Republican National Convention – die Letzte

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Szenen vom Ausgang. Jeder nutzt das Ereignis für seinen Auftritt, die T-Shirt-Verkäufer…

der Buttonverkäufer…

…der McCain-Kitsch-Verkäufer …

… Demonstranten. Mal fit …

… mal gesprächig …

mal in der Pause.

Und immer dabei:

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Republican National Convention – die Dritte

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Das Trierer Medienblog ist schneller als Spiegel Online. John McCain wurde zum Kandidaten der kommenden Präsidentschaftswahl gekürt. Sarah Palin hat in ihrer Rede sich selbst ein bißchen auf die Schippe genommen („What’s the difference between a Pitbull and a hockey mom? Lipstick!“). Die Inszenierung dieser Show ist unheimlich – im Wortsinne – faszinierend. Es ist nach wie vor erschreckend mit welch einfachen politischen Ideen auf der Convention minutenlange Cheers zu erzielen sind. Auch als es darum ging, ob – wie von Obama gefordert und von den Republikanern kritisiert – angeklagten Terroristen ihre Rechte vorgelesen werden.

Deutlich aufs Korn genommen hat sie auch die Inszenierung der Obama-Rede in Denver, indem sie von den nun wieder ins Filmstudio zurückgeräumten griechischen Säulen sprach.
Highlight am Ende: Fürs Palin’sche Familienalbum der Auftritt auf dem Podium, fürs Publikum der Auftritt von John McCain himself, bevor die Nationalhymne gesungen wurde.
Als Medienvertreter erlebt man die Atmosphäre zwar direkt, sieht aber unter Umständen weniger als die Fernsehzuschauer: Die Szenerie während des kurzen Auftritts von McCain – leibhaftig sieht man ihn nur, wenn man direkten Blick aufs gesamte Podium hat.

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Republican Convention – Hinter den Kulissen

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Auch hinter den Kulissen gilt: die Reichen haben es schöner:

Der Arbeitsbereich des Wall Street Journal

Andere Medien arbeiten unter etwas weniger großzügigen Bedingungen.

Talk Radios haben es noch enger…

Und nicht nur die traditionellen Medien sind vertreten, sondern auch die neuen. Youtube existierte bei der letzten Präsidentschaftswahl noch nicht. Inzwischen hat es ein eigenes „Studio“, in dem Videos oder Statements direkt produziert werden können.

Auch unter den Delegierten ist ein Youtube-Team unterwegs …

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Republican Convention, St. Paul – die Zweite

geschrieben von in Allgemeines, Medien und PolitikKommentare deaktiviert für Republican Convention, St. Paul – die Zweite

Eindrücke von der Convention und Einblicke in die Arbeit der Fernsehjournalisten, die einen privilegierten Platz in der Halle haben …


Medienunternehmen haben sich jeweils eigene Logen für ihre Arbeit reserviert. Je mehr Geld, desto größer die Loge.

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Republican Convention – Bericht aus St. Paul

geschrieben von in Allgemeines, Medien und Politik1 Kommentar »

Es hätte das größte Medienereignis nach den Olympischen Spielen werden sollen, die Republican National Convention in St. Paul, Minnesota – mit 45.000 Besuchern, davon alleine 15.000 Medienleuten. Gustav hat das geändert.
Die Zahlen zu den Vorbereitungen für die Convention sind beeindruckend: 60 Mio. Dollar beträgt das Budget für die Convention – es soll den Twin Cities Minneapolis/St. Paul 150 Mio. Umsatz bescheren. Tausende von Telefonanschlüssen, zusätzliche Bandbreite für Internetanschlüsse, eine Verstärkung der Stromversorgung des XCel Energy Centers in St. Paul wurde in den letzten Wochen installiert, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Was in der internationalen Berichterstattung vermutlich untergehen wird: die immensen Sicherheitsvorkehrungen. Der Verkehr um den Veranstaltungsort ist komplett abgeriegelt. Hohe Gitter trennen öffentliche und gesicherte Bereiche. Eine Reihe von 15 Metalldetektoren stellt sicher, dass nach der Kontrolle der Zugangsberechtigungen (in den Karten eingelassene RFID-Chips) große Menschenmenge schnell kontrolliert werden können und keine aus Sicht des Secret Service gefährlichen Gegenstände aufs Gelände gelangen. Beispiel: Kameras mit Objektiven größer 10cm können auf diesem Wege deshalb nicht mitgebracht werden.
Größeres Equipment wurde bereits vor Tagen aufgebaut und in den vergangenen beiden Tagen vom Secret Service auf Sicherheitsrisiken untersucht. Seitdem gelangen auf das Gelände nur noch Inhaber von entsprechenden Ausweisen.
Der für die Medien reservierte Bereich umfaßt mehrere Geschosse jeweils von der Größe eines Fußballfeldes. Die großen Player haben sich dort Bereiche reserviert in denen je zwischen 10 und 50 Arbeitsplätzen untergebracht sind. Das State Department unterhält einen Bereich mit Arbeitsplätzen für ausländische Journalisten. Die PR-Abteilung der Stadt stellt mit einem eigenen Stand sicher, dass
Journalisten mit Informationen über Minneapolis gut versorgt sind. Dazu
gehört Filmmaterial über die Stadt, das in der Berichterstattung
verwendet werden kann. Der Aufwand läßt sich mit der kostenlosen
Werbung für die Twin Cities rechtfertigen: für die Convention 2000 in
Philadelphia wurde ausgerechnet, dass die 19.000 Beiträge, die
Philadelphia erwähnten sich in 128 Milliarden Wewrbekontakte umrechnen
lassen.

Dienstleister stellen sicher, dass für die journalistische Arbeit nichts fehlt. Büromaterial und Postdienstleistungen werden direkt vor Ort angeboten, genauso wie die Gastronomie.

In der Halle in der später die Convention selbst stattfinden wird, werden zur Zeit die letzten Anpassungen vorgenommen. Steht man vor dem Podium auf dem am Donnerstag John McCain die Kandidatur annehmen soll, wirkt alles kleiner als in den Fernsehinszenierungen. Journalisten und Kameraleute suchten heute nach den besten Positionen für ihre Bilder bzw. Standups und machen Technikchecks. Die größeren Medienunternehmen haben sich auch hier besondere Bereiche reserviert, die den direkten Blick in die Halle erlauben. Neben den großen amerikanischen gehören auch die BBC und AlJazeera dazu.

An der Decke werden bereits die 4 Millionen obligatorischen Luftballons in den Parteifarben bereitgehalten, die am Donnerstag den Höhepunkt markieren sollen. Ob es so wie vor Monaten geplant kommen wird, hängt von Gustav ab. John McCain hat sich bereits vorbehalten ggfs. gar nicht auf der Convention zu erscheinen. Das mag aus Sicht der Parteistrategen sinnvoll sein, wenn die Schäden in Louisiana groß sind oder die Regierung wie vor drei Jahren bei Katrina versagt. Andernfalls vergäbe er sich eine Chance auf publicity. Schon jetzt sagen manche, es sei ungeschickt gewesen, so frühzeitig auf die (kostenlose) Convention-Berichterstattung zu verzichten.

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