„Phubbing“ – Einfluss mobiler Kommunikation

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Die Art, wie wir leben, kann durch neue Technologien nachhaltig beeinflusst werden. Das zeigt sich auch beim Mobilfunk: Die vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten, die Smartphones & Co. bieten, wirken sich auch auf unser Sozialverhalten aus.

Der Umgang miteinander wurde durch die Möglichkeit, beinahe jederzeit und an jedem Ort erreichbar zu sein, stark verändert. Egal ob beruflich oder privat – mobile Technologien machen unsere Kommunikation direkter und erleichtern es uns, mit Menschen in Verbindung zu bleiben. Eine Situation, die jedoch täglich passiert: Man sitzt beim Essen und starrt auf sein Handy. Facebook, Whatsapp-Nachrichten und News aus aller Welt sind wichtiger als der Mensch, der gegenüber sitzt. Dieses Phänomen wird „Phubbing“ genannt, zusammengesetzt aus den Worten „phone“ und „stubbing“ (vor den Kopf stoßen). „Die Leute reden immer noch miteinander, aber völlig selbstverständlich schauen sie zwischendurch auch auf ihre Smartphones“, so die Mannheimer Kommunikations- und Medienwissenschaftlerin Prof. Dr. Angela Keppler

Sind wir also Smartphone-Junkies? Im Tagesspielgel sagte Phil Reed, Professor für Psychologie an der Swansea University in Wales: „Es ist nicht eindeutig, ob die Leute Smartphone-süchtig sind, obwohl die Existenz der Phantomvibration, wenn wir also irrtümlich denken, dass das Handy vibriert, eine Form der Abhängigkeit nahelegt. Klarer ist hingegen, dass die Leute danach süchtig sind, was das Smartphone kann – Internet, soziale Netzwerke und so weiter.“

Vor allem bei Kindern und Jugendlichen, die heute mit Smartphones aufwachsen, ist der Einfluss digitaler Kommunikationsmittel auf das Alltagsverhalten besonders ersichtlich. Langfristige Absprachen sind out, heutzutage verabreden sich Jugendliche eher spontan und auch unverbindlicher: Termine und Treffpunkte werden kurzfristig geändert oder Verabredungen in letzter Minute abgesagt.

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