Jul01
Seit dem David Montgomery die Berliner Zeitung 2005 übernommen hat droht diese unterzugehen. Montgomery spart an jeder Ecke und gefährdet somit das Bestehen der Berliner Zeitung. Letzten Montag wurde bekannt, dass weitere vierzig Stellen in der Redaktion wegfallen sollen. Montgomery spart, um noch mehr Geld zu verdienen und ruiniert dadurch die Qualität der Zeitung. ?Es ist eine Entscheidung, eine schlechtere, anspruchslose Zeitung zu machen?, sagt Thomas Rogalla, Vorsitzender des Redaktionsausschusses. Weniger Mitarbeiter, weniger Zeit, schlechtere Artikel. Kein Wunder, wenn die übrig gebliebenen Mitarbeiter zum Multi- tasking-arbeiten gezwungen werden. Da macht das Arbeiten keinen Spass mehr! Die Folge: Viele Mitarbeiter sind freiwillig gegangen und die, die noch da sind haben Angst gefeuert zu werden und nichts Neues zu finden. Das Arbeitsklima ist schon längst zerstört und laut Aussage eines Redakteurs möchte auch kaum noch jemand bleiben. Um den Druck ein wenig abzubauen protestierte die Redaktion bei der Verlagsleitung und hatte einen kleinen Erfolg. Vier Stellen wurden neu besetzt. Doch ihr eigentliches Problem ist der Chefredakteur und Verlagsgeschäftsführer Josef Depenbrock. Depenbrock könne die Interessen der Redaktion nicht repräsentieren, wenn er Zugleich für die Einsparungen verantwortlich sei, sagen die Mitarbeiter. Depenbrock scheint Montogmery blind zu folgen. Diese Diskrepanz veranlasste die Mitarbeiter Depenbrock zum Rücktirtt aufzufordern. Seine Antwort: Er brauche das Vertrauen der Redaktion nicht, und machte weiter. Die Konsequenz folgte, indem die Radaktion Klage beim Berliner Amtsgericht gegen ihn einreichte. Die Doppelfunktion verletze die Vereinbarung im erkämpften Redaktionsstatut. Die Verhandlung wird vorraussichtlich am Mittwoch stattfinden. Was wird nun aus der Berliner Zeitung? Das Image ist angekratzt und die Qualität sinkt aufgrund der oben genannten Tatsachen. Schade, dass eine Zeitung durch unfähige und geldgieriege Leute so zerstört werden kann. Dabei ist es die Qualität die zählt und wenn die stimmt macht man bestimmt mehr Geld, als mit Einsparungen. Doch leider ist diese Geizmentalität auch in anderen Berufsfeldern zu beobachten, doch dachte ich nicht, dass auch Zeitungen so schwer davon betroffen sind.
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