Eine traurige Bilanz

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Dass der Beruf „Journalist“ oftmals ein gefährliches Geschäft ist, zeigte sich nun wieder anhand der Berichterstattung aus Ägypten während der letzten Wochen.

Wie die unabhängige Organisation “Committee to Protect Journalists” mitteilte, sind seit Ausbruch der Proteste in Ägypten insgesamt 52 Journalisten angegriffen und 76 verhaftet worden. Zudem wurden mehrere Büros von Medien überfallen und Ausrüstungen wie Kameras und Material konfisziert oder zerstört.

Die Welle der Gewalt erreichte ihren traurigen Höhepunkt offenbar am 11. Februar, als die Reporterin Lara Logan vom renommierten US – TV – Sender CBS während einer live – Übertragung, mitten unter tausend Menschen am Tarhir – Platz, von einem wütenden Mob aus rund 200 Menschen von ihrem Kamerateam getrennt, geschlagen und sexuell genötigt wurde.
Für die Angriffe werden regimetreue Demonstranten verantwortlich gemacht, die darauf abzielten, die Berichterstattung zu unterdrücken.

Durch diese Geschichte wird einem mal wieder bewusst, dass manche Journalisten für ihre Arbeit wirklich viel Gefahr in Kauf nehmen.

Quellen:

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,745924,00.html

http://www.cpj.org/blog/mideast/egypt/

Unter dieser Adresse findet ihr eine detailliertere Auflistung der Angriffe:

http://www.satundkabel.de/index.php/nachrichtenueberblick/medien/78318-situation-fuer-journalisten-in-aegypten-immer-brenzlicher-zdf-frau-wieder-frei

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Reporter ohne Grenzen Jahresbilanz 2008

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Heute hat die NGO Reporter ohne Grenzen in Berlin ihren Jahresbericht für 2008 vorgestellt. Insgesamt weisen die Zahlen eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr auf.

Während laut RoG 2007 mindestens 86 Journalisten und 20 Medienmitarbeiter umkamen, seien es 2008 nur 60 Journalisten und ein Medienmitarbeiter gewesen. Auch die Zahl der festgenommenen Journalisten soll sich von fast 900 auf knapp 600 verringert haben. Genauso wie sich Entführungen fast um die Hälfte, von 67 auf 29, verringert haben sollen.

Veränderungen habe es auch hinsichtlich der Rangliste der für Journalisten gefährlichsten Länder gegeben. Erwartungsgemäß und trotz sich entstpannender Sicherheitslage liegt laut dem Jahresbericht der Irak wieder auf dem ersten Platz. Pakistan dagegen rückte um einen Platz nach vorne. Auf Platz drei stehen die Philippinen, während letztes Jahr Somalia noch auf Platz zwei und Pakistan auf Platz drei stand.

Insgesamt konstatiert Reporter ohne Grenzen, dass sich die Repression gegenüber Journalisten traditioneller Medien zwar verringert habe, dafür aber “konzentrieren viele Regierungen ihre repressiven Maßnahmen stärker auf das Internet”. Insbesondere Blogger gerieten verstärkt ins Visier, jüngstes Beispiel ist hier wohl der Fall des im Iran inhaftierten Bloggers Hossein Derakhshan aka “Blogfather”.

Die ausführliche Version der Jahresbilanz stellt RoG als PDF zum Download.

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Reporter ohne Grenzen veröffentlicht Jahresbilanz 2007

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Am heutigen Dienstag (02.01.2008) hat die Menschenrechtsorganisation “Reporter ohne Grenzen” ihre Bilanz des vergangenen Jahres vorgelegt. Dem Bericht zufolge sind im vergangenen Jahr weltweit 86 Journalisten und 20 Medienmitarbeiter getötet sowie 887 verhaftet worden, außerdem zählte die Organisation über 1 500 Fälle in denen Journalisten körperlich angegriffen oder bedroht wurden.

Diese Zahlen unterscheiden sich damit kaum von denen des Jahres 2006, damals zählte die Organisation 85 getötete Journalisten und 32 Medienmitarbeiter, 871 Festnahmen und 1 472 tätliche Angriffe bzw. Drohungen.

Am gefährlichsten leben Journalisten dem Bericht zufolge im Irak, wo alleine 47 Journalisten umkamen und der damit weit vor anderen Ländern wie Somalia (8), Pakistan (6) und Sri Lanka (3) liegt. Spitzenreiter hinsichtlich der Festnahmen sind Pakistan (195), Kuba (55) und das islamische Regime im Iran (54) .

Gleichzeitig verzeichnete “Reporter ohne Grenzen” eine Zunahme der Zensurbemühungen im Internet. So seien allein in China im Vorfeld des 17. Kongress der Kommunistischen Partei 2500 Internetseiten durch staatliche Stellen blockiert worden. Gleichzeitig würde verstärkt gegen unliebsame Internetaktivisten vorgegangen, als jüngstes Beispiel hierfür kann der saudische Blogger Fouah al-Farhan gelten, der laut New York Times seit dem 10. Dezember in Saudi-Arabien inhaftiert ist.

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