Wo bleiben eigentlich die Superheldinnen?

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Wenn ich von Superhelden spreche, dann hat jeder sofort ein Bild im Kopf. Superman , ganz offensichtlich, Batman oder Spiderman, diese Namen kann man inzwischen schon fast zum Allgemeinwissen zählen. Bei den weiblichen Kollegen wird es dann aber schon schwieriger. Superwoman? Gibt es die?, könnte sich manch einer fragen. Nicht ganz, Supermans weibliches Gegenstück heißt Wonder Woman. Catwoman? Spätestens bei Black Widow geben viele auf. Nie gehört. Natürlich gibt es noch unglaubliche viele Helden und Heldinnen mehr, jeder Comicbuch-Fan könnte diese Liste beliebig weiter führen, der Einfachheit halber bleiben wir hier aber bei den Bekannteren.

Marvel’s Avengers bestehen in ihren bekanntesten Filmen aus sechs legendären Superhelden und tatsächlich, Black Widow ist eine von ihnen. Um genau zu sein, die Einzige ohne exorbitant hohen Testosteronspiegel. Ihre Mitstreiter nämlich, tragen die Namen Iron Man, The Incredible Hulk, Captain America, Hawkeye und Thor. Neben ihren Hormonen haben die werten Herren auch noch eine weitere Gemeinsamkeit: Sie sind wesentlich bekannter als ihre Kollegin. Nun halte ich es schon für traurig genug, dass Black Widow, trotz ihrer Verkörperung durch die durchaus populäre Schauspielerin Scarlet Johansson, so unbekannt blieb, doch damit nicht genug.

So will der eingefleischte Fan natürlich nicht auf sein geliebtes Merchandise verzichten. Die Jungen und Männer haben es hier leicht, ihre Lieblingshelden finden sie in zahllosen Variationen auf T-Shirts, Pullovern, Taschen, Tassen und als Spielzeug. Für Mädchen und Frauen dagegen wird es jetzt in zweierlei Hinsicht schwierig. Zum Einen ist es erschreckend zu beobachten, dass einige Heldinnen, sind sie doch ohnehin schon in der Unterzahl, auf Shirts oder Taschen, wie hier Gamora von den Guardians of the Galaxy, einfach verschwinden oder sogar ausgetauscht werden. Zum Anderen gibt es an besagten Shirts zwar eine riesige Auswahl, die meisten davon sind allerdings nur für Männer geschnitten. Ist die Frau hier dennoch nach langer Suche erfolgreich, dann ist ihr Fund entweder pink oder besagt, dass die Trägerin am Liebsten einen der männlichen Helden heiraten würde. Oder beides.
Dem weiblichen Fan ein wohlbekanntes Problem.

Was aber vermittelt das den Mädchen und jungen Frauen in unserer Gesellschaft? Dass sie kein Recht haben selbst stark zu sein? Dass sie doch bitte wie eine Disney Prinzessin süß und hübsch und rosa sein sollen und letztendlich doch immer auf ihre Prinzen angewiesen sind.

Der amerikanische Medienwissenschaftler Christopher Bell erzählt in einem seiner Vorträge die Geschichte eines elfjährigen Jungen aus North Carolina, der My Little Pony schaut und dafür in der Schule so lange gemobbt und verprügelt wird, bis er eines Tages zu Hause versucht sich zu erhängen. Der Junge hat überlebt, doch das macht seine Geschichte meines Erachtens nicht weniger tragisch.

In was für einer Gesellschaft leben wir, deren Medien Mädchen und Frauen den Männern so klar unterstellt, während es für einen Jungen als Demütigung gesehen wird Ponys zu mögen? Ponys, die noch dazu wichtige Grundwerte verkörpern, wie jeder weiß, der sich einmal die Mühe gemacht hat die Kinderserie zu recherchieren. Also gebt den Heldinnen eine Chance. Nicht nur für Mädchen, auch für Jungen. Denn von ihnen lernen können wir alle.

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Spotlight – Ein Film über Investigativen Journalismus

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Am 28. Februar findet die diesjährige Verleihung der Academy Awards statt. Am 25. Februar starten, wie üblich an deutschen Donnerstagen, neue Filme in den Kinos. Mit von der Partie ist beide Male das mehrfach Oscar-nominierte und bereits jetzt preisgekrönte Drama „Spotlight“ von Regisseur Thomas McCarthy (u.a. AFI Award für Movie of the Year, Screen Actors Guild Award für Outstanding Performance by a Cast in a Motion Picture).

Der Film erzählt die wahre Geschichte der Investigativ-Abteilung des Boston Globe, genannt Spotlight, die 2001/02 systematischen Kindesmissbrauch durch katholische Priester im Großraum Boston aufdeckte. Hunderte von lokalen Einzelschicksalen wurden ans Licht gebracht, die schließlich zu nationalen sowie internationalen Fällen führten und somit die Katholische Kirche in ihren Grundfesten erschütterte.

SPOTLIGHT puts the power of journalism on the front page. With measure befitting the investigative method, Tom McCarthy presents The Boston Globe’s inquiry into cardinal sins without tabloid sensationalism — creating tension around the team’s dauntless pursuit of truth.“ (Begründung des American Film Institute)

Sachlich und ohne Hollywood-typische Überdramatisierung wird der Rechercheablauf auf authentische Weise dargestellt, als wäre der Film selbst Teil dieses Prozesses. In Zeiten von Lügenpresse und Click-Generierung ruft er somit in Erinnerung, was Journalismus leisten kann und wieso er ein bedeutsames Element der Gesellschaft ist. Dabei werden gleich mehrere relevante Aspekte beleuchtet. Kampf der Institutionen (Zeitung vs Kirche), Wettbewerbsdenken (Zeitpunkt der Veröffentlichung) sowie soziale Verflechtungen (52,8% Katholiken in Boston im Jahr 2001) sind nur einige Beispiele. Für Medienwissenschaftler ist „Spotlight“ also durchaus einen Blick wert.

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Die unmündige Miss Moneypenny – Das Kinojahr 2015 und der Bechdel-Test

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Mit 2015 ist vor nunmehr fast einer Woche ein in jedem Falle ergiebiges, spannendes und vor allem abwechslungsreiches Kinojahr zu Ende gegangen. Auf der großen Leinwand sahen wir die Rückkehr des härtesten britischen Agenten aller Zeiten, hörten auch nach Paul Walkers Tod endlich wieder das Quietschen von heißgelaufenen Gummireifen vor exotischen Kulissen und verfielen kurzzeitig in Schnappatmung, als ein kaum gealterter Harrison Ford zusammen mit einem übergroßen Wookie wieder nach Hause fand. Fällt Ihnen etwas auf? Vielleicht ja der kleine und dennoch wichtige Fakt, dass bei dieser in keinem Falle Anspruch auf Vollständigkeit erhebenden Kurzzusammenfassung des vergangenen Leinwandjahres und dessen Highlights von keiner einzigen Frau die Rede ist. Natürlich finden wir bei genauerem Nachdenken schnell einen Gegenbeweis, und zwar in dem in 2015 weltweit kommerziell neunt-erfolgreichsten Film, dem vierten Teil der „Tribute von Panem„-Saga – also genau jenem Film, in dessen Hauptrolle Jennifer Lawrence als Freiheitskämpferin Katniss Everdeen brilliert. Lawrence war es nämlich, die wohl für den größten Skandal, die größte öffentliche Debatte im Filmbusiness des vergangenen Jahres sorgte, als sie als Reaktion auf den Hackerangriff auf Sony Pictures im Sommer und die Veröffentlichung geheimer Vertragsdokumente offen über die ungleiche Gagen-Verteilung von Schauspielerinnen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen sprach (die New York Times berichtete im Oktober).

Mehr als nur Staffage - Weibliche Präsenz in "Mad Max: Fury Road"

Mehr als nur Staffage –  Weibliche Präsenz in  „Mad Max: Fury Road“

Mehr als nur geschminkte Kleiderstangen?

Nun liegt die Vermutung oder gar der Vorwurf nahe, das weltoffene und dynamische Hollywood sei auch im fünfzehnten Jahr des neuen Jahrtausends alles andere als liberal was die Gleichberechtigung der Geschlechter angeht. Ein Einwand, der schon seit Jahrzehnten von verschiedenen Verbänden, Aktivisten, Bloggern und kritischen Privatleuten geäußert wird; Frauen im großen Blockbuster seien Platzhalter, Sexobjekte, letztlich oft nichts weiter als hübsche Kulisse. Eine der lautesten Kritikerinnen dieses vermeintlichen Skandals ist die US-amerikanische Comic-Autorin und Journalistin Allison Bechdel. Ihre ganz eigene und in der Vergangenheit bereits vereinzelt in Medien und Popkultur aufgegriffene Theorie bzw. Methode um herauszufinden, ob ein Film denn nun Frauen als Menschen oder nur als Kleiderstange darstellt – der sogenannte „Bechdel-Test“ – besteht  aus drei essentiellen Fragen an den Film selbst. Diese lauten, denkbar einfach, wie folgt:

1.) Hat der Film mindestens zwei (namentlich genannte) tragende weibliche Figuren?

2.) Führen die weiblichen Figuren eine Unterhaltung miteinander?

3. ) Dreht sich besagte Unterhaltung um etwas anderes als einen Mann?

Bechdel selbst betont immer wieder, dass ein Bestehen oder Nicht-Bestehen des Tests keine Aussage über die Qualität oder den feministischen Gehalt eines Films bedeutet. Viel mehr soll die mit dem Test verbundene Fragestellung und die mit den Jahren daraus erwachsene Datenbank auf ihrer Website  Aufschluss darüber geben, ob überhaupt weibliche Präsenz vorhanden ist, sprich Frauen in irgendeiner Form eine zumindest annähernd mehrdimensionale Rolle einnehmen.

2015 verspricht Besserung – besonders an der Spitze

Nun gestaltet sich der Blick auf das vergangene, mit Blockbustern wie „Jurassic World“ oder dem zweiten Teil von Marvels „The Avengers“ an den Kassen überdurchschnittlich erfolgreiche, Jahr besonders spannend, wendet man diese drei Fragen einmal auf dessen große und vor allem erfolgreiche Streifen an. Dabei zeigt sich relativ schnell: Das Ergebnis bleibt wie in den Jahren zuvor ausbaufähig. Wie die Journalistin Kelsey McKinney im US-Onlinemagazin Fusion darstellte, bestehen mit circa 54% nur knapp die Hälfte der hundert Top-Produktionen 2015 den Test; darunter für manche sicher überraschend auch erst einmal wenig auf Geschlechtergerechtigkeit bedachte Werke wie „Mad Max: Fury Road“, dessen oft in Trailern oder sonstigen Zusammenstellungen etwa im TV hervorgehobene leicht bekleidete Darstellerinnen trotz der deutlich fehlenden Dialoglastigkeit des Werkes weibliche Präsenz weit über ihre Körperlichkeit heraus zeigen.

Dem gegenüber stehen zwei sehr erfolgreiche und mit einer umso größeren Fangemeinde ausgestattete Filme, welche ihre seit Jahren als Erfolgsgarant geltenden Franchises auch im vergangenen Jahr fortzusetzen wussten; zum einen der neueste Teil der „Mission Impossible“-Reihe (‚Rogue Nation‘), zum anderen mit „Spectre“ der lang erwartete und in der Kritik hochgelobte aktuelle James Bond-Film. Stellt man hier Bechdels Fragen an das Drehbuch, so erfüllen diese nur ein (Spectre zeigt mehr als eine tragende weibliche Figur), beziehungsweise gar kein oben aufgestelltes Kriterium. Somit sind jene Produktionen die einzigen der Top 10-Filme 2015, welche den Test nicht bestehen – 2014  und in den Jahren zuvor waren es immerhin noch mindestens doppelt so viele.

Nur einer von drei Bechdel-Punkten: Léa Seydoux in "Spectre"

          Nur einer von drei Bechdel-Punkten: Léa Seydoux in „Spectre“

Lässt sich Emanzipation so messen?

So interessant dieser Befund auch sein mag, gerade im Bezug auf die Unterschiede zwischen den Genres und eine Wandlung in der geschlechtsbezogenen Figurenkonstellation im Popcorn-Kino; wissenschaftlich haltbar dürften weder Bechdels sehr simple und bei dem klassischen, stringenten Filmverlauf entgegengehenden Filmen wie „Gravity“ (2013) nur eingeschränkt anwendbare Theorie, noch die darauf fußende und in erster Linie von Usern generierte, kaum ernsthaft administrativ geprüfte Film-Datenbank sein. Doch das bedeutet wiederum bei weitem nicht, dass der Bechdel-Test sinnlos sei; im Gegenteil. Er lenkt Aufmerksamkeit auf eine durchaus problematische Entwicklung in der Drehbuchentwicklung und Filmrealisierung, nämlich in der Tat die Degradierung der Frau zum sexuellen oder schlicht unmündigen Objekt in bestimmten Hollywood-Genres wie primär an Männer gerichteten Action-Produktionen. So regt er zum Reden, zum Diskutieren an- und selbstverständlich zum Blick in die Zukunft.

So haben immerhin bereits zwei der mit Hochspannung erwarteten Blockbuster des neuen Jahres den Test durchlaufen dürfen: Zum einen Leonardo DiCaprios mysteriöse amerikanische Folklore „The Revenant“ und zum anderen der zweite Western aus der Feder des selbsternannten Frauenverehrers Quentin Tarantino, „The Hateful Eight“. Wer möchte, darf als Kinogänger also auch 2016 weiterhin mit Bechdels essentiellen drei Fragen den Popcorn-Beutel konzentriert bei Seite stellen – und zwar nicht bloß als weiblicher.

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Warum Pippi Langstrumpf Amerikanerin sein könnte

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„And the Oscar goes to ..“ – bald ist es wieder so weit: die Vergabe der begehrten Academy Awards geht in die 87. Auflage. Etwas mehr als einen Monat vor der offiziellen Preisverleihung wurde nun auch der erlauchte Kreis der Nominierten bekannt. In der sicherlich prestigeträchtigsten Kategorie „Bester Film“ können sich unter anderem „Birdman“ – inszeniert von Regie-Exzentriker Alejandro González Iñárritu – sowie das Coming-of-Age Epos „Boyhood“ und die verfilmte Lebensgeschichte von Physiker Stephen Hawking („Die Entdeckung der Unendlichkeit“) berechtigte Hoffnungen auf den begehrten „Goldjungen“ machen. Doch, so erwähnenswert die im Vorigen aufgeführten Filme auch sein mögen, um sie soll es hier nicht gehen.

Ein weiterer Oscar-Kandidat (sechs Nominierungen), „American Sniper“, passt deutlich besser in das Beuteschema dieses Artikels. „American Sniper“ erzählt die Geschichte des Navy Seal Scharfschützen Chris Kyle, der mehr als 160 Menschen „unschädlich“ gemacht hat und damit als der erfolgreichste Scharfschütze in der Militärhistorie der Vereinigten Staaten gilt. Nach seiner Rückkehr in die USA engagierte er sich in der Betreuung von sowohl physisch als auch psychisch beeinträchtigten Veteranen. Eddie Ray Routh war einer dieser Männer. 25 Jahre alt. Stationiert im Irak und auf Haiti, nach Rückkehr in die USA arbeitslos und unter anderem auffällig geworden durch Trunkenheit am Steuer. Man attestierte ihm „Posttraumatische Belastungsstörungen“. Chris Kyle nahm den jungen Ex-Soldaten, wie viele andere vor ihm, mit auf den Schießstand. Dort wurde er von Eddie Ray Routh erschossen. Nun lässt sich gewiss darüber streiten, ob es zweckmäßig ist, vom Krieg beeinträchtigte (junge) Männer zur Traumabewältigung auf den Schießstand zu schicken. Allerdings soll es hier nicht um eine wertende Einordnung des tatsächlichen Chris Kyle gehen – gespielt übrigens von Bradley Cooper -, sondern in Teilen um eine Beurteilung der filmischen Umsetzung seiner Lebensgeschichte.

Unter Regie von Clint Eastwood wird Chris Kyle als ein Mann, ganz nach dem Geschmack des Klischee-Amerikaners inszeniert. Pflichtbewusst, loyal seinem Land und seinen Kameraden gegenüber und gesegnet mit einer genauen Vorstellung von richtig und falsch. Diese klare Trennung in Helden und Bösewichte setzt sich auch in der Darstellung der Terroristen sowie der lokalen Bevölkerung im Irak fort. Die Moral: traue niemandem. Auch Chris Kyle hat bei seiner Rückkehr in die Staaten den Krieg mit im Gepäck. Gerade gegen Filmende regt sich die Hoffnung, doch noch einen Mann zu sehen zu kriegen, der nicht über jeden Zweifel erhaben ist. Aber nein, nicht die Menschen, die er getötet hat bereiten ihm Kopzerbrechen. Es sind die „Brüder da unten“, deren Leben er nicht retten konnte, die ihn nachts nicht ruhig schlafen lassen. God bless America.

Hollywood liebt seine Heldengeschichten

Interessanterweise ist „American Sniper“ kein Einzelfall, was stereotyp amerikanische Filme auf den Listen der Oscar-Nominierungen angeht. „Argo“, „The Blind Side“ und „Gravity“, um nur Einige zu nennen, fügen sich bestens in diese Aufzählung ein. Inhaltlich runterbrechen lassen sich die genannten Titel, wenn man so will auf Geheimdienste, Football und Raumfahrt. Eben Dinge, die Amerika zu Amerika machen. Mitunter tut man den Machern der Filme mit dieser vereinfachten Darstellung Unrecht, aber es sollte deutlich werden, dass es bestimmte Themen gibt mit denen die amerikanische Filmbranche besonders warm wird.

Dazu scheinen dieser Tage im Speziellen Kriegsdramen zu gehören.  Vor Allem dann, wenn sich die Rollen von Held und Schurke so herrlich eindeutig zuteilen lassen, wie bei „Herz aus Stahl“ und „Unbroken“ geschehen. Erstgenannter erzählt die Geschichte einer amerikanischen Panzereinheit, gefangen hinter feindlichen Linien im Westdeutschland des zweiten Weltkrieges. Es ist April 1945 und der Krieg befindet sich in den letzten Zügen. Trotz numerischer Unterzahl und unterlegener Waffentechnologie gelingt es den Amerikanern, den verbleibenden deutschen Truppen schwere Verluste zu bereiten. Zwischen schonungslos brutale Bilder mischen sich bedeutungsschwere Sequenzen  kriegsverrohter Männer in aussichtsloser Mission. Echte Helden eben. Historische Unglaubwürdigkeit und überzeichnete Pathetik machen zunichte, was in Person von Brad Pitt, Shia LaBeouf und Logan Lerman an schauspielerischer Qualität auf die Leinwand gebracht wurde.

Ähnlich eindeutig in der Rollenverteilung von gut und böse präsentiert sich der von Angelina Jolie inszenierte Streifen „Unbroken“. Für Mrs. Jolie gilt übrigens, was auch für ehemalige Profifußballer gilt (ja, mir gefallen diese Sportanalogien): Ein guter (Schau-)Spieler macht noch lange keinen guten Trainer/Regisseur. Hier wird die wahre Geschichte von Louis Zamperini erzählt: einem amerikanischen Olympialäufer, der während des zweiten Weltkriegs in japanische Kriegsgefangenschaft geriet. 137 Minuten amerikanische Ehrenmänner, sadistische Japaner und ein nicht unterzukriegender Louis Zamperini. Alles, was das Patriotenherz begehrt. Als zugegebenermaßen US-kritischer Europäer fremdelt man jedoch mit derartigem Heldenkult. Wer übrigens etwas darüber wissen möchte, wie es den Japanern auf amerikanischem Boden ergangen ist, dem sei ein Blick auf die Ausführungen des wunderbaren George Carlin empfohlen. Natürlich gibt es dazu auch etwas „Faktenfutter„.

„Zwei mal drei macht vier“

Es wäre nicht verwunderlich, wenn dieser Artikel für eine Brandrede gegen amerikanisches Kommerzkino gehalten werden würde. Soll er aber nicht sein. Es gibt Unmengen an herausragenden Filmen, die die Produktionsstudios jenseits des großen Teiches hervorgebracht haben, hervorbringen und auch in Zukunft hervorbringen werden. Nichtsdestotrotz kann ein mahnender Zeigefinger nicht schaden, um sich der „Pippi Langstrumpf“-esken Tendenzen bewusst zu werden, die „den Amerikaner“ insbesondere in der Aufarbeitung historischer Themen gelegentlich ereilen. Frei nach dem Motto: „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.“

 

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Eine neue Goldgrube

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Zu so gut wie jedem Pixar- oder Dreamworks-Film gibt es ein dazugehöriges, meist mittelmäßiges Videospiel, das meist in erstaunlich kurzer Zeit produziert und dann in riesigen Auflagen auf den Markt geworfen wird, nur um dann in den Elektronikmarkt-Ketten in den Regalen vor sich hin zu vegitieren, bis eine ahnungslose Mutter ihren Kleinen eine Freude machen will und das Spiel mitnimmt.

Dieser Prozess läuft nun schon etwa so lange wie es Videospiele gibt, doch fast genau so lange gibt es auch das Gegenteil: Verfilmungen von Videospielen. Diese haben einen zugegebermaßen schlechten Ruf; keiner dieser Filme hatte bisher wirklich überzeugt. Eine Mitschuld daran trägt der berühmt-berüchtigte deutsche Regisseur/Drehbuchautor/Produzent/Schauspieler/Geschäftsführer Uwe Boll. Bekannt als einer der schlechtesten Regisseure unserer Zeit, war er verantwortlich für etliche Videospiel-Verfilmungen, denen es allesamt an einer Daseinsberechtigung mangelt. Sein zweifelhafter Ruhm führte sogar schon zu Petitionen, welche forderten, er möge doch bitte aufhören, Videospiele auf die Leinwand zu bringen.

Ebenfalls nicht gerade ein Meilenstein der Filmgeschichte sind die zwei Tomb Raider-Filme mit Angelina Jolie als pistolenschwingende Archäologin. Diese waren aber zumindest an den Kinokassen einigermaßen erfolgreich. Regelmäßig erscheinen außerdem auch Filme zu der Resident Evil-Reihe, in denen Milla Jovovich sich gegen Zombies und skrupellose Unternehmen durchsetzen muss. Alles in allem blieb also eine Verfilmung, die der Vorlage gerecht wird, aus.

Doch es besteht noch Hoffnung. Der letzte Schrei in Hollywood sind zurzeit Comic-Verfilmungen, Werke wie The Avengers oder Guardians of the Galaxy werden weltweit in den höchsten Tönen gelobt und spielen unermessliche Beiträge ein, und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Daher war es kein Wunder, dass man nach neuen Vorlagen sucht, und diese sind in den Videospielen zu finden. Ubisoft etwa, eine der größten Videospiel-Publisher, gründete sein eigenes Filmstudio, daher werden wir ab 2015 Filme wie Assassin’s Creed (mit Michael Fassbender in der Hauptrolle) oder Far Cry sehen (ein solcher Film mit Till Schweiger war 2008 im Kino, finanziell eine Katastrophe und, richtig, von Uwe Boll produziert).
Bereits in der Post-Production ist außerdem der Film „WarCraft“, dessen Story auf den gleichnamigen Strategiespielen basiert, und im Frühjahr 2016 erscheinen soll. Die Regie führt dabei David Bowies Sohn Duncan Jones, der für „Moon“ viele Preise gewann.

Genug Material, das in Filme umgesetzt werden kann, ist vorhanden, es wartet nur noch darauf, dass Filmstudios es aufgreifen und den Fans, und solchen, die es werden könnten, endlich eine Umsetzung auf der Leinwand geben, die den Spielen gerecht werden und uns in neue (oder alte und liebgewonnene) Welten entführen.

 

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Lara_Croft:_Tomb_Raider
http://de.wikipedia.org/wiki/Uwe_Boll

 

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Großes entsteht immer im Kleinen – das 36. Max-Ophüls-Preis Filmfestival in Saarbrücken

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Max Ophüls Preis

Alle Jahre wieder im Januar dominieren in der Hauptstadt des Saarlandes Werbeplakate in magisch blauer Aufmachung. Dann steht Saarbrücken wieder ganz im Zeichen des Max-Ophüls-Filmfestivals. So auch in diesem Jahr. Vom 19.01 bis 25.01.2015 wird zum nun 36. Mal in Saarbrücken das Filmfestival, das seinen Fokus auf die Entdeckung und Förderung junger Talente der Filmbranche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz legt, veranstaltet.

Ins Leben gerufen wurde das Festival im Jahr 1980 durch den Saarländer Albrecht Stuby als kleines Festival in Erinnerung an Max Ophüls (1902 -1957), der ebenfalls aus dem Saarland stammt und zu den bedeutenderen Regisseuren des 20. Jahrhunderts  zählt. Das Festival nahm seinen Anfang in den bescheidenen Räumlichkeiten des Kinos „Camera 1“ mit gerade einmal ca. 700 Zuschauern, erfreute sich dann immer größerer Beliebtheit und entwickelte sich im Verlauf der letzten Jahre zu einem echten Publikumsmagnet: 2013 zählte die Veranstaltungsleitung ca. 42.000 Besucher.
Das Ziel des Max-Ophüls-Filmfestivals war und ist es, ausdrücklich den Nachwuchs der deutschsprachigen Filmbranche mit Preisgeldern zu fördern und ihm so weitere Schritte in seiner Karriere zu ermöglichen.
Zu den wohl bekanntesten Max-Ophüls-Preisträgern gehört Til Schweiger, der für seine Rolle in dem Film „Ebbies Bluff“ 1993 seine erste Auszeichung als Schauspieler erhielt, nämlich den Darstellerpreis für herausragende Leistungen eines Nachwuchsschauspielers.

Fachjuries verleihen jährlich neben dem gerade genannten Darstellerpreis, der mit 3000€ dotiert ist, auch einen Dokumentarfilmpreis (7500 €), einen Publikumspreis (3000 €), einen Kurzfilmpreis (5000 €) sowie den Preis der saarländischen Ministerpräsidentin (Regiepreis, 5500€). Zu den bereits erwähnten Preisen kommt noch der vom Saarländischen Rundfunk und ZDF gestiftete Drehbuchpreis (13000 €), der seit 2012 in Erinnerung an den 2011 verstorbenen Intendanten des Saarländischen Rundfunks Fritz-Raff-Preis heißt.
Den besten Spielfilm schließlich zeichnet die Jury mit dem am höchsten dotierten Max-Ophüls-Preis (36.000 €) aus, den sich Regisseur, Produzent und Verleih teilen.
2015 wird erstmals auch ein Preis für gesellschaftlich relevanten Film (5000 €) vergeben.

Dieses Jahr nehmen insgesamt 67 Filme in 4 Kategorien teil: 16 Filme in der Kategorie Spielfilm (Langfilm, ab einer Länge von ca. 65 Minuten), 12 in der Kategorie Dokumentarfilm(ab ca. 50 Minuten), 14 in der Kategorie mittellanger Film (zwischen ca. 30 und 65 Minuten) und 32 in der Kategorie Kurzfilm (bis ca. 30 Minuten). Wichtig zu erwähnen ist, dass sie alle im Zeitraum vom 01.01.2014 bis 20.01.2015 fertiggestellt wurden und somit einen guten Einblick in die aktuelle Situation der Nachwuchs- Filmbranche geben. Erwähnenswert ist auch, dass es während des Festivals 50 Uraufführungen geben wird, die sicherlich viele Zuschauer nach Saarbrücken locken werden.

Teilnehmende Kinos sind: Cinestar, FilmhausKino 8 1/2 und Camera Zwo.
Für alle Interessierte: Der Kartenverkauf beginnt ab dem 10.01.2015 in den aufgeführten Kinos beziehungsweise auch online.

 

Quellen:

http://www.max-ophuels-preis.de
http://www.tourismus.saarland.de/de/kultur-film-festival-max-ophuels-preis-saarbruecken-saarland
http://www.whoswho.de/bio/til-schweiger.html

Bildquelle:
http://www.max-ophuels-preis.de/informationen_fuer_pressevertreter/pressedownloads

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Der letzte (?) Monolog der Schauspielerin

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Wenn man die Berichte über die 70. Golden Globe Zeremonie lesen möchte, tippt man selbstverständlich diese Worte in Google ein. Im Bereich „News“ oder „Video“ sind fast alle Ergebnisse mit gewöhnlichen Reportagen über die Nominierte und Gewinner. Aber in diesem Jahr möchten die nicht nur an Kinematographie interessierende Zuschauer diese Artikel und Videos sehen, sondern auch alle Neugierige ohne besondere Vorstellungen von HFPA (Hollywood Foreign Press Association – Auslandspresseverband Hollywood) oder amerikanischer Filmindustrie.

Was oder wer macht diese Veranstaltung in 2013 so spezifisch und bedeutend? Die Antwort ist Jodie Foster mit dem Preis für ihr Lebenswerk und ihre Verdienste für die Filmkunst. Die 50-Jährige Schauspielerin hat aber nicht mit ihrer kinematographischen Prominenz einen großen Medien-Anlass geschafft, sondern mit ihrer Dankesrede. Obwohl Frau Foster meldete, dass sie das schon im Steinzeitalter gemacht hatte, hat ihre Coming-out-Rede das Publikum überrascht und zu Tränen gerührt. Die amerikanische Star erklärt ihr unerwartetes Benehmen wie folgend: „Every celebrity is expected to honor the details of their private life with a press conference, a fragrance and a prime-time reality show. No, I’m sorry, that’s just not me.“ (Foster, Jodie (13.03.2013): Speech at the 70th Golden Globe Ceremony. Beverly Hills California)

Amerikanische Medien haben eine Vermutung geäußert, dass Jodie Foster einfach so einen schönen Schluss ihrer Karriere gewählt hat. Aber die Schauspielerin behauptet öffentlich, dass sie auf keinem Fall eine Rentnerin werden möchte.

Niemand weiß noch, wie es weiter bei Jodie Foster läuft, aber man kann bestimmt sagen, dass es von ihr immer wieder gesprochen wird… aber muss man auch nicht vergessen, wie viel Aufmerksamkeit solche Ereignisse auf sich ziehen! Soll HFPA wahrscheinlich Miss Foster dankbar sein?

Quellen (abgerufen am 30.01. 2013):

1) CBS News: http://www.cbsnews.com/8301-207_162-57563811/jodie-fosters-golden-globes-speech-what-people-are-saying/
2) Die Welt: http://www.welt.de/vermischtes/article112745425/Jodie-Foster-bekennt-sich-zur-lesbischen-Liebe.html
3) Guardian, The: http://www.guardian.co.uk/film/video/2013/jan/14/jodie-foster-golden-globes-video
4) HFPA, Golden Globe: http://www.goldenglobes.org/about-the-hfpa/
5) Jodie Foster at Golden Globe: http://www.youtube.com/watch?v=efYg0vQyPGA
6) Spiegel Online: http://www.spiegel.de/panorama/leute/golden-globes-jodie-foster-spricht-ueber-ihre-homosexualitaet-a-877360.html

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Are you in time? – ‚Cause time is money.

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„Wie schnell doch die Zeit vergeht!“ – Ein gern gesagter Satz, der heutzutage einen teils erschreckend hohen Wahrheitsgehalt hat. Die Uhr ist ein elementarer Bestandteil unseres Alltags geworden, auch wenn manch einer nun fragen wird, warum gerade so etwas eigentlich Altmodisches wie die Uhr? Weil sie uns den Wert vorschreibt, nach dem wir uns inzwischen pausenlos richten – im wahrsten Sinne des Wortes. Für alles vereinbart man Termine, jeder muss seinen Zeitplan einhalten, bloß nicht zu spät kommen, bloß nichts verpassen – und wehe, dabei geht etwas schief. Katastrophe!

Katastrophe? Mag sein – jetzt, wo man’s hört, fällt uns ein, stimmt ja schon irgendwie. Seltsam, dass uns ein so beeinträchtigender Faktor unseres Lebens eigentlich derart unbewusst ist. Zwar schauen nahezu alle Menschen ständig auf die Uhr, aber wer von ihnen würde tatsächlich behaupten, von Zeiteinheiten abhängig zu sein? Niemand? Ja, kommt hin.

Obwohl allein der Studienbeginn viel Chaos und Stress verursacht hat – man denke nur an all die Texte, die man noch immer nicht gelesen hat, eben aufgrund fehlender Zeit –, musste ich feststellen, dass mir diese Thematik auch erst kürzlich wirklich wieder bewusst geworden ist. Dass man in der heutigen Zeit scheinbar stets zu viel Arbeit in zu wenig Zeit zu erledigen hat; dass alles, was man unternimmt, an Uhrzeiten fest gemacht wird; dass man jederzeit erreichbar sein kann/soll/muss/…; dass der einzelne Tag an sich besser 30 Stunden hätte. Über all das denkt doch niemand nach, denn man ist es inzwischen gewohnt.

Ich habe mir hierzu Gedanken gemacht, als bei der vorletzten „Wetten, dass…?“-Sendung ein neuer Kinofilm vorgestellt wurde: „In Time“ von Regisseur Andrew Niccol (Gattaca, Lord of War). Diese Idee, Zeit als Währung zu gebrauchen, klingt erschreckend, wirkt aber auf den zweiten Blick gar nicht so dumm.

Die Gedanken der Vorrede im Hinterkopf behaltend, zunächst ein kurzer Einblick in den Plot des Films: In einer unbestimmten, aber nahen Zukunft existiert das Zahlungsmittel „Geld“, wie wir es heute kennen, nicht mehr. Die Währung ist Zeit. Wird ein Mensch geboren, altert er – bis zu seinem 25. Lebensjahr. Denn dann endet die physische Alterung und auf dem linken Unterarm beginnt eine dreizehnstellige Uhr zu ticken: ein Jahr abwärts (001:00:00:00:00:00, also jjj:mt:ww:tt:hh:mm:ss). Nun wird das folgende Prinzip wirksam: „Die Armen sterben, die Reichen sind unsterblich.“ (vgl. Trailer) Je mehr Zeit (also Mittel) man auf seiner Uhr hat, desto reicher ist man. Zeit kann verdient und ausgegeben, sowie abgegeben, aber auch gestohlen werden. Zeit ist hier im absolut wahrsten Sinne des Wortes Geld. Ein Kaffee kostet vier Minuten, eine Busfahrt zwei Stunden. Während die Menschen in der zwölften, und damit letzten, Zeitzone, dem so genannten Ghetto, täglich um ihr Leben bangen müssen, wird in der vierten Zone langsam gelebt: die meisten Menschen verfügen dort über mehrere Jahrhunderte Lebenszeit.

Dass damit eine Situation der völligen Ungleichheit beschrieben wird, wie wir sie in unserer globalen Gesellschaft auch kennen, ist offensichtlich, sei aber in diesem Artikel nicht weiter thematisiert. Vielmehr soll es darum gehen, dass im Film „In Time“ der Gedanke umgesetzt wird, wie sehr die Gesellschaft von der Einheit „Zeit“ abhängig ist. Es ist nicht einfach die Zeit als Anhaltspunkt, auch nicht nur als Lebensinhalt, sondern als das Leben selbst. „His crime wasn’t taking time. It was giving it away.“ (vgl. Trailer). Zwar mag diese drastische Darstellung überspitzt sein, doch enthält sie einen wahren Kern, wie es eingangs erläutert wurde.

Betrachtet man in diesem Zusammenhang die aktuellen Medien, zeigt sich ein ähnliches Muster. Es besteht ein ständiger Wettbewerb, wer brisante Informationen und sensationelle Neuigkeiten zuerst veröffentlicht. Elementar wichtig ist hinzu-kommend die durchgehende Aktualität der Medieninhalte, weil es niemals soweit kommen darf, dass die Konkurrenz zum selben Zeitpunkt Informationen verbreitet, die viel aktueller sind als die eigenen. Und dieser Wettbewerb ist nicht nur intern bei den verschiedenen Mediengattungen zu beobachten, sondern insbesondere zwischen den Medien. Wer informert sich heute noch primär über das Radio? Wer wartet die nächste Tageszeitung ab, wenn man doch genauso gut – oder gar besser? – den Internetbrowser öffnet und dort die neuesten der neuen Neuigkeiten recherchiert? Niemand? Soweit ist es bisher nicht, aber es sind zumindest nur noch sehr wenige Menschen. Inhalte im Internet sind oftmals topaktuell und können sich minütlich, sogar alle paar Sekunden ändern (sofern die Verfasser dementsprechend schnell genug tippen können).

Die Zeit ist mächtig. Sie scheint alles zu kontrollieren. Überall wird sich Zeit erbeten, wird Zeit herausgehandelt, wird Zeit verplant, wird ihr regelrecht nachgerannt. Sogar heilende Kräfte werden ihr zugesprochen, heilt sie doch alle Wunden. Doch wer nimmt sich heute noch Zeit? Wer genießt Zeit? Wer kann Zeit auch mal vergessen? „In Time“ hat mich zum Nachdenken gebracht, weil die Idee manches womöglich vor Augen führen kann, was man vor lauter Uhren nicht mehr sieht. Nämlich, dass unsere Zeit wirklich begrenzt ist und nicht so einfach übertragen werden kann wie im Film. Die Zeit mag unendlich sein, jedoch nur für sich selbst.

Eine kleine Anmerkung am Rande: Exakt diesen Film habe ich mir allein im Kino angesehen. Niemand kam mit. Warum? – Nun, weil viele Leute dafür keine Zeit gefunden haben.

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Quellen & Verweise:

www.intimemovie.com/ (off. Homepage mit Originaltrailer auf der Startseite; 7. Dez 2011, 0:44am)

Interaktivfabrik GmbH (2011): In Time Trailer (deutsch); http://www.trailerlounge.de/film/in-time/video/in-time-trailer-deutsch-100313 , [7. Dez 2011, 1:26am].

Interaktivfabrik GmbH (2011): In Time Clip: Das Geheimnis der Langlebigkeit; http://www.trailerlounge.de/film/in-time/video/in-time-clip-das-geheimnis-der-langlebigkeit-100995 , [7. Dez 2011, 1:32am].

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Hollywood’s Love for Raping Franchises

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Heutzutage sind gute, einfallsreiche, aber vor allem Neue Ideen selten in der Filmindustrie. Wir leben in einer Zeit, in der Hollywood sehr faul zu sein scheint. Wohin man auch sieht, stellt man fest, dass sogut wie nur Sequels (Fortsetzungen), Prequels (Vorgeschichten), Spin-Offs (Nebengeschichten), Reboots (Neuauflagen), Remakes (Neuverfilmungen), etc. von bereits erfolgreichen aber schon älteren Filmen ins Kino kommen.

Man denke zurück an die 70er, 80er und 90er. Zugegeben, auch diese Jahre weisen eine Reihe von Fortsetzungen auf, allerdings bei weitem nicht so stark wie es heutzutage der Fall ist. Man erinnere sich an seine Kindheit, als sogut wie nur originelle, neuartige Ideen/Filme erschienen waren, wie z.B.: Jurassic Park, The Matrix, Face Off, Men in Black, Ghostbusters, Alien, etc.. All diese Filme präsentierten den Zuschauern neue Ideen, welche so populär und berühmt geworden sind, dass sie heute als Filmikonen angesehen und in der Popkultur gefeiert werden. Neue, originelle Filme waren überall und nahezu niemand sprach über Spin-offs, Remakes, etc. in einem so gewaltigen Ausmaß wie heute. Obwohl Fortsetzungen langsam aber deutlich an Bedeutung gewannen (wie z.B. bei der „Stirb Langsam“ Reihe) wurden Begriffe wie „Reboot“ sehr selten gebraucht, welche jedoch heute weit bekannt und gebräuchlich sind. Man sollte allerdings nicht augeblicklich denken, dass Remakes und Reboots aufgrund der Tatsache, dass sie wegen dem Erfolg des Vorgängers entstanden sind, sofort weniger wert sind. „Die Fliege“ ist ein großartiger Film auch obwohl er ein Remake ist (was nicht viele wissen), oder der von Kritikern gefeierte Film „The Dark Knight“ wäre nie zustande gekommen, wäre die Batman Reihe nicht „rebootet“ worden. Allerdings sollten Fortsetzungen etc. nur in seltenen Fällen produziert werden und nicht zu einem Werkzeug Hollywoods werden garantiert Geld machen zu können. Leider ist (natürlich) letzteres der Fall.

Es scheint als würde Hollywood heutzutage wesentlich weniger Risiken eingehen wollen als in der Vergangenheit. Die Filmindustrie sieht in dem „Aussaugen“ einer erfolgreichen Filmreihe durch die Produktion unendlich vieler Fortsetzung eine sichere Geldquelle. Berühmte Beispiele dafür sind Filmreihen wie: Alien (4 Teile + 2 Spin offs + geplante Prequels), Star Wars (3 Teile + 3 Prequels) und besonders diverse Horrorfilmreihen (welche teils über 10 Fortsetzungen besitzen). Neue Ideen deren Erfolg ungewiss ist, sind ein großes Risiko für eine Filmproduktionsfirma. Möglicherweise hat sich dieses Risiko heute nur noch vergrößert, da sich die durchschnittlichen Kosten eines „Hollywoodfilms“  von Jahr zu Jahr steigern, und der Film nicht nur seine Produktionskosten einspielen, sondern ebenso profitabel sein muss. Die Produzenten können selbstverständlich nicht in die Zukunft sehen. Die Einspielergebnisse an den Kinokassen lassen sich stets nur einschätzen, wenn auch beispielsweise ein weiterer Film von einem Starregiesseur wie Spielberg höchstwahrscheinlich sehr erfolgreich sein würde. Fortsetzungen geben der Produktionsfirma daher eine Art Absicherung, dass diese auch einen bestimmten Erfolg (gesichert durch einen erfolgreichen ersten Teil) haben wird. Diese Strategie der Filmindustrie mag zwar sehr profitabel sein, jedoch schränkt sie die Vielfalt der heutigen Filmwelt extrem stark ein. Ebenso kann dadurch eine nahezu perfekte Filmreihe durch Fortsetzungen (oder sogar nur eine) in Lächerlichkeit gezogen werden (z.B wie bei: Indiana Jones 4, Star Wars Episode 1-3). Das Tragische ist, dass wir große Namen und Titel von Filmen egal ob es die Millionste Fortsetzung ist, immer mit den Erinnerungen an den ersten erfolgreichen „guten“ Teil verbinden und uns somit die Filmindustrie bewegen kann uns sogar den 12878324sten Teil von Indiana Jones anzusehen. In dem Sinne scheinen wir alle wie Schafe zu sein.

Die Filmgeschichte ist eine ständige Entwicklung. Regiesseure und Schauspieler der Vergangenheit inspirierten heutige Regiesseure und Schauspieler usw.. Hitchcock inspirierte durch seine Kamerafahrten, Filme, etc. Regiesseure wie Spielberg, der widerum jüngere Talente inspiriert. Doch wenn die Filmindustrie einen solchen Weg beschreitet, der ausnahmslos auf Profit getrimmt ist, bleibt der künstlerische Aspekt komplett auf der Strecke. Es ist klar, dass Filme eine große Geldquelle sind und widerum aus diesem Geld neue Filme entstehen, allerdings existiert bei einem solchen „Fortsetzungs-Trend“ bald keine wirkliche filmgeschichtliche Entwicklung mehr.

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Nazis in Games vs. Violence in Movies

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Heutzutage befinden wir uns in einer Überfülle an neuen technischen Spielereien. Man hat das Gefühl, dass quasi jede Woche entweder ein noch besseres Smartphone, Notebook, Fernseher, etc. auf den Markt kommt. Die Auswahl an „Technik-Spielzeug“ ist heute so überwältigend, dass der normale Laie kaum noch mitkommt.

Ganz vorne dabei sind Videospiele. Schon lange sind Videospiele viel mehr als bloßer Kinderkram. Einige sprechen sogar schon von einer neuen Kunstart (ähnlich der Filmkunst). Videospiele sind zu interaktiven Filmen geworden. Seit einigen Jahren schon ist die Produktion eines Spiels mindestens so kostspielig wie die Produktion eines Hollywood Kinofilms…allerdings stimmt somit oft auch der Profit. Die Videospielindustrie hat einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Unterhaltungselektronik, sowie auf die Entwicklung der Gesellschaft und Kultur.

Zumeist ist dieser Einfluss jedoch erst dann spürbar, wenn er negativ auffällt. Erst kürzlich erschien in Deutschland das Spiel „Call of Duty: Black Ops“, welches sich mit dem Titel rühmen darf, die meisten Einnahmen am Tage seiner Veröffentlichung gemacht zu haben als jedes Spiel vor ihm. Doch kaum wurde das Spiel veröffentlicht hagelte es Kritik. Das Spiel versetzt den Spieler in die Haut eines Black Ops Soldaten während des Kalten Krieges, der während des Spielverlaufs nicht nur auf ein Attentat auf Fidel Castro angesetzt wird, sondern im weiteren Verlauf auch gegen andere reale politische Figuren. Darüber hinaus besitzt das Spiel eine sehr grafische Darstellung von Gewalt, was bei dem technischen Fortschritt von heutzutage schon nichts besonderes mehr ist. Doch vorbei sind die Zeiten, wie in den 80ern als jedes Kind dasselbe Super Mario Bros. Spiel spielte wie seine Freunde.

Genau wie Filme werden viele Videospiele in Deutschland geschnitten. Eine geschnittene Version eines Spiels enthält daraufhin weniger Blut, weniger Gewaltdarstellungen etc.

Am 24.11.2010 wurde die ungeschnittene österreichische Version, die zunächst legal in Deutschland verkauft werden durfte, „blitzindiziert“. Kurzerhand ist nun nur noch der private Besitz und Gebrauch des ungeschnittenen Spiels legal. Doch warum? Bei genauerem Hinsehen darauf, was in dem Spiel eigentlich geschnitten wurde, entdeckt man, dass (natürlich) die Gewalteffekte reduziert wurden, aber auch NS-Symbolik (eine Mission versetzt den Spieler in das Jahr 1945). Die NS-Symbole wurden allesamt entweder gelöscht oder durch Eiserne Kreuze ersetzt. Abgesehen davon, dass ein genau solcher „Ersatz“ dazu führt, dass immer mehr Jugendliche denken das Eiserne Kreuz ein komplettes Produkt der Nazis ist (sogar unsere Bundeswehr macht Gebrauch von Eisernen Kreuzen), sind jedoch sämtliche Szenen die ein Attentat auf Fidel Castro oder andere politische Figuren darstellen, noch komplett im Spiel vorhanden.

Es ist natürlich klar warum die BPjM NS-Symbolik nicht in einem Spiel zeigen will. Allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass Spiele genau wie Filme erst ab einem bestimmten Alter erworben werden können (bei Spielen USK; bei Filmen FSK).  Wenn die BPjM davon ausgeht, dass ein solches Spiel ab 18 ist, und somit auch ihre Spieler, dann müssen diese „Erwachsenen“ doch wissen womit sie es zu tun haben. Ist es wirklich ein besserer Schritt die Jugend (obwohl das Spiel ab 18 ist) von Deutschlands NS Vergangenheit auf so eine Weise abzuschneiden und noch schlimmer diese durch ein anderes heute benutztes Symbol zu ersetzten? Es ist fast als würde das kollektive Gedächtnis Deutschlands mit aller Macht versuchen jede Erinnerung an den 2. Weltkrieg und die Nazis zu verdrängen…sogar in den Medien.

Filme werden natürlich ebenfalls von der BPjM geprüft, allerdings mit einer ganz anderen Vorgehensweise. NS-Symbolik wird in 2.Weltkriegs Filmen überhaupt nicht weggeschnitten oder ähnliches. Abgesehen von der Tatsache, dass wir Deutschen anscheinend sowieso Weltmeister darin sind, Filme vom 2. Weltkrieg aus der Sicht der Nazis zu produzieren. Nicht nur mit der NS-Symbolik geht die BPjM freizügiger in Filmen um, sondern auch mit Gewaltdarstellungen. Es ist bemerkenswert, dass fast jedes USK 18 Spiel in Deutschland geschnitten wird aber fast jeder Hollywood Splatter Horror Film (z.B. Saw 1-7, Hostel 1-2,etc.) komplett ungekürzt im Kino erscheint. Nicht zu vergessen die Horror Filme die geradewegs auf DVD/Blu-Ray rauskommen und noch gewalttätigere Szenen aufweisen. Vielleicht sollte man sogar noch erwähnen, dass die BPjM Filme, die seit und von den 80ern in Deutschland wegen ihrer expliziten Gewaltdarstellung indiziert wurden, wieder vom Index (Indizierungsliste) streicht (z.B. „Predator“, welcher nun als ab 16 eingestuft wurde). Weil wir uns mehr und mehr an immer härtere Gewaltdarstellungen gewöhnen? Weil der DVD und Blu-Ray Markt dann besser läuft? Wer weiß? Die Vorgehensweisen der Prüfstellen bleiben teils sehr rätselhaft. Besonders wenn man betrachtet, wie hart bei Spielen und wie „lasch“ bei Filmen vorgegangen wird.

Quellen:

http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=2395

http://www.schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=875064

http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=2053

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Nie wieder „Die Nackte Kanone“

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Und wieder ist ein alter Hollywoodstar von uns gegangen dessen Filme vielen unsere Kindheit  verschönert haben. Der großartige Schauspieler Leslie Nielsen verstarb letzten Sonntag, den 28.11.2010, im Alter von 84 Jahren, in Florida aufgrund einer Lungenentzündung. Die meisten Menschen kennen Leslie Nielsen eher als den tollpatschigen Cop Frank Drebin aus der 3-teiligen Filmreihe „Die Nackte Kanone“.  Durch diese Komödien Trilogie bekam der Schauspieler weltweites Ansehen als einer der besten (und dabei ältesten) Komödien-Stars Hollywoods. Nielsen nahm sich nie zu ernst und zögerte auch nicht in Filmen wie „Scary Movie 3“ mal den idiotischen Präsidenten der USA zu spielen. Allerdings sollte man ihn deshalb nicht gleich in eine Schublade zu anderen Comedians packen. Nielsen war seit über 60 Jahren im Filmbusiness tätig und verkörperte über 200 verschiedene Charaktere im Laufe seiner Karriere.

Leslie Nielsen mag zwar eine bestimmte Art von Humor gehabt haben, die bestimmt nicht jeden Kinogänger ansprach, jedoch gab er stets in jedem seiner Filme alles was er konnte. Er war ein großer Sympathieträger bei dem man das Gefühl gekriegt hat „dieser Kerl kann einfach nicht sterben“.  Natürlich ist diese Denkweise nicht realistisch aber es ist heutzutage wirklich was besonderes, wenn Schauspieler in seinem Alter (84) bis zu ihrem letzten Lebensjahr in Filmen auftreten und es dabei sogar noch hinkriegen, sich nicht auf Slapstick zu konzentrieren, sondern auch auf sarkastischen Parodie- Humor Wert legen, der (wenigstens im Falle von Leslie Nielsen) nie alt zu werden scheint.

Das einzige was jetzt noch seitens Hollywoods getan werden kann, ist es, keinen bescheuerten vierten Teil der „Nackten Kanone Trilogie“ zu drehen, damit diese Filme bezüglich Nielsen stets in Ehre gehalten werden können.

Quellen:

http://www.stern.de/kultur/film/mit-84-jahren-nackte-kanone-star-leslie-nielsen-gestorben-1628818.html

http://www.imdb.com/name/nm0000558/

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Britney Spears mit Zeitmaschine ins Nazi-Deutschland?

geschrieben von in Allgemeines, Medien und Politik, Medienkritik, Medienwandel, QualitätKommentare deaktiviert für Britney Spears mit Zeitmaschine ins Nazi-Deutschland?
Bildquelle: flickr Anirudh Koul CC Lizenz

Bildquelle: flickr loveyousave CC Lizenz

Da es es diesem Blog seit geraumer Zeit an Beiträgen über Britney Spears mangelt und die Qualität wie zu jedem Ende der Vorlesungszeit mal wieder ins bodenlose abgleitet, wollte ich mal mit dem Strom schwimmen dagegen ankämpfen. (Und das obwohl ich noch nichtmal ein Seminar hab, in dem ich bloggen müsste.^^)

Wie medienhandbuch mit Berufung auf BILD.de schreibt, soll Britney Spears in dem Film ?The Yellow Star of Sophia and Eton? die Hauptrolle spielen. In dem Drama geht es um eine Frau (Britney) die mit ihrer Zeitmaschine in die Vergangenheit reist und sich in Nazi-Deutschland in KZ Häftling verliebt.

Charlotte Knobloch, die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland ist nicht so ganz begeistert von der Idee:

?Bei Filmen, die sich mit dem Holocaust auseinandersetzen, sollte das Drehbuch sorgfältig ausgewählt und die Besetzung der Schauspieler mit Bedacht vorgenommen werden. Effekthascherei ist gerade bei diesem sensiblen Thema völlig unangebracht.

Laut IMDB sollen die Dreharbeiten zu diesem etwas anderen Holocaust Filmprojekt Ende September beginnen. Wobei auf Britneys IMDB Seite derzeit noch keine Infos stehen.

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Und Jahr für Jahr grüßt das Sommerloch!

geschrieben von in Allgemeines4 Kommentare »

Als ich heute auf der Internetseite meines Vertrauens in Sachen Kino nach den Starts der nächsten Wochen schaute, da staunte ich nicht schlecht. „Gangs of New York“, so ein Zufall, so hieß doch ein Film von vor 5 Jahren schon mal. Dann die Ernüchterung, nein kein Remake oder sonst was, sondern genau der gleiche Film. Und da fiel es mir wieder ein, dass Sommerloch der Kinolandschaft. Ein Phänomen, dass sich Jahr für Jahr mit den ersten warmen Sonnenstrahlen wiederholt. Die Filmindustrie scheut die publikumsarmen Sommermonate und stattdessen setzt man uns uralte Filmschinken vor die Nase. Da gesellen sich zu „Gangs of New York“ noch Filme wie „Dirty Dancing“ oder „Traffic“, in der Hoffnung „irgendwer wirds schon anschaun.

Doch ist dass das richtige Signal? Auch wenn die Sommermonate sicher weniger Zuschauer in die Kinos locken, wird dieser Effekt durch das ständige aufkochen uralter Filme und dass Fehlen neuer Highlights noch verstärkt. Meiner Meinung nach setzen sich gute Filme auch im Sommer durch und die meisten Kinos reagieren mit Open-Air Kinos genau richtig auf die heißen Sommermonate. Nun muss nur noch die Filmindustrie nachziehen.

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