ALLES sehen, ALLES teilen, ALLES wissen – das nun auch in Echtzeit

geschrieben von in Internet, Internet und PolitikKommentare deaktiviert für ALLES sehen, ALLES teilen, ALLES wissen – das nun auch in Echtzeit

“Facebook Live”, dass wird neuen Schwung und noch mehr Leben auf die blau-weißen, virtuellen Seiten bringen, verspricht sich Gründer Mark Zuckerberg von seiner neuen App. Mit dieser können Mitglieder der Onlinecommunity mit ihrem Smartphone einen Livestream teilen und auch für die Nachwelt festhalten.
facebook-live-logo2-1920
Facebook ist nicht nur ein Konzerngigant der Neuzeit, nein das Netzwerk hat sich mittlerweile auch stark in das soziale Gefüge unserer Gesellschaft eingewebt. Dies zeigt sich unter Anderem in sofern, dass 1.788 Millionen Menschen täglich die Seite weltweit aufsuchen und davon sind 21 Millionen Deutsche. Je mehr treue “User” existieren, desto stärker muss sich der Betreiber der Website Regularien überlegen, damit die Sicherheit für den Nutzer weiterhin gewährleistet werden kann (sofern man den momentanen Zustand auf den Seiten als sicher bezeichnen darf).

Stillstand darf sich jedoch niemand erlauben.Den kontinuierlich wachsenden Markt könnte man schon fast mit Darwins “Survival of the Fittest“ beschreiben, denn nur die Starken und die die sich stets neu erfinden, können im “Socialmediajungle” überleben.

Doch was es für Konsequenzen nach sich ziehen kann, wenn die 1,04Milliarden täglichen Nutzer 24/7 die Möglichkeit haben, ungefiltert aus ihrem Leben in Echtzeit in das World Wide Web zu streamen, zeigte sich nicht zuletzt durch den Vorfall am 13.06.2016. Dort wurden die, die zur rechten Zeit, den rechten Klick getätigt hatten, Teil eines absurden Szenarios, welches sich im Pariser Vorort Magnanville abspielte.

Der Täter namens Abballa filmte sich mit seinem Handy, nachdem er in die Wohnung eines Polizisten eingedrungen war und den Polizisten sowie seine Frau ermordet hatte. Die Frage, was er nur jetzt mit dem Sohn anstellen solle, fragte er sein Publikum, welches dank live Übertragung Teil des schrecklichen Geschehens wurde.

06-facebook-live-2-w600-h315-2x
Natürlich wurde das Video mittlerweile gelöscht und noch mehr Mitarbeiter darauf angesetzt die Lifestreams zu kontrollieren. Dennoch bleibt es weiterhin unmöglich jedes Foto, jeden Kommentar und nun auch noch jeden Stream so zu filtern, dass es nicht noch einmal zu so einem Vorfall kommen kann.

Facebook promotet die neue Applikation der Website stets weiter und investiert in Werbepartner, die die Erweiterung des Mediums der breiten Massen schmackhaft machen sollen.

Ob wir bald dem alten Klassenkameraden live bei seinem Dinner am Strand von Brisbane, der Cousine dritten Grades bei ihrem Bootsausflug in der Karibik oder dem alten Chef bei seinem Familien Picknick im Harz zugucken dürfen, wird sich wohl mit der Zeit zeigen.Ob man das wirklich braucht und möchte, ist eine andere Frage.

Zu hoffen ist nur, dass Attentäter wie Abballa durch “Facebook Live” keine neue Bühne für ihre kriminellen und brutalen Machenschaften gefunden haben.

 

Diona Bathily

 

Quellen

Die ersten offiziellen Facebook-Nutzerzahlen für das Jahr 2016

Offizielle Facebook Nutzerzahlen für Deutschland (Stand: Februar 2016)

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/facebook-livevideo-von-anschlag-in-frankreich-machtlos-gegen-gewalt-a-1097727.html

http://www.rp-online.de/digitales/smartphones/streaming-funktion-facebook-live-fuer-alle-user-freigeschaltet-aid-1.5883980

http://pixel.nymag.com/imgs/daily/following/2016/04/06/06-facebook-live-2.w600.h315.2x.jpg

http://behindthelenscap.nl/wp-content/uploads/2016/06/facebook-live-logo2-1920.jpg

Schlagwörter: , , , , ,

Legales oder illegales Streaming – Darf ich meinen Netflix Account teilen?

geschrieben von in Fernsehen, Internet, Zukunft des InternetKommentare deaktiviert für Legales oder illegales Streaming – Darf ich meinen Netflix Account teilen?

Für Film- und Serienbegeisterte in Deutschland und in 190 weiteren Ländern ist der amerikanische Video-on-Demand Anbieter Netflix einer der ersten Anlaufstellen, wenn es um das legale Online-Streaming geht. Mit seiner monatlichen Kündigungsfrist und der Möglichkeit auf 4 verschiedenen Geräten gleichzeitig zu schauen, ist es Netflix gelungen über 80 Millionen Abonnenten weltweit zu gewinnen. Besonders die Möglichkeit des gleichzeitig Schauens nutzen viele junge Menschen, um Geld zu sparen und sich einen Account zu teilen. Ob das sogenannte Account-Sharing in Deutschland jedoch legal ist oder nicht, ist auch heute noch nicht eindeutig geklärt.

Netflix bietet seinen Kunden die Möglichkeit unterschiedliche Abonnements abzuschließen. Es wird zwischen Basis, Standard und Premium unterschieden. Bei einem Premium Abonnement hat der Kunde die Möglichkeit auf vier Geräten gleichzeitig Filme und Serien zu schauen. Auch Netflix selbst bewirbt das Premium Abonnement damit, dass Familien den Account innerhalb eines Haushalts teilen können. Somit gibt es kein Verbot für das Teilen eines Accounts. Im Gegenteil, durch die Möglichkeit vier unterschiedliche Benutzer einrichten zu können wird das Account-Sharing sogar noch benutzerfreundlicher gestaltet.

In den Allgemeinen Nutzungsbedingungen ist jedoch der Hinweis gegeben: „Um die Kontrolle über das Konto zu bewahren und den Zugriff durch Unbefugte zu vermeiden […], sollte der Kontoinhaber das Passwort oder die Angaben zur gewählten Zahlungsmethode […] nicht mit Dritten teilen.“, was jedoch ein unvermeidliches Muss beim Account-Sharing ist, da es nur einen Benutzernamen und ein Passwort gibt. Hier ist deutlich zu erkennen, dass das Teilen des Accounts nicht im Sinne des Erfinders ist.

Ein direktes Verbot ist jedoch in den Allgemeinen Nutzungsbedingungen nicht zu finden, da der Kunde lediglich darauf hingewiesen wird, dass er seine Zugangsdaten nicht weitergeben soll, um die exklusive Kontrolle zu behalten, erklärt Rechtsanwalt Christian Solmecke. So befinden sich die Netflix Nutzer, die sich einen Account teilen, in einer „Grauzone“, da weder ein eindeutiges Verbot noch eine direkte Erlaubnis des Account-Sharing ausgesprochen ist.

 

Schlagwörter: , , ,

Erste deutsche Amazon Serie mit Matthias Schweighöfer

geschrieben von in Allgemeines, Fernsehen, InternetKommentare deaktiviert für Erste deutsche Amazon Serie mit Matthias Schweighöfer

Wanted-Mit-Matthias-Schweighoefer

Amazon startet 2017 mit „Wanted“ die erste eigenproduzierte deutsche Serie.  Matthias Schweighöfer spielt die Hauptrolle und führt gleichzeitig Regie/produziert.

In „Wanted“ geht es um Lukas Franke, der Opfer eines mysteriösen Hacker-Angriffs wird. Dadurch findet er sich im Zentrum von Ereignissen wieder, die sein privates Glück und seinen beruflichen Erfolg in Gefahr bringen

Das Projekt „würde mit einem Fernsehsender einfach nicht funktionieren“, sagt Schweighöfer. „Weil es auch ein sehr harter Stoff ist.'“ Das dürfe nicht von einem Redakteur redaktionell beschnitten werden. „Es wird definitiv mehr US-Thriller als Tatort“.

Damit kommt Amazon dem großen Konkurrenten Netflix zuvor, der seit dem Deutschlandstart 2014 von Plänen einer deutsche Serie spricht. „Wir sehen uns nach einer Sendung um, haben aber noch nicht das Richtige gefunden“, sagte Netflix-Chef Reed Hastings noch im Januar.

In den letzten Jahren kamen von den Streamingdiensten immer mehr Eigenproduktionen. Anfangs bedienten sie sich bei bereits vorhandenen Inhalten von TV-Sendern und wirkten entsprechend austauschbar. Inzwischen aber setzen Amazon und Netflix vermehrt auf exklusive Inhalte, die nur bei ihnen zu sehen sind. So wollen sie sich von einander abheben und die Abo-Gebühr rechtfertigen.

Mittlerweile sind die Eigenproduktion von Amazon und Netflix eine ernsthafte Konkurrenz zum Fernsehen geworden. Allein Netflix will dieses Jahr 31 Eigenproduktion filmen. Es wechseln sogar schon viele vom Kabelanbieter zur exklusiven Streamingnutzung, allein in Amerika haben letztes Jahr 1,3 Millionen Menschen ihren Kabelvertrag gekündigt um auf Streamingdienste umzusteigen. Auch qualitativ brauchen sich diese Produktionen nicht zu verstecken. Amazons „Transparent“ – die Geschichte eines Familienvaters, der sich als transsexuell outet – gewann als erste Produktion eines Streaming-Anbieters einen Golden Globe für die beste Serie.

Ein weiterer Vorteil der Streamingdienste ist die genaue Möglichkeit den Erfolg einer Serie zu messen. Wo sich TV-Sender auf Quoten, Zielgruppen-Forschung und Umfragen verlassen müssen, haben Amazon und Netflix den direkten Einblick ins Nutzerverhalten. „Wir wissen, wie oft welche Folge angesehen wurde, wann man wegschaltet, an welchem Punkt die Leute eine Serie aufgeben oder sich nicht mehr von ihr lösen können“, sagt Netflix-Produktchef Neil Hunt. Die Daten-Analyse werde neben dem unverzichtbaren Bauchgefühl auch bei Produktions-Entscheidungen berücksichtigt. „Wir sehen sofort, ob etwas erfolgreich ist“, sagt auch der Deutschland-Chef von Amazon Video, Christoph Schneider.

„Wanted“ soll ab 2017 bei Amazon zu sehen sein. Im Mai soll mit den Dreharbeiten begonnen werden, diese sollen vor allem in Berlin, München und New York stattfinden. Obwohl die Handlung der ersten Staffel abgeschlossen sein werde, sei auch eine Fortsetzung möglich. Amazon will die Serie zudem in anderen Ländern zeigen, sagte der Deutschland-Chef von Amazon Video, Christoph Schneider. „Ich glaube, dass Wanted durchaus auch international erfolgreich sein kann.“

Schlagwörter: ,

Netflix worldwide – Globales Internet-Fernsehen

geschrieben von in Allgemeines, Fernsehen, Internet, Medienwandel, Zukunft des Internet1 Kommentar »

Der Online-Streaming Dienst Netflix ist seit dem 6. Januar nun in 130 weiteren Ländern verfügbar. Bisher waren es 60 Länder. Somit agiert der ehemalige DVD-Verleiher frei nach dem Motto: „Netflix gibt es jetzt überall – fast.“ Denn mit China fehlt der größte Absatzmarkt mit 1,4 Milliarden Einwohnern. Auch auf der Krim, in Syrien und Nordkorea wird Netflix vorerst aufgrund von US-Sanktionen, denen amerikanische Unternehmen unterliegen, nicht verfügbar sein. In Indien dagegen schon. Bereits ein Fünftel der 1,3 Milliarden Einwohner ist online und der Breitbandausbau zieht massiv an, wodurch sich dieser Absatzmarkt als äußert lukrativ und zukunftsträchtig erweist.

Netflix wurde zunächst als Verleih bekannt, der DVDs in roten Briefumschlägen lieferte. Seit dem Börsengang 2002 boomt das Geschäft aber. Das zeigt auch die aktuelle Expansion, nach deren Bekanntgabe die Netflix-Aktie um ganze neun Prozent stieg. Ungefähr 70 Millionen Mitglieder nutzen den populären Streaming Dienst. Neben einer Vielzahl von bekannten Serien und Filmen, werden seit einiger Zeit auch kostenintensiv eigene Serien produziert, die mittlerweile zum Steckenpferd von Netflix geworden sind, wie zum Beispiel die Polit-Drama-Serie „House of Cards“.

Doch damit nicht genug: Reed Hastings, Gründer von Netflix, kündigte auf der Tech-Messe „CES“ in Las Vegas für 2016 31 neue Eigenproduktionen an, mit denen über 600 Stunden neues Material zur Verfügung gestellt werden. So können sich Fans von „Netflix & Chill“ bald über weitere Serien á la „Daredevil“ oder „Orange is the new black“ freuen.

Doch solche Erweiterungen und Fortschritte sind nötig. Netflix will in punkto Streaming das Fernsehen revolutionieren und hierzulande sitzen dem Unternehmen aus dem Silicon Valley zahlreiche Konkurrenten wie Amazon Instant Video oder Maxdome im Nacken, die ihr Angebot auch stetig erweitern..

Quellen: Spiegel Online, Meedia.de, Handelsblatt.com

Schlagwörter: ,

Für Nostalgiker

geschrieben von in InternetradioKommentare deaktiviert für Für Nostalgiker

Was früher noch von Schellack aus Grammophon und Transistor dudelte, hat Dank des 1920s Radio Network den Sprung ins digitale Zeitalter geschafft. Im zeitgemäßen Streamingverfahren kann der nostalgische Hörer vielleicht vergessenen, aber längst nicht verstaubten Klassikern der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts lauschen und das ganz ohne nerviges Frequenzsuchen. Hyperlink genügt.

Der Sender verfügt über eine mehr als 25.000 Lieder umfassenden Datenbank und bietet zudem Hintergrundinformationen zu vielen der 350 gespielten Künstler der Bigband- und Jazz-Ära an. Seit 2004 existiert der reine Onlineableger des 1995 gegründeten amerikanischen Lokalsenders WBDH der aus Chesapeake, Virginia sendet. Technik-Interessierte finden hier eine detaillierte Beschreibung der verwendeten Hardware, darunter auch ein 35KW Dieselmotor um auf eventuelle Stromausfälle reagieren zu können.

Fazit: Ein hörenswertes Alternativprogramm abseits von Charts und Popmainstream.

Schlagwörter: ,
Design übersetzt und angepasst von Christian Moeris, Christian Lehberger & Linda Manuel. Basierend auf dem Theme GlossyBlue von N.Design Studio.
Bild Radioskala: © Jürgen Acker / PIXELIO