The new way to broadcast yourself

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younow_logo-250x250YouNow ist eine noch relativ neue Videoplattform. Der Nutzer kann hierbei live Videos vom Handy, Tablet oder Laptop streamen. Auf der Startseite von YouNow öffnet sich direkt ein zufällig ausgewählter Broadcast von einem der Nutzer. Neben diesem befindet sich eine Kommentarbox, in der man mit dem Broadcaster kommunizieren kann und die anzeigt, wer zusieht. Außerdem kann man „Fan“ werden und Likes abgeben sowie den Broadcast in den Social Media-Netzwerken teilen. In der linken Spalte der Seite findet man die Rubriken „Trending people“ und „Trending tags“. Aufgenommen werden hier Broadcaster und Hashtags, die schnell und zahlreich Likes erhalten, viele Zuschauer haben oder besonders lange Broadcasts beinhalten. Unterhalb des bereits geöffneten Videos bekommt man auch noch Vorschläge von Broadcasts, die den selben Tag verwenden.

Auf YouNow kann jeder direkt selbst los streamen, sobald er sich mit einem seiner Social Media-Konten wie twitter, facebook, google+ oder youtube angemeldet hat. Auf dem eigenen Profil werden dann neben Profilbild und eigener Beschreibung auch die alten Broadcasts zusammen mit den Kommentaren und den dabei erhaltenen Geschenken angezeigt. Die anderen Nutzer können Kommentare direkt unter dem Profil in der Rubrik „Discussion“ hinterlassen und man sieht, von wem der Broadcaster Fan ist und wer seine Fans sind.
Der eigene Level auf YouNow zeigt an, welchen Status und wie viel Erfahrung man bereits hat. Desweiteren erhält man in den Leveln stets neue Zusatzfunktionen. Der Broadcaster hat mehrere Möglichkeiten, um einen Level aufzusteigen: beim Filmen durch das Erhalten von Geschenken und Likes, durch die Zuschauerzahl oder die Häufigkeit der Broadcasts; beim Schauen durch liken, chatten, Geschenke verteilen und Fan werden; durch das Teilen von Broadcasts auf den Social Media-Plattformen und mit den Fans und durch die Verbindung mit anderen Social Media-Konten. Steigt der Nutzer ein Level auf, so erhält er Münzen, mit denen er dann Geschenke kaufen kann. So genannte Premium Geschenke muss der Broadcaster mit Bars kaufen, die nur in den App-Shops mit echtem Geld erhältlich sind. Durch die Konzeption von Leveln und Münzen bekommt die Plattform einen spiel-ähnlichen Charakter. Um mehr Zuschauer zu erhalten, so der YouNow-Support, muss man seinen Broadcasts auf Social Media-Plattformen teilen, auf sein Publikum eingehen und möglichst viele Likes erzielen. Auf der Seite vom YouNow-Support findet man außerdem Hilfe bei technischen Problemen sowie die Nutzungsregeln und Richtlinien.
Die Seite finanziert sich über Werbung, aber auch der Broadcaster kann mithilfe des YouNow Partner Programs ab einer gewissen Zuschauerzahl Geld verdienen.
Aber es gibt auch Kritik an der Seite: Bisher ist sie nur in Englisch verfügbar. Außerdem sind die Broadcaster teilweise noch recht jung und geben deshalb bereitwillig private Daten bekannt, ohne über die Konsequenzen nachzudenken. Dennoch nutzen auch bekanntere Youtuber wie BibisBeautyPalace und Sami Slimani die neue Video-Plattform.

Quellen:
YouNow: http://www.younow.com
Nutzungshinweise: https://younow.zendesk.com/forums/20642027-How-does-YouNow-work-
YouNow-Support: https://younow.zendesk.com/home
YouNow Partner Program: http://www.younow.com/partners/
Kritik: http://www.videolix.net/alle-beitraege/immer-mehr-warnen-vor-younow/2701/

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#Freiheit

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Unter dem Hashtag #Freiheit brach kurz vor Weihnachten ein gewaltiger Shitstorm in den sozialen Medien aus. Grund dafür war ein Video des YouTube-Stars Simon Unge, in dem er ankündigte, seine beiden Kanäle „ungespielt“ und „ungefilmt“ aufgrund unüberwindbarer Differenzen mit dem Netzwerk Mediakraft zu beenden.

Simon Unge (bürgerlich Wiefels) ist 24 Jahre alt, hat Erziehungswissenschaften studiert und im Juli 2012 angefangen, Videos auf dem Videoportal YouTube hochzuladen.
Und das mit Erfolg. Über 30 Millionen Mal im Monat wurden seine Videos angeklickt und über zwei Millionen Menschen hatten seine Kanäle abboniert. Seine Themen: Computerspiele und Lifestyle, Minecraft und Longboardtour. Damit hat der Zocker mit den Dreadlocks eine größere Reichweite als so mancher TV Sender und ebenso einen gutbezahlten Job. Warum also gibt er das auf?

In seinem am 20. Dezember hochgeladenen Vlog mit dem pathetischen Namen „#FREIHEIT. Die schwerste Entscheidung meines Lebens“ nennt er den Grund: Das Netzwerk Mediakraft, dem er vor circa einem Jahr beigetreten ist, hat Unge zufolge seinen Teil des Vertrages nicht eingehalten: „Ich habe von Mediakraft noch nie finanzielle Unterstützung für große Projekte oder coole Ideen bekommen“. Zu weiteren Vorwürfen gehören fehlende Sponsoren für seine Longboardtour, das Löschen einzelner Videos und Mediakrafts Drohung, ihn in eine Privatinsolvenz zu treiben, falls er vor Gericht ziehen würde. Mit dem „Scheißhaufen“, wie Unge die Kölner Firma bezeichnet, möchte er in seinem ganzen Leben nie wieder etwas zu tun haben. Er beendet seine beiden Kanäle und will mit einem Neuen (youtube.com/unge) ohne Netzwerk wieder von vorne anfangen. Deshalb sucht er nun eine juristische Auseinandersetzung, um sich vor Vertragsende vom Netzwerk zu trennen.

Sich an ein Netzwerk zu binden, ist für viele YouTuber ein Weg zu mehr Reichweite und darauf aufbauend bessere Vermarktung. Netzwerke bündeln Videokünstler, beraten und unterstützen sie und verschaffen ihnen außerdem Werbepartner und finanzielle Unterstützung fuer Projekte. Mediakraft hat als das größte Netzwerk in Deutschland dazu einiges vorzuweisen: „Wir haben vielen Künstlern dabei helfen können, ihren Weg auf YouTube zu gehen und sich als erfolgreiche Entertainer zu etablieren.“
Der YouTuber wird sozusagen „aufgepumpt“ und mit ihm auch der Wert des Netzwerkes, um dieses dann lohnend zu verkaufen. Unge meint im Video dazu, Mediakraft sei „investorenorientiert“, aber nicht „partnerorientiert“. Es habe keinerlei Interesse an seiner Person gehabt, sondern nur an den Zahlen, die er erreicht.

Auf Unges Video reagierte das Netzwerk zunächst mit einer vorübergehenden Abschaltung seiner Webpräsenzen und gab am Sonntag darauf eine Stellungnahme ab. Olsson Spartacus, der CEO von Mediakraft Network, weist darin sämtliche Anschuldigungen von sich und verteidigt sich: „Nun ist es so, dass Simon Unge einen gültigen Vertrag unterschrieben hat, der nicht einseitig aufgehoben werden kann.“ Allerdings nimmt er laut dieser Meldung, die am 21.12. auf Mediakrafts Facebookseite online ging, die Kritik von Unge ernst und bedauert die Angelegenheit: „Wir hätten uns gewünscht, diesen Streit auf andere Weise beilegen zu können. “

Unges Austritt bei Mediakraft ist nicht der erste Fall, der Aufsehen erregt. Ein weiterer prominenter YouTuber, der Nachichtenvlogger LeFloid (Florian Mundt), hat das Netzwerk im Oktober aus ähnlichen Gruenden verlassen, darf aber aufgrund der einzuhaltenden Küdigungsfrist nicht mit Dritten darüber reden.
Unge allerdings hat diesen Teil des Vertrags verletzt und seine hohe Reichweite genutzt, um auf die Vorfälle aufmerksam zu machen. Unklug, aber höchst medienwirksam.

Das Phänomen Unge wird der Fall auch genannt. Plötzlich berichten Zeitungen darüber. Das Thema beschäftigt die Menschen, was 700 Tweets pro Minute in der Höchstphase der Diskussion auf Twitter bezeugen. Doch die Meinungen zu #Freiheit gehen auseinander. Auf der einen Seite wird Mediakraft von Unges Fangemeinschaft, der selbsternannten #raupenarmy, die zum Großteil aus 14-30-Jährigen besteht, kritisiert und beschimpft, auf der anderen wird Unge auch von YouTube-Kollegen daran erinnert, dass auch er einen Vertragsbruch begangen hat und sich über die Folgen im Klaren sein muss.

Doch sein öffentlicher Abgang von Mediakraft hat nicht nur eine große Welle in den sozialen Medien ausgelöst, sondern auch eine grundlegende Problematik in der noch jungen YouTubewelt sichtbar gemacht: Die Meinungsverschiedenheiten zeigen auf, wie sehr sich das Videoportal in den letzten Jahren verändert und entwickelt hat. Immer mehr Werbepartner werden auf die reichweitenstarken Kanäle aufmerksam und investieren in die meist noch unmündigen und naiven Videoblogger. Das führt weg vom sicheren Community-Gefühl und hin zum gewinnorientierten Markt. „Aus der Szene wird eine Branche“ meint Markus Hündgen von der European Webvideo Academy dazu. Und wie andere YouTuber und auch die Netzwerke damit in Zukunft umgehen, bleibt zu beobachten.

 

Quellen:

http://www1.wdr.de/fernsehen/aks/themen/unge-freiheit-youtube-100.html
https://www.youtube.com/watch?v=z_SdbC1aThU
https://www.facebook.com/MediakraftNetworks/posts/573327879466908
http://www.vice.com/de/read/interview-mit-lefloid-wenn-ich-eine-frau-waere-waere-ich-beauty-blogger-058
http://www.netzpiloten.de/mehr-freiheit-youtube-star-simon-unge-kritisiert-mediakraft/
http://www.mediakraftnetworks.de/about-us/
http://dispositiv.uni-bayreuth.de/freiheit-lieber-unge-willkommen-in-der-wirklichkeit/

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Verhaftung regierungskritischer Journalisten

geschrieben von in Medien und Politik1 Kommentar »

Für das derzeitige Jahrhundert eher untypische Nachrichten sind die der verbotenen Meinungsfreiheit und der Teilung dieser. Leider finden derzeitig jedoch Festnahmen von Journalisten in der Türkei statt, die sich gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan äußern, gar seine Regierung kritisieren und eine „Ein-Mann-Politik“ anprangern.

Die Festnahmen der Erdogan kritisierenden Journalisten erfolgten aufgrund der Anweisung des Premiers, der in den Äußerungen der festgenommenen Redakteure staatsfeindliche Aussagen vernahm, die der Souveränität des Staates schaden würden. Überdies bezichtigte Erdogan die journalistischen Kritiker der Vereinigung zu einer Gruppierung, die die Macht des Staates ergreifen wolle. Unter den gegenwärtig rund 32 Festgenommenen handelt es sich um einen Manager, Direktoren und Produzenten eines Fernsehsenders und weiteren Journalisten. Vor allem die Durchsuchung der Redaktion der größten türkischen Zeitung „Zaman“ und die anschließende Verhaftung des Chefredakteurs Ekrem Dumanl? sorgten für Furore.

Zustände wie diese erinnern eher an ein totalitäres Regime wie Nordkorea: dass keine Kritik oder keine Unstimmigkeit gegenüber der Regierung seitens der Bürger erfolgt liegt nicht daran, dass der Status quo optimal ist und er am besten das ganze Leben andauern soll. Eher vernimmt man, dass jegliche negativen politischen Äußerungen erst gar nicht in den Umlauf kommen und Nordkorea ein bearbeitetes Bild nach außen abgibt. Es erfolgt der Eindruck, dass die Meinung der Bürger ebenso wenig Bedeutung trägt wie das „demokratische“ in der Benennung der Volksrepublik Nordkoreas.

Die Hoffnung hierbei sind die derzeitigen Demonstrationen für den Bestand der Meinungsfreiheit in der Türkei und das Recht, diese zu äußern. Ein Aspekt, der aus deutscher Sicht beim Raub dieser ein Rechtsverstoß wäre, der aber genauso wenig in der Türkei gebilligt werden sollte.

Bereits aus der frühen Kindheit lernte man, dass ein „ich hör‘ dich nicht, ich hör‘ nur das, was ich sag'“ keinerlei positive Resonanz bei Mitmenschen auslöste und ebenso wenig eine gute Werbekampagne für die guten Charaktereigenschaften war. Jedoch scheint sich Erdogan dieser allzu bekannten Technik zu bedienen und bis jetzt noch durch Einschüchterung und den Einsatz von Festnahmen anderer Meinungen zu entledigen.

Rückblickend auf die Geschehnisse um den März 2014, als auf dem Videoportal Youtube ein Mitschnitt veröffentlicht wurde, auf welchem scheinbar der Außenminister Ahmet Davutoglu, der Geheimdienstchef Hakan Fidan, der Unterstaatssekretär Feridun Hadi Sinirlioglu und der Vize-Armeechef Yasar Güler zu hören sind, die in ihrem Gespräch nach einem Grund für einen Krieg mit Syrien suchen,und daraufhin der Zugang zu Youtube und Twitter für türkische Bürger für einen kurzen Zeitraum nicht mehr zugänglich war, lässt sich die Bereitschaft der Staatsführung zu erkennen, die den Medieninput ihrer Bürger massiv einschränkt. Ob jener Gesprächsmitschnitt tatsächlich existierte, ist nicht mit Gewissheit zu sagen, jedoch ist allein die Tatsache, solch drastische Maßnahmen zu ergreifen, erschreckend, zumal es eine defensive und autarke Haltung der Türkei aufweist, die den Informationsfluss von außen somit absondert.

Auch die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini kritisierte die aktuellen Zustände in der Türkei, die mit europäischen Werten nichts gemein hätten. Vor allem die Durchsuchung der Redaktion sei nicht annehmbar. Die Türkei, die seit 1999 Kandidat für einen EU-Beitritt ist, erschwert sich dadurch deutlich die Möglichkeit. Dass ein Wandel in der Wertvorstellung Erdogans stattfinden wird, bezweifle ich sehr, insbesondere dadurch, dass seine konservative Art viel Zuspruch erlangt. Lediglich der Erhalt der Meinungsfreiheit selbst und der Zuwachs einer Opposition, die tatsächlich als diese ihre Funktionen uneingeschränkt ausführen kann, könnten die Unruhen und Demonstrationen beenden.

Auffällig ist jedoch, dass das Verwenden von physischen Schweigemethoden nicht nur in der Türkei bemerkbar wurde, sondern ebenfalls in den sonst sehr offenen und liberalen USA.

Bereits vermehrt auftauchend sind Berichte von willkürlicher Polizeigewalt oder maßloser Festnahmen, wie auch im Fall zweier deutscher Journalisten, die inhaftiert wurden, da sie sich während des Fotografierens nicht an den Befehl des Polizisten hielten, der ihnen besagte, nicht zu lange an einer Stelle zu stehen. Laut den beiden Journalisten seien in der Stadt Ferguson zwar teils gefährliche Demonstrationen in diesem Zeitraum gewesen, jedoch hielten sie sich am besagten Tag nachmittags in einem menschenleeren Gebiet auf.

War es tatsächlich notwendig, den Journalisten daraufhin Handschellen anzulegen und sie abzuführen? Vielmehr sei zu vermuten, dass das Unwissen des Polizisten, angemessen mit der Situation umzugehen, ihn dazu gebracht zu habe, seine Machtposition auszunutzen und die Journalisten zu inhaftieren. Ähnlich wie Erdogan werden hier Instrumente genutzt, denen sich ein Bürger, der keinen nennenswerten gesetzlichen Status besitzt, nicht widersetzen kann. Ein Machtmissbrauch, der aufgrund dessen von anderen, niveaugleichen Institutionen eingeschränkt werden muss. Eine Erzürnung oder eine tiefste Enttäuschung über derzeitige Machtmissbräuche seitens der EU lassen sich zwar schön in Zeitungen abdrucken, doch viel impressiver wären Taten, über die ein türkischer Journalist  für seine Zeitung schreiben und publizieren kann. Hoffentlich bald, ohne festgenommen zu werden.

 

Quellen:

http://www.welt.de/politik/ausland/article131363772/Der-Tag-an-dem-die-US-Polizei-mein-Feind-wurde.html

http://www.hna.de/kassel/stadt-kassel/ferguson-unruhen-hna-reporter-frank-herrmann-ueber-seine-festnahme-3791255.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkei-journalisten-und-opposition-beklagen-ende-der-meinungsfreiheit-a-1008500.html#ref=veeseoartikel

http://www.spiegel.de/politik/ausland/razzia-tuerkische-polizei-geht-gegen-guelen-anhaenger-vor-a-1008384.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkei-recep-tayyip-erdogan-weist-eu-kritik-zurueck-a-1008621.html#ref=veeseoartikel

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YouTube ist ihr Leben

geschrieben von in Internet1 Kommentar »

Egal in welchem Bereich des Lebens, immer findet man Menschen, die ihr Hobby zum Beruf machen. So ist es auch bei YouTube. Berufe werden gekündigt, das Studium abgebrochen – für das Erstellen und Hochladen von Videos. Diese können alles behandeln, die Möglichkeiten sind beinahe unbegrenzt. Doch wie verdient man überhaupt Geld mit YouTube, ist es wirklich so einfach und welche Nachteile bringt es mit sich?

Wer sich mit diesem Thema beschäftigt, stolpert unvermeidlich über den Namen „PewDiePie“, der mit über 32 Millionen Abonnenten der mit Abstand beliebteste YouTuber ist. Im März 2014 wurden seine Einnahmen auf circa $825,000 bis $8,47 Millionen (Quelle) geschätzt. Die Ungenauigkeit dieser Zahlen liegt daran, dass es keine offiziellen Angaben gibt, wie viel man eigentlich mit einem so genannten „Click“ verdient. Haupteinnahmequelle bei solchen Videos ist nämlich Werbung. Über „Google AdSense“, ein Programm, welches automatisch Werbung einfügt und somit für die Einnahmen zuständig ist, wird die Werbung zu Beginn, am Schluss und bei längeren Videos auch mittendrin abgespielt . Die Menge kann persönlich eingestellt werden. Es gilt die einfache Regel: je mehr Clicks ein Video hat, desto höher ist das Einkommen. Dabei wird von einem Betrag zwischen $0.60 und $5 pro Click ausgegangen. Eingeschränkt wird dies durch Nutzer, die mit Hilfe von AdBlock-Programmen Werbung vermeiden.

Wie erreiche ich also eine Zuschauerzahl, die mir die Möglichkeit eröffnet, mich zu verselbstständigen? In erster Linie geht es um ein unterhaltsames und innovatives Programm, das die Menschen anspricht. Entscheidend ist auch die gewählte Sprache, denn mit englischsprachigen Kanälen können wesentlich mehr Leute angesprochen werden, als beispielsweise mit deutschsprachigen. Außerdem herrscht immer eine gewisse Korrespondenz zwischen YouTubern. Unterschiedliche Kanäle veröffentlichen gemeinsame Videos, um sich gegenseitig zu promoten. Meist wird jeweils ein Video auf beiden Kanäle veröffentlicht, um die Zuschauer dazu zu bringen, auch dem vielleicht noch unbekannten Kanal einen Besuch abzustatten. Somit kann Neueinsteigern ausgeholfen werden, indem Profis diesen Videos eine positive Bewertung geben oder sie direkt weiterempfehlen beziehungsweise ein eigenes Video mit der Person aufnehmen.

Hat man erst einmal eine gewisse Abonnentenzahl erreicht, entwickelt sich eine hohe Erwartungshaltung. Zuschauer wollen unterhalten werden, aber nicht immer mit der selben Art Video. Gleichzeitig werden Innovation und ein „sich treu bleiben“ verlangt, was den YouTuber unter großen Druck stellt. Ein ähnliches Problem stellt das regelmäßige Hochladen dar. Es soll permanent geliefert werden, wobei selten Rücksicht auf Krankheit oder Urlaub genommen wird. Dies erhöht den Druck noch umso mehr. Je höher der Bekanntheitsgrad, desto öfter wird man auch auf der Straße erkannt. Fans wollen die Aufmerksamkeit des YouTubers erhaschen und bitten um Autogramme und Fotos. womit viele Menschen nicht umgehen können. Des Weiteren machen es einem die Bestimmungen der Plattform schwer. Urheberrechtsfragen treten regelmäßig auf und können letztlich sogar zur plötzlichen Sperrung des Kanals führen. Tritt dieser Fall ein, ist der Kanal unwiderbringlich gelöscht.

Schlussendlich beruht eine Karriere auf YouTube also auf großem Eigenrisiko. Ist man erfolgreich, lässt sich eine Menge Geld verdienen. Trotzdem muss man permanent als Vorbild agieren und hohen Aufwand betreiben, um die Zuschauer zufrieden zu stellen und mit dem erzeugten Druck umgehen zu können. Das alles funktioniert wiederum nur, wenn man es überhaupt zu einem einigermaßen hohen Bekanntheitsgrad schafft, was aufgrund der steigenden Anzahl von Videos und Kanälen sehr schwer ist. Wer diesen „Beruf“ also für ein Kinderspiel hält, irrt. All jenes begründet, warum die Arbeit auf YouTube meist nur ein Hobby oder ein unerreichbarer Traum bleibt.

 

 

Quellen:

http://www.businessinsider.com/richest-youtube-stars-2014-3?op=1

http://www.selbstaendig-im-netz.de/2014/07/07/geschaeftsmodelle/youtube-einnahmen-beispiele-und-wie-viele-videoaufrufe-noetig-sind/

http://www.unblocker.yt/magazin/mit-youtube-geld-verdienen

http://www.computerbild.de/artikel/cb-Ratgeber-Kurse-Internet-Mit-YouTube-Geld-verdienen-Tipps-Ratgeber-8732529.html

https://www.youtube.com/user/PewDiePie/about

 

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„But first, let me take a selfie!“ – Die Selbstdarstellung im Internet

geschrieben von in Internet, Medienkritik, Medienwandel1 Kommentar »

Olivia[1] hat einen Instagram – Account. In der Profilbeschreibung hat sie „Fashion, Lifestyle, Beauty and so much more“ als so etwas wie ihre übergeordneten Themen angegeben. Die meisten Bilder lassen den Otto – Normal – Menschen entweder rot vor Scham oder gelb vor Neid werden: Olivia räkelt sich in winzigen Bikinis in der Sonne („#instasun #instasummer #instatan #läuftbeimir“), zeigt ihre perfekt manikürten Glitzerkrallen („#nailart #fashion #cute #pink #loveit“), drückt ihrer französischen Bulldogge für das perfekte Selfie einen Kuss auf („#frenchbulldog #frenchie #baby #schatz #love #pet #dogsofinstagram“). Außerdem zeigt sie stolz ihre viel zu sorgsam angerichteten Frühstücksteller, die gefühlt aus einem halben Apfel bestehen („#foodporn #eatclean #traindirty #tastetherainbow“). Natürlich hat Olivia daraus ein kleines Kunstwerk gemacht: mal isst sie aus einer ausgehöhlten Kokosnuss eine kaum vorhandene Portion Obstsalat, mal hat sie eine halbe Banane und eine Kiwi in Form einer Palme zurechtgelegt. Olivia ist selbstredend immer top gestylt („#ootd #ootn #fashion“), sie trägt selbstverständlich nur Jeanshosen von Hollister[2] und co.. Außerdem hat sie einen Schminktisch, neben dessen Überfülle an Fläschchen und Tiegeln die Kosmetikabteilung einer Drogerie  fast beklagenswert leer zu sein scheint: Alle großen Marken sind vertreten, Olivia hat mehr Pinsel als eine Kosmetikerin mit langjähriger Berufserfahrung. Und das, obwohl andere Mädchen in ihrem Altern noch nichts von Primer[3], Foundation, Camouflage – Cream[4] oder Transluscent – Powder[5] gehört haben.Denn Olivia ist gerade einmal 14 Jahre alt, sieht dabei aber aus wie eine 25 – jährige, die täglich von einem Visagisten und einer Stylisten bearbeitet wird.

Neben Instagram und Facebook werden auch Plattformen wie Youtube zunehmend von einer Welle der übertriebenen Selbstdarstellung überrollt: Kinder, denen gestern erst der letzte Milchzahn ausgefallen zu sein scheint, zeigen der Welt, wie man das perfekte Smokey Eye für eine heiße Partynacht schminkt und reden darüber, wie lange sie auf dieses bestimmte gehypte Chanel – Produkt gespart haben. Achso, ist klar! Ich persönlich kann über diese vielfältigen Formen der Exzentrik einerseits schmunzeln, andererseits frage ich mich, was ich im Leben falsch mache: Vor meinem Zimmerfenster sehe ich statt Palmen und Sonne weit und breit nur grauen Himmel, meine Katze liegt auf der Fensterbank und will nichts von knuffigen Selfies mit mir wissen. Zum Frühstück hatte ich ein ziemlich unspektakuläres Müsli. Und wenn ich abends die viel geposteten „ootn“s (outfit of the night) bestehend aus Crop Top[6] (ja, dazu gibt es tatsächlich einen Eintrag bei Wikipedia), Highwaisted – Shorts und Cutout – Boots mit meinem (Jogginghose, Pulli, Brille, flauschige Kapuzenweste) vergleiche, wird mir wieder deutlich, wie langweilig mein Leben im Gegensatz ist und was ich alles verpasse (Ende der Ironie!). Wann hat das angefangen? Seit wann zeigen sich 14 – jährige Mädchen lieber in der Rolle der überschminkten Kosmetiktante als einfach nur 14 – jährige Mädchen zu sein, die gerade ihre mehr oder weniger ansehnlichen ersten Schminkversuche mit Mascara und Kajalstift machen? Seit wann glaubt jeder zweite, sich selbst in diesem Maße darstellen und präsentieren zu müssen?

Dazu bleibt zu sagen, dass das Internet die Selbstdarstellung sicherlich nicht erst erfunden hat. Es ist wohl so etwas wie ein natürlicher Trieb des Menschen, sich dem anderen immer im besten Licht zeigen zu wollen. Man wäre ja auch ziemlich doof, wenn man es anders herum machen würde. Wer will schon Bilder von sich selbst mit dem fiesen Pickel von letzter Woche auf der Stirn oder dem Stück Spinat zwischen den Schneidezähnen im Internet haben? Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Medien wie Youtube bieten so lediglich die nötige Plattform, die es Olivia und Millionen anderen Menschen möglich macht, nicht nur den Nachbarn oder den Freunden in Schule und Beruf die neue Michael Kors – Uhr zu zeigen, sondern gleich der ganzen virtuellen Community. Dabei sind diejenigen, die sich im Netz so perfekt inszenieren oft nicht anders als das typische Mädchen  von Nebenan: Auf ihren Profilen zeigen sie natürlich nur das, was ihnen an sich selbst und an ihrem Leben besonders gefällt. Den Rest erledigt der Filter. Man wird sie in den sozialen Netzwerken wohl eher selten ungeschminkt sehen, außer sie posten ein solches Selfie, um etwaige Kommentare über ihre natürliche Schönheit zu erhalten.

Ist man selbst in der Position, darüber zu entscheiden, was die Umwelt bzw. Mitmenschen von einem sehen, würde man es sicher genauso machen. Schließlich ist man sich bewusst, dass andere Personen die von einem selbst hochgeladenen Bilder sehen, liken, im besten Fall kommentieren. Darauf will man ja auch irgendwie hinaus. Ich nehme mich da nicht heraus. Statt dem grauen Nieselwetter vor meinem Fenster poste ich lieber das Bild vom letzten Strandurlaub. Denn wenn man die Wahl hat, dann zeigt wohl tatsächlich jeder der Welt sein Leben (und sein Gesicht) von der allseits bekannten Schokoladenseite. Vielleicht, um den Anderen neidisch zu machen, um anerkennende Blicke zu kassieren, um ein Lob oder ein Kompliment zu bekommen.

 

[1]Person frei erfunden

[2] „Modeunternehmen […], bietet Mode im Surfer-Stil an“ (Wikipedia)

 

[3] Produkt, das die Haut auf das Auftragen von Make-up vorbereitet und dessen Haltbarkeit verlängert

 

[4] Creme zum Abdecken von Hautunreinheiten und Augenschatten

[5] durchsichtiges Puder zum Mattieren der Haut

[6] bauchfreies Oberteil, http://en.wikipedia.org/wiki/Crop_top

 

Quellen:

http://instagram.com/

https://www.youtube.com/?hl=de&gl=DE (Stichwort: Get ready with me, Tutorial)

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#AlsIceBucketChallenge

geschrieben von in Allgemeines, Internet1 Kommentar »

Es war im Sommer 2014 wohl eines der Top-Themen in den Sozialen Netzwerken: Die ALS-Ice-Bucket-Challenge, eine Spendenaktion für die Erforschung und Bekämpfung der tödlich verlaufenden Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (abgekürzt ALS). Betroffene leiden unter Lähmungserscheinungen und fortschreitendem Muskelschwund. Nach der Diagnose sterben ca. 50% innerhalb der ersten drei Jahre an Atemlähmung.

Ins Leben gerufen wurde die Aktion von Corey Griffin, der tragischerweise bei einem Badeunfall in diesem Jahr verstorben ist. Weil sein Freund Pete Frates, ein ehemaliger Baseballstar in Amerika, selbst die Diagnose ALS erhielt, setzte er sich in der Öffentlichkeit intensiv für die Erforschung der Krankheit ein; wie man rückblickend feststellen kann, mit sehr großem Erfolg.

Die Regeln seiner Challenge sind wie folgt: Wer nominiert wurde, muss innerhalb von 24 Stunden ein Video veröffentlichen, in dem er sich einen Eimer eiskaltes Wasser über den Kopf schüttet und dabei mindestens drei weitere Personen dazu auffordert. Wird die Herausforderung abgelehnt, so muss der Nominierte an die ALS ASSOCIATION, eine gemeinnützige Organisation zur Finanzierung von ALS- Forschungsprogrammen, spenden.

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Challenge über die sozialen Netzwerke, vor allem über Facebook, Twitter und Instagram, zunächst nur in den Vereinigten Staaten, dann auch in Europa und einigen anderen Ländern. Etliche Prominente und einflussreiche Personen haben die Ice-Bucket-Challenge angenommen, an die ALS ASSOCIATION gespendet und mit ihrer Bekanntheit beziehungsweise ihrem Einfluss über die Social Media Kanäle schließlich Millionen Menschen auf mehreren Kontinenten erreicht.
In Amerika waren Teilnehmer zum Beispiel der ehemalige Präsident George W. Bush, Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, Microsoft-Gründer Bill Gates, Schauspieler David Backham und Sängerin Lady Gaga.
In Deutschland haben neben Sängerin Helene Fischer und Moderator Günther Jauch, auch die Schauspieler Til Schweiger und Matthias Schweighöfer, sowie viele Fußballer der deutschen Nationalmannschaft teilgenommen, um die Charity-Aktion zu unterstützen.

Die ALS ASSOCIATION verzeichnete schließlich im Zeitraum von Juli bis Ende August 2014 Spenden in einer Höhe von ca. 95 Millionen US-Dollar (ca. 77 Millionen Euro). Aber nicht nur diese amerikanische Organisation profitierte von der Ice-Bucket-Challenge, sondern auch deutsche Organisationen, wie zum Beispiel die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) und die ALS-Ambulanz der Charité in Berlin, die Aufmerksamkeit und große Spendensummen erhielten!

Zu guter Letzt sollte man sich bewusst machen, dass die Ice-Bucket-Challenge nur deswegen so große Resonanz erhalten hat, weil ihr Initiator, Corey Griffin, sie in den Sozialen Netzwerken platziert hatte. Dass diese Aktion im Endeffekt solch ein solch großer Erfolg wurde, damit hatte Griffin sicherlich nicht gerechnet- zeigt aber auf, welch unglaubliche Reichweite und welch Möglichkeiten die sozialen Netzwerke haben!

Quellen:
http://www.sueddeutsche.de/panorama/ice-bucket-challenge-was-sie-ueber-das-phaenomen-eiskuebel-wissen-muessen-1.2102571

http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article131415283/Miterfinder-der-Ice-Bucket-Challenge-gestorben.html

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/prominente-machen-bei-ice-bucket-challenge-mit-13107643.html

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Werbeparadies Youtube

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Am 10. November 2014 veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung einen Artikel über Schleichwerbung. Darin thematisierte sie die Veröffentlichung von Blogbeiträgen und Kommentaren auf Webseiten wie spiegel.de, focus.de, Spezialwebseiten und größeren Foren wie Youtube oder gutefrage.net, deren Inhalt Produktbewertungen von scheinbar ganz normalen Nutzern waren. Aber hinter den Empfehlungen steckten keine normalen Verbraucher, sondern Mitarbeiter von Firmen, die dafür bezahlt wurden, positiv über die Produkte ihrer Kunden zu berichten. Die Süddeutsche Zeitung bezeichnet dies bereits in der Überschrift als „Das Geschäft mit der gefälschten Meinung“, da in den bezahlten Beiträgen der Werbecharakter nicht ersichtlich ist.
Auch Nutzer der Internetplattform Youtube standen schon im Verdacht, Schleichwerbung zu betreiben. Pro Minute werden hier mehr als 100 Stunden Videomaterial hochgeladen.Mit der Produktion von Videos für die Plattform lässt sich Geld verdienen, wie Youtube selbst auf seiner eigenen Internetseite anpreist. Millionen ihrer Nutzer verdienen mit ihren Videos Geld, einige Tausende davon angeblich sogar sechsstellige Beträge.
Für Firmen bietet sich dabei die Möglichkeit, vor, während oder nach den Videos ihre Werbeclips einblenden zu lassen. Diese Möglichkeit der Werbung nennt sich „True View In-Stream“. Bereits ab einigen hundert Klicks pro Video kann der Besitzer des Youtube-Kanals sein Video monetarisieren, das heißt, er kann Werbung schalten lassen und somit Geld verdienen. Dies lohnt sich aber für die Nutzer kaum noch, da sie von ihren Einnahmen auch Teile an Youtube oder Netzwerke, in denen sich Youtuber zusammengeschlossen haben, abgeben müssen. Eine andere Möglichkeit sind daher Produkt-Placements, da Youtube hieran bisher nichts verdient.
Auch die Plattform selbst geht auf diesen Unterpunkt in ihren „Grundlagen der Monetarisierung“ ihrer Videos ein: „Bezahlte Produkt-Placements sind Teile von Videos, die speziell für einen Sponsor erstellt wurden und bei denen die Marke, die Botschaft oder das Produkt dieses Sponsors direkt in das Video integriert ist. Ein typisches Beispiel eines bezahlten Produkt-Placements ist, wenn ein Händler einen Partner für die ausdrückliche Erwähnung seines Produkts oder seiner Marke im redaktionellen Teil des Videos bezahlt.“, so die Definition der Internetplattform. Anschließend wird auch darum gebeten, Youtube mithilfe des Klicks auf ein kleines Kontrollkästchen über das Produkt-Placement zu informieren, was aber bisher keine weiteren Folgen für den Nutzer hat. Auf die Frage, ob noch andere Informationen über die Produktwerbung erhalten müssen, gibt Youtube allerdings keine klare Antwort, verweist nur auf geltende lokale Vorschriften, über die sich der Nutzer selbst informieren soll.
Der Direktor der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen Dr Jürgen Brautmeier sagte im April 2014 in einem Beitrag des Medienmagazin Zapp bezüglich der dadurch häufig auftretenden Schleichwerbung auf Youtube, dass eine eindeutige Kaufaufforderung  sowie die Bezahlung für die Produktempfehlung, die nicht kenntlich gemacht wird, Indizien für Schleichwerbung sind.  Desweiteren gibt es das Trennungsgebot, das besagt, dass redaktionelle und werbliche Inhalte klar voneinander getrennt werden müssen. Häufig findet man Angaben zu Kooperationen in der Infobox unter dem Video, was aber laut einer Fachanwältin für Medienrecht nicht ausreichend ist. Der Direktor der Landesmedienanstalt Baden-Württemberg Thomas Langheinrich gibt außerdem gegenüber Zapp noch zu bedenken, dass es auch Unmengen an Videos gibt, die demnach kontrolliert werden müssten. Bußgeldverfahren sind daher eine Seltenheit. Dr Jürgen Brautmeier weist auch darauf hin, dass eine gemeinsame Zuständigkeit der Medienanstalten erforderlich ist, um eine Einheitlichkeit im Umgang mit Fällen der Schleichwerbung auf beispielsweise Plattformen wie Youtube zu gewährleisten.
Bisher kam es bereits zu einer Bewegung unter den Youtubern selbst, die sich nun als #Angeber bezeichnen und ihre Produktplatzierungen deutlich kennzeichnen wollen. Auch Vermarkter wie Mediakraft, bei denen viele große Youtuber unter Vertrag sind, wollen Produktplatzierungen in Zukunft kenntlicher machen.

Quellen:
http://www.sueddeutsche.de/digital/heimliche-werbung-im-internet-das-geschaeft-mit-der-gefaelschten-meinung-1.2211777
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/youtube-stars-y-titty-vorwurf-der-illegalen-schleichwerbung-a-960805.html
https://www.youtube.com/yt/press/de/statistics.html
https://www.youtube.com/yt/advertise/de/why-it-works.html
https://support.google.com/youtube/answer/154235?hl=de
http://www.ardmediathek.de/tv/Zapp/WebTV-Productplacement-auf-YouTube/NDR-Fernsehen/Video?documentId=20557614&bcastId=3714742
http://www.wuv.de/digital/angeber_youtube_blogger_starten_kampagne_gegen_schleichwerbung
http://www.sueddeutsche.de/news/wirtschaft/internet-umstrittene-schleichwerbung-in-den-clips-der-youtube-stars-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-140508-99-02640
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Wie die Medien zitieren

geschrieben von in Medienkritik, Medienwandel, QualitätKommentare deaktiviert für Wie die Medien zitieren

Bin gerade im graphitti-blog auf eine schöne Grafik gestoßen, die recht gut wiedergibt, wie in den Massenmedien mit Internetquellen umgegangen wird.

OK. Das ganze ist nicht ganz ernst gemeint. Und  Quellenangaben in Medien mit Quellenangaben beim wissenschaftlichen Arbeiten zu vergleichen hinkt auch ein bisschen. Aber tendenziell trifft das Ganze einen wahren Kern. Denn die Quellen Youtube oder Internet sind ungefähr so aussagekräftig, als würde man schreiben „Quelle:  Öffentlichkeit“, „Quelle: Zeitung“ oder ähnliches.  Vermutlich dienen die Quellengaben „Internet“ oder „youtube“ auch eher dazu, zu unterstreichen, dass man sich nicht der Authentizität verpflichtet.  Ich persönlich fände ja, dass es nicht nur weniger lächerlich wirken würde eine richtige Quelle anzugeben, sondern dem Rezipient auch eine Möglichkeit geben würde, sich selber ein Bild von der Gesamtquelle zu machen

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Anonymous.

geschrieben von in Allgemeines, Internet, Internet und Politik, Medienkritik1 Kommentar »

Anonymous ist ein loser Zusammenschluss. Eine Gruppe, die in der Vergangenheit speziell durch ihr Hackerangriffe gegen Websites auf sich Aufmerksam gemacht hat. Bewaffnet mit Guy Fawkes Maske und Tastatur haben sie bereits rechtsextreme Seiten kurzzeitig lahmgelegt, den Menschen beim arabischen Frühling zu einer Internetverbindung verholfen und mehrfach gegen Scientology protestiert. Schnell wird klar, was ihr Ziel ist: eine freie Welt, in der Menschenrechte geachtet werden.

Trotzdem fällt es schwer die Ziele eindeutig zu formulieren, da Anonymous viele sind und nicht immer alle an den teils kriminellen Aktionen beteiligt sind. Ohne Zweifel haben sie aber einiges an Macht und nutzen diese vor allem durch „DDoS“-Angriffe (Distributed Denial of Service) auf andere Websites. Dabei wird die Seite so überlastet, dass von anderen Nutzern nicht mehr auf den Inhalt zugegriffen werden kann. Speziell bei wirtschaftlichen Unternehmen kann eine kurze Störung große monetäre Verluste einbringen.

Ein besonders interessantes Beispiel möchte ich an dieser Stelle herausgreifen und etwas näher beleuchten.

Wer hat es nicht schoneinmal erlebt? Man surft gemütlich auf youtube, klickt ein Video an und wird zu dem wohlbekannten, herzallerliebsten Schild weitergeleitet. Danke, GEMA! Die sogenannte Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte hat es dadurch nicht leicht. Das Öffentlichkeitsimage ist nach einer scheinbar endlosen Diskussion mit Yotube über Urheberrechte stark angekratzt und letztlich wurde die Hauptseite www.gema.de auch noch von Anonymus angegriffen. Dort konnten die Besucher nun folgenden parodisierenden Text lesen:

„Leider ist diese Seite (nicht nur) in Deutschland nicht verfügbar, da sie auf ein Unternehmen verweisen könnte, für das Anonymous die erforderlichen Freiheitsrechte nicht eingeräumt hat.“

Ein schwerer Schlag für das Unternehmen. Die Message von Anonymous hingegen ist klar: Sie treten für die vermeintliche Grundidee des Internets ein: freier Content für alle und Kampf gegen eine zunehmende Kommerzialisierung. Außerdem sehen sie sich auf Seiten der Künstler stehend. Youtube sei, so in einer Stellungsnahme zur GEMA, eine kostenlose Promotionsplattform, die es Künstlern ermöglicht in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden und den Plattenfirmen so mehr hilft als schadet. Für die User haben Anonymous ein Programm zur Verfügung gestellt, das jedem ermöglicht auch gesperrte Videos anzusehen.

Anonymous sind also ein wichtiges Glied in der Kette, wenn man sich die Strukturen des Internets anschaut. Welche (kriminellen) Hackerangriffe Sie uns in Zukunft bescheren werden bleibt spannend.

 

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Taz: Vom Kollektiv lahmgelegt: http://www.taz.de/!70239/

Hamburger Abendblatt: Anoymoushacker legen erneut GEMA Seite lahm: http://www.abendblatt.de/kultur-live/tv-und-medien/article2000018/Anonymous-Hacker-legen-erneut-Gema-Seite-lahm.html

Anonymous: Stellungnahme zur GEMA: http://www.yo.utube.com/watch?v=g-qFLX26-O8

Chip: Youtube-Proxy: http://www.chip.de/webapps/YouTube-Proxy_40712525.html

Zdf_neo: Wild Germany zum Thema Hacker: http://www.yo.utube.com/watch?v=OLV1JMONOHg

www.du-bist-anonymous.de: Demonstration gegen Scientology: http://bilder.du-bist-anonymous.de/main.php?cmd=imageview&var1=pic_3.jpg

Blockiermeldung auf Youtube: http://computer.t-online.de/b/47/21/46/32/id_47214632/tid_da/bei-vielen-youtube-videos-erhalten-deutsche-nutzer-eine-blockiermeldung-screenshot-t-online-.jpg

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Internethumor: Soziopathische Lamas und depressive Einhörner

geschrieben von in InternetKommentare deaktiviert für Internethumor: Soziopathische Lamas und depressive Einhörner

Es gibt zahlreiche Phänomene, die sich in rasanter Geschwindigkeit im Netz ausbreiten. Ganz oben auf der Liste neben der Websprache stehen Kultvideos und Bilder, meist mit humoristischen Inhalten.

Man kann feststellen, dass Humorarten stark an Medien gebunden sind. Der klassische Humor, meist durch Witze mit Pointe vertreten, findet sich eher in Zeitungen und Magazinen, während neue Medien wie das Internet eine andere Art von Sinnloshumor zu Tage gefördert hat. Sinnfreier Humor, was soll das sein? Diese Frage beantwortet man am besten, wenn man ein paar der berühmtesten Beispiele für sich sprechen lässt.

Im deutsprachigen Raum ist die Künstlergruppe Hgicht derzeit mit ihren 500.000 Klicks relativ populär. In ihren Texten spiegelt sich teils eine wirre Gesellschaftskritik, teils schlichter Kulturverfall.

ein polizist mit laserschwert, ja
mit diesem laserschwert schreibt er was auf.. ahh
ein polizist mit laserschwert
mit diesem laserschwert schreibt er was auf..

ein lächeln kommt vom herzen hoch, ja! ja
ein lächen von tuenchamun, ja! ja
ick bin tuenchamun, ja! ja
tut tut tut tut, ja! ja

Die Sendung Kulturzeit auf 3sat bezeichnet das, was hier vor sich geht als „unsubventionierte Tiefe des Trash“ und dadaistische Ausdrucksform. Andere Stimmen können mit dem bunten Mix aus komischen Gestalten und dröhnender Musik wenig anfangen.

Charlie the Unicorn, ein englisches Format, bringt es sogar auf fast 35 Millionen Klicks. In diesem Trickfilm geht es um die Reisen eines depressiven Einhorns durch eine seltsame Welt. Vom selben Macher ist auch Lamas mit Hüten, das sogar in mehere Sprachen und Dialekte wie Bayrisch und Schwäbisch übersetzt wurde und von zwei Lamas handelt, die über einen toten Menschen reden, der in der Ecke liegt. Inzwischen kann sogar Merchandise der beiden Kultvideos erworben werden.

Die taz deckt das Erfolgsgeheimnis des vermeintlich sinnlosen Internethumors in dem Artikel „Vorsicht vor soziopathischen Lamas“ auf. Die Videos bieten die Möglichkeit als gemeinsame Zitierstelle zu dienen. Die Gags können scheinbar unendlich oft in Alltagssituationen integriert werden um sie so ein wenig lustiger und weniger ernst zu gestalten. Der Macher der Videos, Jason Steele, antwortet auf die Frage wie er auf solche abstrusen Ideen kommt: „Ich schlafe einfach an meinem Arbeitsplatz ein, wache auf und BÄM, Borreliose.

Insgesamt kann man sagen, dass der Internethumor vielleicht eine kleine Gegenbewegung zum konservativ-konventionellen Humor ist und speziell durch seine betonte Sinnentleerung dem Rezipienten die Möglichkeit bietet alles in dem oft straff durchorganisierten Alltag für einen Moment liegen zu lassen.

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Videos: (Punkt nach yout bitte zum Ansehen löschen)

http://www.yout.ube.com/watch?v=qnEjFvu-Rsw

http://www.yout.ube.com/watch?v=hweknZwUhTI

http://www.yout.ube.com/watch?v=QFCSXr6qnv4

Textquellen:

http://www.taz.de/!63253/

http://www.cafepress.com/filmcow/1457783

http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/tips/148933/index.html

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Uni Trier jetzt bei google+

geschrieben von in Allgemeines, Medienkritik, Medienwandel, Weblogs, Zukunft des Internet3 Kommentare »

Dass das Internet in der heutigen Zeit bereits eine elementare Rolle im Alltagsleben eines großen Teils der Gesellschaft eingenommen hat und sich weiterhin auf dem Vormarsch befindet, wurde hier im Medienblog unlängst diskutiert. Die Vielfalt an Internetangeboten ist faszinierend und erschreckend zugleich, denn scheinbar am laufenden Band werden neue Ideen bzgl. der Internetpräsenz entwickelt und ausgearbeitet. Verständlich, dass verschiedene Organisationen – so möchte ich es an dieser Stelle nennen – die grundlegenden Muster anderer Anbieter übernehmen – das Paradebeispiel ist und bleibt facebook. Das Prinzip ist einfach und (welt-)weit verbreitet: Eine Plattform wird erstellt und mit den unterschiedlichsten Funktionen zur Kommunikation und (Selbst-)Präsentation ausgestattet.

Wer erinnert sich nicht an die Zeiten, in denen das Internet in erster Linie ein Königreich für die Information war? Suchen und finden – erstellen und abrufen – hinnehmen und hinterfragen. Alles schien möglich. Sehr populär wurde in dieser Zeit die allseits bekannte Suchmaschine Google, deren Einfluss auf das alltägliche Leben bald so groß wurde, dass für sie eigene Redewendungen erfunden wurden („Die Welt ist eine Google.“) und sie sogar einen Eintrag mindestens in der 25. Auflage (2011) des Duden bekam. In der Zwischenzeit hat sich bei Google einiges getan.

Von der reinen Suchmaschine für Informationen in reiner Textform wurde sie zu einer regelrechten Institution, was die Sammlung von Informationen angeht. Dies klingt zunächst danach, als habe sich nicht viel verändert. Doch es ist die Art und Weise wie Google mittlerweile vorgeht. Für GoogleMaps und GoogleStreetview fahren regelmäßig mit Kameras und Messgeräten ausge-stattete Fahrzeuge durch die Städte der Welt und archivieren eine globale Momentaufnahme, die stetig aktualisiert werden soll. Die großen Debatten über den fehlenden Datenschutz und den Eingriff in die Privatsphäre des Menschen sind noch nicht in Vergessenheit geraten. Bezüglich des mangelnden Datenschutzes sei die Übernahme von z.B. der Videoplattform youtube kurz erwähnt. Seit geraumer Zeit wurden youtube- und Google-Konten ohne Vorwarnung verknüpft und sind fortan nicht mehr einzeln zugänglich. So bleibt youtube-Nutzern mit eigenem Konto der Zugriff auf selbiges verwehrt, wenn kein Google-Konto vorhanden ist. Zwar soll es eine Art Hintertür geben, über die man das youtube-Konto auflösen kann, wenn man sich ggf. kein Google-Konto zulegen möchte, doch um die betreffende Seite zu erreichen, muss man sich erst einmal per Google-Zugangsdaten einloggen. Das macht stutzig, ist diese Vorgehensweise doch mehr als suspekt. Der Nutzen dieses Zusammenschlusses: mehr Daten, die gespeichert werden können, u.a. über das Konsumverhalten im Bereich des umfangreichen Videoangebots.

Lange Rede, kurzer Sinn: es hat sich viel verändert bei Google. Gerade heute wurde ich mit einer weiteren Funktion der Suchmaschine bekannt gemacht: Google+. Obwohl ich selbst aktiv und relativ begeistert das Internet nutze und mich durchaus regelmäßig über Neuerungen informiere, ist mir diese Einrichtung bisher fremd gewesen. Google+ wid als Social Media Plattform bezeichnet und funktioniert letzten Endes wie facebook und Konsorten. Klickt man sich auf der Startseite von Google umständlich zu den näheren Informationen zu Google+ durch und macht sich die Mühe, die sibene kurzen Infotexte zu den Funktionen von Google+ durchzulesen, stößt man auf Aussagen wie folgende:

„Interaktion mit Personen im Web ähnlich wie im richtigen Leben“ und „genau wie im richtigen Leben“ (man bemerke die implizit angesetzte Steigerung) (Rubrik auf einen Blick & Circles),

„erschaffen Sie neue Zivilisationen“ (Rubrik Spiele),

„Ab heute laden sich Ihre Fotos ganz von selbst hoch.“ (Rubrik Fotos, Sofort-Upload).

Google goes facebook! Schon wieder wird eine virtuelle Welt erschaffen, in der jeder mit jedem kommunizieren kann. Schön und gut, doch was sollen wir von den besagten „neuen Zivilisationen“ halten und davon, dass sich Fotos fortan scheinbar selbstständig ins Internet hochladen? Wie dies genau funktioniert, erfährt man nämlich auf dieser kurzen Infoseite nicht. Dafür müsste man sich durch die unzähligen weiteren Übersichten kämpfen, die Google über andere Links zur Verfügung stellt. Ich hatte leider recht schnell den Überblick darüber verloren, wo auf dieser Website ich mich eigentlich gerade befand.

Trotz allem bietet diese neue Plattform eine weitere Form der Informationspräsentation. Zwar lässt sich so ohne Weiteres kein Überblick über die Mitgliederzahlen finden, doch dieses Format existiert schließlich nur, wenn es ausreichend genutzt wird. Dass diese Nutzung nicht auf Privatpersonen beschränkt ist, erfuhr ich heute durch eine Mitteilung der Universität Trier: „Seit letzter Woche ist Google+, die Social Media Plattform von Google, auch für Firmen und Organisationen verfügbar.“ – und weiter heißt es: „Auch die Universität Trier ist dort mit einer Seite vertreten.“

Ich muss sagen, diese Nachricht hat mich doch sehr überrascht. Wusste ich doch bis heute gar nicht, dass es so etwas wie Google+ gibt, erfahre ich in unmittelbarem Zusammenhang, dass sich sogar zahlreiche Universitäten bereits in dieses Programm intergriert haben. Sucht man über Google+ mit den Stichworten „Universität“ bzw. „University“, erfolgt eine Auflistung aller teilnehmenden Hochschulen. Wenn man nun bedenkt, dass Google+ wohl überhaupt erst seit vergangener Woche die Eintragung für Firmen und Organisationen anbietet, ist die rege Teilnahme erstaunlich.

Im 21. Jahrhundert scheint sich ein nicht zu verkennender Teil der Gesellschaft auf soziale Plattformen und Netzwerke, sowie das Internet im Allgemeinen zu übertragen. Dass auf diese Weise neue Kontakte geknüpft, alte Kontakte erhalten und überhaupt die globale Vernetzung (zumindest in Bezug auf die Industrienationen) vorangetrieben wird, möchte ich nicht in Frage stellen. Kritisch hervorzuheben ist hingegen erneut die Frage nach Privatsphäre, Selbstbestimmung und Datenschutz:

„Google speichert Informationen über Ihre Aktivitäten, z. B. welche Beiträge Sie posten und mit welchen Nutzern Sie kommunizieren, um die Google-Dienste für Sie und andere zu verbessern.

Wir erfassen möglicherweise auch Informationen von anderen Nutzern über Sie, z. B. wenn jemand Sie zu einem Kreis hinzufügt oder Sie in einem Foto taggt. Manche Nutzer veröffentlichen möglicherweise Informationen über Sie, z. B. Ihren Profilnamen und Ihr Profilfoto in ihrem Google-Profil in einer Liste von Personen, die sie zu ihren Kreisen hinzugefügt haben.“ (Google+ -Datenschutzbestimmungen zur Erfassung und Verwendung von Informationen).

Die Welt ist also eine Google – auf dass sie uns nicht irgendwann überrollen mag.

 

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http://www.uni-trier.de/index.php?id=20500&tx_urtmaildigest_pi1%5Bcmd%5D=showMail&tx_urtmaildigest_pi1%5Bmail%5D=6082

http://www.google.com/intl/de/+/policy/

http://www.google.com/intl/de/+/learnmore/

https://accounts.google.com/ServiceLogin?uilel=3&service=youtube&passive=true&continue=http%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fsignin%3Faction_handle_signin%3Dtrue%26nomobiletemp%3D1%26hl%3Dde_DE%26next%3D%252F&hl=de_DE&ltmpl=sso

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Musicals sind nicht mehr nur für Schwule!

geschrieben von in Allgemeines, Internet, Medien und Politik, Medienkritik, Qualität3 Kommentare »

Neil Patrick Harris (den Älteren bekannt als Gestapo Typ aus Starship Troopers und den Jüngeren bekannt aus How I Met Your Mother) hat die Tony Awards (sowas wie Oscars für Musicals) mit einer Musical Nummer eröffnet und attestiert darin, Musicals seien nicht mehr nur etwas für Schwule.

watch?v=-6S5caRGpK4&feature=player_embedded (Eigentlich sollte hier so ganz web2.0ig das video stehen; klappt aber nicht mit dem einbetten, schade)

Aus gegebenem Anlass dazu mein Kommentar:
Musical sind das Schwulenklischee Nummer eins, Heterosexualität gehört irgendwie nicht dazu. Schöne schwule Männer die Muscial besuchen, das ist okay. Aber Heterosexuelle? Das passt einfach nicht in das Schema Musical. Musicals entführen aus dem Alltag und alles was zählt ist die Parallelwelt, in die man entführt wird. Musicals sind Ablenkung vom Alltag, die schönste Nebensache der Welt. Es ist vollkommen okay, wenn diese kleine Welt politisch nicht korrekt ist, das Leben sonst ist es.

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YouTube und das Urheberrecht!

geschrieben von in Allgemeines1 Kommentar »

Nach dem Prozess Viacom gegen YouTube (Google), in dem es um die massenhaften Urheberrechtsverletzungen im Videoportal geht. Streitfrage ist vor allem, ob der Erfolg von YouTube nicht größtenteils auf urheberechtlich geschützten  Videos beruht, dies soll nun durch eine Untersuchung der Nutzerdaten ermittelt werden. YouTube hat auf seine weise reagiert und so ist es nicht mehr möglich Videos unmoderiert hochzuladen. Ein erster Schritt Richtung Urheberrechtsschutz.

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Summerfreeze – Mewinale 08

geschrieben von in Allgemeines, Zukunft des Internet3 Kommentare »

Flirrende Hitze und erfrischende Abwechslung treffen zur SommerMewinale’08, am Donnerstag, den 3. Juli,
in der produktion am dom in Trier zusammen.

Einen Vorgeschmack auf die Party gibt unser Trailer:

Und wer wissen will, was wir dieses Mal alles zu bieten haben sollte noch schnell auf der Mewinale Homepage vorbei schauen, um zu sehen, was wir alles zu beiten haben.

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Britney Spears absolviert Gastauftritt in US-Soap

geschrieben von in Fernsehen, Medienkritik2 Kommentare »

Diesem Blog mangelt es in letzter Zeit an sinnvollen Beiträgen über Britney Spears. Damit dies nicht so bleibt und endlich mal ein Britney Spears Thema ans Licht kommt, dass nichts mit ihrem Privatleben, sondern mit Medien zu tun hat, sei diese Meldung verbreitet:

Wie es in der Blogosphäre und bei spiegel.de heißt, hat Madam Spears einen Gasauftritt in der amerikanischen Soap „How I Met Your Mother“ absolviert und damit die Zuschauerzahlen in die Höhe schnellen lassen. Wer gebannt vor dem Fernsehschirm saß und auf einen neuen Skandal wartete, wurde enttäuscht. Statt dessen absolvierte die Sängerin anscheinend einen sicheren Auftritt.

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Al-Dschasira richtet eigene You-Tube Portal ein

geschrieben von in Allgemeines, Fernsehen, Internet, Internet und Politik, Medienwandel3 Kommentare »

Der arabische Nachrichtensender al-Dschasira, der mit al-Dschasira international seit nun fünf Monaten auch ein Programm in Englischer Sprache sendet, verfügt nun auch über ein eigenes You-Tube Portal. Zuvor waren bereits von Privatpersonen hochgeladene Videos des nicht unumstrittenen Fernsehsenders bei You-Tube zu sehen. Den Schritt You-Tube zur Verbreitung des eigenen Programms zu nutzen, taten zuvor bereits Sender wie BBCWorldwide oder CBS.

Der Geschäftsführer von Al Jazeera English Nigel Parsons sieht in dem eigenen You-Tube Kanal seines Senders eine Chance, eine Plattform zu etablieren das eigene Publikum zu erreichen und neue Zuschauer zu gewinnen.

You-Tube selbst erklärte, dass das der eigene Channel Al-Dschasiras nicht bedeute, dass das Unternehmen die Inhalte befürworte. Bislang hat Al-Dschasira International Publikum in Europa, Australien, Teilen Asiens und sogar in Israel gewinnen können. Der Sender wird jedoch nicht von großen Satelliten- oder Kabelanbieter in den USA geführt, wohl auch, weil dieser dort noch das Image eines ?Terrorsender? hat.

Diese Einschätzung teilt wohl auch ein Teil der deutschen Bevölkerung. Bei einer Umfrage des deutschen Internetportals Web.de gaben von über 2000 Teilnehmern einer Umfrage 41% an Al-Dschasira auf You-Tube sei gefährlich (32% sagten wichtig, 27% war es egal).

Quellen:

spiegel.de

web.de

Links zum Thema:

Al-Dschasira bei You-Tube

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