/wirtschaft/schnaeppchen-tage-befluegeln-den-handel-aid-1.7228655

https://www.e-commerce-magazin.de/black-friday-erfolgreiche-online-shops-verfolgen-dreistufigen-prozess

https://www.internetworld.de/e-commerce/black-friday/so-verlief-cyber-week-online-haendler-1439269.html

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Virtual Reality

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http://cryptocurry.com/news/innovative-vision-blockchain-virtual-reality/

Etwas, das alle Menschen von Zeit zu Zeit versuchen, ist, in andere Welten einzutauchen. Ob dies nun mittels eines Buches, eines Films oder eines Computerspiels geschieht, ist optional. Eine relativ neuartige Möglichkeit dazu bietet ,,Virtual Reality“.

Mit Hilfe von Virtual Reality-Brillen (kurz: VR-Brillen) wird es ermöglicht,in computergenerierte Welten einzutauchen. Durch diese Immersion entsteht beim Benutzer ein ,,Mittendrin-Gefühl“, welches maximale Empathie verspricht und sich durch die Nähe zum Geschehen von herkömmlichen Erfahrungen von Gaming oder Film unterscheidet.

Die Entwicklungsgeschichte der ,,Virtual Reality“ begann 1965, als Morton Heilig den ersten Entwurf eines VR-Systems (,,Sensorama„) vorstellte. In den folgenden Jahrzehnten wurden neue Technologien rund um den Bereich der virtuellen Realität entwickelt. Dabei markiert das Jahr 2012 mit der Vorstellung des ersten Prototypen der VR-Brille ,,Oculus Rift“ den Beginn einer neuen Phase der ,,Virtual Reality“.

Mittlerweile gibt es neben der ,,Oculus Rift“ noch weitere VR-Brillen: Zu nennen wären unter anderem ,,HTC Vive“, ,,PlayStation VR“, ,,Samsung Gear VR“ (mobile VR-Brille; Verwendung mit Smartphone) und verschiedene Produkte von Google, beispielsweise ,,Daydream View“.

 

Anwendung findet die Technologie in vielen verschiedenen Bereichen (unter anderem):

 

Gaming

Ob in einer Unterwasserlandschaft, auf der Rennpiste oder einem Horrortrip – die Immersion lässt den Spieler unmittelbar am Geschehen teilnehmen. Neben den Erfahrungen, die der Benutzer durch die Verwendung einer VR-Brille sammeln kann, birgt diese jedoch auch Risiken. Die sogenannte VR-Krankheit (Motion Sickness) kann durch den Sinneskonflikt zwischen ruhigem Sitzen bzw. Stehen und den wahrgenommenen Bewegungen durch die Augen entstehen, was in Übelkeit resultiert. Des Weiteren gibt es noch keine Studien zur langfristigen Verwendung von VR-Brillen. Wie sich der häufige Gebrauch der speziellen Brillen auf den Benutzer auswirken kann, ob er die Augen schädigt oder abhängig macht, ist somit noch nicht geklärt. Zudem kann sich die Erfahrung einer virtuellen Realität auch negativ auf manche Benutzer auswirken, da die emotionale Distanz zum Geschehen fehlt (z.B. bei virtueller Gewalt).

 

Medizin und Therapie

Virtuelle Simulationen von Operationen werden schon heute durchgeführt. Vor allem für angehende Ärzte ist die Möglichkeit, virtuelle Operationen zu üben sehr ansprechend, um so Erfahrungen für die Praxis zu sammeln. Auch können so 3D-Modelle von Organen erstellt und Operationen demnach detailliert geplant werden. Im therapeutischen Bereich wird ,,Virtual Reality“ zur Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen und Angstzuständen genutzt. Beispielsweise kann ein Patient, der an Höhenangst leidet, die ersten Schritte zur Bewältigung der Angst virtuell durchführen – indem er sich in eine Gebirgslandschaft oder auf ein hohes Gebäude versetzen lässt – bevor er sich dann der Angst in der Realität stellt.

 

Architektur

Die von Architekten geschaffenen Räumlichkeiten, sowie deren Wirkung, können nicht nur vom Architekt selbst besser wahrgenommen werden, auch die Kunden haben ein besseres Bild von ihrem künftigen Zuhause. Auch ist es möglich, die Immobilien virtuell zu begehen und so ein optimales Gefühl für das Objekt zu gewinnen.

 

Social-VR

,,Social-VR“ bedeutet, dass man sich durch Avatare an virtuellen Orten treffen kann. Ein Beispiel dafür ist die VR-Plattform ,,Sansar„, die es ermöglicht gemeinsam mit anderen VR-Nutzern Museen, Cafés oder anderes zu besuchen. Allerdings kommt es auf solchen Plattformen auch zu Grenzüberschreitungen. Zum Beispiel kam es auf ,,AltspaceVR“ (mittlerweile eingestellt) zu sexuellen Belästigungen. Da die Bedrängnis für die Opfer nur emotional und nicht körperlich spürbar ist, ist es demnach auch schwer die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Jeder-fuenfte-Deutsche-hat-schon-eine-Virtual-Reality-Brille-benutzt.html

,,Virtual Reality“ kann und wird in den nächsten Jahren wohl noch einen größeren Aufschwung als bisher erfahren. Die Technologien werden immer besser, und somit die Möglichkeiten immer größer.

 

Quellen:

http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/virtuelle-realitaet.html

http://www.ard.de/home/ard/Virtual_Reality_und_360_Videos/3363414/index.html

https://upload-magazin.de/blog/10600-ueber-20-beispiele-fuer-das-potenzial-von-virtual-reality-jenseits-von-spielen/

https://de.wikipedia.org/wiki/Virtuelle_Realit%C3%A4t

https://en.wikipedia.org/wiki/Sensorama

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Social-VR-Plattform-Sansar-ist-in-der-Open-Beta-Phase-3788287.html

 

 

Digitalisierung als Zukunftssicherheit für Unternehmen

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Digitalisierung heißt der große Trend unserer Zeit. Doch mit dem digitalen Umbruch entstehen auch viele Unsicherheiten.

Die zunehmende Nutzung von digitalen Geräten hat kein Ende. Immer mehr Unternehmen schlagen den Weg für Werbung über das Internet ein und lassen die Anzeigen in der Zeitung links liegen. Jeder Mensch weiß, dass die Zeitung nicht mehr das ist, was sie mal war. Der größte Teil der Gesellschaft informiert sich heutzutage über das Internet. Um die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen zu sichern werden verschiedene Strategen angewendet. Doch jedes fünfte Unternehmen weiß noch immer nicht, wohin die Reise geht. Eine passende Strategie ist in weiter Ferne – geht es heutzutage überhaupt noch ohne Digitalisierung von Daten und Werbung für Unternehmen?

Warum ist Digitalisierung wichtig?

Im digitalen Zeitalter sind die Kernaussagen eines Unternehmens an spezielle Zielgruppen gebunden. Die heutige Gesellschaft ist sehr breit gefächert – alle haben andere Vorstellungen und wollen optimale Informationen geliefert bekommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte auf dem Wirtschaftstag des Wirtschaftsrates der CDU: „Es wird alles digitalisiert werden, was digitalisiert werden kann.“

Mögliche Konsequenzen der Nicht-Digitalisierung?

Deutsche Händler setzten ihr Unternehmen aufs Spiel, wenn sie sich der Digitalisierung nicht anpassen. Immer mehr Menschen lesen immer weniger Zeitung, denn was in der Zeitung steht, steht auch im Internet. Die junge Generation informiert sich größtenteils Online, die ältere Generation meistens noch über Zeitung. Jedoch werden die Menschen immer mehr dazu motiviert, digitale Geräte zu verwenden, denn ohne ist es kaum noch denkbar. So kann ein Unternehmen, welches nur in Anzeigenwerbung in einer Zeitung investiert, nicht mehr so gefragt sein, wie ein Unternehmen, welches Werbung, über beispielsweise soziale Netzwerke (Facebook, Instagram, etc.) macht.

Soziale Netzwerke als Möglichkeit der Digitalisierung von Unternehmen

Es gibt mehrere Möglichkeiten für ein Unternehmen einen Weg zur Digitalisierung einzulegen. In diesem Beitrag wird der Weg über den Bereich der sozialen Netzwerke eingelegt. Die sozialen Netzwerke explodieren zurzeit nur von Werbungen. Viele Unternehmen machen mit Bloggern auf Facebook, Instagram und CO. eine Kooperation. Die Unternehmen bieten den Bloggern kostenlose Produkte an und die Blogger sollen dafür dann kostenlose Werbung auf ihrem Account/Blog machen. Jedoch ist das nicht immer so einfach und kostenlos, denn immer mehr Blogger nehmen viel Geld dafür. Je nach Abonnentenanzahl kann der Blogger viel Geld für so eine Werbung auf dem eigenen Account nehmen. Bis zu 300.000€ lassen sich im Durchschnitt pro Beitrag auf Social Media Kanälen wie YouTube, Instagram und Facebook mit der richtigen Abonnentenanzahl verdienen.

Zudem kann man sagen, dass bei einer großen Abonnentenzahl derartige Werbungen eine sehr weite Reichweite haben, dies begünstigt wiederum eine Erreichung vieler verschiedener Zielgruppen, die dann dazu motiviert werden, sich das Unternehmen anzuschauen. Also eine gute Strategie für ein Unternehmen Online-Werbung zu machen.

Fazit

Die Digitalisierung verändert die ganze Welt und die Zeit der Bücher und Zeitungen, die man fest in der Hand hält sind vorbei. Um bei der Digitalisierung mithalten zu können, muss man neue Wege mit passenden Strategien eingehen. Die oben genannte Möglichkeit, Werbung über soziale Netzwerke zu machen ist nur eine von vielen. Hinter dieser stecken allerdings viele Rahmenbedingungen und Rechte die beachtet werden müssen. Das hält vermutlich viele Unternehmen davon ab, eine Kooperation dieser Art einzugehen. Letztendlich führt dieses Problem dann dazu, dass eine Großzahl von Unternehmen erst gar keine Strategie anwendet, da der Markt der Digitalisierungsstrategie heutzutage viel zu breit gefächert ist.

 

 

Quellen:

http://blog.hemartin.net/2015/07/awa-2015-ohne-uberraschungen-sinkende.html

https://www.haufe.de/marketing-vertrieb/crm/digitalisierung-einige-handelsunternehmen-ohne-strategie_124_431016.html

https://www.cdu.de/artikel/merkel-chancen-der-digitalisierung-nutzen

Weber, Andreas (2017): Digitalisierung – Machen! Machen! Machen!. Wie sie Ihre Wertschöpfung steigern und Ihr Unternehmen retten. Wiesbaden:Springer Verlag.

 

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Künstliche Intelligenz – Innovative Technologie oder doch große Gefahr?

geschrieben von in Internet, Medienkritik, MedienwandelKeine Kommentare »

In der heutigen Zeit ist uns die sogenannte künstliche Intelligenz (auch genannt „KI“) mehr und mehr ein Begriff und findet teilweise schon Einzug in unseren Alltag. Damit ist zunächst einmal gemeint, dass versucht wird, die menschliche Intelligenz nachzuahmen. Computer werden so gebaut und programmiert, dass sie wie Menschen denken und auch handeln können sollen. Sie sollen in der Lage sein, eigenständig Probleme zu lösen und ebenfalls die Fähigkeit besitzen, zu lernen. KI kann in Form von Software, Computern oder Robotern auftreten. Die heute schon existierende künstliche Intelligenz wird auch „schwache KI“ genannt, da sich die Forscher erst in den Anfängen dieser Entwicklung befinden und noch keinen Weg gefunden haben, eine künstliche Intelligenz zu erschaffen, die der des Menschen sehr nahe kommt.

Ein Beispiel für künstliche Intelligenz aus dem Alltag, welches uns wahrscheinlich allen bekannt ist, ist beispielsweise „Siri“, die Sprachsteuerung von Apple, welche auf Fragen antworten kann und Aufgaben für seinen Nutzer ausführen kann. Darüber hinaus wurden mittlerweile Computer entwickelt, die den Menschen in Spielen wie Schach oder auch Poker weit überlegen sind und nun auch die Fähigkeit besitzen zu bluffen, welche von den vergleichsweise einfachen Algorithmen des Computers nicht erwartet wurde.

Ob all diese Systeme eine große Bereicherung unseres Alltags sind, oder ob sie doch einige Gefahren bergen, von denen wir möglicherweise noch gar nichts wissen, ist eine sehr umstrittene Frage. Vor allem im Internet findet man eine Vielzahl von sehr unterschiedlichen Meinungen.


“ Was uns Menschen zu den dominanten Einheiten auf diesem Planeten macht, das ist nicht unsere Kraft, sondern unsere Intelligenz. Wenn wir Maschinen konstruieren, die schlauer sind als wir, dann gibt es deswegen keine Garantie dafür, dass wir die Kontrolle behalten werden. Überdies könnten böswillige Menschen Künstliche Intelligenz nutzen, um andere Menschen zu dominieren. Und dann gibt es noch das eher kurzfristige Problem mit den Arbeitsplätzen: Als die Maschinen der industriellen Revolution unsere Muskeln ausstachen, bildeten wir uns aus und weiter, um bessere Arbeitsplätze zu bekommen, in denen wir vor allem unsere Gehirne nutzen. Wenn die Maschinen der KI-Revolution unsere Gehirne ausstechen, dann gibt es keine Arbeit mehr, die wir günstiger erledigen können als Maschinen.“


Dieses Zitat stammt von dem Physiker und Professor Max Tegmark aus einem Interview mit FAZ.net. Er spricht hier vor allem von einigen Risiken, die wir bedenken sollten, denn je „intelligenter“ diese Computer oder Roboter werden, desto schwieriger wird es irgendwann unter Umständen für die Menschen sein, noch die Kontrolle über die Künstliche Intelligenz zu behalten.


„KI kann in der Tat Verbesserungen für die Menschheit bewirken“, meint Bryant von Intel. „Sie hat das Potential, die Welt positiv und nachhaltig zu beeinflussen.“


Im Gegensatz dazu denkt Diane Bryant, Technologie-Führungskraft bei dem Konzern Intel, dass die KI eher eine sehr positive Innovation ist und unser Leben und unseren Alltag bereichern kann.

Man kann zusammenfassend also festhalten, dass die künstliche Intelligenz eine neue Technologie ist, die jedoch noch sehr umstritten und teilweise auch unerforscht ist. Außerdem ist zu bedenken, dass mit der foranschreitenden Erforschung und Entwicklung der künstlichen Intelligenz, unsere Welt mehr und mehr digitalisiert und vernetzt wird. Immer mehr Computer werden Umengen an Daten der gesamten Menschheit speichern, und wir werden in Zukunft von gewaltigen Datenmengen sprechen. Natürlich können verschiedene Systeme auch nützliche Funktionen besitzen, die unseren Alltag leichter machen. Dennoch sollte man darauf achten, dass diese Systeme, welche irgendwann so intelligent wie wir Menschen sein sollen, nicht zu viel Kontrolle über unser Leben und unsere Daten haben.

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCnstliche_Intelligenz

https://de.ryte.com/wiki/K%C3%BCnstliche_Intelligenz#Beispiele_f.C3.BCr_K.C3.BCnstliche_Intelligenz

http://www.sueddeutsche.de/digital/kuenstliche-intelligenz-computer-lernen-bluffen-1.3354466

https://www.google.de/search?q=k%C3%BCnstliche+intelligenz&client=firefox-b-ab&dcr=0&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwiDhPvkg-TXAhWE0RoKHbzkD3gQ_AUICygC&biw=1536&bih=753#imgrc=4RyQOZQaq8FP_M:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/kuenstliche-intelligenz/physiker-max-tegmark-im-interview-ueber-kuenstliche-intelligenz-15311511.html

https://iq.intel.de/kunstliche-intelligenz-vielfaltige-vorteile-fur-die-gesellschaft/

 

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#elsagate – Skandal um YouTube Kids

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Das Schlagwort #elsagate bezeichnet ein Phänomen bei welchem unangebrachte, meist pädophile Inhalte in verharmloster Form in YouTube Videos für Kinder zugänglich gemacht werden.

 

Die Internetplattform YouTube Kids ist seit neustem auch in Deutschland zugänglich, bei dieser Seite handelt es sich, wie der Name schon sagt, um eine vermeintlich kinderfreundliche Version der Streamingplattform YouTube. Sie ist mit einem speziellen Filter ausgestattet welcher dafür sorgen soll Videos mit inadäquatem Inhalt zu filtern und diese für die Kinder nicht zugänglich zu machen. Dies funktioniert jedoch nicht immer.

Die sogenannten ElsaGate Videos zeigen den Kindern vertraute Figuren aus Film, Fernsehn und Comics (Elsa aus Frozen, Spiderman, Joker, usw.), wie sie für ihren Charakter untypische Handlungen durchführen. Es gibt animierte, jedoch auch Videos mit realen „Schauspielern“.

Sie lassen sich in verschiedene Kategorien unterteilen. Um nur ein paar der prägnantesten zu nennen:
1.Alkoholismus
Die immer als Kinder dargestellten Charaktere trinken Bier welches sie vom unachtsamen Vater entwendet haben und stoßen sich danach den Kopf blutig.

2.Angst
In diesen Videos wird die Angst vor beispielsweise Insekten oder Spritzen in den Vordergrund gestellt mit welcher die Kinder dann bewusst und penetrant konfrontiert werden.
3.obszönes Verhalten
In einem der ältesten bekannten Elsagate Videos kann man sehen wie eine als Elsa (Die Eiskönigin) verkleidete Person in der Badewanne sitzt und eine als Spiderman verkleidete Person in diese Badewanne uriniert.
4.sexuelle Inhalte:
Diese Videos treten meist in animierter Form auf, hier sind beispielsweise auch wieder bei einem der bekanntesten Videos Elsa und Spiderman zu sehen, wie sie sich betrinken. Nachdem Elsa scheinbar ohnmächtig geworden ist fängt Spiderman an sie zu küssen, dies entwickelt sich dann so weit, dass am Ende des Videos Elsa 9 Monate später schwanger dargestellt wird.

Solche Videos haben alle eine subtile Informationsvermittlung welche die Kinder verstört und verängstigt. Diese Videos sollen auch die Unterlegenheit der Kinder gegenüber der erwachsenen darstellen.

Der meines Erachtens schlimmste Punkt ist jedoch der pädophile Hintergedanke bei diesen manipulativen Videos. Denn ElsaGate ist eine Verschleierungstaktik für ein Netzwerk von Pädophilen welche sich in den Kommentaren austauschen.
Erste dieser besagten Videos gibt es schon seit zwei Jahren, glücklicherweise ist YouTube darauf aufmerksam geworden und hat begonnen solche Videos und Kanäle welche diese zu verbreiten zu entfernen. Alleine in den letzten Monaten wurden rund 50 Kanäle mit solchen Inhalten gelöscht. Jedoch wird es noch dauern bis eine vollständige Ausmerzung erfolgt ist.

Quellen:
-https://www.oliverjanich.de/elsagate-unfassbar-youtube-kids-zeigt-videos-die-kinder-traumatisieren-und-paedophile-befriedigen

-https://dommecil.de/elsagate-paedophile-netzwerke-auf-youtube/

-https://www.youtube.com/watch?v=lk8efMXnB0w

-http://www.readwipedandblew.com/2017/06/06/elsagate-pedogate-many-faces-youtube/

-http://www.stuff.co.nz/technology/93311354/creepy-violent-videos-on-youtube-kids-app-concerns-auckland-mother

-http://hankookilbo.com/v/4da9d75aee4145d1825c594c689aa0db?google_editors_picks=true

Harry Potter: Wizards Unite – Das neue Pokémon Go?

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Am 8. November wurde auf Pottermore.de bekannt gegeben, dass Warner Bros. Interactive Entertainment eine Handy- und Konsolenspiele Kollektion auf den Markt bringen wird. Diese soll in der Welt der Magie von Harry Potter spielen und unter dem Label Portkey Games rauskommen. Harry Potter: Wizards Unite wird eines dieser Spiele sein und wird zusammen mit Niantic Inc., einer Firma welche lebensnahe Erfahrungen für Handyspiele kreiert und Macher von Pokémon Go und Ingress sind, realisiert. So soll man mithilfe seines Smartphones in der realen Welt unter anderem magische Wesen fangen oder sich mit anderen Spielern in Zauberduellen messen können.

Bei Pokémon Go handelt es sich um ein Spiel für Smartphone und Tablet in dem die Spieler virtuelle Fantasiewesen, sogenannte Pokémon fangen, trainieren und entwickelt können. Außerdem kann man sein eigenes Pokémon gegen das Pokémon eines anderen Spielers kämpfen lassen. Es ist ein Location-based Game, nutzt also eine Spielumgebung auf dem Prinzip der erweiterten Realität.

Nach dem Release im Sommer 2016 folgte ein wahrer Hype um das Spiel. Die Nutzerzahlen lagen bei fast 30 Millionen (bezogen auf tägliche Nutzerzahlen) und geschätzt hat das Spiel zwischen $3,9 Millionen und $4,9Millionen allein am ersten Tag eingebracht. Auch der Wert von Nintendo ist in dieser Zeit um $23 Milliarden gestiegen, das sind ungefähr 120 Prozent.

Doch hatte das Spiel auch einige Gesellschaftliche Auswirkungen. Als Pokémon Go auf den Markt kam waren die Server regelmäßig überlastet und fielen aus. Auch stieg es schnell an die Spitze der Download-Charts im iTunes-Store und Android-Store und wurde am 12. Juli 2016 zum aktivsten Mobile Game in den USA erklärt. Mit 21 Millionen aktiven Nutzern brach das Spiel mit dieser Auszeichnung den Rekord.

Allerdings sind Pokémon Go auch eine Menge Unfälle zu verdanken. So sind in Kalifornien zwei Männer während des Spielens eine Klippe runtergestürzt, es kam zu Überfällen an sogenannten Pokéstops und in Chiquimula (Guatemala) wurde ein Spieler erschossen, weil er, um ein Pokémon zu fangen, auf Privatgelände eingebrochen war.

Allerdings hielt dieser außergewöhnliche Hype nicht allzu lange an. Schon im Herbst 2016 sind die Nutzerzahlen von fast 30 Millionen auf 5 Millionen gefallen und bis April 2017 sind ganze 80 Prozent der User abgesprungen. Doch trotz dieses starken Rückgangs besitzt das Spiel noch immer eine konstante Fan Base von ungefähr 5 Millionen täglichen Nutzern. Man kann also sagen, dass es sich bei Pokémon Go nicht um einen graduellen Abstieg handelt, sondern eher um einen Hype der nur wenige Monate anhielt und aus dem sich aber dann eine stabile Spielerbasis rauskristallisiert hat.

Ob man bei der Harry Potter Version einen ähnlichen Hype sehen wird ist fraglich da die Größe der Fangemeinschaft schwer einzuschätzen ist. Allerdings stehen die Chancen sehr gut, dass auch Harry Potter: Wizards Unite ein Erfolg wird. Mehr Informationen zu dem Spiel folgen aber erst 2018.

‘With this game, we are allowing the passionate, worldwide fan base to explore J.K. Rowling’s deeply powerful and imaginative universe in a new, truly immersive way,’

– David Haddad, Präsident von Warner Bros. Interactive Entertainment

 

 

Quellen:

https://www.pottermore.com/news/new-augmented-reality-mobile-game-harry-potter-wizards-unite-announced

https://www.harrypotterwizardsunite.com/

https://de.Wikipedia.org/wiki/Pok%C3%A9mon_Go

http://www.pcgameshardware.de/Pokemon-GO-Spiel-56108/News/GO-Company-User-Nutzer-1224826/

https://expandedramblings.com/index.php/pokemon-go-statistic/

https://www.redbull.com/de-de/pokemon-go-8-beeindruckende-zahlen

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Deutscher Qualitätsjournalismus in Gefahr? – Zwischen unprofessioneller Berichterstattung und Populismusvorwürfen

geschrieben von in Allgemeines, Medien und Politik, Medienkritik, Qualität1 Kommentar »

Schon lange ist es kein seltenes Phänomen mehr, dass durch selbsternannte Journalisten oder gar Laien wenig vertrauenswürdige Berichte, besonders im Zeitalter des Internets verfasst und letztlich auch veröffentlicht werden.

Jedoch macht es stutzig, dass auch die ganz Großen der Medienbranche, die man als besonders erfahren und seriös beurteilt, kritikwürdige Nachrichten und teils empörende Meinungen öffentlich kund tun. Grundsätzlich sollte bei der voran gestellten Fragestellung klar sein, welchen Stellenwert unsere Medien in unserer demokratischen Gesellschaft haben und welche Erwartung wir insbesondere an den (Qualitäts-) Journalismus stellen.

Kritik über Berichterstattung zum US-Wahlkampf 

Ein wichtiger Leitwert der Berichterstattung sollte die Sachlichkeit und Unparteilichkeit, vor allem in Konfliktfällen sein. Dieser wurde nach Hans-Hermann Tiedje (ehemaliger Chefredakteur der Bild) allerdings bei der ohnehin furiosen Berichterstattung zum Wahlkampf des US-amerikanischen Präsidenten ‚Donald Trump‘ verletzt.                                                                                                                      

Eine direkte Kritik äußerte er gegen die Berichterstattung der ARD und des ZDF. Herr Tiedje hielt die Berichterstattung  zum Thema ‚Trump‘ für zu einseitig und unprofessionell.  

„Ein guter Journalist macht sich mit keiner Sache gemein – nicht einmal mit einer guten“. […] Wo ist diese Definition von Journalismus geblieben? (Hans-Hermann Tiedje)

Zudem wollten die deutschen Medien einen möglichen Sieg Trumps nicht wahrhaben und ließen dessen durchaus realistische Chance zu gewinnen meist unter das Moderationspult fallen. 

„Es konnte nicht sein, was nicht sein durfte: Das nenne ich miserablen Journalismus“ (Tiedje)

 

                                  In 98% der Fälle berichtete der ARD negativ.

Befremdlicher ‚Sensationsjournalismus‘

Ein anderes immer öfter auftretendes Phänomen, das Reporter und Medien in Verruf bringt ist die oft überstarke mediale Präsenz an Unfallorten. Beispiel dafür, ist das für einige Personen tödlich endende Busunglück auf der A9 bei Münchberg, Anfang Juli diesen Jahres.

Die Vorgehensweise der vor allem überregionalen Presse, die sich anscheinend emotional von dem tragischen Geschehen distanzierte, kann ohne Übertreibung als pietätlos bezeichnet werden.

Reporter wurden zu ‘sensationsgierigen Gaffern’ und setzen beim Versuch der Feuerwehr, die Rettungsaktion abzuschirmen sogar Fotodrohnen ein, um das womöglich schockierendste, polarisierendste und somit vielleicht wertvollste  Bild zu bekommen. Diese neue Strategie der ‘Rezipientengewinnung’ lässt durchaus an den Qualitäten der Reporter zweifeln, die weder Opferschutz noch Anstand wahrtn. Jedoch ist es der Rezipient der leider immer öfter Interesse an solchen Darstellungsformen zeigt. Deshalb ist es fraglich, welche der beiden Parteien wie zu diesem Vorgehen beitragen.

Großer Medienauflauf am Unfallort. Foto: Alexander Wunner, News5/Fricke, dpa Bildautor: Joachim Dankbar

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unterschätzte Meinungsmache

Auch von Populismus ist in der deutschen Medienlandschaft die Rede. An dieser Stelle wird Claus Strunz, der als politischer Kommentator bei Sat.1 und Moderator der Sendung ‘Akte’ bekannt ist aktuell häufig genannt. Zunehmend wird der Vorwurf laut er sei  vielmehr Rechtspopulist als Vertreter unseres Qualitätsjournalismus. Gewisse Aussagen die er in seinen politischen Kommentaren trifft, wie z. B., dass das Problem mit Linksextremismus größer sei als das mit Rechtsextremismus, weil 

 „für weite Teile der rot-rot-grünen Elite, […] , Terror von links noch immer niedliche Folklore ist“  oder  „Populismus ist das Viagra der erschlafften Demokratie“ werfen ein gewisses Unbehagen auf.

 

Auffällig scheint die allzu häufige Kritik gegen linksorientierte Parteien und vermutlich gleichzeitig gegen die Spitze unseres Landes. 

Auch Themen wie die Flüchtlingskrise, die Vorfälle an Silvester in Köln, sowie die Krawalle in Hamburg während des G20-Gipfels sind für ihn klare Folgen des StaatsversagensMit solchen Beiträgen und diversen Auftritten, auch in Talkshows, erregt er immer wieder große Aufmerksamkeit. Kein Wunder, dass man unter solcher Art der Meinungsmache  schnell auf die Begriffe ‚Rechtspopulismus‘ und ‚Scharfmacher‘ stößt und seine mediale Vorgehensweise teilweise mit der, der AfD verglichen wird.

Fazit

Natürlich dürfen auch Journalisten wie alle anderen Staatsbürger von ihrer Meinungsfreiheit Gebrauch machen und eine Haltung vertreten. Aber dennoch müssen bestimmte Werte ihrer Berufsethik  gewahrt werden um Qualität gewährleisten zu können. Meinungen sollen ein Angebot sein, keine Vorschrift. Zudem sollten sie sich auf Argumente stützen, um einen Diskurs möglich zu machen und Transparenz zu schaffen. Themen sollten aus mehreren Perspektiven beleuchtet werden. Und letztlich ist es auch die Aufgabe der Medien zu kontrollieren, wem eine öffentliche Plattform geboten wird und wem nicht (soweit möglich). Dabei sollte letztlich, auch die Frage nach den Konsequenzen und der Wirkung der Aussage bzw. Nachricht auf den Rezipienten, eine vordergründige Rolle spielen. 

 

Quellen:

http://reporter-24.com/2017/07/medienaerger-nach-busunglueck-gaffer-drohnen-und-poebel-reporter/

http://meedia.de/2017/09/04/scharfmacher-und-rechtspopulist-warum-claus-strunz-zum-glaubwuerdigkeitsproblem-des-journalismus-beitraegt/

https://www.journalistenkolleg.de/lexikon-journalismus/qualitaetsjournalismus

http://meedia.de/2017/01/11/unertraeglich-unprofessionell-hans-hermann-tiedje-ueber-die-trump-berichterstattung-deutscher-medien/

http://meedia.de/2017/07/11/zack-zack-zack-kapuze-auf-die-fremdschaem-populismus-show-des-claus-strunz-zum-thema-g20-krawalle/

http://www.sueddeutsche.de/medien/tv-moderator-claus-strunz-der-spalter-1.3647805

 

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WhatsApp – Es kann nur Einen geben

geschrieben von in Medienkritik, Medienwandel, Zukunft des Internet1 Kommentar »

„Schreib mich einfach auf WhatsApp an, du hast ja meine Nummer“, ist ein Satz, den bestimmt jeder von uns bisher öfter als einmal gehört und gesagt hat. Jeder geht offenbar davon aus, dass, wenn jemand ein Smartphone besitzt, er ja wohl auch diesen Messengerdienst besitzen wird. Das ist allgemein bekannt – genauso auch, dass es längst das Anrufen über Mobilfunknetz abgelöst hat, da man so gut wie alle Gespräche, Verabredungen oder auch Diskussionen über Textnachrichten regeln konnte und mittlerweile zusätzlich eine Anruffunktion hat, die nur vom Internet abhängig ist. Die App bietet umfangreiche Optionen und Möglichkeiten, allerdings ist sie nicht der einzige Anbieter, der auf dem Markt mitspielt. Größte Konkurrenten sind WeChat, Tencent QQ, Skype, Viber, Line und Telegram.

https://infographic.statista.com/normal/infografik_3975_messenger_nutzung_in_deutschland_n.jpg

Das Wettrennen um die Nutzer

Bei der Erfindung des Telefons und ihrem Einzug in die Haushalte unserer Welt funktionierte private Kommunikation hauptsächlich auf diesem Weg. Es war schneller als die Post und wer möchte sich schon gegenseitig den neuesten Tratsch morsen? Eine wirkliche Telefonalternative gab es nicht. Wie steht es hierbei mit dem privaten Austausch von Textnachrichten? Anfangs war es die E-Mail, die aber zumindest im privaten Sektor schnell überholt war. Zum Chatten wurden soziale Netzwerke wie Facebook und ICQ genutzt, das fand im Regelfall jedoch am PC statt. Als sich die Telefongespräche auf Handys ausweiteten und die Handys zu Smartphones wurden, etablierte sich eine neue Kommmunikationsmöglichkeit: Instantmessaging. Das Überleben eines Kommunikationsmediums hängt vor allem von einem ab – den Nutzern. Beim Telefon gab es keine Alternativen.

Schaut man sich die obige Grafik an, werden zwei Dinge deutlich: Zum einen gibt es Alternativen und diese sind zahlreich. Zum anderen tut sich ein sehr starkes Gefälle auf. Richtet man sich nach den monatlich aktiven Nutzern, ist WhatsApp deutlich Marktführer. Kann es also nur einen Messenger geben? Mal ehrlich: Wer würde denn Telegram trotz all den herausragenden datenschutzrechtlichen Vorteilen nutzen, wenn es keiner aus dem eigenen Bekanntenkreis verwendet?

Doch wieso ist ausgerechnet WhatsApp dort oben und weshalb könnten die anderen bald noch weiter verdrängt werden?

Was haben die Anderen, was WhatsApp nicht hat

Die WhatsApp-Alternativen reiten selbstverständlich nicht ohne Waffen in den Kampf. Sie versuchen sich auf bestimmte Features zu spezialisieren, wobei Textmessaging immer der kleinste gemeinsame Nenner bleibt. Viber z.B. bot als erster Messengerdienst eine Internetanruffunktion an, noch bevor Skype seine App auf den Markt brachte – WhatsApp hat diese Funktion nun auch, Taktik? Skype hat dafür aber immer noch sein Steckenpferd: Den Videochat. Was bei den Nutzern schon damals auf dem Computer Anklang fand, wurde auch auf dem Smartphone heiß ersehnt. Apple hat dieses Angebot mit Facetime dann doch schon länger, dieses ist sogar über Mobilnetz einwandfrei verwendbar. Jeder, der diesen Blogbeitrag liest und WhatsApp installiert hat, weiß bereits: Das ist nichts Besonderes mehr, auch diese Funktion wurde übernommen. Mit den Stories (24h sichtbare Slideshows mit Bildern und Videos) wurden auch Ideen von Snapchat abgekupfert.

Wie werden die Konkurrenten weiterhin ausgeschaltet?

Einerseits werden Nachbesserung vorgenommen und Funktionen hinzugefügt, die teilweise von anderen Diensten übernommen. Beispiel hierfür ist das kommende Update, welches eine Videochatfunktion für Gruppen mitbringt – eigentlich längst überfällig mit Blick auf Skype, Messenger, JusTalk, etc.

Andererseits, was lockt Nutzer an? Das Zauberwort ist Kompatibilität. So ist WhatsApp sehr kompatibel mit AndroidAuto – die App kann dank Sprachsteuerung sogar mit stark vermindertem Risiko im Auto genutzt werden. Der Messenger ist seit Längerem auch per Laptop nutzbar, durch WhatsAppWeb oder alternativ mit einer Desktopanwendung. Das Update, mit dem nachträgliches Löschen von Nachrichten innerhalb von sieben Minuten ermöglicht wurde, konnte zu leicht umgangen werden. Deswegen ist es weiterer Erwähnung nicht wert.

Doch wogegen kein Konkurrent ankommt, ist die neuste Ankündigung unserer Smartphone-Anwendung Nummer Eins. Mehr wirtschaftlicher Nutzen durch die Wirtschaft selbst. WhatsApp Business. Firmen und Geschäfte konnten ihre Kunden über WhatsApp bisher nur inoffiziell erreichen, das soll sich nun ändern, Unternehmen sollen einen verifizierten Account erstellen können, um mit ihren Klienten in Kontakt zu bleiben. Spekuliert wird noch, inwiefern das für Unternehmen den Kundenmailverkehr ablösen, bzw. den Kundensektor erweitern wird! Viele Apotheken bieten bereits heute eine Bestellmöglichkeit für Medikamente per WhatsApp an. Ähnlich Pizzerien: Eine kurze WhatsApp-Nachricht und die Mahlzeit ist auf dem Weg. Welcher weitere Nutzen für uns User aus dem Programm gezogen werden kann, wird sich noch zeigen. Was aber bereits klar ist: Facebook wird daran verdienen. Die Unternehmen, die dieses Angebot nutzen, sollen nämlich auch zur Kasse gebeten werden. Fairerweise soll das aber nur für die größeren Dienstleister gelten.

Letztlich

Wer hätte schon gedacht, dass Instantmessaging eines Tages solch mediale Dimensionen annehmen wird. Eine Entwicklung, die, wie man anhand dieses Beitrags sieht, noch viel Neues erwarten lässt. Längst geht es nicht mehr nur um das Verschicken von Textnachrichten. Es geht um Voicemails, Anrufe, Videochats, SocialMedia Charakteristiken, Einbindung des Wirtschaftssektors und selbstverständlich auch deren Qualität. Das Medium, welches all diese Funktionen in sich vereint, gibt folglich den Ton auf dem Markt der Instantmessenger an – durch lautere und unlautere Strategien hat sich WhatsApp wie ein perfider Marktschreier die meisten Menschen für sich gewinnen.

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Medienrealität vs. Realität

geschrieben von in Allgemeines, Internet, Medien und Politik, Medienkritik1 Kommentar »

Der Mangel an objektiven medialen Informationen lässt uns die Glaubwürdigkeit der Medien anzweifeln. Fake news, mediale Manipulationen ob Fotoshop, Inszenierungen oder falsche Aussagen, sie alle prägen unser Weltbild über die Medien. Die Kredibilität heutiger Medien scheint immer mehr in Verruf zu geraten. Aus gutem Grund, würde so mancher behaupten. Die Frage die sich jedoch stellt ist, ob die Medien die Realität nach ihren Vorstellungen anpassen oder ob sie überhaupt einen objektiven Standpunkt vertreten können um uns das Wesentliche und wahrhaftige Geschehen realitätstreu mitteilen zu können.

Subjektivität der Information

Fakt ist, dass Akteure ( Journalisten, Redakteure etc. ) bevor eine Meldung publiziert wird, diese bereits sorgfältig nach ihren Kriterien aussortiert und erstellt haben. Dies bedeutet dass mediale Akteure ein Thema nach ihren Wertvorstellungen strukturieren und somit verschiedene Auffassungen und Darstellungsmöglichkeiten schaffen. Jede Nachricht beinhaltet also subjektive Aspekte, denn wie es bereits Heinz von Foerster passend formulierte :

„Objektivität ist die Illusion, dass Beobachtungen ohne einen Beobachter gemacht werden können“.

Medienrealität Beispiel Trump

Ein Beispiel für diese, durch die Medien, erschaffene Realität ist einer der wohl umstrittensten Personen im öffentlichen Bereich, US President Donald Trump. Am 6. November 2017 war Donald Trump auf Staatsbesuch in Japan. Dieser sollte mit dem japanischen Premierminister  unter anderem die preisgekrönten Koi Fische füttern. Dabei entstand ein Video welches zeigte wie Trump und Shinzo Abe das Fischfutter aus einer kleinen Box an die Fische verfütterte. Für Furore sorgte dieser Film jedoch erst als CNN bewusst die Aufnahme manipulierte, indem man um die 42. Sekunde auf Donald Trump zoomte und somit Staatsoberhaupt Shinzo Abe nicht mehr zu sehen war. Der Fokus lag auf Donald Trump der die ganze Box auf einmal ausleerte anstatt mit Sorgfalt, löffelweise, das Futter in das Wasser zu geben. Betitelt wurde dieses Video, welches mit voller Absicht der Verspottung Trumps galt, mit „Trump joined his Japanese counterpart Shinzo Abe in feeding fish, emptying the whole box of food into a koi pond“

Sofort regnete es ein Sturmhagel an Hasskommentaren gegenüber Trump. Was man jedoch nicht auf dem Video sieht, ist dass der japanische Premierminister ebenfalls den Rest seiner Box komplett über dem Teich entleerte bevor es Trump tat.

Fake-News, Mittel zum Zweck ?

Das veröffentlichte  Video von CNN, wurde in kürzester Zeit durch eine Vollaufnahme des Geschehnisses widerlegt. Jedoch haben zu diesem Zeitpunkt, namenhafte Medien ( Bsp. The Guardian, Jezebel ) diese Version aufgefasst und selbst Artikel verfasst die das Verhalten Trump als unerhört und unsittlich abstempeln, ihn verspotten und beleidigen.

Anhand dieses Beispiels erkennen wir also, dass die Medien die Realität verfälschen können um die öffentliche Meinung zu Personen, wie Trump, oder Geschehnissen zu manipulieren und zu beeinflussen. In fachlicher Sprache ist die Rede von Konstruktivismus. Medien konstruieren eine eigene Medienrealität welche nicht notwendigerweise der Realität entsprechen muss. Für Laien ist es schwierig zwischen Wahrheit und medialer Konstruktion zu unterscheiden, denn „was wir über die Gesellschaft ja über die Welt in der wir leben wissen, wissen wir durch die Massenmedien“ Luhmann Niklas. Das bestmögliche Resultat an Informationen erlangt ein Rezipient also nur wenn er verschiedene Medien und deren Artikel zu einem bestimmten Thema analysiert und sich aus der gesammelten Information seine eigene Meinung zu den Geschehnissen bildet.

Quellenangabe :

https://www.enca.com/life/in-tweets-nothing-koi-about-trumps-fish-feeding

http://www.breitbart.com/big-journalism/2017/11/06/fake-news-cnn-uses-misleading-video-fabricate-trump-koi-pond-blunder/

https://kurier.at/politik/ausland/haeme-fuer-trump-nach-karpfen-fuettern-in-japan/296.573.088

https://www.snopes.com/did-trump-impatiently-dump-fish-food-in-japanese-koi-pond/

https://twitter.com/

Sportliche Leistungen oder wirtschaftliche Erfolge? – Wie die (neuen) Medien sich auf den Fußball auswirken

geschrieben von in Allgemeines1 Kommentar »

Die Wichtigkeit der außersportlichen Erzielung wirtschaftlicher Profite im Profifußball, ist längst kein neues Phänomen. Die erstmalige Nutzung eines Trikotsponsors lässt sich bis in die 1970er zurückdatieren. Zudem werden prominente Fußballspieler schon seit vielen Jahren von namenhaften Firmen zur Produktvermarktung eingesetzt, man denke beispielsweise an die deutsche Nationalmannschaft und ihr gemeinsames Engagement mit der italienischen Firma Ferrero. Die Relevanz, die neue Medien für unser heutiges Unterhaltungskonsumverhalten haben, führt jedoch dazu,          dass  der sportliche Aspekt zunehmend vernachlässigt wird und wirtschaftliche Erfolge, seitens des Vereins und der Spieler, erheblich an Bedeutung gewinnen.

Es lohnt sich den Fokus auf die Insel zusetzen, spezifisch gesehen auf die English Premier League (EPL).

Im Februar 2015 unterzeichnete die Premier League mit den Firmen Sky und British Telecom einen dreijährigen TV-Vertrag in Höhe von 5.14 Milliarden Pfund. Auf die internationalen Verträge für die Rechte der Premier League Spiele wollen wir erst gar nicht zu sprechen kommen. Alleinstehend, spiegelt diese astronomische Summe die Transformation der Liga nämlich wahrhaftig wieder. Die Liga gilt besonders im 21. Jahrhundert als das Zuhause der fußballerischen Elite und wird bezüglich des Unterhaltungsfaktors, der Wettbewerbsfähigkeit  und der sportlichen Klasse, als unvergleichbar angesehen. Was aber bedeuten die knapp fünf Milliarden Pfund denn überhaupt für die EPL? Mehr Geld für die Vereine und Spieler. Der traditionsverherrlichende Fußballfan sieht im ökonomischen Aufschwung jedoch vor allem negative Aspekte. Dies wird bei verschiedenen Saisonzielen der Vereine deutlich. Ein Platz unter den „Top Vier“ bedeutete früher, in der Champions League mitspielen zu dürfen. Heute wird die Bedeutung unter den ersten vier Plätzen zu landen, durch höhere TV-Boni erklärt. Der Klassenerhalt galt als Privileg, ein weiteres Jahr in der höchsten Liga spielen zu dürfen, während sich heute die bangenden Geschäftsführer bei dem Gedanken, keine Verluste zumachen, eine Schweißperle von der Stirn wischen.

Diese Dissonanz suggeriert, dass der wirtschaftliche Wachstum auf englischer Vereinsebene erstrangig ist und nicht der sportliche. Doch Vereine sind im jetzigen Zeitalter nun mal wirtschaftliche Institutionen, daher sollten uns ihre Motive nicht allzu sehr überraschen. Anders sieht das bei den Spielern aus, die diesen Berufsweg doch vermutlich aus ihrer Liebe für den Sport gewählt haben. In finanzieller Hinsicht ist es ihnen nie besser ergangen, ein Aspekt der durch die Medienvielfalt, besonders der neuen Medien verstärkt wird. Die sozialen Netzwerke ermöglichen es den Fußballspielern für eigene Produkte/Dienstleistungen oder die einer Firma zu werben. Dadurch, dass die Apps wie Instagram, Facebook und Twitter, insbesondere bei Jugendlichen, einen sehr hohen Nutzungsgrad haben, erreichen die Fußballspieler die Massen und machen sich für Werbeagenturen unentbehrlich.

Der moderne Fußballspieler zeichnet sich jedoch nicht bloß durch finanzieller Vollkommenheit aus. Durch die neuen Medien, insbesondere durch die sozialen Netzwerke, verbreitet sich im Fußball eine von Individualismus geprägte Atmosphäre, welche sich in früheren Zeiten, wie es bei Mannschaftssportarten für gewöhnlich ist, durch Teamgeist auszeichnete. Fußballspieler wurden schon immer verherrlicht, das Internet hat jedoch zur Folge, dass sie omnipräsent sind und keine Privatsphäre haben. Nach Siegen, sind gemeinsame Bilder mit Teamkollegen mittlerweile an der Tagesordnung, dabei werden die anwesenden Fans vernachlässigt. Ein Beispiel dafür wäre die Meisterfeier des Chelsea FC im Mai, auf der diverse Spieler die Vorgänge Live auf ihren sozialen Netzwerkkonten übertrugen. Das Gefühl von Verblüffung ist gerechtfertigt, jedoch wäre es falsch die alleinige Schuld bei den Spielern zu suchen. Da die Fußballprofis im Zeitalter der neuen Medien, eine größere Präsenz in unserem alltäglichen Leben haben, als je zuvor, haben sie eine Reputation, die es zu pflegen gilt. Die Anhänger aus aller Welt, die nur über einen medialen Zugang verfügen, dürfen nicht isoliert werden und gegenüber den zahlenden Zuschauern benachteiligt werden. Demzufolge können die neuen Medien im Profifußball als zweischneidiges Messer angesehen werden.

 

Es ist nicht davon auszugehen, dass die Korrelation zwischen der Fußball Industrie und der neuen Medien stagnieren oder sich gar verringern wird. Wie „The Guardian“ berichtet, sollen sowohl Amazon als auch Facebook an Premier League Streaming Rechten interessiert sein. Solange wirtschaftliche Motive im Fußball schwer wiegen, ist das vermehrte Eingreifen ins Geschäft durch die Medien nicht wegzudenken.

Quellen:

http://www.dailymail.co.uk/sport/football/article-4527010/Man-Utd-v-Crystal-Palace-EPL-LIVE-SCORE.html

https://www.theguardian.com/football/2017/oct/04/facebook-premier-league-bidding-live-matches

https://www.theguardian.com/football/2015/feb/10/premier-league-tv-rights-sky-bt

Memes – die etwas andere Publicity

geschrieben von in Internet, Zukunft des Internet1 Kommentar »

Niemand ist mehr sicher vor ihnen: Memes. Sei es US-Präsident Donald Trump, Nationalmannschaftsstürmer Sandro Wagner oder gar der Big Ben in London. Mittlerweile ist es möglich, über alles und jeden eins dieser viralen Fotos oder Videos anzufertigen. Memes sind allgegenwärtig.

Was das genau ist, hat dieser Blogbeitrag eines MeWi-Studenten des vergangenen Jahrgangs erklärt. Doch welchen Einfluss hat dieses Internetphänomen – auch wenn es total abwegig klingt – auf Wirtschaft und Politik?

Erstmal ist zu berücksichtigen, dass Memes vor allem bei jüngeren Internetnutzern äußerst beliebt und populär sind. Es ist schwer vorstellbar, einen Jugendlichen zu finden, dem dieser Begriff nicht geläufig ist. In den sozialen Netzwerken wird man zudem praktisch mit diesen Bildern oder Videos überschwemmt: Facebook, Twitter und YouTube laufen vor Content praktisch über – und dort verbringen viele junge Leute einen nicht geringen Teil ihrer Freizeit.

 

Jeder kann über alles ein Meme kreieren

 

Die Variationen der Memes reichen von harmlosen Bildchen über aktuelle Themen bis hin zu grenzwertigen (schwarzem) Humor, welcher auch häufig als zu anstößig angesehen wird. Auch Videos und Collagen, die auf den ersten – oder auch zehnten – Blick absolut keinen Sinn ergeben und nur in bestimmten Kontexten funktionieren, sind reichlich vorhanden und eher für die „Hardcorefans“ vorgesehen.

Nichtsdestotrotz überwiegt die Anzahl an tatsächlich gesellschaftsfähigen Unterhaltungsinhalten die Internetlandschaft. Und wie man es bereits aus der Modewelt kennt, gibt es natürlich auch hier Trends. Bestes Beispiel hierfür sind die „Lindner-Memes“, welche vor allem nach dem plötzlichen Abbruch der Sondierungsgespräche durch den FDP-Politiker in der vergangenen Woche in Mengen aufgekommen sind. Oder auch Präsident Donald Trump: Der 71-Jährige steht praktisch durchgängig in den Schlagzeilen der Medien und sorgt mit seinen öffentlichen Auftritten oder Tweets für ordentliches Memepotenzial.

Womit wir auch wieder bei der Ausgangsfrage sind. Unternehmen und Parteien erkennen natürlich auch das Potenzial in dem Internetphänomen und möchten dieses für Marketingzwecke nutzen. Das gelingt meist eher schlecht als recht. Entweder geht der Schuss nach hinten los und sorgt für schlechte Publicity, man läuft einem total veralteten Trend hinterher oder macht einfach alles falsch.

 

Ein Versuch der Sparkasse – Eher zum fremdschämen

 

Wenn man jedoch alle wichtigen Faktoren beachtet – Aktualität, Verständnis und Umsetzung der Meme – dann kann man durch die folgliche Viralität als Unternehmen bei potenziellen Kunden punkten. Daher werden auch immer häufiger Memes in den Marketingstrategien eingebaut. Beispiele für gelungenes Mememarketing sind u.a. Sixt und Leibniz-Kekse.

Auch in der Politik sind Memes reichlich vertreten – aber meist um jemanden auf die Schippe zu nehmen. Neben den angesprochenen Trump und Lindner gibt es natürlich auch noch weitere Politiker, die auf unfreiwilliger Basis ganze Datenbänke von Memes gewidmet bekommen haben. Man könnte argumentieren, dass durch die mögliche Gefahr der Verspottung ein mancher auf seine Ausdrucksweise mehr achten würde. Jedoch ist die Hemschwelle für Memes mittlerweile sehr gering, sodass selbst harmlose Aussagen parodiert werden.

Alles in allem haben Memes natürlich keinen so hohen Stellenwert wie andere Medien. Und es ist kaum zu erwarten, dass dies sich in Zukunft ändern wird. Allerdings sollte man die „Macht“ dieser Inhalte nicht unterschätzen. Man kann sie bei richtigen Gebrauch zu seinen Vorteilen nutzen, aber sich auch ins eigene Fleisch schneiden.

Quellen:

http://www.social-media-knigge.de/2013/07/03/verlockend-marketing-mit-memes/

http://tobesocial.de/blog/social-media-marketing-memes-unternehmen-strategie-vorteile-tipps-engagement

https://www.cyber-spaces.de/2017/09/20/internet-memes-niederschwelliger-zugang-zur-politik/

http://blog.consense-communications.de/social-media-memes/

 

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