Surfen statt Sprechen: Die steigende Sucht nach dem Smartphone

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Situationen, die wohl jedem Jugendlichen und jungen Erwachsenen bekannt vorkommen:

Bei einer Verabredung mit Freunden wird über alte Zeiten geplaudert oder neue Erfahrungen ausgetauscht. Man hat Spaß zusammen und fühlt sich unterhalten doch selbst im spannendsten Gespräch darf der Blick auf das Smartphone nicht fehlen. Denn das Gefühl, etwas zu verpassen, lässt einem keine Ruhe.

Dann ist es Zeit für das Essen. Doch egal wie groß der Hunger ist, er muss warten – schließlich muss zuerst der unberührte Teller fotografiert und das Bild bei Snapchat hochgeladen werden. Auf dem Heimweg lauert dann auch noch eine echte Gefahr: Wer im Laufen eine WhatsApp-Nachricht oder SMS schreibt, wird schnell ein Opfer von Straßenlaternen oder anderen Menschen, denn wer nur mit gesenktem Kopf auf sein Handy blickt ist in seiner Wahrnehmung eingeschränkt.

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Das Jugendwort des Jahres 2015 ,,Smombie‘‘, ein Kofferwort aus den Begriffen ,,Smartphone‘‘ und ,,Zombie‘‘  beschreibt dieses Phänomen. Es definiert Menschen, die durch den ständigen Blick auf ihr Smartphone so stark abgelenkt sind, dass sie ihre Umgebung kaum noch wahrnehmen.

Im Jahre 1992, als das erste ,,Smartphone‘‘ namens IBM Simon erschienen ist, hätten wohl viele nicht daran geglaubt, welche Dimensionen die Entwicklung dieses Gerätes 25 Jahre später angenommen haben würde. Damals konnte das Gerät im Vergleich zu den bereits länger vorhandenen Mobiltelefonen, die lediglich auf das Telefonieren und Versenden von Kurznachrichten spezialisiert waren, zusätzlich E-Mails und Faxe versenden und verfügte über einen Kalender sowie ein Adressbuch.

Mittlerweile ist das Smartphone unser ständiger Begleiter und neben der Aufgabe eines mobilen Telefons, ist es zugleich ein Stellvertreter für den Computer, den MP3-Player, die Spielekonsole, den Wecker, das Navigationsgerät, den Taschenrechner usw. geworden.

Mit der fortschreitenden Entwicklung sind aber auch der Konsum und das Suchtpotenzial des Gerätes gestiegen. Benutzten 2009 lediglich ca. 6,31 Millionen Menschen ein Smartphone, so ist die Zahl von 49 Millionen im Jahr 2016 erschreckend hoch. Vor allem Jugendliche oder junge Erwachsene sind in dieser Gruppe vertreten, denn mittlerweile besitzen die Mitglieder der Altersgruppe der 14-29 jährigen zu 95% ein Smartphone und sie verbringen durchschnittlich 3 Stunden täglich mit dem Gerät. Durch einen Selbsttest mit der App ,,Moment‘‘, welche die persönliche Smartphone Nutzung aufzeichnet und graphisch darstellt, kann ich diesen Durchschnittswert bestätigen und bin sehr überrascht, wie viel Zeit ich mit diesem kleinen Alleskönner verbringe.

Aber woran erkenne ich nun, ob die regelmäßige Nutzung zu einer Sucht geworden ist?

Hauptsächlich gelten die Vernachlässigung anderer Aufgaben wie Schule, Arbeit oder Hobby als erstes Erkennungsmerkmal. Zudem leidet die persönliche Kommunikation und der Weg des digitalen Austauschs wird zunehmend gewählt. Die virtuelle Welt nimmt das Leben der Betroffenen immer mehr ein und Freunde und Verwandtschaft verlieren an Bedeutung. Der Blick auf den Bildschirm wird zu einem dauerhaften Zwang und das kleine Gerät nimmt eine unnatürlich besondere Rolle für den Nutzer ein. Im Extremfall kann der Verlust des Smartphones, ein leerer Akku oder ein gestörter Empfang zu Stress, Ruhelosigkeit und sogar körperlichen Symptomen wie Schweißausbrüchen führen.

Tipp: Um eine Sucht zu vermeiden, sollte man sich daher des Öfteren eine Auszeit nehmen, das Smartphone ausschalten und die Stille genießen, die nicht durch ein ständiges klingeln und vibrieren gestört werden kann. Versucht’s aus!

Quellen:

http://www.pcwelt.de/ratgeber/Handy-Historie-Wie-alles-begann-Die-Geschichte-des-Smartphones-5882848.html

http://www.billiger-telefonieren.de/thema/smartphone-sucht/

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/198959/umfrage/anzahl-der-smartphonenutzer-in-deutschland-seit-2010/

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/459963/umfrage/anteil-der-smartphone-nutzer-in-deutschland-nach-altersgruppe/

https://de.wikipedia.org/wiki/Smombie

https://c.mobilegeeks.de/wp-content/uploads/2015/08/Smartphone-Zombies-1280×720.jpg

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Apps für gute Vorsätze

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Die ersten Tage des neuen Jahres sind vorbei und viele haben ihre gefassten guten Vorsätze für das neue Jahr schon wieder hinter sich gelassen. Egal ob man im neuen Jahr mehr Sport machen, mit den Rauchen aufhören oder mehr lernen wollte, bereits nach einigen Tagen ist schon wieder Schluss damit. Als Grund nennen viele, dass sie sich nicht ständig an die gefassten Vorsätze erinnern oder einfach der Weg zum Ziel zu fern scheint.

Doch damit ist jetzt Schluss!

Schließlich gibt es genügen Apps, die einem helfen möchten, die gewünschten Ziele zu erreichen und das Smartphone hat sowieso fast jeder ständig bei sich.

So gibt es beispielsweise den Nichtrauchercoach (IOS|Android).

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Bildquelle: GooglePlay

Diese kostenlose App für IOS und Android erlaubt es dem Nutzer, seine rauchfreie Zeit zu dokumentieren. In Übersichten kann man ablesen, wie lange man schon „Nichtraucher“ ist und wie viel Geld man so schon gespart hat. Auch kann man jeden rauchfreien Tag mit Schulnoten selbst bewerten. Zudem gibt die App jede Menge Hintergrundinformationen zum Thema Gesundheit und Rauchen.
Hat es bisher nicht geklappt, vom Nikotin wegzukommen, vielleicht geht’s ja diesmal mit der App.

 

 

 

 

 

 

Wer sportlicher und aktiver ins neue Jahr starten möchte, kann beispielsweiße auf allerlei Fitness-Apps zurückgreifen. Ob die App nun gegessene Kalorien zusammenrechnet, Trainingspläne vorschlägt oder einen sportlichen Tagesplan erstellt, in den App-Stores lassen sich jede Menge Anwendungen herunterladen.

Und auch sonst gibt es für fast jeden Vorsatz auch eine passende App.

Ob man mit Hilfe der Apps seine guten Vorsätze wirklich besser umsetzen kann oder nicht bleibt dahingestellt, vielleicht sollte man sich im neuen Jahr auch mal vornehmen, dass Smartphone öfter mal einfach liegen zu lassen!

Quellen: shz.de, chip.de

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Warum wir den „Flugmodus“ unseres Smartphones öfters nutzen sollten

geschrieben von in Allgemeines1 Kommentar »

Alle Smartphones besitzen heutzutage einen sogenannten Flugzeugmodus bzw offline-Modus, doch kaum einer benutz diese äußerst praktische Einstellung des Mobiltelefons. Dabei bietet ein einfacher Klick viele Vorteile: Von der Schonung des Handyakkus bis zu einem ruhigeren Schlaf.

 

Was ist der Flugzeugmodus?

Der Flugzeugmodus bzw offline-Modus ist ein Betriebsmodus auf dem Mobiltelefon mit welcher alle Funkverbindungen des Telefons ausgestellt werden. Das Smartphone bleibt dabei voll funktionsfähig, lediglich das Telefonieren, SMS-Schreiben und die Internetverbindung fallen dabei weg. Doch wer nicht auf seine WLAN Verbindung verzichten möchte, kann diese separat wieder aktivieren.

 

Vorteile vom offline Modus

Der Flugmodus bietet allerlei Vorteile und ist nicht nur als vorgeschriebener Modus in einem Flugzeug zu betrachten, auch im Alltag sollte man ihn mal einschalten.

Ein ziemlich simpler Grund den offline Modus zu wählen ist der Faktor des akkusparens. Durch die Deaktivierung aller Funksignale wird die Akkulaufzeit drastisch gesteigert.

Dadurch resultiert ein zweiter positiver Grund öfters auf den Flugmodus zu setzen: Keine Ablenkung mehr durch eintreffende Kurzmitteilungen oder Anrufe. Wer kennt es nicht, man versucht zu lernen und sich zu konzentrieren und schon leuchtet der Bildschirm des Handys auf und man hat eine Whats App Nachricht erhalten. Schon ist die Motivation sich auf seine Unterlagen zu konzentrieren verflogen, viel lieber antwortet man der Person und gerät in einen endlosen Kreislauf des Nichtstuns. Wäre es nicht praktisch, man könnte sein Telefon für einem Moment still legen und ist nicht zu erreichen? Das ist durch den offline-Modus in der Tat möglich, währenddessen bleiben Terminkalender und Notizen weiterhin verfügbar ohne dass störende Nachrichten aufpoppen.

Doch nicht nur die verlängerte Akkulaufzeit  ist vorteilhaft, auch die Sicherstellung keine unerwarteten Kosten im Urlaub zu erhalten sprechen für den offline-Modus. Fast jeder moderne Mensch hat heute eine mobile Internetverbindung, doch diese gilt lediglich für den deutschen Raum. Befindet man sich allerdings im Ausland kann es schnell zu einer Kostenfalle kommen, das Smartphone wählt sich automatisch ins Internet ein und die Rechnung trudelt tage später zu Hause ein. Stellt man allerdings das Mobiltelefon einfach in den offline-Modus bevor man Deutschland verlässt, kann man sicherstellen, dass das Handy keine Datenverbindung aufbaut und man keine unerwünschten Extrakosten hat.

Der allerwichtigste Punkt ist allerdings der effektivere Schlaf den man in der Nacht hat. Stellt man sein Handy vor dem Schlafengehen in den Flugmodus, resultiert daraus ein definitiv ruhigerer und entspannter Schlaf. Der Körper muss sich in der Nacht regenerieren, die vom Handy permanent ausgehenden hochfrequenten Strahlungen beeinflussen dabei den Körper drastisch. Die vom Smartphone ausgesendeten Impulse wirken sich unterbewusst auf unseren Organismus aus. Ob der Elektrosmog eine schädigende Langzeitwirkung auf unsere Gesundheit hat, konnte noch nicht ausreichend durch Studien belegt werden, allerdings kann es auch nicht abgestritten werden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass sich es sich definitiv lohnt das Smartphone einmal in den Flugzeugmodus zu versetzen und sei es nur in der Nacht. Wenigstens dann könnten wir alle mal unseren Kopf und unserem Körper eine Pause von dem ständigen online-Modus unserer Smartphone-Gesellschaft gönnen.

 

Bildquellen:

http://thumbs.dreamstime.com/t/flugzeugmodus-flugmodus-47013410.jpg

http://www.mydresscodes.de/wp-content/uploads/bild41.jpg

 

 

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shopkick – Die Shopping-App: Was steckt dahinter?

geschrieben von in Allgemeines1 Kommentar »

Eine App zum Shoppen:
Laut einer Statistik und der Website selbst ist shopkick die meistverwendete Shopping-App in den USA.

Monatliche Nutzungszeit pro Nutzer der führenden Shopping-Apps in den USA im Juni 2012 (in Minuten)

Monatliche Nutzungszeit pro Nutzer der führenden Shopping-Apps in den USA im Juni 2012 (in Minuten)

Seit gut einem Jahr genießt sie auch in Deutschland große Beliebtheit. Nach nur ein paar Monaten nach ihrem Start hierzulande ist shopkick mehr als eine Millionen Mal heruntergeladen worden.

Innerhalb nur eines Jahres konnte die App ihre Nutzerzahlen sogar auf 15 Millionen Nutzer weltweit verdoppeln.

Doch was kann diese App und welchen Mehrwert bietet sie Verbrauchern und Händlern?

Wie der Werbespot darstellt, bietet shopkick die Möglichkeit Bonuspunkte, die sogenannten „Kicks“ zu sammeln, welche dann später gegen Gutscheine, Prämien oder Downloads eingelöst werden können. Kicks bekommt der Nutzer alleine schon durch das Betreten einer Filiale oder auch, indem er bestimmte Produkte mit seinem Smartphone scannt.

Die App führt den Verbraucher direkt zum Produkt und ebnet den Verkaufsweg.

Sie ermittelt welche Produkte in Shops in der Nähe des Nutzers für diesen interessant sein könnten und stellt sie ihm vor. Wenn der Nutzer diese Shops tatsächlich betritt und sein Interesse an diesem vorgestellten Produkt demonstriert, wird er mit „Kicks“ belohnt.

Einer Erhebung des Marktforschungsinstitut Nielsen zufolge wird die Shopkick-App pro Monat sogar über zwei Stunden lang genutzt und stellt andere Apps wie „ebay“ und „amazon„ damit in den Schatten.

Für Einzelhändler bietet dies eine enorme Chance zur Ertragssteigerung, da die App die Besucherzahlen in den Läden erhöht und dem Kunden durch die Vorteile der Smartphone-Nutzung ein besseres Instore-Erlebnis bietet. Beim Scannen der Produkte in den Läden bekommt der Kunde weitere Produktinformationen angezeigt und kommt dadurch mit der Ware im Regal in direkten Kontakt. So haben 53 % aller Nutzer in Partnershops von shopkick ungeplante Käufe getätigt.

Partner in Deutschland
Shopkick arbeitet derzeit mit bekannten, etablierten Unternehmen wie Douglas, Media Markt, Staturn, Penny, Obi, Karstadt, Reno, Poco Domäne, Nestlé, Coca Cola, Henkel, gsk, Gravis und ProSiebenSat.3 zusammen.

Doch wie funktioniert die App?
Zunächst muss der Nutzer die App auf seinem Smartphone herunterladen und sich registrieren, indem er ein Benutzerkonto erstellt. Dazu werden personenbezogene Daten wie der Name, die E-Mail Adresse, die Mobilfunknummer und ein Passwort benötigt.
Um dem Kunden Produkte in seiner Nähe vorstellen zu können ermittelt shopkick die Standortdaten des Nutzers per GPS. Zudem werden Daten zum Verbraucherverhalten und zur Merchandising-Resonanz erfasst.

Wie sieht es aus mit Datenschutz?
Shopkick versichert auf seiner Homepage, dass die Daten ausschließlich dazu genutzt werden dem Nutzer „ein optimales shopkick-Erlebnis zu bieten“.
Doch sollte der Nutzer bedenken, dass shopkick, bei der Nutzung der App automatisch Informationen speichert, z.B. über das verwendete Endgerät (Gerätetyp, der Geräteerkennung und über „bestimmte Einstellungen“), über Angebote, die sich der Nutzer angesehen hat, verwendete Suchbegriffe sowie Datum und Zeit der Nutzung.
Shopkick arbeitet mit externen Dienstleister zusammen „z.B. für die Gewinnung aggregierter, nicht-personenbezogener Statistiken aus unseren Datenbanken“ und um den eigenen Service zu verbessern.

Wer shopkick nutzen möchte sollte abwägen, ob er bereit ist, seine persönlichen Daten, sowie seinen Standort und Informationen zu seinem Kaufverhalten gegen Prämien und Gutscheine einzutauschen.

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Für die Aussteiger der Always-on-Gesellschaft

geschrieben von in Allgemeines, Medienkritik, Medienwandel1 Kommentar »

Für die Aussteiger der Always-on-Gesellschaft

 

Mit 46% besitzt fast jeder zweite Deutsche heutzutage ein Smartphone. 81 Minuten verbringen wir laut der Mobile Monitor Studie 2014 täglich am Handy. E-Mails checken, mit Freunden chatten, schnell eine Runde Clash of Clans oder Quizduell zocken, nach dem Blick auf den mobilen Wetterbericht schon mal das Outfit für morgen per App planen – viele Bereiche unseres Lebens hat die ständige Verbindung zum Internet, unabhängig von Ort und Zeit, vereinfacht und (nicht nur) zum Positiven verändert.

Diesem Trend tritt die schweizerische Firma Punkt. entgegen: mit der Entwicklung des „MP01 Mobile Phone“ will Entwickler Jasper Morrison zurück zu den Wurzeln des Mobiltelefons. Die Features der „Innovation“ wirken im heutigen Alltag wie aus einer anderen Zeit: mit SMS versenden und telefonieren hat man sich bei der Entwicklung wirklich auf die nötigsten Funktionen beschränkt. Das Mobiltelefon besitzt kein Internet, kein Farbdisplay und auch keinen Touchscreen. Schwarz und schlicht verzichtet man auf jeden Schnickschnack, der ablenken könnte.

Kaum zu glauben, dass es sich bei diesem Mobiltelefon um eine 295 Euro teure Neuentwicklung handeln soll. (Quelle: t-online.de)

Kaum zu glauben, dass es sich bei diesem Mobiltelefon um eine 295 Euro teure Neuentwicklung handeln soll. (Quelle: t-online.de)

 

Das Handy soll wegführen von der gegenwärtigen Mentalität, 24 Stunden am Tag vernetzt zu sein, eine Entwicklung, die auch Probleme mit sich bringt. Vor allem Konzentrationsschwierigkeiten werden in Verbindung mit andauernder Nutzung von Smartphones hervorgerufen. Immer stärker kritisiert wird jedoch auch, dass soziale Kontakte vernachlässigt werden, weil vor allem Jugendliche sich lieber online aufhalten als sich abseits von der virtuellen Welt mit Freunden zu treffen.

Diese negativen Seiten der Handynutzung haben Schüler eines Ulmer Gymnasiums zu einer App inspiriert, die dem ständigen online-Sein entgegentreten soll. Bei „Sloffline“ soll es sich um eine Art Wettkampf handeln, bei dem der gewinnt, der am wenigsten das Handy nutzt. Die Entwicklung ist jedoch noch nicht abgeschlossen, und zurzeit werden noch Sponsoren gesucht. Die App ist also noch nicht verfügbar.

Das von verschiedenen Medien als „Anti-Smartphone“ betitelte Mobiltelefon von Punkt. dagegen soll pünktlich zum Weihnachtsgeschäft versendet werden. Wer jedoch gewillt sein soll, für ein technisch minimal ausgestattetes Gerät 295 Euro auszugeben, ist fraglich, da der Markt auch deutlich günstigere Alternativen zu bieten hat. Ebenso fraglich ist, ob ein solches Handy sich in der heutigen Gesellschaft durchsetzen kann, der das Internet und seine Vorteile so wichtig sind wie noch nie. Aber vielleicht ist es auch die Chance, einen neuen Trend zu setzen und darauf aufmerksam zu machen, sich vom World Wide Web abzukoppeln.

 

Quellen:

http://www.swr3.de/aktuell/nachrichten/Die-Anti-Smartphone-App-aus-Schwaben/-/id=47428/did=3578694/14f2uav/index.html

http://www.t-online.de/handy/smartphone/id_75772250/ohne-internet-und-apps-anti-smartphone-mp-01-kommt-aus-der-schweiz.html

https://www.punkt.ch/en/products/mp01-mobile-phone/

http://www.izmf.de/de/wann-wird-die-handynutzung-zum-problem

http://bam-interactive.de/die-mobile-zahl-der-woche-112014/

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Der Trend zu interaktiven App-Fernsehshows?

geschrieben von in Fernsehen, MedienwandelKommentare deaktiviert für Der Trend zu interaktiven App-Fernsehshows?

In letzter Zeit sehen wir immer wieder, wie Sender versuchen, die Zuschauer interaktiv in ihr Programm mit einzubeziehen. Man soll über das Smartphone für den Verbleib des Favoriten in der Casting-Show voten oder gegen die Kandidaten auf dem Bildschirm eine Denkaufgabe lösen.

Wenn die Zuschauer sowieso immer öfters parallel im Internet beschäftigt sind, kann man sie eventuell auch dazu bewegen aktiv im Geschehen der Sendung mitzuwirken. Besonders die Zielgruppe der 14-29 Jährigen wird von den Programmmachern ins Auge gefasst. Denn eben diese nutzen im Vergleich am Häufigsten einen „Second Screen“ während der Hauptsendezeit, auch wenn das Interesse beim Surfen dabei häufig nicht bei den im Fernsehen laufenden Inhalten liegt.

Das wird vermutlich auch der Anlass dafür gewesen sein, dass nicht nur die privaten Sender mit Musikshows wie „Rising Star“(RTL) oder „Keep Your Light Shining“(ProSieben), sondern eben auch die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten versuchen, das junge Publikum auf ihre Programme aufmerksam zu machen, es mit einzubeziehen und somit an die Sendung zu binden.

Die Realität sah und sieht aber leider ganz anders aus. Beide zuvor genannten Sendungen, bei welchen man für seinen Lieblingskandidaten per App abstimmen konnte, wurden im letzten Jahr aufgrund mangelnder Einschaltquoten abgesetzt. Im Gegensatz dazu möchte die ARD an ihrem Projekt „Quizduell“ festhalten.

Bereits im Mai letzten Jahres versuchte man die Zuschauer mithilfe der beliebten Smartphone-App zu einem Live-Quiz gegen Kandidaten im Studio zu bewegen. Doch immer wieder sind Überlastungen des Systems aufgetreten, die den reibungslosen Ablauf der Sendung gestört haben. Alternativ musste aus diesem Grund das Publikum im Studio statt der Zuschauer daheim ihre Antworten abgeben. Da die Einschaltquoten jedoch meist bei einem recht hohen Marktanteil zwischen 7 und 9% lagen, gibt man dem Projekt ab nächsten Montag eine neue Chance. Die Anwendung wurde verbessert und erneut veröffentlicht. Aber trotzdem lief bei der Generalprobe gestern Abend doch noch nicht alles rund. Zwar gab es dieses Mal keine Serverüberlastung, jedoch vereinzelt andere (technische) Bedienungsprobleme.

Das Interesse, sich via App mit Leuten in einer Sendung auf eine intellektuelle Weise zu messen, scheint bei den Zuschauern vorhanden zu sein. Falls die Fehler zum kommenden Montag behoben werden können, sieht es somit nicht schlecht für einen quotenreichen Neustart der Sendung aus. Und ist dies der Fall, werden vermutlich weitere Versuche folgen, Apps in Fernsehsendungen zu integrieren.

 

 

 

 

 

 

http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/index.php?id=438

http://www.tagesspiegel.de/medien/pannenshow-2-0-joerg-pilawas-quizduell-besteht-stresstest-nur-knapp/11292228.html

http://www.daserste.de/unterhaltung/quiz-show/quizduell/index.html

http://www.shz.de/nachrichten/deutschland-welt/netzwelt/jede-app-show-wird-zum-flop-id7564261.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Quizduell_%28Fernsehsendung%29

http://www.t-online.de/digital/id_72658658/ard-bringt-neue-quizduell-app-fuer-ios-und-android.html

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Mal kurz mit dem Smartphone ein paar Euro verdienen

geschrieben von in Allgemeines, Internet, Medienwandel, Zukunft des Internet1 Kommentar »

Wie genau soll das möglich sein?  Die Antwort lautet: Microjobbing-Apps. Hinter diesem Namen verbergen sich Applikationen, die einen kreuz und quer durch die Stadt jagen, immer auf der Suche nach neuen Missionen, die dem Nutzer dann wiederum Geld oder Punkte einbringen. „Die erhobenen Daten werden […] zu Marktforschungszwecken verwendet, dienen der Vervollständigung von Stadtportalen oder Gastronomie-Suchmaschinen.“

Berühmte Vertreter dieser Apps heißen zum Beispiel Streetspotr, AppJobber oder Metafoto.

Bei Streetspotr kann der User zum Beispiel Fotos von vorgegebenen Gebäuden, Schildern und  Werbetafeln schießen, Umfragen durchführen oder bestimmte Produkte in Geschäften, Bistros oder auch Cafés bewerten. So möchte der Getränkehersteller RedBull von den Nutzer wissen, „welche Kiosks oder Dönerläden seine Energy-Drinks verkaufen. Denn kleine Geschäfte beziehen die Dosen meist nicht per Direktvertrieb und sind bei Red Bull noch nicht als Kunden gelistet„. Vergütet werden diese Tätigkeiten dann entweder mit Punkten oder mit kleinen Geldbeträgen, die zwischen 1€ und 10€ liegen können. Die Punkte lassen den Nutzer dann in der Rangliste aufsteigen und schalten besser bezahlte Jobs in der Umgebung frei.

Die Apps AppJobber und Metafoto funktionieren im Grunde genommen genauso wie  Streetspotr, jedoch gibt es hier nur bezahlte Jobs und kein Punktesystem. Die Bezahlung liegt in der Regel zwischen 1€ und 5€, für den ein oder anderen „Spot“ kann es aber auch bis zu 10€ geben. Metafoto bietet seinen Usern zusätzlich noch zwei zeitlich unbefristete Missionen, bei denen Fotos aus der eigenen Stadt, dem Urlaub o.ä. hochgeladen werden können. Findet sich ein Kunde für die Fotos, wird der Nutzer informiert und die Fotos können an Verlage verkauft werden.

So schön sich dieses ganze Konzept anhört, hat es doch auch ein paar Schwächen. Oftmals ist es nämlich nicht klar, für wen genau man dort eigentlich Fotos macht, Beschreibungen verfasst oder einen Energydrink verkostet. Die fehlende Transparenz ist kein Beinbruch, jedoch würde man sich als Nutzer wahrscheinlich etwas sicherer fühlen, wenn man seinen genauen „Auftraggeber“ kennt. Hinzu kommt, dass die App zur Überprüfung der abgeschlossenen Missionen die ganze Zeit über die GPS-Daten der User aufzeichnet. Natürlich möchten die Damen und Herren hinter Streetspotr, AppJobber und Metafoto sichergehen, dass ihre Nutzer auch wirklich an besagter Location waren und dort die Aufgabe wie vorgegeben erfüllt haben. Aber müsste es nicht ausreichen, wenn der User nur an genau diesem Ort und während er die Aufgabe erledigt, sein GPS aktiviert?

Dass man mit den Apps nicht das große Geld machen kann, ist nicht verwunderlich bei der Vergütung, aber das ist auch gar nicht die Absicht. Die Unternehmen und Kunden der Appbetreiber wollen Geld sparen und natürlich kostet ein Nutzer, der kurz zu einem Restaurant marschiert, deren Speisekarte fotografiert und dafür ein paar Euro verdient, weniger als ein Mitarbeiter, der sich darum kümmern muss. Dazu kommt auch noch der Werbeaspekt. Die Nutzer sollten diese Apps als spaßigen Zeitvertreib sehen, der nebenbei ein wenig Geld einbringen kann.

Da sich schon jetzt Nutzer über die wenigen oder auch immer gleichen Jobs beschweren, bleibt es interessant, was die Zukunft bringt und ob bzw. wie lange sich das Konzept der Microjobbing-Apps hält.

 

Quellen:

http://www.sueddeutsche.de/geld/geld-verdienen-per-app-jobs-die-auf-der-strasse-liegen-1.1748335

http://www.androidpit.de/mikrojob-apps-streetspotr-appjobber-test

http://www.you-fm.de/index.jsp?rubrik=76271&key=standard_document_52798127

http://www.teltarif.de/metafoto-social-media-ios-android/news/56109.html

http://www.netzwelt.de/news/137601-metafoto-app-smartphone-fotos-geld-verdienen.html

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Eine personalisierte Zeitung für Papierliebhaber

geschrieben von in AllgemeinesKommentare deaktiviert für Eine personalisierte Zeitung für Papierliebhaber

In dem letzten halben Jahr, waren die Zeitungen vor allem durch ihr Sterben medial präsent. Als Gründe für dieses Zeitungssterben, werden vor allem die Digitalisierung und die damit einhergehende Unwirtschaftlichkeit, aber auch die immense Ausdifferenzierung seitens der Konsumenten, genannt. Die Idee der personalisierten Zeitung hat im Rahmen dieser Debatte auch an Wichtigkeit gewonnen. Diese wären jedoch in gedruckter Form eher undenkbar. Es sei denn, der Leser selbst übernimmt das Drucken.

Die Kreativagentur Berg, aus London, hat hierzu den sogenannten little printer auf den Markt gebracht. Es handelt sich dabei um einen winzigen Drucker, der wie folgt funktioniert: Der Nutzer selbst bestimmt,
mittels Cloud-Service und Smartphone, welche Informationen für ihn von Relevanz sind. Diese werden an den little printer gesendet, und hier in Format eines Kassenbons ausgegeben.

Im Rahmen des möglichen sind bisher Nachrichten von kooperierenden Medienpartnern, Rss-Feeds, Sudoku-Rätsel und Dinge die beispielsweise bei Facebook entnommen werden. Auch eine persönliche Agenda wie Notizen, To-Do-Listen oder Einkausfzettel können mit eingebunden werden.

Für diejenigen unter uns, die weder auf ihr Smartphone, noch auf den Charme von Papier verzichten wollen, ist dies natürlich ein großartiges Konsumgut. Zudem kommt der Drucker selbst in einem sehr adretten Erscheinungsbild daher, das den Nutzer, im wahrsten Sinne des Wortes, freundlich anlächelt. Dies schmälert leider den Preis von etwa 250€ kaum.

Quellen:

Dauerer, Verena (2012): Little Printer – Der Minidrucker, in:
http://www.page-online.de/emag/technik/artikel/little_printer_der_mini_drucker,
(Stand: 20.02.13)

http://bergcloud.com/littleprinter, (Stand: 20.02.13)

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